Gesellschaft & Kultur
JAHRESRÜCKBLICK 2014

Worte des Jahres

Wichtige Ereignisse des zurückliegenden Jahres in Zitaten: bemerkenswerte Statements, kluge Sätze und klare Ansagen von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bis zur Verfassungsrichterin Susanne Baer.

„Wir alle müssen unsere Stimme gegen Angriffe auf Lesben, Schwule, bisexuelle, transsexuelle und intersexuelle Menschen erheben. Wir müssen uns gegen die Verhaftungen, Gefängnisstrafen und diskriminierenden Einschränkungen wehren, die ihnen drohen.“

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auf der Sitzung
des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im Februar

„Wenn sie uns die weitere Zahlung der Entschädigungsrente verweigern, werden wir notfalls wieder darum kämpfen. Wir werden vielleicht nicht mehr demonstrieren gehen, aber dann nutzen wir eben die Medien, um immer wieder auf diese Wunde zu drücken.“

Die 77-jährige Waltraud über die unsichere Zukunft
des Stiftungsfonds für die Opfer des sogenannten Bluterskandals

„Jeder Mensch soll für die Dauer seines Aufenthaltes in Deutschland einen Zugang zu leitliniengerechter HIV-Therapie haben.“

Der Nationale AIDS-Beirat in seinem Votum
zum Zugang zu ärztlicher Versorgung, Beratung und HIV-Therapie

„Überzogene Preispolitik tötet, egal ob es um HIV, Hepatitis oder Krebs geht“

Edo Agustian, indonesischer HIV-Aktivist,
auf der Welt-Aids-Konferenz in Melbourne

„Ich gratuliere Ihnen, denn Sie verstecken sich nicht. Sie sind die gelebte Kultur der Menschen- und Bürgerrechte, wie sie das Grundgesetz sichert.“

 Verfassungsrichterin Susanne Baer in ihrer Rede
bei den Positiven Begegnungen in Kassel

„Die Fakten sprechen für sich. Es ist an der Zeit, den Kurs zu ändern. Wir brauchen eine Drogenpolitik, die über tatsächlich funktionierende Strategien informiert ist, statt eine Politik, die den Drogenkonsum kriminalisiert und darin scheitert, Zugang zu wirksamer Prävention oder Behandlung zu schaffen. Das hat nicht nur zu überfüllten Gefängnissen, sondern auch zu schweren gesundheitlichen und sozialen Problemen geführt.”

Kofi Annan, ehemaliger UNO-Generalsekretär
anlässlich des Berichts
 der Global Commission on Drug Policy

„Wir müssen jetzt handeln, um weltweit geschlossen auf die Hepatitis-C-Epidemie zu reagieren!“

Aus dem „Berliner Manifest“, verabschiedet auf der 
ersten Europäischen Konferenz zu Hepatitis C und Drogengebrauch

„Im Jahr 2020 kann Aids in Deutschland Geschichte sein – wenn alle Verantwortlichen mit voller Kraft daran arbeiten. Das baldige Ende von Aids ist kein Traum, sondern ein realistisches Ziel und eine ethische Verpflichtung.“

DAH-Vorstand Sylvia Urban
auf der Mitgliederversammlung der Deutschen AIDS-Hilfe

„Wir haben die Kurve schon nach unten gebogen. Jetzt haben wir fünf Jahre, um die Epidemie für immer auszuschalten, andernfalls riskieren wir, dass sie wieder außer Kontrolle gerät.“

UNAIDS-Direktor Michel Sidibé 
bei der Präsentation des UNAIDS-Berichts 2014

„Die Solidarität mit HIV-Positiven ist weggebrochen. Heute gilt: Der HIV-Negative genießt Sex und Rock’n’Roll, und der HIV-Positive muss die Aufklärung und Prävention leisten.“

Priv.-Doz. Dr. Keikawus Arastéh,
Chefarzt im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin

„Der beste Weg wäre, wenn die Bundesrepublik die Empfehlung der Internationalen Arbeitsorganisation umsetzt und den HIV-Test zur Einstellung gesetzlich verbietet.“

Knut Lambertin, Leiter des Referats „Gesundheitspolitik/Krankenversicherung“
beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)

„Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts sind nahezu alle HIV-Tests, die im Zusammenhang mit einem Bewerbungsverfahren durchgeführt werden, unzulässig.“

Fachanwalt Jacob Hösl
zur Diskriminierung von Menschen mit HIV im Arbeitsleben

„Was würdest du zu einem HIV-positiven Bäcker sagen? – Zwei Mohnbrötchen bitte!“

Spruch aus der diesjährigen Welt-Aids-Tags-Kampagne
„positiv zusammen leben“

Lesetipps auf magazin.hiv: Erfolge und Rückschläge im Jahr 2014

 

 

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Axel Schock

Axel Schock

Axel Schock, freier Autor und Journalist, ist seit 2010 Mitglied der DAH-Online-Redaktion.

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