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	<title>Annette Fink, Author at magazin.hiv</title>
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	<description>Hintergründe zum Leben mit HIV, Aids, STIs, Hepatitis</description>
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		<title>Gedenken an Ute Krackow</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette Fink]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2023 15:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Aidshilfe Kiel]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenken]]></category>
		<category><![CDATA[Ute Krackow]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 11. Dezember 2023 ist Ute Krackow, die Geschäftsführerin der Aidshilfe Schleswig-Holstein, völlig überraschend im Alter von 61 Jahren verstorben. Wir erinnern mit einem Gedenkbuch an sie.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p><strong>Sie wurde jäh aus dem Leben gerissen: Am 11. Dezember 2023 ist Ute Krackow, die Geschäftsführerin der Aidshilfe Schleswig-Holstein, völlig überraschend im Alter von 61 Jahren verstorben. </strong></p>

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<p>Mehr als 30 Jahre war sie Motor und Stützpfeiler – in der Aidshilfe Kiel, im Landesverband und auf Bundesebene, wo sie uns in unzähligen Projekten und Arbeitskreisen begleitet hat.</p>

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<p>Ob in der Kommission Projekte und Finanzen, in der bundesweiten Onlineberatung oder in unserer Antidiskriminierungsarbeit: Wir konnten uns immer auf diese zugewandte, kompetente, kluge und bestens vernetzte Kollegin verlassen. Sie fehlt, aber das, was sie aufgebaut hat, lebt weiter – zum Beispiel im <a href="https://www.aidshilfe.de/schleswig-holstein-sieht-aufs-ganze" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Checkmobil</a>, das sie maßgeblich auf den Weg gebracht hat.</p>

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<p><strong><em>Wer Bilder (nur mit Einverständnis der abgebildeten Person/en und Fotograf*innen-Angaben), Zitate von Ute Krackow oder andere Erinnerungen teilen möchte, kann sich gerne an die Redaktion wenden (redaktion@dah.aidshilfe.de)</em>.</strong></p>

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<p><strong>Angela, Uschi, Andreas, Hildegard, Louisa, Sylvia, Lutz, Björn, Lothar, Sabine und Hanne</strong></p>

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<p>Die Aidshilfe Kiel und die Aidshilfe Schleswig-Holstein betrauern einen großen Verlust. Ute Krackow ist unerwartet und plötzlich am 11.12.2023 von uns gegangen. Ute war fachlich sowie menschlich eine Institution und ein Juwel.</p>

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<p>„Ein Mensch, der uns und dem Land fehlen wird.“</p>

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<p>Sie war dreißig Jahre lang für die Aidshilfe und für alles, wofür diese steht, tätig, und hat auch nach dieser langen Zeit ihr Feuer und ihre Motivation für die Sache nie verloren.</p>

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<p>Sie berührte und begleitete viele Menschen: Kolleg:innen, Aktivist:innen und HIV-positive Menschen. Viele waren mit ihr verbunden, und es wird nicht möglich sein, das Loch, das entstanden ist, zu füllen. Ute glänzte mit Ideenreichtum und Freundlichkeit, mit Hartnäckigkeit und einem warmen Herzen, mit einem offenen Ohr und mit Zurückhaltung. Sie war lieber in der zweiten Reihe, obwohl ihre Arbeit stets in der ersten Reihe zu Hause war.</p>

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<p>Unzählige Ideen, Konzepte und Projekte hat sie im Laufe ihrer Arbeit bei der Aidshilfe geschrieben und umgesetzt. Ein leuchtendes Beispiel ist die Poster-Kampagne „Kein-Aids-für-alle“, in welcher Ute mit Ideenreichtum und Schubkraft tatkräftig mitwirkte. Vor allem ihr Engagement, wenn es um die Bekämpfung der Diskriminierung von Menschen mit HIV ging, entfachte ihre Leidenschaft und ihren Kampfgeist. Sie schreckte in diesem Punkt vor nichts zurück und schrieb, wenn der Bedarf da war, Krankenhausleitungen und vermutlich auch Präsident:innen an. Nie war sie müde,&nbsp;um einen Missstand zu melden und wenn möglich zu verändern. Positive Menschen zu begleiten und für die Rechte aller einzustehen, war ihr ein großes Anliegen. Aber auch Menschen, die niemand sieht und auf dem Schirm hat, waren auf ihrem Radar. So hat sie bereits mehrere Jahre in den Kieler Drogen- und Suchthilfen regelmäßige Beratungs- und Testangebote gemacht und wertvolle Kooperationen mit Fachkräften und Ärzten in Kiel und Schleswig-Holstein geschlossen.</p>

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<p>Viele Jahre war sie bei der Aidshilfe Kiel tätig und wechselte vor drei Jahren zum Landesverband Schleswig-Holstein, wo sie die erste hauptamtliche Mitarbeiterin wurde. Viele Kooperationen und Verbindungen stammen aus ihrer langen Zeit bei der Aidshilfe Kiel, und auch hier sind ihre Kontakte nie nur auf Kiel beschränkt gewesen. Ihr Fokus ging schon immer über die Grenzen hinaus, wodurch die Stelle im Landesverband wie für sie geschaffen war.</p>

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<p>Ihre Aufgaben waren vielfältig und zahlreich. Eine der wichtigsten Aufgaben im Landesverband ist die flächendeckende Versorgung in Schleswig-Holstein. Hier entstand die Idee beim Kaffee, dass ein mobiles Projekt gebraucht wird. Um Beratung und Testung für HIV und Hepatitis C im ganzen Land, vor allem für die Menschen anzubieten, die nicht erreicht werden. Angelehnt an der von ihren gelebten Kooperationen mit den Drogen- und Suchthilfen und Kontaktläden in Kiel konzipierte sie ein mobiles Angebot und stellte dies beim Ministerium vor. Hier konnte sie bei der Erstellung des Konzepts auf bestehende Verbindungen zählen und sich Rat holen.</p>

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<p>Sie konnte mit dem so erarbeiteten Konzept dem damals amtierenden Minister überzeugen und schaffte es, ein großartiges und bislang in der Bundesrepublik einzigartiges Projekt auf die Beine zu stellen.</p>

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<p>Ute war ein Mensch, der sich die Anerkennung nicht von anderen holte und intrinsisch stets motiviert war. Dennoch erfüllt es uns mit großer Freude, dass sie für dieses große Projekt die Anerkennung auch von außen bekommen hat. Wenige Tage vor dem 11.12.2023 durfte Ute das Jahresresümee des Check-Mobils der amtierenden&nbsp;Gesundheitsministerin und Schirmherrin vorstellen und wurde hoch gelobt. Ihr Konzept ist umgesetzt worden und&nbsp;zeigt Erfolge. Die Menschen, für die sie dieses Konzept erstellt hat, werden erreicht.</p>

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<p>Ute Krackow hat aus einer Kaffee-Idee ein Leuchtturmprojekt in der Bundesrepublik gemacht.</p>

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<p>Trotz all dieser Worte über Ute sind wir sprachlos über ihren Tod und hoffen, dass sie uns als Stern weiter den Weg weist. Wir werden sie vermissen!</p>

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<p><strong>Louisa Glaum, Aidshilfe Schleswig-Holstein</strong></p>

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<p>Ich habe ein Geschenk bekommen, ich durfte Ute kennenlernen und ein Jahr lang an ihrer Seite im Landesverband arbeiten. Sie schenkte mir ihre Freundschaft, ihre berufliche Kompetenz und ihre Weisheit. Am 01.10.2022 trat ich meine neue Stelle im Landesverband Schleswig-Holstein an und hatte seitdem Ute als Kollegin an meiner Seite. Selten habe ich einen Menschen kennengelernt, der freundlicher und ehrlicher ist und kein Ego hat. Ute dachte und handelte stets&nbsp;im Sinne der Sache und für sie war es keine Bürde, auch am Wochenende eine E-Mail zu lesen. Durch ihre Erfahrung fand sie stets Wege und Möglichkeiten, um mit schwierigen Situationen umzugehen. Gab es Unstimmigkeiten, wurden diese besprochen und aus dem Weg geschafft. Wollte ich meine Vorhaben und Pläne durchsprechen, lieh sie mir ihr offenes Ohr und gab mir wertvolle Tipps und Einschätzungen.</p>

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<p>Seit dem 11.12.2023 habe ich mich oft gefragt, was das Richtige ist, was wir tun sollten. Der Mensch, den ich normalerweise in dieser Situation um Rat fragen würde und mir weiterhilft, ist nicht mehr da. Gefühlt habe ich nicht nur eine Kollegin verloren, ich habe mehr verloren.</p>

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<p>Obwohl ich Ute nur etwas länger als ein Jahr kannte, war es ein reiches und gefülltes Jahr. Wir durften gemeinsam durch Deutschland fahren und auf unterschiedlichsten Events gemeinsam „working-dinners“ genießen, Vorträge halten, Netzwerke aufbauen und Interviews geben. Und auch für die gegenseitige Seelenpflege war sie immer zu haben. Ob es ein Auslüften bei der Gassi-Runde war, beim Kaffeetrinken auf ihrer Terrasse oder beim Döneressen, Ute war für einen gemeinsamen Austausch immer zu haben.</p>

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<p>Wenn ich mal zweifelte, baute Ute mich wieder auf und motivierte mich stets, meinen Stärken zu folgen und meine Ideen umzusetzen. Wenn ich ihre Einschätzungen nicht teilte oder verstand, erklärte sie mir die Gründe mit Geduld und Wohlwollen. All diese Dinge und vor allem Ute als Person waren wie ein Geschenk für mich, was ich für immer in meinem Herzen tragen werde.</p>

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<p>Dass sie nicht mehr da ist, kann man nicht in Worte fassen, denn es ist unfassbar. Stolz darf ich sagen, dass ich mit Ute die beste Kollegin der Welt bekommen habe!</p>

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<p>Gemäß ihrer eigenen Notiz und unserer Vergangenheit freue ich mich, sie dort wiederzutreffen, wo es kein richtig und kein falsch gibt.</p>

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<p><strong>Sven Warminsky, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt und Mitglied im Vorstand der Deutschen Aidshilfe</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>es ist wie in Romanen beschrieben: nun sitze ich vor einem weißen Blatt Papier, und es fällt mir schwer, meine Gedanken und Gefühle zu sortieren. Es fühlt sich plötzlich so leer an. Eben wie dieses Blatt Papier.</p>

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  </div>
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<p>Ohne Vorwarnung hast du dich einfach aus dem Staub gemacht. Nichts, aber auch absolut nichts deutete beim letzten Mal, als wir uns gesehen haben, darauf hin, dass deine Zeit nur noch eine sehr überschaubare ist. Hätte ich das gewusst, wäre meine Abschiedsumarmung noch viel intensiver und länger ausgefallen, als sie es eh schon war.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Schmerz, den du in meinem Herzen jetzt zurücklässt, erinnert mich daran, dass es da schon mal einen anderen Menschen gab, dessen Verlust mich zutiefst berührte und mich fassungslos, wenn auch nicht ohne Erwartung, zurückließ. Das war bei Gabi. Ihr wart euch beide ähnlicher, als du es vielleicht gesehen hast. Jedenfalls habe ich das in dir gesehen. Eben eine wunderbare Frau.</p>

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    </div>
  </div>
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<p>Ich schaue jetzt zurück und bin dankbar. Dankbar dafür, dass ich mit dir arbeiten, lachen, lästern, Angst haben, mich freuen und rumalbern konnte. Dankbar dafür, dass du mir immer deine Faust in meine Schulter drücktest, wenn ich zu albern war oder Scherze gemacht habe, die nicht gesellschaftsfähig waren. Du sollst wissen, dass dein Leben, so unbedeutend du es für dich selbst interpretiert hast, ein ganz großartiges, bedeutendes und beeindruckendes war. Du hast jetzt eine Lücke im echten Norden hinterlassen, die nicht so einfach zu schließen sein wird. Dein Engagement, dein Wissen, dein Anpacken, deine Empathie, dein Lachen&#8230; all das wird enorm fehlen. Du warst Aidshilfe!</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Jetzt drücke ich den Plüschaffen, den du mir geschickt hast, als ich so schwer an Covid erkrankt war und im Krankenhaus lag, fest mit meinem Arm. Seit meiner Entlassung sitzt er auf meiner Couch. Er wird mich mehr als je zuvor immer an dich erinnern. Auch meinen ersten Ralf-König-Comic hast du mir damals geschickt, weil du es nicht glauben konntest, dass ich als schwuler Mann so was nicht in meinem Bücherregal habe. Weißt du noch? Fassungslos hast du mit dem Kopf geschüttelt, als ich es dir erzählte. Und umso mehr habe ich mich gefreut, als die Post damals das Paket mit Affe und Buch brachte.&nbsp;</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich kann dir jetzt nur noch eine gute Reise und deinen Lieben alle Kraft der Welt wünschen.&nbsp;</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dein dich jetzt ganz fest drückender</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sven</p>

              </div>
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<p><strong>Winfried Holz, Mitglied im Vorstand der Deutschen Aidshilfe</strong></p>

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<p>Ute Krackow &#8211; als Name, als engagierte Mitstreiterin über die ganze Zeit&nbsp;präsent, in der&nbsp;ich im&nbsp;Vorstand der DAH mitarbeiten darf. Über lange Jahre &#8222;nur&#8220;&nbsp;ein liebenswerte&nbsp;Frau mit Ecken und Kanten&nbsp;aus dem hohen Norden der Republik, die ich gelegentlich traf. Über ein Projekt, das Teil ihres Vermächtnisses ist, durfte ich schließlich doch noch Utes Engagement und ihren Einsatz intensiver und aus der Nähe&nbsp;erleben. Daher&nbsp;möchte ich hier an das Checkmobil&nbsp;erinnern, das Projekt für die mobile Beratung und Testung&nbsp;der Aidshilfe Schleswig-Holstein. Eine Schnapsidee aus einer Kaffeelaune heraus &#8211; so hat Ute es einmal selbst beschrieben &#8211; ist zu einem Leuchtturm für die flächendeckende Versorgung geworden. Wer das Checkmobil kennenlernen und Ute noch einmal sehen möchte:&nbsp;<a href="https://aidshilfe-sh.de/de/checkmobil">https://aidshilfe-sh.de/de/checkmobil</a></p>

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<p>Danke Ute, du bleibst in unseren Herzen und dein Einsatz bleibt unvergessen.</p>

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<p></p>

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<p><strong>Anna Struve, Aidshilfe Neumünster</strong></p>

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<p>Als ich 1991 anfing, ehrenamtlich in der Aidshilfe Kiel zu arbeiten, war Ute bereits seit einem Jahr dabei, ebenfalls ehrenamtlich. Es dauerte dann nicht mehr lange, bis sie ihre hauptamtliche Tätigkeit dort aufnahm. 1994 wurden wir Kolleginnen, als ich anfing, in der Aidshilfe Neumünster hauptamtlich zu arbeiten. Wir haben also mehr als 30 Jahre zusammen gearbeitet, teilweise sehr eng. All die Jahre hat Ute mich beeindruckt mit ihrer unfassbaren Ausdauer und Kompetenz, ihrer nicht nachlassenden Energie und ihrem unbedingten Willen zur Veränderung und Verbesserung der Situation der Menschen, die mit HIV leben. Ihr Gedächtnis war phänomenal. Fragte man sie: „Ute, wie war das noch vor zwanzig Jahren mit dieser oder jener Förderrichtlinie?“ oder „In welchem Jahr wollte uns die Verwaltung des Landes die Arbeit mit den Klient*innen verbieten?“, kam die Antwort meist wie aus der Pistole geschossen. Und dann war da noch dieser ausgeprägte Sinn für Gerechtigkeit und ihre ganz klare Haltung in politischen und ethischen Fragen. Mit all diesen Eigenschaften hat sie die Arbeit im Bereich HIV/Aids nicht nur in Kiel geprägt und maßgeblich mitgestaltet, sondern in ganz Schleswig-Holstein und bereits weit vor ihrem Wechsel zum Landesverband SH auch bundesweit. Ohne Ute gäbe es unser Testmobil nicht: Sie hat das Konzept geschrieben, sie hat maßgeblich die politische Überzeugungsarbeit im Ministerium geleistet, Sponsoren gesucht und gefunden, für die Umsetzung der grauen Theorie in die lebendige Praxis gesorgt.</p>

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<p>Für mich war Ute die Kapitänin auf dem Schiff „Aidshilfe Schleswig-Holstein“. Sie stand auf der Brücke, achtete darauf, dass das Schiff nicht vom Kurs abkam, achtete auf die Mannschaft wie auch auf die „Ladung“, also unsere inhaltliche Arbeit. Jetzt ist unsere Kapitänin von Bord gegangen, unfreiwillig und zur absoluten Unzeit &#8211; segelt unser Schiff doch auf ziemlich stürmische See zu. Ich hab keinen blassen Schimmer, wer in Utes riesengroße Fußstapfen treten soll. Mit ihren Erinnerungen an die letzten Jahrzehnte geht uns ein unermesslicher Fundus verloren. Abgesehen davon, dass ich nicht annähernd begreifen kann, dass meine dienstälteste Kollegin und kritische Verbündete nicht mehr da ist, fühle ich mich regelrecht orientierungslos. Ich schaue die vielen Fotos an, die es von Ute zum Beispiel auf instagram gibt, und kapiere es schlicht nicht; da hat sich jemand geirrt, das ist ein ganz dämlicher Fehler im System. Aber einer, den niemand rückgängig machen kann…</p>

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<p>Fassungslos, Anna </p>

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<p><strong>Ulf Kristal, Mitglied im Vorstand der Deutschen Aidshilfe</strong></p>

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<p>Ein Stern im Norden, nicht laut, aber beständig leuchtend war Ute Krackow für mich. Kennengelernt habe ich Ute auf den Mitgliederversammlungen der DAH als Teil der Gruppe aus Schleswig-Holstein als eine Person, die sich selbst nie in den Vordergrund stellte und nie versuchte, mit den „Lauten“ mitzuhalten. Was mir als erstes auffiel, war ihr herzliches Lachen. Um so überraschter war ich, dass diese Person, die ich eher im Hintergrund wahrgenommen hatte, erste hauptamtliche Mitarbeiterin und damit Hauptansprechpartnerin des neugegründeten Landesverbands Aidshilfe Schleswig-Holstein wurde. Von da an wurden die Kontakte, auch über die Kommission Projekte und Finanzen der DAH, häufiger, und ich konnte Ute näher kennenlernen. Ich erlebte sie als Person, die sich nie in den Mittelpunkt drängte, aber immer die richtigen Fragen stellte und bereit war, kritisch und hartnäckig zu diskutieren. Das immer mit der Motivation, Dinge zu bewegen und im Sinne einer Lösung voranzubringen. Zu den wohl wichtigsten Projekten, die sie im wahrsten Sinn des Wortes auf die Straße gebracht hat, zählt das Checkmobil, der mobile Checkpoint für Schleswig-Holstein. Unvergessen ist das Leuchten in ihren Augen und die Begeisterung, als Ute das Checkmobil in diesem Jahr auf dem DÖAK in Bonn vorstellte. Ihre Arbeit war ihr eine Herzensangelegenheit, das konnte jede Person in ihrem Umfeld spüren. Und Spaß durfte es auch machen. Da war es dann da, ihr herzliches Lachen, das mir als erstes aufgefallen war.</p>

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<p>Liebe Ute, Dein kluger Rat, Dein Lachen und das Leuchten in Deinen Augen sind das, was unvergessen bleibt. Ein Stern im Norden.</p>

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<p><strong>Hildegard Welbers </strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute !<br>Am Montag entstand eine große, dauerhafte Lücke durch deinen plötzlichen Tod.<br>Am Samstag erlebten wir noch mit dir zusammen einen tollen, beeindruckenden Workshop in der Aidshilfe Neumünster.<br>Unsere langjährige Freundschaft war geprägt durch deine Unterstützung, Empathie und dein Interesse.<br>Wir hatten denselben „schrägen“ Humor, ohne ging es nicht!<br>Du hast mir oft Mut gemacht, und ich fühlte mich in deiner Nähe wohl und vertraut.<br>Ich kann überhaupt nicht erkennen, wie es ohne dich weitergehen soll und kann !<br>Es wird dauern.<br>Deine Hildegard</p>

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<p><strong>Björn Beck</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>ich schrieb dir am Montag noch eine Mail und wollte am liebsten persönlich mit dir sprechen. In Berlin vor ein paar Wochen kamen mir bei unserer Umarmung wegen meines Abschieds aus der Aidshilfe die Tränen, und wir wollten später reden. Und schon sind die Tränen zurück und wieder tut der Abschied so weh.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich weiß gar nicht mehr genau, wann wir uns kennengelernt haben. Du bist ein Mensch, der einen irgendwie sofort berühren, Vertrauen und Geborgenheit schaffen konnte. So fühlt es sich an, als würden wir uns ewig kennen. Einige Jahre war ich häufig auch privat in Kiel, dann holte ich bei Fiedler etwas Torte und kam zu dir ins Büro. Mit deinem strahlenden Lachen und dieser unendlichen Herzlichkeit habe ich dich sehr ins Herz geschlossen und ich verspreche dir, bei jeder Gelegenheit Fiedler-Torte für dich für mitzuessen und mir deine strahlende Herzlichkeit zum Vorbild zu nehmen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Dirk Schäffer, Referent für Drogen und Haft der Deutschen Aidshilfe</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich erinnerte mich sofort an unsere Kooperation für Utes Busprojekt, als ich von ihrem Tod vor wenigen Tagen hörte. Utes Tod wird eine große Lücke für unseren Verband hinterlassen. Wir haben eine engagierte und stets freundliche Kollegin verloren. Aber es wird viel bleiben, in Schleswig-Holstein und und im gesamten Bundesgebiet. Ich werde meine Arbeit auch in deinem Sinne fortführen.</p>

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<p>Liebe Grüße</p>

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<p>Dirk</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong><a href="http://reiner-behrens.de/">Reiner Behrens</a></strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ute leuchtete von innen. Dieses Leuchten trat heraus und machte einen Spaziergang, wenn sie lachte.<br>Herzlichen Gruß von Reiner</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Jessica Daschkeit, Geschäftsführung der AIDS-Hilfe Weimar und Ostthüringen</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>sich mit dir zu unterhalten, war immer ein inneres Kuchenessen. Du warst ein unglaublich strahlender und warmherziger Mensch und ich werde dich sehr, sehr vermissen! Dein herzliches Lachen wird mir noch lange im Ohr bleiben.</p>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich umarme dich in Gedanken</p>

              </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Jessica</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Manuel Izdebski, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Unna</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Was für eine schreckliche Nachricht! Ute war eine lebensfrohe und herzliche Frau, die für jede*n ein gutes Wort übrig hatte. Ich habe immer ihre fachliche Expertise geschätzt und ihren Pragmatismus, den sie im Einsatz für unsere Anliegen an den Tag legte. Was sie machte, das hatte Hand und Fuß. In Erinnerung wird mir auch ihr „norddeutscher Charme“ bleiben und ihre Gastlichkeit, wenn man beruflich im hohen Norden zu tun hatte.<br>Mit ihr verlieren wir eine Persönlichkeit, die die Arbeit unseres Verbandes geprägt hat. Wir werden sie alle sehr vermissen!<br>Aus dem Ruhrpott ein letztes Glückauf!</p>

              </div>
    </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Uschi Hansen</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In mir ist alles leer. Ich bin so traurig über deinen viel zu frühen Tod. Es ist, als wenn die Welt kurz aufgehört hat, sich zu drehen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Aber ich bin auch froh über die Stunden, die wir miteinander geteilt haben. Wir haben geschnackt, einen Kaff getrunken, gelacht und Pläne geschmiedet. Ich habe dich kennengelernt, wie du vor über 30 Jahren in der AIDS-Hilfe angefangen hast &#8211; mit zusammengesuchten Möbeln, kaum Netzwerkstrukturen, immer auf der Suche nach finanziellen Zuwendungen, aber mit viel Enthusiasmus und Ideen, die Situation zu verändern. Dass die AIDS-Hilfe Kiel heute stabil im sozialen Netz der Stadt und auch im Land steht, ist zu einem ganz großen Teil dir zu verdanken.</p>

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    </div>
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<p>Durch meine berufliche Veränderung haben sich unsere beruflichen Wege getrennt, aber privat gab es immer mal wieder einen gemeinsamen Schwatz. In den letzten 3 Jahren hat sich dann unsere Zusammenarbeit wieder intensiviert.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich danke dir für die vielen gemeinsamen Gespräche, für deinen Ideenreichtum und für deinen Optimismus. Probleme bist du pragmatisch angegangen und dann wurde auch eine Lösung gefunden.</p>

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<p>Ich bin traurig und mein tiefes Mitgefühl gilt deiner Familie</p>

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<p>Uschi Hansen</p>

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<p><strong>Carlo Kantwerk, Deutsche Aidshilfe</strong></p>

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<p>Liebe Ute,<br>ich bin sehr traurig über deinen Tod und freue mich gleichzeitig, dich kennengelernt zu haben. Deine wertschätzende und liebenswürdige Art habe ich immer sehr geschätzt und gern mit dir zusammengearbeitet. Ich werde dich vermissen.<br><br>Liebste Grüße</p>

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<p>Carlo</p>

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<p><strong>Birthe Kruska, Drogenhilfe Kiel</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ute hinterlässt eine große Lücke in Kiel. Abgesehen von ihrem Engagement hatte sie so viel Witz und Freude für ihre und an ihrer Arbeit und so viel Herz für die Menschen. Sie brachte echte Parteilichkeit und Empathie mit – etwas, das heute oft fehlt. Danke für alle Gedenktage #21juli, die wir zusammen gestaltet und erlebt haben. Danke für jeden fachlichen und menschlichen Austausch.</p>

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<p>Mein tiefes Mitgefühl für deine Angehörigen.Ich selbst bin immer noch erschüttert. Gute Reise Ute Krackow und Danke für Alles.</p>

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<p><strong>Sabine Bock</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>ich kann es immer noch nicht glauben und mir fehlen die Worte, obwohl ich ein Buch über dich und unsere gemeinsamen Erlebnisse schreiben könnte. Eigentlich wollten wir das zusammen machen. Du warst über 30 Jahre als Kollegin und Freundin an meiner Seite. Wir haben&nbsp; traurige, aber sehr viele schöne Stunden miteinander geteilt. Das Leben wird anders werden, denn es ändert sich mit dem, der neben einem steht, aber auch mit dem, der neben einem fehlt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du fehlst!!! Mehr kann ich jetzt leider nicht schreiben, du wirst wissen wie es in mir aussieht.&nbsp;</p>

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<p>Gute Reise und tanze auf dem Regenbogen</p>

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<p>Bine&nbsp;</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Frank Kreutzer, Geschäftsführer der Aidshilfe Saar</strong> </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>obwohl wir beide schon sehr lange in Aidshilfen engagiert waren, haben wir uns erst Ende 2018 näher kennengelernt, als du zum ersten Mal für Schleswig-Holstein am Ländertreffen teilgenommen hast. Trotzdem habe ich das Gefühl, wir würden uns schon viel, viel länger kennen. Wir haben uns dann regelmäßig auch bei anderen DAH-Veranstaltungen getroffen und waren zusammen in der Kommission Projekte und Finanzen. Das letzte Mal sahen wir uns im Oktober beim Jubiläum, dem Fachtag und der Mitgliederversammlung in Berlin und haben dort viel Zeit miteinander verbracht. Beim Abschied haben wir uns, da ich am Ländertreffen im November nicht teilnehmen konnte, schon alles Gute für das kommende Jahr gewünscht und uns darauf gefreut, uns wiederzusehen. Nun ist leider alles anders gekommen.</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unabhängig davon, dass du in Aidshilfen so vieles bewegt und erreicht hast, warst du vor allem eines: ein wunderbarer Mensch. Immer empathisch, authentisch, humorvoll, optimistisch, absolut liebenswert und bescheiden. Von den vielen tollen Menschen, die ich im Laufe der Jahre in Aidshilfen kennenlernen durfte, hast du eindeutig zu meinen Lieblingsmenschen gehört. Ich habe mich immer sehr gefreut, dich wieder persönlich zu treffen und bin dankbar, dass ich mit dir zusammenarbeiten durfte. Dankbar vor allen auch für die schönen Stunden und Abende am Rande der Treffen, für die persönlichen Gespräche, das gemeinsame Ärgern über all das, was uns im Job und im Alltag immer wieder mal nervte und für das viele Lachen.</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Nachricht von deinem plötzlichen Tod hat mich zutiefst erschüttert und macht mich fassungslos. Du hast tiefe Spuren hinterlassen und du wirst fehlen. Du wirst mir unvergessen bleiben.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Frank</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Willehad Rensmann, Geschäftsführer der aidshilfe dortmund</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich kannte Ute „nur“ aus einer Reihe von Veranstaltungen, Terminen und gemeinsamen Gesprächen – und dennoch hat sie mich nachdrücklich beeindruckt: Selten bin ich Menschen begegnet, die wie sie ein so hohes Maß an Fachlichkeit und Engagement aufwiesen, und die gleichzeitig so extrem angenehm und empathisch im Miteinander waren, so zurückgenommen und gleichzeitig brennend für die Sache,&nbsp; so vorangehend und gleichzeitig so uneitel. Liebe Ute, vielen Dank!</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Kerstin Mörsch, Deutsche Aidshilfe</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wenn Ute dabei war, konnte es nicht mehr schiefgehen. Sie hat unsere Diskussionen im Facharbeitskreis Antidiskriminierungsarbeit und in vielen andern Arbeitszusammenhängen mit Klugheit, praktischen Sachverstand, Humor und dem nötigen Schalck im Nacken bereichert. Sie war immer ganz und gar da, mit offenem Ohr und vollem Herzen. Ich werde sie sehr vermissen.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Silke Eggers, Deutsche Aidshilfe</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute, </p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>bevor ich länger versuche, in Worte zu fassen, wofür es keine guten gibt, tue ich das, was mir als erstes in den Sinn gekommen ist: Ich sage DANKE! Danke, dass ich dich über so viele Jahre kennen durfte und dass wir uns über so lange Zeit immer wieder mit ganz unterschiedlichen Themen, bei ganz unterschiedlichen Projekten und Treffen begegnen durften.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mit dir konnte ich immer so wunderbar kreative Lösungen entwickeln und pragmatisch angehen. Immer wieder haben wir gemeinsam überlegt, wie wir „da was tun können“.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Für mich warst du immer ein Allroundtalent.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Rechtskolleg, #positivarbeiten, Let’s talk about Sex… Bei so vielen Projekten warst du mir immer ein wichtiger Anlaufpunkt, eine kritische und kreative Begleiterin mit so vielen guten Ideen. Und einen Grund zum gemeinsamen Lachen haben wir auch immer gefunden. DANKE!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du wirst mir fehlen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Silke</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Melanie Luczak, Aidshilfe Hagen</strong></p>

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  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>zum Glück gab es bis jetzt nicht sehr viele erschütternde Nachrichten in meinem Leben, aber die über deinen plötzlichen Tod ging ganz tief. Es war zwei Stunden vor unserer alljährlichen Weihnachtsfeier in unserer Aidshilfe, und ich wäre am liebsten nach Hause gefahren, um einfach nur zu weinen und um an dich zu denken.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du warst so ein strahlender Mensch. So lebenslustig und warmherzig, wie man ihn selten trifft im Leben. Ich hatte das große Glück, dich 2006 kennenzulernen und dich (fast) jedes Jahr bei den Treffen der Online-Berater*innen zu sehen. Mit dir spazieren zu gehen, ein Bierchen zu trinken und über Gott und die Welt zu schnacken, dass war einfach wunderbar. Es gibt einen Abend mit dir bei besagtem jährlichen Treffen im Jahr 2010, den ich niemals vergessen werde. Du wüsstest genau welchen ich meine. Es war, als würden wir uns schon immer so gut kennen und als wären wir beste Freundinnen. Seit diesem Abend warst du in meinem Herzen verankert, und es war eine Freude, zwischen den Berater*innen-Treffen mit dir zu schreiben. Als du dich in diesem Jahr aus der Online-Beratung verabschiedet hast, haben wir uns fest gedrückt und waren überzeugt uns irgendwann, irgendwie wiederzusehen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das „Irgendwann“ wird es jetzt nicht mehr geben. Du wirst mir unendlich fehlen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Deine Melli</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Sylvia Brillat</strong><br><br>Meine Gedanken enden in einer Leere die unbeschreiblich ist.<br>Liebe Ute,<br>ich bin dir unendlich dankbar für die vielen gemeinsamen, unvergesslichen Momente die ich mit dir erleben durfte.<br>Unser Freundschaft war etwas ganz besonderes.<br>Es war unkompliziert, ehrlich, authentisch, bereichernd, kreativ und auch oft lustig mit dir.<br>Unwiederbringlich deine Art, Dinge/Probleme zu analysieren, einen Weg zu finden und damit umzugehen.<br>Unsere ganzen Projekte, die wir verwirklicht haben, all das werde ich vermissen.<br>Danke, dass ich dich ein Stück auf deinem Weges begleiten durfte!<br>Du fehlst mir so sehr!<br> </p>

              </div>
    </div>
  </div>
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          </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Sonja Steinbach, Der Paritätische Schleswig-Holstein</strong></p>

              </div>
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<p>Was ist wichtiger?“ fragte der große Panda, „der Weg oder das Ziel?“<br>„Die Weggefährten“, sagte der kleine Drache.<br>(James Norbury)</p>

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<p>Liebe Ute, <br>genau das warst Du für mich – und Du bleibst es – eine wichtige Weggefährtin.<br>In über 30 Jahren haben wir sehr viele traurige, ärgerliche, aber vor allem auch ganz tolle, schöne und nachhaltige Erfahrungen und Erlebnisse geteilt.<br>All das war und ist ein Teil meines Lebens, aus dem Du nicht wegzudenken bist. <br>Du warst meine wichtigste Mentorin und über die Zeit eine vertraute Freundin.<br>Ich bin immer noch fassungslos, und es wird dauern, bis ich den Verlust wirklich begreifen kann.<br>Tröstlich ist, dass viele Menschen von Dir lernen durften und so Deine Ideen, Deine Haltung und Dein Engagement weiterleben werden.</p>

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<p><strong>Kerstin von der Decken, Gesundheitsministerin des Landes Schleswig-Holstein</strong></p>

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<p>Der plötzliche Tod von Ute Krackow hat mich sehr betroffen gemacht. Meine Gedanken und mein Mitgefühl gelten ihren Angehörigen und Weggefährtinnen und Weggefährten.</p>

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<p>Frau Krackow hat nicht nur über viele Jahre haupt- und ehrenamtlich eine herausragende Arbeit für die Aidshilfe Kiel und den Landesverband der Aidshilfen geleistet. Sie war für mein Haus in sämtlichen Fragen eine sehr wichtige Impulsgeberin und Kooperationspartnerin. Sie hat die Arbeit der Aidshilfen in den mehr als 30 Jahren ihres engagierten und kompetenten Wirkens maßgeblich geprägt und sich unermüdlich gegen Stigmatisierung und Diskriminierung eingesetzt. Dafür danke ich ihr!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Frau Krackow hat ihre Idee und das Konzept für das „Check-Mobil“, den bundesweit einmaligen Test- und Beratungsbus für drogengebrauchende und wohnungslose Menschen, an mein Haus herangetragen – gemeinsam haben wir ihr Herzensprojekt realisieren können.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Erst Ende November 2023 haben wir gemeinsam mit anderen Projektbeteiligten anlässlich des Weltaidstages eine Zwischenbilanz zum „Check-Mobil“ gezogen – diese war sehr positiv! Der Test- und Beratungsbus fährt nun weiter durch Schleswig-Holstein. Die Arbeit von Frau Krackow bleibt sichtbar und von großer Bedeutung.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Johannes Grill, Deutsche Aidshilfe</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>kennengelernt haben wir uns vor über zwei Jahren über den Facharbeitskreis Antidiskriminierung und durch die Kommission für Projekte und Finanzen. Als ich vertretend in der Kontaktstelle für hiv-bedingte Diskriminierung gearbeitet habe, wusste ich, dass ich Dich stets um Deinen fachkundigen und ausführlichen Rat bitten konnte. Du hast mir einiges von deinem Wissen weitergegeben! In den Gesprächen, die wir im Rahmen diverser DAH-Veranstaltungen führten, ist mir besonders Deine uneitle und humorvoll-trockene Art in Erinnerung geblieben. Ich habe mich in Deiner Anwesenheit wohl gefühlt und hätte mich gefreut, noch viele weitere Fachtage und Co mit Dir zu erleben! <br>Du wirst mir fehlen.</p>

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<p>Dein Johannes</p>

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<p><strong>Sabine Frank, AIDS-Hilfe Potsdam</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>ich bin immer noch so fassungslos und traurig über deinen viel zu frühen Tod. Ich sehe deine Gesicht ganz deutlich, ich denke an dich und mir fallen so viele schöne Gespräche und Momente mit dir ein.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Kennengelernt habe ich dich vor vielen Jahren in München. Gemeinsam haben wir das Einführungsseminar in die HIV-Testung besucht. Eine aufregende Aufgabe damals, aber das war unser Start des Kennenlernens und vieler toller Gespräche. Zwei Frauen, Sozialarbeiterinnen, gleicher Jahrgang, mit ihrer Geschichte, du aus dem Westen und ich aus dem Osten. Da gab es viel zu erzählen…<br>Dann traf ich dich beim Ländertreffen wieder, und meine Freude war riesig. Ich habe dich für deinen Ideenreichtum immer sehr bewundert, du hast so viel angeschoben, dich für Menschen, die es nicht so leicht in dieser Welt haben, warmherzig, an das Gute glaubend, niemals die Hoffnung aufgebend, engagiert und eingesetzt.</p>

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<p>Du bist und wirst für mich immer ein ganz besonderer Mensch sein und ich danke dem Leben, dass wir uns kennenlernen durften. <br>Ich wünsche dir eine gute Reise und für deine Familie in dieser schweren Zeit, ganz viel Kraft und Zusammenhalt. <br>Du bist in meinem Herzen, fühle dich fest umarmt.</p>

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    </div>
  </div>
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<p>Deine Sabine</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Barbara Keunecke, Ministerium für Justiz und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ute<br>wahrhaftige Frau<br>Freundin und Kollegin<br>Aidshilfe in vernetzenden Gedanken<br>Gerechtigkeit und Antidiskriminierung – durch sie<br>Wissend, klug und fürsorglich<br>Und was nun?<br>Verlust spüren<br>Trauer</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Elke Kreis, Braunschweiger AIDS-Hilfe</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>die Nachricht von deinem plötzlichen Tod hat mich zutiefst erschüttert und geschockt. Du warst über die vielen Jahre so eine wunderbare Kollegin. Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn wir uns auf dem Rechtskolleg getroffen haben oder wenn wir telefonierten. Du hattest noch so viele Pläne. Ich werde dich und dein wunderbares Lachen vermissen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Deine Elke</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Jutta Ulbrich</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute Krackow,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>ich werde Ihre wunderbare Energie und Ihre Begeisterung für sinnvolle Projekte und konstruktives Vorwärts nie vergessen – einige dieser Projekte haben wir unterstützen dürfen und dies war uns immer eine große Freude und Antrieb in unserer Arbeit. Mit großer Betroffenheit und Anteilnahme habe ich von Ihrem plötzlichen Tod gehört – so sehr hätte ich es uns allen, aber vor allem Ihnen selbst so ganz, ganz anders gewünscht für die nächsten Jahrzehnte.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Machen Sie es gut, Ihre Kolleg*innen und Projektpartner werden Sie so sehr vermissen – aber Ihr Andenken und das Verändernde und Gute, das Sie für Menschen und mit Menschen geschaffen haben, das bleibt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Dankbarkeit</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Jutta Ulbrich</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Stefanie Thielebein</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>immer noch fassungslos versuche ich Worte zu finden.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir kennen uns seit über 30 Jahren. Kollegin, Freundin und Patentante von meinem Moritz. Ich weiß, dass Du jetzt bei ihm bist und das ist für mich ein kleiner Trost. Hätte ich es geahnt, dass unser kurzer Kontakt am 9.12. frühmorgens der letzte sein sollte, dann hätte ich dir gesagt, was für eine wunderbare Frau und Freundin du für mich bist.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich wünsche dir eine gute Reise mit dem Wissen, dass wir uns irgendwann wieder sehen. Deiner Familie wünsche ich viel Kraft in dieser schweren Zeit.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Alles Liebe</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Steffi</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><br><br><strong>Hartmut Evermann, Aidshilfe Lübeck</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auch nach über drei Wochen fehlen mir immer noch die Worte. Ich kann es nicht fassen, vielleicht will ich es auch nicht. Die Leere. Die Versuche, das Unfassbare fassbar zu machen, vergebens. Trauer verbunden mit Sprachlosigkeit.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Hartmut</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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          </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Team der Aidshilfe Lübeck für sexuelle Gesundheit e.V.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,<br>eben warst du noch da und wir haben neue Pläne geschmiedet, nun bist du plötzlich fort.<br>Wir können es immer noch nicht ganz glauben und tun uns schwer, Abschied zu nehmen. Abschied von dir, die du immer da warst, immer zugehört hast, immer für die Aidshilfen in Schleswig-Holstein gekämpft hast, immer für die Anliegen positiver Menschen da warst, immer offen für neue Ideen warst, immer eine Verbündete warst.<br>Wir hatten noch so viel gemeinsam vor und wissen nicht, wie diese Lücke gefüllt werden kann.Wir <br>werden dich als Freundin, Kämpferin, Kollegin und liebevollen Menschen nicht vergessen und dir ein Andenken bewahren.<br>Unsere Gedanken sind auch bei deiner Familie und bei deinen engsten Freund*innen und Kolleg*innen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sarah Salvator, Till Werner, Harald Krüchten-Werner<br>Vorstand der Aidshilfe Lübeck für sexuelle Gesundheit e.V.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Hartmut Evermann, Gabi Jonkisch, Katjana Zunft, Massimo Girolmetti<br>Mitarbeiter*innen der Aidshilfe Lübeck für sexuelle Gesundheit e. V.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Luca Siemens, Göttinger Aidshilfe</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Liebe Ute,</p>

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<p>wir haben uns vor einigen Jahren beim Berater:innentreffen der Online-Beratung kennengelernt. Von Nordkind zu Nordkind hast du mir direkt das Gefühl gegeben, nicht fremd, sondern Teil der Gruppe zu sein.<br>Deine bestimmte, einfühlsame Art hat mich immer beeindruckt, in der Beratung wie auch ganz persönlich. DANKE für alles, was du geleistet hast, auch wenn ich nur einen Bruchteil davon persönlich kennengelernt und erlebt habe.</p>

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<p>Ich hoffe, dass du, wo auch immer du jetzt bist, die Füße im Sand, das Salzwasser um die Knöchel, den Wind in den Haaren und das Möwengeschrei im Ohr hast. Und ganz sicher ein paar Hundehaare irgendwo!</p>

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<p><strong>Günther Frank</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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<p>niemals hätte ich gedacht, nachdem wir uns Ende Juni 2022 zuletzt im Rahmen einer Sitzung im Ministerium in Kiel beim Mittagessen zu zweit länger unterhalten haben, dass das das letzte Zusammensein mit dir sein würde. Ich bin froh, dieses Gespräch mit dir gehabt zu haben und sehr traurig, dass es das jetzt endgültig gewesen sein wird mit dem gemeinsamen Sprechen. Sehr dankbar bin ich als Mitarbeitender des Stormarner Gesundheitsamtes seit 1987 (derzeit in der Freistellungsphase der Altersteilzeit) dass wir mit dir und den AIDS-Hilfen über Jahrzehnte gemeinsam einen emanzipativen, rationalen Umgang mit HIV und später dann auch den STI erkämpfen konnten. Deine Verdienste dabei kann ich gar nicht genug würdigen und danke dir für die lange Kooperation in vielen Projekten und Arbeitszusammenhängen. Wie schade dass du die Pläne, welche du sicher noch hattest, jetzt nicht mehr wirst umsetzen können. Es ist sehr bedrückend und schrecklich.<br>Bye,<br>Günther</p>

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<p><strong>Tschajk Freiberg</strong></p>

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<p>Liebe Ute!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich kann gar nicht genau sagen, weshalb ich heute den Suchbegriff AIDS-Hilfe Kiel eingegeben habe – das hatte ich seit Ewigkeiten nicht getan. Nur so ein seltsames „Da stimmt irgendetwas nicht …“-Gefühl. Dann zu lesen, daß Du gestorben bist, bringt eine Flut von Erinnerungen und Gefühlen aus der Zeit der Sterbebegleitung zurück. 1994 haben wir uns kennengelernt, und es waren harte, aber lehrreiche und lebenswerte Jahre, die damals folgten. Mit Deinem Tod geht so unersetzlich viel Wissen und Erfahrung in der AIDS-Arbeit verloren …</p>

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<p>Danke für alles von<br>Tschajk</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>(Tschajk Freiberg / Nocturne &#8211; Kultur gegen AIDS; ehemals auch HAKi e.V.)</p>

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<p>PS: Liebe Sabine Bock, liebe Anna Struve, seid herzlich gegrüßt!</p>

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<p><strong>Jutta Scheibner</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,<br>ich bin seit 1988 in der AIDS-Arbeit (u. a. auch in einer AIDS-Hilfe) tätig. Von 1992 bis 2020 war ich im Gesundheitsamt Lübeck als AIDS-Fachkraft angestellt. In diesen Jahren habe ich Dich bei Arbeitskreisen und Fortbildungen kennengelernt. Ich habe großen Respekt vor Dir und Deiner Arbeit. Deine Empathie ermöglichte Dir einen guten Zugang zu Deinen Klienten. Diese Erfahrungen hast Du in unserem Arbeitskreis sachlich und zugleich einfühlsam vorgestellt. Es ist Deinem unglaublichen Engagement zu verdanken, dass Du nicht nur Lösungen aufgezeigt hast, sondern sie auch umgesetzt hast.<br>Dein früher Tod hat mich sprachlos gemacht.</p>

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<p><em>Ich setzte den Fuß in die Luft,<br>und sie trug. </em>– Hilde Domin</p>

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<p>Jutta</p>

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<p><strong>Team der Berliner Aids-Hilfe</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,<br>wir, das Team der Berliner Aids-Hilfe, durften dich in ganz unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen kennenlernen und mit dir zusammenarbeiten.<br>Wir alle sind geschockt und zutiefst erschüttert. Warst du doch ein unglaublich liebenswerter und stets kollegialer Mensch, immer zugewandt und klug.<br>Wir denken an deine unerschütterliche Energie, die Sache für Menschen mit HIV im hohen Norden zu vertreten, politisch und sozial, und wir danken dir dafür!<br>Viel zu früh hast du uns verlassen! Wir vermissen dich und werden dein Andenken in unseren Herzen bewahren.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Fassungslos<br>Vorstand, Geschäftsführung und Mitarbeiter*innen der Berliner Aids-Hilfe</p>

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<p><strong>Karl Lemmen</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich war fassungslos, als ich von Deinem plötzlichen Tod hörte, wollte es erst nicht glauben. So unvermittelt aus dem prallen Leben gerissen, das durfte doch nicht sein.</p>

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<p>Jetzt ist es Gewissheit und ich denke sehr berührt an unsere vielen Begegnungen zurück. Die Inhouse Seminare in Kiel, die Du für den in Aufbau befindlichen Landesverband organisiert hast. Ihr wart schon eine kleine, feine Truppe, die da im hohen Norden trotz widriger Umstände viel bewegt hat. Ich habe Euch immer gerne dabei unterstützt.</p>

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<p>Besonders bewegt denke ich an die Seminare in Schönbrunn, wo ich erleben durfte, wie bei Dir harte Arbeit, stetige Reflexion und wunderbarer Humor eine gute Mischung zugunsten der Aidshilfe Schleswig Holstein eingegangen waren.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bis spät in die Nacht haben wir im Klosterkeller gezecht und gelacht! Das waren auch für mich Sternstunden der Aidshilfearbeit. Da haben wir uns die Kraft für Weitermachen geholt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Danke dafür, liebe Ute!</p>

              </div>
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			</item>
		<item>
		<title>Gedenken an Guido Vael</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/szene-community/gedenken-an-guido-vael/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette Fink]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2020 15:04:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Aidshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern und Gedenken]]></category>
		<category><![CDATA[Gauweiler]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Vael]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1548271</guid>

					<description><![CDATA[Wir erinnern an Guido Vael, von 1990 bis 1999 Mitglied des Vorstands der Deutschen Aidshilfe und seit 2001 ihr Ehrenmitglied, der am 13. Januar 2020 nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren verstorben ist.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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        <strong>Wir erinnern an Guido Vael, von 1990 bis 1999 Mitglied des Vorstands der Deutschen Aidshilfe und seit 2001 ihr Ehrenmitglied, der am 13. Januar 2020 nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren verstorben ist.</strong></p>
<p>Wir sind ihm dankbar für alles, was er uns bedeutet, und wir vermissen ihn.</p>
<p>Doch er bleibt. Einer wie Guido verschwindet nicht. Er ist tief in unseren Erinnerungen, unserer Geschichte und unseren Geschichten verankert.</p>
<p>Einen <a href="https://www.aidshilfe.de/meldung/deutsche-aidshilfe-trauert-um-guido-vael" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nachruf auf Guido Vael haben wir am 15. Januar 2020 auf aidshilfe.de</a> veröffentlicht.</p>
<p>An dieser Stelle möchten wir Freund_innen und Weggefährt_innen von Guido die Möglichkeit geben, Abschied von ihm zu nehmen und an ihn zu erinnern.</p>
<p><em>Wer Bilder (nur mit Einverständnis der abgebildeten Person/en und Fotograf_innen-Angabe), Zitate von Guido oder andere Erinnerungen teilen möchte, kann sich gerne an die Redaktion wenden (redaktion@dah.aidshilfe.de).</em></p>
<hr />
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<p><strong>Christian Kranich</strong></p>
<p>Guido hat mein Denken als schwuler Mann maßgeblich geprägt. Ich war 17, als ich ihn in der damals neu gegründeten #MünchnerAidsHilfe kennenlernen durfte. Sein kompromissloser Kampf für echte Gleichstellung und sein tiefes schwules Selbstverständnis sind und werden mir ein Leitstern bleiben. Wir haben hier einen der wichtigsten Personen der LGBTQ &#x1f3f3;&#xfe0f;&#x200d;&#x1f308;-Community verloren. Ohne ihn hätte die Aids-Krise und die Bedrohung unsere Freiheit durch die #CSU und #HansPeterGauweiler in Bayern eine schlimme Wendung genommen. Dafür kann man ihm nicht genug dankbar sein. Meine Gedanken sind bei seinem lieben Mann Willy &#x1f62d;</p>
<hr />
<p><strong>Franz Stockmeier</strong></p>
<p>Was für eine traurige Nachricht. Er war mir immer ein Vorbild und er wird eine große Lücke hinterlassen.</p>
<hr />
<p><figure id="attachment_1545863" aria-describedby="caption-attachment-1545863" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2018/10/Aretz-Bernd-0000-01-Bild-800x350.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-1545863" src="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2018/10/Aretz-Bernd-0000-01-Bild-800x350.jpg" alt="Bernd Aretz 1990 im DAH-Bundesvorstand" width="800" height="355" srcset="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2018/10/Aretz-Bernd-0000-01-Bild-800x350.jpg 800w, https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2018/10/Aretz-Bernd-0000-01-Bild-800x350-300x133.jpg 300w, https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2018/10/Aretz-Bernd-0000-01-Bild-800x350-768x341.jpg 768w, https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2018/10/Aretz-Bernd-0000-01-Bild-800x350-788x350.jpg 788w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1545863" class="wp-caption-text">DAH-Bundesvorstand 1990 mit Bernd Aretz (06.07.1948 &#8211; 23.10.2018), Hans-Peter Hauschild (02.09.1954 &#8211; 04.08.2003 ), Reinhard Heikamp, Guido Vael, Helmut Ahrens (v.l.n.r.)</figcaption></figure></p>
<hr />
<p><strong>Markus Johannes</strong></p>
<p>Ich bin sehr traurig über den Tod meines hochgeschätzten Kollegen Guido Vael. In meiner Zeit bei der Aidshilfe Frankfurt e.V. konnte ich unglaublich viel von Guido, meinem Münchner Pendant, über Präventions- und Selbsthilfearbeit lernen. Er hatte immer einen guten Rat und ein offenes Ohr für mich. Und er brachte eine große Wertschätzung für meine „jungen“ Ideen mit. Auch privat waren wir über unsere Arbeit hinaus lange verbunden. Ich wünsche seinem Mann Willi viel Kraft und behalte Guido als einen wunderbaren Menschen in meinem Herzen.</p>
<hr />
</div>
</div>
<p><strong>Michael Baumgartner, Rosa Stangerl München Veranstalter</strong></p>
<p>Guido Vael verstorben &#x1f62d;</p>
<p>Am 13.1.2020 ist Guido Vael verstorben.</p>
<p>Gudio wurde 1947 in Belgien geboren.</p>
<p>Seit 1969 lebte er in Deutschland und seit seinem Coming-out im Jahr 1977 in München.<br />
Guido war jahrzehntelang in der Schwulenbewegung in München und darüber hinaus engagiert. Eine prägende Figur im Münchner Aids-Aktivismus. Ein Höhepunkt war 1987, als er an der Demo gegen den von Gauweiler geplanten Maßnahmenkatalog maßgeblich beteiligt war und ein Ausrufezeichen setzte. Sein Engagement für Münchens schwule Männer ging darüber weit hinaus, z.B. im Verein für Sexuelle Gleichstellung.<br />
Im Sub e. V. München wurde Guido 1995 hauptamtlicher Leiter vom Projekt Prävention („Sittenstrolche“) in dem ich einige Jahre ein Teil sein durfte. Neben der Prävention von HIV-Infektionen waren ihm die Themen „selbstbewusste schwule Identität“ und „Selbstbestimmung als schwuler Mann“ zentrale Anliegen, die er vehement vertrat. Im April 2012 endete seine Berufstätigkeit im Sub.<br />
Guido war ein leidenschaftlicher Vertreter der schwulen Männer Münchens, wofür man ihm außerordentlich danken muss.Der Münchner Oberbürgermeister a.D. Christian Ude verlieh Guido 2009 die Medaille „München leuchtet – Den Freunden Münchens“ in Silber.<br />
Unsere Community hat einen resoluten Verfechter und mutigen Weggefährten verloren.<br />
Seine Verdienste für Münchens schwule Männer bleiben unvergessen. Im Stillen denke ich an seinen Ehemann Willi, mit dem er 42 Jahre zusammen war. Guido wurde 72 Jahre alt, Rosa Stangerl München Veranstalter und Organisations-Team danken Guido Vael für so Vieles !</p>
<p>Wir werden dir stets ein ehrendes Andenken wahren !</p>
<p>1000 Dank, lieber Guido</p>
<hr />
<p><strong>Karl Lemmen</strong></p>
<p>Ach Guido,<br />
ein paar Jahre mehr hättest du deinen Ruhestand schon genießen dürfen! Aber vielleicht war das mit der „Ruhe“ nie so sehr dein Ding? Ich denke gerne an unsere gemeinsame Zeit in Aidshilfe zurück, die immer von gegenseitigem Respekt geprägt war. Mein Respekt vor deiner authentischen Präsenz als schwuler Ledermann und deinem beherzten Engagement für die Community, dein Respekt vor meiner Fachlichkeit als (schwuler) Psychologe.<br />
Wenn man dir eins nicht nachsagen kann, dann dass du jemals dein Fähnlein nach dem Wind gehängt hast! Im Gegenteil, du hast die Turbinen angetrieben, die den (manchmal lahmenden) DAH-Kahn in Fahrt gehalten haben. Nicht immer zur Freude aller, aber die Richtung hat im Wesentlichen immer gestimmt!<br />
Dass wir als schwule Männer heute in einer anderen Welt leben als damals, als wir die Aidshilfen gegründet haben, daran bist du nicht ganz unschuldig! Danke dir dafür!</p>
<hr />
<p><strong>Beate Jagla</strong></p>
<div>
<p>Laut und leise, kraftvoll und sensibel, ernst und witzig – so habe ich Guido Vael als Vorstandkollegen kennengelernt. Sein Einsatz über so viele Jahrzehnte hinweg für die Vielfalt schwuler Lebenskultur und Sexualität, für eine kreative und partizipative Prävention ohne Panikvisionen und gegen die Benachteiligung von Menschen mit HIV war einzigartig. Aidshilfe ohne Guido Vael – eigentlich nicht denkbar.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Alle</span> Menschen, die in der Deutschen Aidshilfe ehren- oder hauptamtlich tätig sind, geben dem Verband sein Gesicht und sind verantwortlich dafür, was die Deutsche Aidshilfe ist und sein wird. Das hat Guido immer wieder betont. Er ist dieser Verantwortung in ganz besonderer Weise gerecht geworden und hat wesentlich dazu beigetragen, was die Deutsche Aidshilfe heute ist. Vor seiner Lebensleistung kann ich mich nur verneigen. Ich bin sehr traurig. Guidos Mann wünsche ich viel Kraft und Mut für die kommende Zeit.</p>
</div>
<hr />
<div class="mceTemp"><strong>Clemens Sindelar</strong></div>
<p>Ach Guido,</p>
<p>was warst du doch für ein widerständiger, kämpferischer und gelegentlich anstrengender Mann! Man bekam das eine nicht immer ohne das andere.</p>
<p>Über ein Jahrzehnt habe ich mehrfach im Jahr Arbeitsgruppen oder Seminare moderiert, in denen du erst als Vorstand, später als Mitarbeiter von Sub e.V. in München teilgenommen hast, bis du dich in deinen Ruhestand verabschiedet hast. Für den hätte ich dir mehr Lebenszeit und weniger Krankheit gewünscht.</p>
<p>So viele Projekte, so viele Stunden gemeinsamer Arbeit, heftige Diskussionen, Streits und Versöhnungen. Und du warst so wichtig für uns schwule Männer, weil dein Widerspruchsgeist es dir offenbar leichter machte, im Konfliktfall keine Angst vor dem Nichtgeliebtwerden zu haben, sondern unverdrossen und unbequem auf deiner Kritik zu bestehen. Davon konnte sich mancher von uns eine Scheibe abschneiden.</p>
<p>Dein Hauptanliegen war es immer, dass schwule Männer eine freie, selbstbestimmte Sexualität leben können, inklusive ihrer unbürgerlichen, „schmutzigen“ Anteile. Dafür hast du in deinem privaten wie auch öffentlichen Leben immer eingestanden, und du hattest, da bin ich mir ganz sicher, für manchen jungen schwulen Mann eine Vorbildfunktion.</p>
<p>„Ruhe in Frieden“ kann ich nicht wünschen, denn über die Gretchenfrage haben wir nie gesprochen.</p>
<p>Mach’s gut, Guido!</p>
<hr />
<p><strong>Simone Spielmann</strong></p>
<p>Jeder trifft Menschen in seinem Leben, an die er sich erinnern kann, aber Guido ist einer der weit herausragenden Menschen, die ich kennen lernen durfte. Er hat einen großen Eindruck hinterlassen. Er war einer der freundlichsten, liebevollsten und wohlwollendsten Menschen, die ich kannte. Guido, I will miss you dearly.</p>
<hr />
<div class="mceTemp"><strong>Thomas Niederbühl</strong></div>
<p>Guido Vael ist tot. Wie traurig. Mein Beileid und Mitgefühl ist ganz bei seinem Mann. Wir als Community, auch ich ganz persönlich, haben Guido so viel zu verdanken. Er war leidenschaftlicher und erfolgreicher Kämpfer der Schwulen- und Aidshilfe-Bewegung, mir ein Mitstreiter, Freund und kritischer Begleiter. Er ist einer unserer Helden. Das werden wir nicht vergessen. Adieu, Guido!</p>
<hr />
<div class="mceTemp"></div>
<p><strong>Weitere Beiträge zu Guido Vael (Auszug):</strong></p>
<p>In einem Video auf YouTube berichtet Guido von seinem positiven HIV-Testergebnis, das er 1998 bekam:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Guido: &quot;Ich wurde 1998 HIV-positiv getestet&quot;" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/CAh9_KjIz68?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="wL6ERJno80"><p><a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/laudatio-fuer-guido-cael/">Laudatio für Guido Vael, einen Mann der ersten Stunden</a></p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Laudatio für Guido Vael, einen Mann der ersten Stunden&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/laudatio-fuer-guido-cael/embed/#?secret=IjIRVehiyA#?secret=wL6ERJno80" data-secret="wL6ERJno80" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="MOArllc5kw"><p><a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/der-preussischste-belgische-bajuware-den-ich-mir-vorstellen-kann/">„Der preussischste belgische Bajuware, den ich mir vorstellen kann“</a></p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;„Der preussischste belgische Bajuware, den ich mir vorstellen kann“&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/der-preussischste-belgische-bajuware-den-ich-mir-vorstellen-kann/embed/#?secret=DnkNW0QVeq#?secret=MOArllc5kw" data-secret="MOArllc5kw" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="K2eJgU320r"><p><a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/9-juli-1988-die-allianz-der-schmuddelkinder-geht-auf-die-strase/">9. Juli 1988: Die „Allianz der Schmuddelkinder&#8220; geht auf die Straße</a></p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;9. Juli 1988: Die „Allianz der Schmuddelkinder&#8220; geht auf die Straße&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/9-juli-1988-die-allianz-der-schmuddelkinder-geht-auf-die-strase/embed/#?secret=QFyJQ6w12H#?secret=K2eJgU320r" data-secret="K2eJgU320r" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="hsECRoFSRZ"><p><a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/das-herz-des-schwulen-muenchens/">Das Herz des schwulen Münchens</a></p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Das Herz des schwulen Münchens&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/das-herz-des-schwulen-muenchens/embed/#?secret=3Y6DtrGl6v#?secret=hsECRoFSRZ" data-secret="hsECRoFSRZ" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="aFf5a8k96m"><p><a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/wider-die-geschichtsvergessenheit/">Wider die Geschichtsvergessenheit</a></p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Wider die Geschichtsvergessenheit&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/wider-die-geschichtsvergessenheit/embed/#?secret=QO4O6i6v43#?secret=aFf5a8k96m" data-secret="aFf5a8k96m" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="y2y3WHr6bI"><p><a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/pogrome-statt-kondome/">„Die schwule Infrastruktur zerschlagen“</a></p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;„Die schwule Infrastruktur zerschlagen“&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/pogrome-statt-kondome/embed/#?secret=YmiPlKTVuJ#?secret=y2y3WHr6bI" data-secret="y2y3WHr6bI" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="fNQnYYFIsZ"><p><a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/wir-waren-eine-provokation/">Wir waren eine Provokation</a></p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Wir waren eine Provokation&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/wir-waren-eine-provokation/embed/#?secret=hSjeFtvEdI#?secret=fNQnYYFIsZ" data-secret="fNQnYYFIsZ" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="oawyPds4ie"><p><a href="https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/die-geschichte-eines-kampfes/">Die Geschichte eines Kampfes</a></p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Die Geschichte eines Kampfes&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/die-geschichte-eines-kampfes/embed/#?secret=I3smVa8NAB#?secret=oawyPds4ie" data-secret="oawyPds4ie" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
      </div>
</p></div>
</p></div>
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		<title>Menschen mit HIV: ein integraler Teil des Verbands</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette Fink]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2014 06:16:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Communitybeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Verband]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war ein Auftrag der letzten Mitgliederversammlung der Deutschen AIDS-Hilfe:  Der Vorstand soll bis zu den Positiven Begegnungen Vorschläge für eine Beteiligung der Menschen mit HIV an der Verbandsarbeit vorlegen. Wir haben den Vorstand gefragt, wie er diesem Auftrag nachkommt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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        <strong>Es war ein Auftrag der letzten Mitgliederversammlung der Deutschen AIDS-Hilfe:  Der Vorstand soll </strong><strong>bis zu den Positiven Begegnungen (PoBe) Vorschläge für eine verbindliche Beteiligung der Menschen mit HIV an der Verbandsarbeit vorlegen. Im Vorfeld der PoBe haben wir den Vorstand gefragt, wie er diesem Auftrag nachkommt.<br />
</strong></p>
<p><strong>Welchen Hintergrund hatte der Auftrag der MV?</strong></p>
<p>Auf der Mitgliederversammlung 2013 wurde der Delegiertenrat, &#8222;die kleine MV&#8220;,  verabschiedet und durch sogenannte besondere Verbandsorgane ersetzt. Im Delegiertenrat hatten die verschiedenen Communities – also gerade nicht die ordentlichen Mitgliedsorganisationen und Landesstrukturen – neun Sitze, um ihre Perspektive zu den Themen einzubringen, die den Verband besonders beschäftigen, z.B. schwule Lebenswelten, Migration, Drogen oder die Kriminalisierung der HIV-Übertragung. Nach der Auflösung des Delegiertenrats gab es die Sorge, dass Menschen mit HIV auf Bundesebene keine verbindliche Form der Beteiligung mehr haben.</p>
<p><strong>Welchen Stellenwert hat die Beteiligung in der DAH?</strong></p>
<p>Unsere gesamte fachliche und verbandliche Arbeit basiert auf Beteiligung; sie ist unser besonderes Qualitätsmerkmal. Wo immer wir neue Konzepte entwickeln – z.B. für die Testberatung – oder politische Positionen formulieren – etwa zum Schutz durch Therapie – beziehen wir die jeweiligen &#8222;Experten in eigner Sache&#8220; und die Gruppen, um die es geht, ein. Die Beteiligung von Menschen mit HIV ist nicht nur in unserem <a title="Leitbild" href="http://http://www.aidshilfe.de/de/faq/unser-leitbild-0" target="_blank" rel="noopener">Leitbild </a>verankert, wo es heißt, dass Selbsthilfe und Professionalität zusammengehören und die Einbeziehung der Menschen aus unseren Zielgruppen und ihrer Netzwerke eine wichtige Quelle unserer Fachkompetenz ist; der Anspruch, Selbsthilfe auf allen Ebenen des Verbandes zu provozieren und ihre Teilhabe strukturell abzusichern, ist auch in unserem Zukunftspapier <a title="DAH reloaded" href="http://http://www.aidshilfe.de/de/shop/zukunftspapier-2020" target="_blank" rel="noopener">„DAH reloaded“</a> explizit benannt.</p>
<p><strong>Woran mangelt es, wenn die Beteiligung auf Bundesebene schon gut verankert ist?</strong></p>
<p>Vielleicht fehlt es bei all den unterschiedlichen Beteiligungsmöglichkeiten, die ja manchmal auch nur ad hoc zu einer bestimmten Fragestellung eingerichtet werden, an sehr klar definierten, verbindlichen, quasi institutionellen Formen, die Menschen mit HIV die Sicherheit geben, ihre Interessen vertreten zu können.</p>
<p><strong>Dem Auftrag der Mitgliederversammlung lag ja ursprünglich ein Antrag auf die Einrichtung eines Positivenbeirats zu Grunde. </strong></p>
<p><strong> </strong>Die MV hat sich dazu recht eindeutig positioniert: Eine parallele Struktur wie ein eigener Positivenbeirat würde immer auch vermitteln, dass Verband und Community unterschiedliche Interessen verfolgen und nebeneinander anstatt miteinander arbeiten. Das kann aber nicht unser Ziel sein, und das verkennt auch, dass Menschen mit HIV integraler Teil des Verbands sind und ihn mitgestalten – sei es im Vorstand oder eben in diversen bundesweiten Vorbereitungs- und Arbeitsgruppen, oder als haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeitende in den regionalen Aidshilfen und der Bundesgeschäftsstelle. Unser Ziel ist es, dem Miteinander transparentere und besser nachvollziehbare Formen zu geben; so geschieht es z.B. bei der Besetzung der Kommission Projekte und Finanzen, dem Gremium, das die Entwicklung des Haushalts als dem wichtigsten verbandlichen Steuerungsinstrument begleitet. In seiner Geschäftsordnung ist festgeschrieben, dass es möglichst zu 50 Prozent mit Menschen mit HIV besetzt sein soll. Das wünschen wir uns auch im <a title="Aufruf zur Kandidatur für die Wahl des neuen Vorstands" href="http://http://www.aidshilfe.de/verbandsnewsletter/aufruf-zur-kandidatur-fuer-den-vorstand-der-deutschen-aids-hilfe-ev" target="_blank" rel="noopener">Aufruf zur Kandidatur für die Wahl des neuen Vorstands </a>im Herbst.</p>
<p><strong>Wie kommt der Vorstand dem Auftrag der MV nach?</strong></p>
<p>Wir haben die Netzwerke, Themenwerkstätten und andere Selbsthilfe-Strukturen wie die Interessenvertretung HIV im Erwerbsleben, das DÖAK-Community Board oder POSITIV HANDELN NRW eingeladen, sich mit jeweils einem HIV-positiven Vertreter an einem Diskussionstag am 18. Mai zu beteiligen. Der Einladung gefolgt sind 13 Teilnehmer. Ihnen sei hier herzlich für ihr Engagement gedankt! Wir haben den Tag unter folgende Leitfragen gestellt:</p>
<ul>
<li>Auf welcher Grundlage verständigt sich der Verband auf eine verbindliche Beteiligung?</li>
<li>Welche Möglichkeiten inhaltlicher Zusammenarbeit gibt es/braucht es?</li>
<li>Wie kann die Arbeit der Community koordiniert und abgestimmt werden?</li>
<li>Wer vertritt wen und warum? (Stichwort Legitimation)</li>
</ul>
<p>Wir hatten zu jeder Frage einen Vorschlag vorbereitet, die wir nun auch hier vorstellen wollen, bevor sie im August auf den Positiven Begegnungen zur Diskussion stehen:</p>
<h3><strong> |</strong> <strong>Resolution zur verbindlichen Einbeziehung von Menschen mit HIV</strong></h3>
<p>Wir wollen, dass die Aussagen im Leitbild und in „DAH reloaded“ kein Lippenbekenntnis bleiben; deshalb wünschen wir uns, dass die Mitgliederversammlung im Herbst eine Resolution verabschiedet, mit der sich die Deutsche AIDS-Hilfe und ihre Mitgliedsorganisationen verpflichten, Menschen mit HIV in allen Organen, Gremien und Arbeitsgruppen zu beteiligen. Dafür streben wir an, Organe, Gremien und Arbeitsgruppen zu mindestens 50% mit Menschen zu besetzen, die offen mit HIV leben. Dazu gehört auch die Verpflichtung, aktiv um Menschen mit HIV als Mitglieder, Vorstandskandidaten, Mitwirkende in Gremien, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter zu werben und sie in Arbeitsgruppen aller Themenfelder zur aktiven Teilnahme einzuladen.</p>
<p><strong>Wie kam dieser Vorschlag bei den Community-Vertretern an?</strong></p>
<p>Im Prinzip gut; die damit befasste Arbeitsgruppe stellte aber fest, dass zum Teil Voraussetzungen wie eine Willkommenskultur, diskriminierungsfreie Räume oder materielle und personelle Ressourcen für eine Beteiligung von Menschen mit HIV fehlten. Die DAH kann hier nur Empfehlungen aussprechen; die Bundesgeschäftsstelle verpflichtet sich, die Rahmenbedingungen auf Bundeseben zu überprüfen und Angebote zu machen, um die Bedingungen für die Beteiligung zu verbessern. Eine Idee war z.B., in Form einer Rundreise „Selbstchecks“ für regionale Aidshilfen anzubieten, um gemeinsam Bedingungen zur Beteiligung zu überprüfen und Handwerkszeug für die Beteiligung weiterzugeben.</p>
<h3><strong>|</strong><strong>Förderung der inhaltlichen Zusammenarbeit</strong></h3>
<p>Die Positiven Begegnungen sind alle zwei Jahre der Ort, an dem Menschen mit HIV und Menschen aus ihrem Umfeld zusammenkommen und miteinander die gegenwärtig wichtigen Themen bearbeiten. Mit ihren rund 400 Teilnehmern sind sie Plattform für Austausch, Diskussion und Ausgangspunkt für weiterführende Prozesse; hier bestimmt die Community, mit welchen Fragen sich die Themenwerkstätten in den nächsten zwei Jahren beschäftigen sollen und auch der Verband auseinandersetzen muss. Die Bedeutung der Positiven Begegnungen für die Beteiligung war in der Diskussion am 18. Mai unumstritten.</p>
<h3> <strong>|Koordination und Abstimmung der Arbeit</strong></h3>
<p>Eng mit den Positiven Begegnungen zusammen hängt unser Vorschlag, in den ungeraden Jahren zwischen den PoBe – also auch alle zwei Jahre – einen zweitägigen Fachtag zu veranstalten, um zum einen die Zwischenergebnisse der Arbeit in den Themenwerkstätten und Netzwerken abzustimmen und bei Bedarf Stellschrauben nachzudrehen. Zum anderen sollen ein bis zwei inhaltliche Schwerpunktthemen bearbeitet werden, die im Verband aktuell auf der Tagesordnung stehen. Der Fachtag für 30 bis 50 Teilnehmer soll frei ausgeschrieben werden; die Vorbereitung übernimmt der Fachbereich Leben mit HIV in Zusammenarbeit mit Community-Vertretern. Auch dieser Vorschlag fand breite Zustimmung.</p>
<h3><strong>|Personalpool zur Legitimation von Community-Vertretung (Arbeitstitel „Positiver Ratschlag“)</strong></h3>
<p>Wenn Community-Vertreter für die Besetzung diverser Community Boards oder der PoBe-Vorbereitungsgruppe gesucht werden, gibt es in der Regel eine offene Ausschreibung über aidshilfe.de und den Newsletter sowie über die Verteiler der Selbsthilfe-Strukturen. Bislang entscheidet der Vorstand über die Auswahl; an diesem Verfahren wird häufig kritisiert, dass es zu wenig transparent sei und Menschen mit HIV kein Mitbestimmungsrecht hätten. Die Kritik greifen wir auf und begegnen ihr mit dem Vorschlag, dass die Teilnehmer auf den PoBe einen Pool von maximal zwölf Personen wählen, die gut in die positive Community vernetzt sind, die Kommunikation zwischen positiver Community und Verband fördern und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wenn wir uns im Verband nicht an unsere eigenen Prinzipien halten. Ihre wesentliche Aufgabe wird es sein, die Ausschreibungen für Community-Vertretungen zu begleiten und die Bewerber auszuwählen.</p>
<p>Zum Schutz von Minderheiten innerhalb der positiven Community sollen jeweils zwei Plätze als Quote für Frauen, Migranten und drogengebrauchende Menschen mit HIV garantiert werden. Um keine Zeit bis zu den nächsten PoBe in zwei Jahren zu verlieren, soll dieser Pool, dem wir den Arbeitstitel „Positiver Ratschlag“ gegeben haben, bereits im August im Kassel gewählt werden. Wenn die Positiven Begegnungen die Zielrichtung der Vorschläge bestätigen, kann bereits in Kassel der erste <a title="Positiver Ratschlag" href="http://http://www.aidshilfe.de/verbandsnewsletter/aufruf-zur-kandidatur-fuer-den-positiven-ratschlag-arbeitstitel" target="_blank" rel="noopener">„Positive Ratschlag“ </a>gebildet und dann auf der MV, die die abschließenden Entscheidungen trifft, vorgestellt werden.</p>
<p><strong> Zu welchem Ergebnis kam der Diskussionstag am 18. Mai insgesamt?</strong></p>
<p>Die Vertreter der positiven Community haben uns einstimmig empfohlen, unsere Vorschläge wie geplant auf den Positiven Begegnungen und anschließend auf der Mitgliederversammlung zur Diskussion zu stellen. Sie sollen bereits jetzt breit kommuniziert werden, um möglichst vielen Menschen mit HIV schon im Vorfeld ein hohes Maß an Information und die Möglichkeit für Feedback und Rückfragen zu bieten.</p>
<p><strong>Die Diskussion ist also eröffnet?</strong></p>
<p>Ja, wir laden alle ein, unsere Vorschläge für eine verbindliche Beteiligung – also die Resolution, die PoBe als den maßgeblichen Ort der inhaltlichen Zusammenarbeit, die Einrichtung eines zweijährlichen Fachtags zur Koordination und Abstimmung und schließlich die Wahl des „Positiven Ratschlags“ – schon jetzt zu bewerten und zu kommentieren. Dieses Feedback können wir dann bereits mit in die Diskussion auf den Positiven Begegnungen in Kassel nehmen.
      </p></div>
</p></div>
</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Eine unerschrockene Pionierin der Aidsarbeit</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/szene-community/eine-unerschrockene-pionierin-der-aidsarbeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette Fink]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2014 14:41:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Ärztin]]></category>
		<category><![CDATA[Dagmar Melz]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenmitglied]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenmitgliedschaft der Deutschen AIDS-Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Wuppertal]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei den Münchner Aids- und Hepatitis-Tagen wurde Dr. Dagmar Melz die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen AIDS-Hilfe verliehen. Ein Porträt der Wuppertaler Ärztin]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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        <figure id="attachment_20509" aria-describedby="caption-attachment-20509" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/2014/03/24/eine-unerschrockene-pionierin-der-aidsarbeit/dagmarmelz_byheikegronski/" rel="attachment wp-att-20509"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-20509" src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2014/03/DagmarMelz_byHeikeGronski-180x180.jpg" alt="Dagmar Melz (Foto: Heike Gronski)" width="180" height="180" /></a><figcaption id="caption-attachment-20509" class="wp-caption-text">Dr. Dagmar Melz (Foto: Heike Gronski)</figcaption></figure></p>
<p><b>B</b><b>ei den Münchner Aids- und Hepatitis-Tagen wurde Dr. Dagmar Melz &#8211; neben dem Präventionisten </b><b><a href="https://magazin.hiv/2014/03/24/ideengeber-motor-und-macher/" target="_blank" rel="noopener">Jean-Luc Tissot-Daguette</a> &#8211; </b><b>die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen AIDS-Hilfe verliehen. Ein Porträt der Wuppertaler Ärztin von <em>Annette Fink</em></b></p>
<p>Eine Frau, die Hüte mag – kokette, bunte, schlichte, elegante – und die sich auch bei der Wahl der Gehhilfe nicht beschränken will. Eine Frau aus guter Familie, die von ihren Mitgliedern seit je Engagement für die Schwächeren erwartet hat. Eine Frau, die sich beim Eignungsgespräch fürs Gymnasium mit dem Rektor munter über Martin Luther unterhält. Eine Frau, die als Dreizehnjährige bei der Wahl zur Stadtsportjugendsprecherin nicht ans Mikrofon heranreicht und auch später nicht mehr viel an Körpergröße zulegt. Eine Frau, die auf Stil und Etikette hält, für die aber ein Mann in aller Deutlichkeit ein „Arschloch“ ist, wenn er vermutet, dass der Eindruck, den eine junge Frau bei namhaften Wissenschaftlern hinterlässt, wohl nur dem Einsatz sexueller Reize geschuldet sein kann.</p>
<blockquote><p>Als sie 1985 einen Aidspatienten aufnimmt, ahnt sie nicht, was auf sie zukommen wird</p></blockquote>
<p>In den achtziger Jahren leitet Dagmar Melz die Infektionsstation der Städtischen Kliniken Arrenberg in Wuppertal. Ihr Vater hätte es lieber gesehen, wenn die älteste seiner drei Töchter, der er neben der Betriebswirtschaft auch die Kunst des Schießens nahegebracht hatte, seine Geschäfte übernommen hätte, doch sie entschied sich für ein Medizinstudium.</p>
<p>Als sie 1985 einen Aidspatienten in ihrer Station aufnimmt, für den in den überquellenden Kliniken in Düsseldorf oder Köln kein Platz mehr war, hat sie keine Vorstellung davon, was alles auf sie zukommen wird: Der Oberarzt wirft der damals 33-Jährigen auf dem Klinikflur vor, sie sei schuld, wenn seine Kinder von Schwulen vergewaltigt würden. Die Schwestern kündigen an, ihr nie zu verzeihen, dass sie „so etwas angeschleppt habe“. Sie wird geschnitten und sitzt in der Mensa alleine am Tisch. „Aber“, sagt Dagmar Melz, „das hat mich überhaupt nicht gestört. Da war ein Mensch, der Hilfe brauchte. Das war mein Leben. Meine Familie hat immer die Verpflichtung gelebt, für andere da zu sein.“</p>
<blockquote><p>Ihr war schnell bewusst, dass man diesen Ängsten nur mit Wissen begegnen kann</p></blockquote>
<p>Außerhalb der Klinikmauern war die Stimmung nicht weniger hysterisch: Erzieherinnen befürchteten, sich bei Kindern an einem aufgestoßenen Knie zu infizieren; wo auch immer Blut floss, brach Panik aus. Dagmar Melz war schnell bewusst, dass man diesen Ängsten nur mit Wissen begegnen kann, das auch sie selbst sich erst aneignen musste.</p>
<p>Sie bot Vorträge an und konnte sich vor Anfragen bald kaum noch retten: „Wenn ich einer Müttergruppe als nächstmöglichen Termin den Samstag in drei Wochen um 22 Uhr anbieten konnte, hat sie den genommen.“ Sie ging in Betriebe und ließ sich dort zuerst die neuralgischen Punkte zeigen – in einer Brauerei zum Beispiel die Flaschenabfüllanlage, wo es die meisten Scherben und damit auch die größte Verletzungsgefahr gab. Dann spürte die Belegschaft gleich, dass jemand ihre Sorgen ernst nimmt und weiß, worum es geht.</p>
<p>Es gibt durchaus Anekdoten aus dieser Zeit, die Dagmar Melz gern erzählt: Wie sie einmal die gesamte Feuerwehr der Stadt im Audimax der Uniklinik zur Fortbildung versammelte und der Parkplatz voller Feuerwehrautos war; oder wie sie müde fünfzehnjährige Azubis im wahrsten Sinne des Wortes für ihr Thema weckte, indem sie Anschauungskondome zur Zwille  umfunktionierte und die Einschlafenden mit zusammengerollten Präservativen beschoss.</p>
<blockquote><p>Erschüttert war sie von einer Kirchengemeinde, die über Aids als Strafe Gottes diskutierte</p></blockquote>
<p>Mönche wiederum wollten von ihr wissen, ob Homosexualität nicht doch therapierbar sei, und ließen sich durch ihr klares Nein zum Nachdenken bewegen. „Tief erschüttert“ war sie dagegen von einer Kirchengemeinde, die stundenlang über Aids als Strafe Gottes diskutierte &#8211; bis Dagmar Melz auf den Tisch schlug und fragte: „Muss ich Ihnen jetzt das Beispiel vom barmherzigen Samariter erzählen?“</p>
<p><figure id="attachment_20512" aria-describedby="caption-attachment-20512" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/2014/03/24/eine-unerschrockene-pionierin-der-aidsarbeit/591034_web_r_by_dieter-schuetz_pixelio-de/" rel="attachment wp-att-20512"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-20512" src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2014/03/591034_web_R_by_Dieter-Schütz_pixelio.de_-180x180.jpg" alt="Barmherzige Samariter (Foto: Dieter Schütz)" width="180" height="180" /></a><figcaption id="caption-attachment-20512" class="wp-caption-text">Bei Aids oft vergessen: das Beispiel des barmherzigen Samariters (Foto: Dieter Schütz)</figcaption></figure></p>
<p>Sie nennt es Wildwest-Zeiten, wenn sie von den Drohanrufen, ihrem zerkratzten Auto oder dem Leserbriefschreiber berichtet, der &#8211; als sie zusammen mit einer Mitarbeiterin des Gesundheitsamts eine Aids-Beratungsstelle direkt am umzäunten Klinikgelände einrichtete &#8211; empfahl, sie „mit dem gesamten Schmutz dort einzusperren und den Zaun unter Strom zu setzen“.</p>
<p>Beirren ließ sich die junge Frau dadurch nicht. Im März 1987 gründete sie zusammen mit HIV-Positiven, deren Freunden und Angehörigen, interessierten Homo- und Heterosexuellen sowie einigen Politikern die AIDS-Hilfe Wuppertal. Sie wurde in den Vorstand gewählt, wobei ihr Doktortitel und ihr Status als Ärztin die Suche nach Räumlichkeiten und einer Bank, die ein Konto für den Verein einrichtete, erleichterte und sie eine Brücke zwischen Aidshilfe, Medien und Behörden herstellen konnte.</p>
<blockquote><p>Ein Privatleben fand für sie schlicht nicht statt</p></blockquote>
<p>Ein Privatleben fand für sie schlicht nicht statt, an Zeit für eine eigene Familie war gar nicht zu denken. „Aber es war alles gut so, ich fand das, was ich tat, so sinnvoll und sinnstiftend, dass ich auch im Nachhinein nichts davon missen möchte. Ich hatte das Gefühl, ich bin dafür auf die Welt gekommen.“ Endlich war einmal ihr Kopf gefordert, wenn sie sich mit Juristen, Journalisten oder anderen Medizinern auseinandersetzen musste. Und sie erfuhr die besondere Wertschätzung, in einige Schwulenclubs als erste und einzige Frau eingelassen zu werden.</p>
<p><figure id="attachment_20513" aria-describedby="caption-attachment-20513" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/2014/03/24/eine-unerschrockene-pionierin-der-aidsarbeit/dagmarmelz_jean-luctissot-daguette_byheikegronski/" rel="attachment wp-att-20513"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-20513" src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2014/03/DagmarMelz_Jean-LucTissot-Daguette_byHeikeGronski-180x180.jpg" alt="Die neuen DAH-Ehrenmitglieder Dagmar Melz und Jean-Luc Tissot-Daguette (Foto: Heike Gronski)" width="180" height="180" /></a><figcaption id="caption-attachment-20513" class="wp-caption-text">Die neuen DAH-Ehrenmitglieder Dr. Dagmar Melz und Jean-Luc Tissot-Daguette (Foto: Heike Gronski)</figcaption></figure></p>
<p>Wenn ihr Dienst es zuließ, setzte sie sich nachts an das Bett ihres ersten Aids-Patienten, der schnell die typischen Erkrankungen entwickelte und schließlich erblindete, sich aber nie beklagte und immer versuchte, Ärzten und Schwestern die Arbeit mit ihm zu erleichtern. Als sie ihn einmal auf den nahenden Frühling hinwies, er sich aber aufgeben wollte, sagte sie ihm: „Ihre Aufgabe ist ganz wichtig. Sie sind so geduldig und friedlich; sie stoßen das Tor auf für alle, die nach Ihnen kommen.“</p>
<p>Mit dem Patienten verbindet sie noch eine Grenzerfahrung ihres Lebens. Beim Anlegen einer Blutkultur rutschte ihr die dicke, kurze Nadel ab und stach ihr tief in die Hand; ein ordentlicher Klacks seines Blutes traf auf die Einstichstelle. Als sie beim Durchgangsarzt ankam, um den Betriebsunfall zu melden, hatte sich die Kunde davon schon zu ihm durchgesprochen. Alle hielten sich nun noch ferner von ihr, aber niemand wäre auf die Idee gekommen, dass sie als Ärztin bis zum Testergebnis besser nicht arbeiten sollte – schon gar nicht im Notarztwagen, in dem Handschuhe damals noch kein Standard waren.</p>
<blockquote><p>Vor der Wahl zwischen Selbstaufgabe und Hoffnung</p></blockquote>
<p>Es wäre ihr schon schwer gefallen, sich vom Leben zu verabschieden; zu vieles wäre unerledigt geblieben. In den drei Monaten Wartezeit bis zum Test sah sie sich vor der Wahl zwischen Selbstaufgabe und Hoffnung; sie entschied sich für Letzteres, der Test war negativ.</p>
<p>Mit 47 Jahren hat Dagmar Melz dieses Glück nicht mehr. Sie infiziert sich bei der Arbeit mit dem Coxsackie-B3-Virus, der ihr Herz kontinuierlich schwächt und inzwischen zu so vielen Nebenerkrankungen geführt hat, dass sie keine Aussicht mehr auf eine Transplantation hat. Ihre ursprüngliche Prognose – zwei Jahre Lebenserwartung, wenn nicht transplantiert wird – hat sie inzwischen um 13 Jahre überlebt.</p>
<blockquote><p>Sie lebt mit Sauerstoffgerät und 25 Tabletten am Tag</p></blockquote>
<p>Sie ist damit der einzige bekannte Fall, der der Krankheit so lange trotzt, für den sich mangels Masse aber keine Forschung lohnt. Sie lebt mit Sauerstoffgerät und 25 Tabletten am Tag und ist froh, dass es diese Medikamente gibt. Sie verwendet, bevor sie das Haus verlässt, viel Zeit auf ihr Make-up und freut sich über Komplimente, dass man ihr die Krankheit nicht ansieht. Sie lacht viel und ist eine Meisterin der Ironie.</p>
<p>Sie steht auch jetzt vor der Wahl, sich aufzugeben oder sich weitere Jahre und etwas Lebensqualität zu erkämpfen. „Sie können sich sicher denken, wofür ich mich entschieden habe“, sagt sie und will sich jetzt, als neues Ehrenmitglied der Deutschen AIDS-Hilfe, wieder in dem Feld engagieren, in dem sie Pionierarbeit geleistet hat.</p>
<p><em>Porträt des DAH-Ehrenmitglieds <a href="https://magazin.hiv/2014/03/24/ideengeber-motor-und-macher/" target="_blank" rel="noopener">Jean-Luc Tissot-Daguette </a></em>
      </div>
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		<title>Arzt und Patient auf Augenhöhe?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette Fink]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 May 2013 08:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<span class="Apple-style-span" style="color: #304454;">Ende Februar ist das „Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten“ in Kraft getreten.  Wie bewerten Selbsthilfe- und Sozialverbände die neuen Regelungen?</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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        <strong>Ende Februar ist das „Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten“ in Kraft getreten.  <em>Andrea Dudek</em> und <em>Annette Fink</em> berichten, wie Selbsthilfe- und Sozialverbände die neuen Regelungen bewerten.</strong></p>
<p>„Die Rechte der Patientinnen und Patienten werden gestärkt. Das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt wird damit weiter ausgebaut. Unser Leitbild ist der mündige Patient, der informiert und aufgeklärt wird und so dem Arzt auf Augenhöhe gegenübertreten kann.“</p>
<p>So äußerte sich Gesundheitsminister Daniel Bahr am 1. Februar in einer <a title="Pressemitteilung" href="http://http://www.bmg.bund.de/ministerium/presse/pressemitteilungen/2013-01/patientenrechtegesetz-im-bundesrat.html" target="_blank" rel="noopener">Pressemitteilung</a> zur Verabschiedung des Patientenrechtegesetzes durch den Bundesrat. <a href="http://www.bgbl.de/Xaver/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;bk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;start=//*[@attr_id=%27bgbl113s0277.pdf%27]#__Bundesanzeiger_BGBl__%2F%2F*[%40attr_id%3D%27bgbl113s0277.pdf%27]__1367833864288" target="_blank" rel="noopener">Das Gesetz, das am 26. Februar in Kraft getreten ist</a>, bündelt im Wesentlichen die gängige Rechtsprechung aus einzelnen Richterentscheidungen und schon bestehende Rechtsansprüche, die bisher auf viele verschiedene Rechtsbücher verteilt waren. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Artikelgesetz, durch das andere Gesetze geändert werden – in diesem Fall vor allem das Bürgerliche Gesetzbuch und das fünfte Sozialgesetzbuch (siehe Infografiken).</p>
<p><figure id="attachment_16083" aria-describedby="caption-attachment-16083" style="width: 294px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/?attachment_id=" rel="attachment wp-att-16083"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-16083    " src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2013/05/Infokasten-PRG11.png" alt="Infografik zu den neuen Regelungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)" width="294" height="694" /></a><figcaption id="caption-attachment-16083" class="wp-caption-text">Die neuen Regelungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)</figcaption></figure></p>
<p>Die wichtigsten Regelungen betreffen die Beschleunigung von Anträgen, die Einsicht in die Patientenakte, die Informationspflicht des Arztes, die Beweislast bei Behandlungsfehlern und die Aufklärung über Zusatzkosten. Neu ist, dass diese Regelungen nicht nur für Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten gelten, sondern für alle, die medizinische Behandlungen durchführen. Dazu zählen z.B. Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Hebammen oder Masseure. Nur: Reicht die Festschreibung der gängigen Rechtspraxis schon für die „Augenhöhe“ aus?</p>
<blockquote><p>„Noch Luft nach oben“</p></blockquote>
<p>Verbraucherschutz-, Sozial- und Wohlfahrtsverbände halten mit ihrer Kritik an dem Gesetz ebenso wenig hinterm Berg wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung.<a title="&quot;Viel Lärm um wenig Neues&quot;" href="http://http://www.vzhh.de/gesundheit/159335/viel-laerm-um-wenig-neues.aspx"> „Viel Lärm um wenig Neues“</a> titelt die Verbraucherzentrale Hamburg, die die „kleinen Verbesserungen der Rechtslage für Patienten“ nicht als „den großen Wurf“ betrachtet; für den VdK <a title="hält das Gesetz nicht, was sein Name verspricht" href="http://http://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/vdk_zeitung/64958/patientenrechtegesetz_erfuellt_erwartungen_kaum" target="_blank" rel="noopener">„hält das Gesetz nicht, was sein Name verspricht“</a>,  und der GKV-Spitzenverband sieht <a title="noch Luft nach oben" href="http://www.gkv-spitzenverband.de/presse/themen/patientenrechte/thema_patientenrechte.jsp" target="_blank" rel="noopener">„noch Luft nach oben“</a>. Für ihn stimmt die Richtung, „aber die Umsetzung könnte noch besser sein“.</p>
<p>Zu den wesentlichen Kritikpunkten gehört die Regelung der Beweislast bei Behandlungsfehlern. Bisher mussten Patienten generell nachweisen, dass ihr Arzt sie falsch behandelt hat und durch diesen Fehler ein Schaden verursacht wurde. Jetzt schreibt das Gesetz offiziell fest, was bisher schon gelebte Praxis war: Bei groben Behandlungsfehlern – die nicht näher definiert sind, aber nehmen wir als Beispiel ein bei einer Operation im Bauchraum vergessenes Operationsbesteck – muss der Patient Fehler und Schaden belegen, nicht aber den Zusammenhang zwischen beiden. Es ist Sache des Arztes zu beweisen, dass der Schaden nicht durch seinen Fehler entstanden ist.</p>
<p><figure id="attachment_16090" aria-describedby="caption-attachment-16090" style="width: 294px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/?attachment_id=" rel="attachment wp-att-16090"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-16090  " src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2013/05/Infokasten-PRG2-452x1024.png" alt="Infgrafik zu den wesentlichen Änderungen  im fünften Sozialgesetzbuch" width="294" height="694" /></a><figcaption id="caption-attachment-16090" class="wp-caption-text">Die wesentlichen Änderungen im fünften Sozialgesetzbuch</figcaption></figure></p>
<p>Bei „normalen“ Behandlungsfehlern bleibt die volle Beweislast beim Patienten. Vermutet etwa ein HIV-positiver Patient, dass seine massiven Leberprobleme auf Wechselwirkungen der antiretroviralen Therapie mit anderen Medikamenten zurückgeht, die sein Arzt nicht berücksichtigt hat, muss er nachweisen, dass ein Schaden existiert und eindeutig auf die falsche Medikamentenverordnung zurückzuführen ist. Neu ist, dass ihn seine Krankenkasse dabei – z.B. durch ein Gutachten – unterstützen <i>soll</i>; bisher war dies als Kann-Regelung eine reine Ermessensleistung. Die Verbraucherzentrale Hamburg vermisst hier eine verbindliche Pflicht und Sanktionen bei Nichterfüllung, billigt in ihrem Kommentar aber zu, dass „sollen“ immerhin mehr als „können“ sei und die Krankenkassen eine Unterstützung nicht ohne Begründung ablehnen dürften.</p>
<p>Die Beweislast erleichtern soll auch das keineswegs neue, jetzt aber in § 630 BGB Schwarz auf Weiß verbriefte Recht des Patienten auf Einsicht in seine Krankenunterlagen, in denen alle behandlungsrelevanten Informationen erfasst sein müssen. Wer im Internet zur Berichterstattung über dieses vom Bundesgerichtshof schon 1982 eingeräumte Recht recherchiert, mag ermessen, warum das Ringen der Lobbygruppen um das neue Gesetz viele Jahre gedauert hat: Das Recht ist bei vielen Ärzten nicht eben beliebt, bedeutet es doch nicht nur eine zeitraubende Störung des medizinischen Routinebetriebs; hinzu trete auch die <a title="unerfreuliche Anmutung, das eigene ärltliche Handelen" href="http://www.aerzteblatt.de/archiv/58474/Krankenunterlagen-Wer-darf-Einsicht-nehmen" target="_blank" rel="noopener">„unerfreuliche Anmutung, das eigene ärztliche Handeln werde infrage gestellt und man solle überwacht, in Regress genommen oder gar verklagt werden“</a>. Die<a title="Süddeutsche Zeitung" href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/aerzte-verweigern-einsicht-in-krankenakte-heiler-und-heimlichtuer-1.1112243" target="_blank" rel="noopener"> Süddeutsche Zeitung</a> vermutet gar eine Empörung der Ärzte über Patienten, die ihnen auf Augenhöhe begegnen wollen.</p>
<blockquote><p>Der Patient muss fast alles beweisen</p></blockquote>
<p>Wohlfahrts- und Selbsthilfeverbände hatten eine generelle Umkehr der Beweislast bei Behandlungsfehlern gefordert. „Der Patient muss fast alles beweisen, aber gerade bei multimorbiden Krankheitsbildern kann ein Zusammenhang zum Behandlungsfehler nicht unbedingt nachgewiesen werden“, erklärt Siiri Doka von der <a title="Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe" href="http://www.bag-selbsthilfe.de/" target="_blank" rel="noopener">Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe</a>.  „Gleichzeitig müssen wir den Patienten in einer sehr emotionalen Situation sehen, in der nicht nur Leib und Leben verletzt sind, sondern auch das Vertrauensverhältnis zum Arzt gestört ist.“ Nicht zuletzt seien selbst die Richter frustriert, wenn sie ein Verfahren ablehnen müssen, weil ein Gutachter einen Schaden nur zu 80 Prozent auf einen Behandlungsfehler zurückführen kann. Einen Grund für das Scheitern der Forderungen vermutet Siiri Doka in den erheblichen Konsequenzen, die eine Umkehr der Beweislast mit Blick auf die Versicherungen gehabt hätte: Vielen sei ein solches Risiko für Ärzte und andere medizinische Berufe schlicht zu hoch.</p>
<p>Sie sehen zwar gute und richtige Ansätze, doch insgesamt gibt es in dem Gesetz kaum einen Punkt, der im Urteil der Sozialverbände, Verbraucherzentralen und Patientenorganisationen gut wegkommt: Bei der Aufklärung vor medizinischen Eingriffen, die nun neben der schriftlichen Aufklärung auch im persönlichen Gespräch mit dem Arzt erfolgen muss und für den Patienten verständlich sein soll, hätten sie sich zum einen einen Patientenbrief gewünscht, der es dem Patienten erleichtert, Diagnose und Behandlungsempfehlungen nachzuvollziehen; zum anderen fehlt ihnen die Verpflichtung, bei sprachlichen Barrieren Dolmetscher heranzuziehen. Ebenfalls bemängelt werden die Regelungen zu den Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), zu denen Patienten häufig „offensiv geraten“ wird und für die sie jährlich 1,5 Milliarden Euro zahlen. Auf dem Verhandlungstisch hatte der Vorschlag gelegen, eine 24-stündige Bedenkzeit für die Patienten festzuschreiben oder sogar den Ärzten ausdrücklich zu verbieten, den Patienten IGeL unter Ausübung psychischen Drucks aufzudrängen.</p>
<p><figure id="attachment_15718" aria-describedby="caption-attachment-15718" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-15718" src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2013/04/Zeit_Lupo_pixelio.de_-180x180.jpg" alt="Zeit" width="180" height="180" /><figcaption id="caption-attachment-15718" class="wp-caption-text">Keine schnelle Entscheidung = Bewilligung? (Foto: Lupo, pixelio.de)</figcaption></figure></p>
<p>Nicht einmal die Verpflichtung der Krankenkassen, über Leistungsanträge schneller zu entscheiden, findet uneingeschränkten Beifall. Nach dem Gesetz gilt ein Antrag als bewilligt, wenn die Kasse ihn nicht innerhalb von drei Wochen (bzw. fünf Wochen, wenn der Medizinische Dienst eingeschaltet wird) bescheidet, ohne eine Verzögerung schriftlich zu begründen. Der Versicherte kann sich dann die erforderliche Leistung selbst besorgen und der Kasse in Rechnung stellen. Aus Sicht der Verbraucherzentrale Hamburg ist jedoch unklar, wer prüft, ob die Leistung „erforderlich“ ist; auch für Siiri Doka von der BAG Selbsthilfe „ist die Geschichte ein bisschen heikel; ein Prozessrisiko hat der Versicherte schon. So muss der Antragssteller z.B. beweisen, dass sein Antrag bei der Krankenkasse eingegangen ist; am besten ist da ein Einwurf des Antrages bei der Krankenkassen unter Zeugen“.</p>
<p>Testanrufe in drei Kurkliniken vier Wochen nach Inkrafttreten des Gesetzes zeigten, dass zwei der drei Kliniken noch nichts von dem neuen Patientenrechtegesetz gehört hatten. Alle drei Kliniken machten deutlich, dass sie ohne eine Bestätigung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse definitiv keine Reha veranlassen würden. Wie die Krankenkassen und alle Betroffenen mit nicht bearbeiteten Leistungsanträgen umgehen werden und welche Schwierigkeiten diese Regelung für die Versicherten nach sich zieht, wird man nach Einschätzungen der Unabhängigen Patientenberatung erst nach etwa einem Jahr sagen können.</p>
<blockquote><p>Die UN-Behindertenkonvention wird nicht umgesetzt</p></blockquote>
<p>„Höchst befremdlich“ ist für die BAG Selbsthilfe und den Paritätischen Gesamtverband aber das, was gar nicht erst Eingang in den Gesetzesentwurf gefunden hat: Die Bundesregierung habe die Schaffung eines Patientenrechtegesetzes in ihrem Nationalen Aktionsplan ausdrücklich als Maßnahme zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention ausgewiesen. Dort seien das Recht auf einen ortsnahen Zugang zu barrierefreien Gesundheitseinrichtungen und Mitspracherechte von Menschen mit Behinderungen bei der Ausgestaltung des Gesundheitswesens verbrieft. Beide Organisationen hatten in ihren Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf auf die völkerrechtliche Verpflichtung der Bundesregierung hingewiesen und Nachbesserungen gefordert – ohne Erfolg.</p>
<p>Siiri Dokas Fazit fällt entsprechend nüchtern aus: „Es ist gut, dass das Gesetz nach all den Jahren überhaupt gekommen ist; dann hat man nämlich die Möglichkeit, es zu verändern. So wie es im Moment ist, kann es nur ein erster Schritt sein.“ Nach dem Motto „besser als nichts“ scheint auch der Bundesrat dem Gesetz zugestimmt zu haben. Obwohl viele ihrer Forderungen unberücksichtigt blieben, wollte die Länderkammer offensichtlich eine weitere Verzögerung des Gesetzes vermeiden. Mit Blick auf die dortigen aktuellen Mehrheitsverhältnisse hofft Sirii Doka, dass die Veränderungen bald angegangen werden.</p>
<p>Wenig Interesse an Veränderungen dürften die Ärzte haben. Die Verbraucherzentrale Hamburg zitiert Bundesärztekammer-Präsident Frank-Ulrich Montgomery aus der Ärztezeitung vom 16.1.2012: „Der Gesetzesentwurf entspricht im Wesentlichen dem, was wir mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung abgesprochen haben, und das ist eine Kodifizierung des bisherigen Rechts. Wir sehen in dem gegenwärtigen Gesetzesentwurf auf den ersten Blick eine Einlösung des Versprechens, das nicht gegen die Ärzte zu formulieren.“
      </p></div>
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		<title>„Lebet Vertrauen, dann erblüht das Leben“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette Fink]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Nov 2012 14:53:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Substitution]]></category>
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					<description><![CDATA[<span class="Apple-style-span">Es ist an der Zeit, dem Ansehen dieses großen, wunderbaren Menschen und Arztes Gorm Grimm gerecht zu werden. Die deutsche Suchtmedizin und eine unüberschaubare Zahl Suchtkranker verdanken ihm sehr viel. Albrecht Ulmer erinnert an ihn.</span>]]></description>
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<p align="left"><strong>Es ist an der Zeit, dem Ansehen dieses großen, wunderbaren Menschen und Arztes Gorm Grimm gerecht zu werden. Die deutsche Suchtmedizin und eine unüberschaubare Zahl Suchtkranker verdanken ihm sehr viel. Sein Wegbegleiter und Schüler Albrecht Ulmer erinnert an ihn.</strong></p>
<p align="left"><em>„Man lebt zweimal“, schrieb Honoré de Balzac: „Das erste Mal in der Wirklichkeit, das </em><em>zweite Mal in der Erinnerung“. Wie also erinnern wir uns an Menschen, die in der Aids- und Selbsthilfe oder in deren Umfeld etwas bewegt haben? Was bleibt von ihnen, wie bleiben sie in unserem Gedächtnis? Mit diesen und anderen Fragen zum Gedenken beschäftigt sich der Blog-Themenschwerpunkt in diesem Monat</em></p>
<p><figure id="attachment_14136" aria-describedby="caption-attachment-14136" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/2012/11/22/lebet-vertrauen-dann-erbluht-das-leben/08-gorm-grimm3/" rel="attachment wp-att-14136"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-14136" title="Gorm Grimm" src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2012/11/08-Gorm-Grimm3-180x180.jpg" alt="Portrait Gorm Grimm" width="180" height="180" /></a><figcaption id="caption-attachment-14136" class="wp-caption-text">Pionier der Suchtmedizin (Foto: privat)</figcaption></figure></p>
<p align="left">Gorm Grimm gehört fachlich und menschlich zu den wichtigsten Menschen, denen ich begegnen durfte. Seine Größe ist bis heute, vier Jahre nach seinem Tod, weithin verkannt geblieben.</p>
<p align="left">Sein Beitrag zur deutschen Suchtmedizin und damit zur Behandlung von Suchtkranken ist einmalig. Mit seiner einfachen Offenheit und Experimentierfreude hat er schon in den 70er Jahren, weit vor allen anderen, eine ganz neue Art, Suchtkranke zu behandeln, aufgetan. Diese neue Art ist uns heute, weiterentwickelt, selbstverständlicher Standard. Aber in den ersten Jahrzehnten wurde man damit zum Außenseiter oder Spinner erklärt, mit entwürdigenden Anfeindungen konfrontiert oder – mehr noch – totgeschwiegen. All das hat Gorm bitter erleben müssen. Am Ende hat er sogar seine ärztliche Approbation zurückgeben müssen, er galt als unfähig oder unwürdig, weiter den Beruf des Arztes auszuüben.</p>
<blockquote>
<p align="left">Wie be- und verurteilen wir Menschen?</p>
</blockquote>
<p align="left">Das ist so daneben wie, dass G. Verdi, einem der größten Komponisten der Musikgeschichte, das Musikstudium verweigert wurde, weil er die Aufnahmeprüfung nicht bestanden hatte. So wie Verdi dann doch geachtet und geehrt wurde, sollte es eigentlich auch Gorm Grimm ergehen, wenigstens nach seinem Tod.</p>
<p align="left">Wie be- und verurteilen wir Menschen? Eine Geschichte dazu: Auf dem Weg zur Trauerfeier nach seinem Tod begegnete ich einer ehemaligen Patientin von ihm, die heute erfolgreich als Psychotherapeutin arbeitet. Die erzählte: „In den 70er Jahren war man als Drogenabhängige auf Holland angewiesen. Dort gab es Ärzte, bei denen man Methadon oder etwas Vergleichbares verschrieben bekommen konnte. Aber die meisten dieser Ärzte ließen uns Patienten spüren, dass wir nicht willkommen waren. Der Umgang war oft entwürdigend. Immer wieder hieß es plötzlich: Es gibt nichts mehr, sucht euch einen anderen. Dann hörte ich, dass es einen Dr. Grimm in Kiel gäbe, bei dem man sich Codeintabletten als Substitution verschreiben lassen könne. Die Art, wie er uns aufnahm und behandelte, war so unfassbar anders: ganz normal als Mensch und als Patient geachtet. Genau das war für uns längst unvorstellbar geworden. Dr. Grimm strahlte von Anfang an Güte aus und eine verlässliche Struktur. Dadurch konnte ich wieder an mich glauben und hatte eine Zukunft.“</p>
<p align="left">Ist das nicht urärztliche Heil-Kunst im besten Sinne? Wie viele Menschen, die von ihm behandelt wurden, haben ihm diese Wiedergewinnung des Glaubens an sich selbst zu verdanken! Und wie viele, die später bei Schülern und Schülers-Schülern von ihm behandelt wurden!</p>
<blockquote>
<p align="left">Er wurde zum einsamen Rufer in der Wüste</p>
</blockquote>
<p align="left">Gorm Grimm wurde zum Urvater der Substitution in Deutschland. Zu seinen historischen Leistungen gehört, als eigentlich nur ganz normaler Allgemeinarzt darauf aufmerksam geworden zu sein, dass die Behandlung von Suchtkranken unzureichend war und dass es Möglichkeiten einer extremen Verbesserung gab. So wurde er zum Pionier, lange zum einsamen Rufer in der Wüste. Immer wieder wurde ihm vorgeworfen, im Glauben an seine Patienten naiv und viel zu liberal zu sein. Aber ich weiß, das war er nicht. Eher zu gutgläubig, was die Überzeugbarkeit seiner Kollegen und der Gesellschaft betraf.</p>
<p align="left">Immer wieder wies er darauf hin, dass ihn ursprünglich das Hören auf seine Patienten auf die neue Spur gebracht hätte. Dieser Grundhaltung des intensiven Zuhörens ist er immer treu geblieben und hat ein Leben lang daraus gelernt. Weil er den Dingen systematisch nachging, wurde er zum Pionier. Er wurde der deutsche Entdecker des Dihydrocodeins. Über die damit zu erzielenden Behandlungserfolge war er so begeistert, dass er das Buch „Die Lösung des Drogenproblems“ verfasst hat. Dieses Buch war ein Meilenstein in der deutschen Fachliteratur zum Thema Drogen. Sein Titel „Die Lösung..“ schien das ganze Buch zu entwerten. Typisch Grimmsche Übertreibung, allzu naiv, meinten die Kritiker und sogar manche Freunde. Dabei wurden er und all seine grandiosen Visionen hoffnungslos verkannt – sein lebensbegleitendes Schicksal.</p>
<blockquote>
<p align="left">Für ihn waren Suchtkranke nicht Menschen dritter Klasse</p>
</blockquote>
<p align="left">„Die Lösung“ hätte es vielleicht wirklich gegeben, wenn Fachwelt und Gesellschaft ihm gefolgt wären. Sein Umgang mit suchtkranken Patienten war auch revolutionär anders als was man heute unter dem Gros an Substitutionsbehandlungen subsummiert. Für ihn waren Suchtkranke nicht Menschen 2. oder 3. Klasse, die man unter ein entwürdigendes Paket von Sicherheitsrichtlinien stellen muss. Die ganze Entwicklung der Knebelung durch betäubungsmittelrechtliche Vorschriften war ihm zutiefst zuwider, und das nicht etwa, wie viele meinen, weil er hoffnungslos naiv, unstrukturiert und unangemessen liberal gewesen wäre, sondern weil der neue fachliche Ansatz bei ihm auch ein ganz neuer menschlicher Ansatz war. Sicherheit und Qualität basierten für ihn viel stärker als heute auf Vertrauen, keinem blinden Vertrauen, sondern einem durch qualifizierte Nähe und angstlose Offenheit engagiert aufgebauten, optimalen Patientenverhältnis, wie wir es uns heute kaum noch vorstellen können.</p>
<p align="left">Er sah sehr schnell, dass ein systematischer Ansatz für ganz Deutschland nötig war. Unter anderem dafür hat er sein Buch geschrieben. 1991 war er einer der zehn, die sich bei Herbert Elias in Frankfurt trafen, um die heutige Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin zu gründen. Er begleitete unsere Arbeit mit Ideen, die heute noch auf ihre systematische Erschließung warten. So hat er früh erkannt, dass die ganz neue Art, Suchtkranke zu behandeln, nicht nur auf Opiatabhängige zu beschränken ist. In einem weiteren Buch, „Drogen gegen Drogen“, hat er schon Anfang der 90er Jahre aufgezeigt, dass ähnliche Ansätze für viele und nicht nur stoffliche Suchtkrankheiten möglich sind. Ansätze, die immer auf einem menschlich-fachlich qualifizierten Zuhören und Eingehen auf die Nöte der Patienten beruhen. So hat er schon bald entdeckt, was heute noch weitgehend Vision ist: dass man auch Alkoholabhängigen hervorragend mit Dihydrocodein helfen kann.</p>
<blockquote>
<p align="left">In seinem Rückzugszimmer spielte er Bach oder Mozart am Klavier</p>
</blockquote>
<p align="left">Spätere Fehlentwicklungen erfüllten ihn mit großer Sorge. Immer wieder diskutierte er mit uns die kritische Einführung des Dihydrocodein-Saftes. Mit den von ihm verordneten Tabletten erlebte er die „Codeintoten“ nicht, die in den 90er Jahren zunehmend Schlagzeilen machten und die 1998 zum weitgehenden Verbot des Dihydrocodeins führten. Er hatte mit menschenverachtender Schlamperei oder Gewinnsucht, wie sie einer Reihe von besagten Todesfällen zugrunde lagen, nicht das Geringste gemein. Struktur und Qualität hatte er immer im Auge, aber eben auf ganz anderer Basis als einer betäubungsmittelrechtlichen. Diese Basis beruhte auf tiefster, sehr feiner Menschlichkeit. Immer wieder zog er sich z. B. in sein Rückzugszimmer zurück, um dort einen Bach oder Mozart am Klavier zu spielen.</p>
<p align="left">Als Schüler und Freund weiß ich: Er war ein wunderbarer Mensch. Diese Mischung aus intensiver, empathischer Patientenzuwendung, systematischem Kampf für Verbesserungen in der Medizin und immer wieder auch dem Rückzug, um am Klavier und in der Philosophie über alles nachzudenken. Nur nebenbei, aber nicht unwichtig: Privat bekannte er sich dazu, schwul zu sein.</p>
<p align="left">Persönlich hat mich auch die Liebe zur Musik mit ihm verbunden. Auch bei mir steht ein Klavier in der Praxis, und ich denke oft an ihn, wenn es mir hilft, die Spannungen der ausgesetzten Arbeit zu verarbeiten. Als ich nach seinem Tod 2008 zur Trauerfeier in Laboe fuhr, habe ich gerade eine bisher noch nie aufgeführte Chorfuge geschrieben. Sie wurde am nächsten Tag fertig. Ich habe sie ihm gewidmet. Das Fugenthema steht über dem Text: „Lebet Vertrauen, dann erblüht das Leben.“</p>
</p></div>
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			</item>
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		<title>„Es ist gut gemacht, wenn es einen Nerv trifft“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette Fink]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 07:20:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention & Wissen]]></category>
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		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
		<category><![CDATA[Interessenvertretung]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Jähme]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsthilfe]]></category>
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					<description><![CDATA[Michael Jähme hat 1990 sein positives Testergebnis bekommen und wenige Monate später seine Stelle als Sozialpädagoge bei der AIDS-Hilfe Wuppertal angetreten. Das 52-Jährige ist unter anderem im Projektbeirat von „positive stimmen“ und betreibt einem Blog (<a href="http://termabox.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener">termabox.wordpress.com</a>).]]></description>
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<dl>
<dt><strong>Michael Jähme hat 1990 sein positives Testergebnis bekommen und wenige Monate später seine Stelle als Sozialpädagoge bei der AIDS-Hilfe Wuppertal angetreten, wo er bis heute beschäftigt ist. Das 52-jährige Ehrenmitglied der AIDS-Hilfe NRW ist in der Selbsthilfe aktiv, unter anderem im Projektbeirat von „positive stimmen“ und mit einem eigenen Blog (<a href="http://termabox.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener">termabox.wordpress.com</a>). <em>Annette Fink</em> befragte Michael Jähme zu seinem Selbsthilfe-Verständnis und zum Verhältnis zwischen Selbsthilfe und professioneller Aidshilfe.</strong></dt>
</dl>
<p><figure id="attachment_10996" aria-describedby="caption-attachment-10996" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/2012/04/07/%e2%80%9ees-ist-gut-gemacht-wenn-es-einen-nerv-trifft/_mg_4742/" rel="attachment wp-att-10996"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-10996" title="Michael Jähme. Foto: privat" src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2012/04/MG_4742-180x180.jpg" alt="" width="180" height="180" /></a><figcaption id="caption-attachment-10996" class="wp-caption-text">Michael Jähme will nicht &#8222;entweder &#8211; oder&#8220; sein. Foto: privat</figcaption></figure></p>
<p><strong>Michael, wie definierst du eigentlich den Begriff Selbsthilfe?</strong></p>
<p>Auf der individuellen Ebene bedeutet Selbsthilfe für mich, mich für mein Interesse zu engagieren, für Dinge, die in meinem Leben eine Rolle spielen, für Werte, die mir wichtig sind. Darüber hinaus geht es darum, mich für die Gemeinschaft, der ich mich zugehörig fühle, einzusetzen, also nicht nur das eigene, sondern das kollektive Selbst zu vertreten.</p>
<p><strong>Gibt es dieses kollektive Selbst denn überhaupt? Kann man von „der Selbsthilfe“ im Sinne einer homogenen Masse sprechen?</strong></p>
<blockquote><p>„Wir stehen vor der Herausforderung, unsere Unterschiedlichkeiten in der Selbsthilfe anzuerkennen“</p></blockquote>
<p>Ich erlebe in den Gruppen von <abbr title="Abkürzung für „Humanes Immundefizienz-Virus“ (auch „Menschliches Abwehrschwäche-Virus“); schädigt die körpereigenen Abwehrkräfte (Immunsystem)"><a href="http://www.aidshilfe.de/de/glossary/1/letterh#term1823">HIV</a></abbr>-Positiven ein großes Spannungsfeld. Es gibt Menschen, die mit viel Scham auf ihre Infektion blicken und sich nicht verzeihen können, dass sie „versagt“ haben. Und es gibt andere, die sagen, das ist eben ein Lebensrisiko, es hat mich nun einmal erwischt. Wenn sich Leute so befreit äußern, trifft dies die mit Scham Belasteten in ihrem Kern, und sie reagieren mit Aggression. Für mich ist es schwierig, angemessen damit umzugehen. Schamgefühle entstehen spontan, unzensiert und sollten gewürdigt werden als Ausdruck unserer Seele. Schamgefühle geben uns Informationen zu bedeutsamen Erfahrungen in unserer Lebensgeschichte. Auflösen können wir sie nur über die Selbstakzeptanz. Wir stehen vor der Herausforderung, unsere Unterschiedlichkeiten in der Selbsthilfe anzuerkennen, respektvoll miteinander umzugehen und doch auch voranzukommen.</p>
<p><strong>Kannst du dafür ein konkretes Beispiel nennen?</strong></p>
<p><figure id="attachment_11027" aria-describedby="caption-attachment-11027" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/2012/04/07/%e2%80%9ees-ist-gut-gemacht-wenn-es-einen-nerv-trifft/befreit_web_r_k_by_niefee_pixelio-de/" rel="attachment wp-att-11027"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-11027" title="Nicht mehr gefährlich zu sein, hat viele von einer Last befreit. Foto: niefee, pixelio.de" src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2012/04/befreit_web_R_K_by_niefee_pixelio.de_-180x180.jpg" alt="" width="180" height="180" /></a><figcaption id="caption-attachment-11027" class="wp-caption-text">Nicht mehr infektiös zu sein, hat viele von einer Last befreit. Foto: niefee, pixelio.de</figcaption></figure></p>
<p>Eine Schlüsselsituation war die Veröffentlichung der Schweizer Eidgenössischen Kommission (EKAF), wonach HIV-Infizierte unter wirksamer antiretroviraler Therapie sexuell nicht infektiös sind. Da hatten einige Positive den Impuls, dass man das nicht sagen darf, weil andere leichtsinnig werden könnten. Sie haben ihre eigene Lebensqualität dem Schutz anderer untergeordnet, sie sahen es als ihre Verpflichtung, andere zu schützen. EKAF hat eine ungeheure emotionale Sprengkraft. Ich war froh, dass diese Last, sich selbst als gefährlich ansehen zu müssen, weg war. Andere wollten mir das nicht zugestehen. Ich habe mich mit einem Freund aus den Niederlanden darüber ausgetauscht, einem sehr rationalen Menschen. Er meinte: Wer in der Scham gefangen ist, kann befreiende Botschaften, kann Entwicklungen nicht annehmen, weil er in sich selbst steckengeblieben ist. Er erkennt die anderen durchaus zutreffend als „un-verschämt“, reagiert aber mit Aggression und Abwehr, weil er die innere Befreiung – noch – nicht schafft.</p>
<p><strong>Hast du selbst von Anfang an zu denen gehört, die sich befreit äußern können?</strong></p>
<blockquote><p>„Die Lösung ist die umfassende Selbstakzeptanz“</p></blockquote>
<p>Nein, nachdem ich mich angesteckt hatte, gab es auch eine Zeit, in der ich mich als Versager gefühlt habe, weil mir Safer Sex nicht gelungen war. Die große Veränderung kam dann eigentlich mit einem Interview für die Aktuelle Stunde im WDR zum Welt-Aids-Tag, in dem ich zum ersten Mal offen darüber gesprochen habe, dass ich mich beim schwulen Sex angesteckt hatte. 16 Jahre nach der <abbr title="Krankheitserkennung"><a href="http://www.aidshilfe.de/de/glossary/1/letterd#term1989">Diagnose</a></abbr> hatte ich offenbar das Empfinden, über meine Arbeit in Aidshilfe und Selbsthilfe genug geleistet und soviel Scham regelrecht abgebüßt zu haben, um mein Schweigen brechen zu können und die Wahrheit beim Namen zu nennen. Es ist schon seltsam, heute zu erkennen, dass meine Motivation zum Engagement in der Selbsthilfe so stark in Scham- und Schuldgefühlen gründete. Durch den offensiven Diskurs zu Scham und Schuld in der Selbsthilfe seit 2009 und besonders durch meine Psychoanalyse bin ich mir auf den Grund gegangen. Heute schäme ich mich nicht mehr. Ich rede immer befreiter und leichter. Die Lösung ist die umfassende Selbstakzeptanz.</p>
<p><strong>Hat Selbsthilfe bei euch „Befreiten“ immer politischen Charakter?</strong></p>
<blockquote><p>„Jeder, der mit HIV im Kleinen wie im Großen öffentlich wird, begeht einen emanzipatorischen Akt“</p></blockquote>
<p>Das ist vielleicht eine Frage der Definition. Ich habe im letzten Jahr angefangen zusammenzutragen, welche HIV-Positiven öffentlich auftreten oder aufgetreten sind, sei es als Ansprechpartner gegenüber Schulklassen, sei es gegenüber Zeitungen und anderen Medien. Und ich staune: Es sind Hunderte,  es sind so unglaublich viele! Es wird noch viel zu wenig gewürdigt, was sie leisten: Jeder, der mit HIV im Kleinen wie im Großen öffentlich wird, begeht einen emanzipatorischen Akt. Er oder sie macht eine Kampagne gegen Nicht-Wissen oder falsches Wissen. Menschen lernen am meisten über authentische Begegnungen. Denn erst wenn man auf jemanden trifft mit einer Krankheit wie HIV, von der man vielleicht gehört hat, die es aber im persönlichen Umfeld bisher nicht gab, beginnen viele, sich ernsthaft damit zu beschäftigen und dazuzulernen.</p>
<p><strong>Wie beurteilst du das Verhältnis zwischen Positivenselbsthilfe und Aidshilfe? </strong></p>
<p><figure id="attachment_11032" aria-describedby="caption-attachment-11032" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/2012/04/07/%e2%80%9ees-ist-gut-gemacht-wenn-es-einen-nerv-trifft/beteiligung_web_r_k_b_by_s-hofschlaeger_pixelio-de/" rel="attachment wp-att-11032"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-11032" title="Plädoyer für die vernetzte Gemeinschaft im Leben mit HIV. Foto: S. Hofschlaeger,_pixelio.de" src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2012/04/Beteiligung_web_R_K_B_by_S.-Hofschlaeger_pixelio.de_-180x161.jpg" alt="" width="180" height="161" /></a><figcaption id="caption-attachment-11032" class="wp-caption-text">Plädoyer für die vernetzte Gemeinschaft im Leben mit HIV. Foto: S. Hofschlaeger,_pixelio.de</figcaption></figure></p>
<p>Ganz wichtig ist für mich die Frage, wann Menschen mit HIV von den Aidshilfe-Mitarbeitern ernstgenommen, wann sie als Klienten gesehen werden und warum es überhaupt eine Unterscheidung im Denken gibt. Ich finde, sie bringen immer beides mit: sowohl Fähigkeiten und Kompetenzen als auch das Bedürfnis nach Hilfe und Unterstützung. Ich selbst brauche auch Unterstützung. Du kannst noch so emanzipiert und politisch sein &#8211; wenn du nicht auf eine vernetzte Gemeinschaft bauen kannst, ist das Leben mit HIV nicht zu meistern.</p>
<p><strong>Als professioneller Angestellter und Vertreter der Selbsthilfe repräsentierst du ja beide Seiten.</strong></p>
<blockquote><p>„Ich bin zu lebendig, um mich in Schubladen sperren zu lassen“</p></blockquote>
<p>Die Kollegen kommen damit nicht immer klar. Ich soll mich entscheiden, soll etwas abspalten, soll „entweder – oder“ sein. Ich bin aber zu lebendig, um mich in Schubladen sperren zu lassen. Ich bestehe darauf, beides zu sein! Die Spannungen, die ich aushalte, repräsentieren die Spannungen, die zwischen Aids- und Selbsthilfe da sind. Das lässt sich auch wieder am Beispiel des EKAF-Statements festmachen, wo die Selbsthilfe andere Interessen hatte als die Aidshilfe. Und da stimmt etwas nicht zwischen Anspruch und Wirklichkeit, wenn sich eine Gruppe lautstark zu Wort meldet und sagt, so geht das aber nicht, und die Aidshilfe rudert zurück und sagt, wir können das gar nicht so darstellen, weil wir für die Primärprävention zuständig sind.</p>
<p>Ein Argument war auch, dass die Leute zu dumm sind, um die Aussage der EKAF zu verstehen. Bei EKAF sollte also plötzlich nicht mehr gelten, dass wir immer auf die Lernstrategie setzen, auf Information. Die HIV-Positiven wurden wieder als die Bösen dargestellt, die wie wild durch die Gegend vögeln. Ich fand das infam und musste leider ungehörig und unverschämt sein. Ich autorisierte mich, mit Bezug auf den Grundgedanken der Deutschen AIDS-Hilfe „Selbstvertretung geht vor Stellvertretung“ den Mund aufzumachen. Das hat Erschütterungen und Konflikte ausgelöst, die bis heute andauern.</p>
<p><strong>Du hast damals dem Kurzwort Aids eine neue Bedeutung gegeben.</strong></p>
<p><figure id="attachment_11031" aria-describedby="caption-attachment-11031" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/2012/04/07/%e2%80%9ees-ist-gut-gemacht-wenn-es-einen-nerv-trifft/564460_web_r_by_julien-christ_pixelio-de/" rel="attachment wp-att-11031"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-11031" title="&quot;Auf In Die Sonne&quot; statt &quot;Ab In Den Sarg&quot;. Foto: Julien Christ, pixelio.de" src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2012/04/564460_web_R_by_Julien-Christ_pixelio.de_-180x173.jpg" alt="" width="180" height="173" /></a><figcaption id="caption-attachment-11031" class="wp-caption-text">&#8222;Auf In Die Sonne&#8220; statt &#8222;Ab In Den Sarg&#8220;. Foto: Julien Christ, pixelio.de</figcaption></figure></p>
<p>Ja, ich habe festgestellt, in welcher politischen Korrektheit die Aidshilfe befangen war, und dass das, was ich in der Öffentlichkeitsarbeit vertreten habe, nicht mehr mit der Realität übereinstimmte. Ich habe Anfang 2008 einen Beitrag im Blog überschrieben mit „Wem schadet meine Lebensfreude?“ Obwohl der medizinische Fortschritt jetzt so wirksam war, haben wir immer nur das Elend dargestellt, und dann kam ich und habe das andere Extrem benannt. Früher wurde Aids auf den Schulhöfen mit „Ab in den Sarg“ übersetzt, und ich habe dem ein offensives „Auf in die Sonne“ entgegengesetzt. Das war natürlich auch nicht die ganze Realität, das war mir klar, aber ich musste erst mal provozieren, um als Gestaltungskraft ernst genommen zu werden. Jetzt, nach vier, fünf Jahren, sind wir an dem Punkt, die realistischen Bilder von HIV und Aids zu zeigen. Das ist auch ein Verdienst der Deutschen AIDS-Hilfe; von der Neuausrichtung der Welt-Aids-Tags-Kampagne „positiv zusammenleben“ geht ein frischer Impuls aus, der sich gesellschaftlich durchsetzen wird. Wenn wir auch in Wuppertal vier Menschen finden, die ihr Gesicht mit ihrer Botschaft auf einem großflächigen Plakat zeigen, dann bin ich zufrieden, vorher nicht.</p>
<p><strong>Hat denn die Selbsthilfe überhaupt den Raum, als Korrektiv und Basis für Aidshilfe zu wirken?</strong></p>
<blockquote><p>„Wenn wir streitbar sind und fair, brauchen wir doch vor gar nichts Angst zu haben!“</p></blockquote>
<p>In der EKAF-Debatte habe ich diesen Raum vermisst. Ich hatte eher den Eindruck, dass alle zum Strammstehen und Schweigen verdonnert waren. Es gab einen Anspruch an Einmütigkeit, den nicht mal Ärzte haben. Dabei ist die Lust am Diskurs doch elementar für die Selbst- und Aidshilfe. Wenn es früher neue medizinische Erkenntnisse gab, haben wir uns sofort zusammengehockt und heiß debattiert. Heute ist es so, dass im Alltagsgeschäft vieles verlorengeht. Wo führen wir noch Diskurse über unsere Haltung zum Drogenkonsum oder zur Genderfrage? Ich erlebe Aidshilfe inzwischen oft auch als kleingeistig und ängstlich um ihre Fördergelder bedacht. Da bin ich Demokrat und denke: Wenn wir streitbar sind und fair, brauchen wir doch vor gar nichts Angst zu haben! Wir finden doch Bündnispartner, wir können doch überzeugen! Ich glaube an die Werte, an die freiheitliche Kultur von Aidshilfe. Wir können Prozesse anstoßen für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung.</p>
<p><strong>Was braucht es aus deiner Sicht, um den Anspruch der Beteiligung tatsächlich mit Leben zu füllen?</strong></p>
<blockquote><p>„Mit der richtigen Motivation und auf Augenhöhe wird es eine echte Kooperation zum gegenseitigen Nutzen“</p></blockquote>
<p>Beteiligung kann ganz unterschiedlich aussehen; man kann Reflexionsräume schaffen und Menschen mit HIV fordern, über ihre eigene Situation nachzudenken. Aidshilfe muss sich die Beteiligung der Selbsthilfe organisieren. Wenn man etwas Neues vorhat, lädt man z.B. bestimmte Leute ein und beteiligt sie mit ihren Erfahrungen. Man nimmt sie ernst, und das hat Auswirkungen für das Selbstwertgefühl. Wenn man es mit der richtigen Motivation und auf Augenhöhe beginnt, ist die Nutzung ihrer Potenziale auch kein Ausweiden, sondern wird eine echte Kooperation zum gegenseitigen Nutzen. Eine Einladung braucht Vertrauen auf beiden Seiten und darf nicht zum Machtkampf werden. Allerdings wird man es nie allen recht machen können. Es reicht, wenn man es gut macht. Und es ist gut gemacht, wenn es wirkt, wenn es einen Nerv trifft. Wir dürfen uns nicht verbieten lassen und uns nicht die Freiheit beschneiden, Sachen auch auszuprobieren. Wir werden uns nur weiterentwickeln, wenn wir auch riskieren, Fehler zu machen.
      </p></div>
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</p></div>
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		<title>Gesundheit braucht Solidarität. Lebenslänglich!</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/gesundheit-braucht-solidaritat-lebenslanglich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Annette Fink]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 14:53:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Aidshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Schatz]]></category>
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		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Welt Aids Tag]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem Jahr stand die zentrale Veranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt zum Welt-Aids-Tag in der Paulskirche unter dem Motto „Gesundheit, lebenslänglich“. Wir dokumentieren hier den Redebeitrag von DAH-Vorstandsmitglied <em>Carsten Schatz</em>]]></description>
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        <strong>In diesem Jahr stand die zentrale Veranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt zum Welt-Aids-Tag in der Paulskirche unter dem Motto „Gesundheit, lebenslänglich“. In seinem hier dokumentierten Redebeitrag setzt DAH-Vorstandsmitglied Carsten Schatz dem in der Gesellschaft weit verbreiteten und von der Gesundsheitspolitik geförderten Ansatz, dem Einzelnen die Verantwortung für seine Gesundheit zuzuschreiben, seine Sicht der Dinge entgegen: Ohne Solidarität hätten die wesentlichen Fortschritte im Umgang mit der HIV-Infektion in Deutschland nicht errungen werden können, und nur mit Solidarität wird es gelingen, Missstände wie die fehlenden Spritzentauschprogramme zu beseitigen. Denn: „Da liegt noch ne Menge Arbeit auf der Straße“.</strong></p>
<p><figure id="attachment_9314" aria-describedby="caption-attachment-9314" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2011/12/Paulskirche-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-9314" title="Carsten Schatz in der Paulskirche" src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2011/12/Paulskirche-1-180x180.jpg" alt="Carsten Schatz in der Paulskirche" width="180" height="180" /></a><figcaption id="caption-attachment-9314" class="wp-caption-text">Carsten Schatz in der Paulskirche. Foto: AIDS-Hilfe Frankfurt</figcaption></figure></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,</p>
<p>ich möchte noch einige Momente zu meiner Vorstellung hinzufügen. Ich bin seit fast 20 Jahren HIV-positiv, also chronisch krank, wie eben dargestellt wurde, aber ich fühle mich gesund. Außerdem bin ich ich ein chronischer Weltverbesserer.</p>
<p>Als ich zu Beginn des Jahres eingeladen wurde, an der traditionsreichen Veranstaltungen der Frankfurter AIDS-Hilfe in der Paulskirche teilzunehmen, habe ich mich sehr gefreut, und nach (auch für mich) bewegten Monaten in diesem Jahr freue ich mich, hier zu Ihnen sprechen zu können.</p>
<p>Gesundheit, lebenslänglich! ist der heutige Abend überschrieben und spielt auf Diskurse an, die seit einigen Jahren in unserer Gesellschaft geführt werden. Dabei wird Gesundheit im Wesentlichen als ein Zustand der Abwesenheit von Krankheit betrachtet und dem Individuum die Verantwortung zugeschrieben, für diesen Zustand so lange wie möglich zu sorgen. Das geschieht ganz unterschiedlich. Appellativ: Rauchen gefährdet ihre Gesundheit! Auch durch Drohungen – zumindest für mich ist es eine &#8211; Rauchen lässt ihre Haut altern! &#8211; oder auch durch die Verweigerung gesellschaftlicher Solidarität. So wurden bereits vor einigen Jahren Folgeerkrankungen von Tätowierungen oder Piercings aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen.</p>
<p>Meine These dagegen ist: Gesundheit braucht Solidarität. Lebenslänglich!</p>
<p>Die Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation WHO aus dem Jahre 1986 formulierte andererseits:  „Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. verändern können. In diesem Sinne ist die Gesundheit als ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen und nicht als vorrangiges Lebensziel. Gesundheit steht für ein positives Konzept, das in gleicher Weise die Bedeutung sozialer und individueller Ressourcen für die Gesundheit betont wie die körperlichen Fähigkeiten. Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt deshalb nicht nur bei dem Gesundheitssektor, sondern bei allen Politikbereichen und zielt über die Entwicklung gesünderer Lebensweisen hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden hin.“</p>
<p>Die Rede ist von</p>
<p>&#8211; umfassenden körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefinden<br />
&#8211; von der Befriedigung individueller wie kollektiver Bedürfnisse<br />
&#8211; der Wahrnehmung und Verwirklichung von individuellen und kollektiven Wünschen und Hoffnungen<br />
&#8211; vom Meistern der Umwelt &#8211; auch im Sinne von Veränderbarkeit<br />
&#8211; von Gesundheit als einem positiven Konzept in der Einheit von individuellen und sozialen Ressourcen<br />
&#8211; und von Gesundheit als einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe mit dem Ziel des umfassenden Wohlbefindens.</p>
<p>In der deutschen Gesundheitspolitik und ihren Debatten fühle ich mich oft, als gäbe es diese Erkenntnisse nicht. Genau der Zusammenhang zwischen Individuellem und Kollektivem beschreibt Solidarität, erfordert sie und beschreibt ihre Grundlagen.  Gemeinhin wird Solidarität als ein Zusammengehörigkeitsgefühl beschrieben oder als Miteinander auf der Basis von Gegenseitigkeit. Ich möchte einen Schritt weiter gehen. Solidarität ist für mich zunächst  bedingungslos und uneigennützig. Sie erweist sich &#8211; wie alles &#8211; in der Praxis und nicht in Worten. Solidarität ist mehr als Mitgefühl. Solidarität bedingt Freiheit und kann nicht erzwungen werden.  Solidarisch ist man oder frau nicht, solidarisch handelt man oder frau.</p>
<p>Nun wird nicht nur mir entgegengehalten, dass Solidarität ihre Grenzen habe. Ein junger Mann, der sich heute, mit dem Wissen der letzten 30 Jahre, mit HIV infiziere, der sei doch selbst schuld, der verdiene keine Solidarität, noch weniger, wenn er sich vor dem Gang in die Sauna, den Darkroom &#8211; wohin auch immer &#8211; mit Drogen beneble. Er müsse das Risiko doch kennen.</p>
<blockquote><p>Dahinter steckt auch ein Hauch Diktatur</p></blockquote>
<p>Die Raucherin, die trotz der erschreckenden Mitteilung „Rauchen lässt ihre Haut altern“ zur Zigarette greift. Der Autofahrer, die Bergsteigerin, der Extremsportler, die Alkoholikerin, die Aufzählung ließe sich, je nach Perspektive unendlich fortsetzen&#8230;.  nicht enthalten sind allerdings die workaholics, meist gut bezahlt, die sich zum frühen Herzinfarkt arbeiten.</p>
<p>Was steckt da eigentlich dahinter? Neben &#8211; wie auch immer motivierten &#8211; Schulddiskursen ist es auch der Drang zur Normierung, auch ein Hauch Diktatur, aber vor allem die Idee, individuelles Wissen führe zu Verhaltensänderung und diese Verhaltensänderung zu mehr Gesundheit. Am Rande: Dass dem leider nicht so ist, erleben HIV-Positive jeden Tag. Zahnärztinnen und Zahnärzte, die HIV-positiven die Behandlung verweigern, Radiologinnen und Radiologen, die für eine Röntgenaufnahme eines Positiven Gummihandschuhe anziehen. Beispiele dafür, dass Wissen, dass ich bei Ärztinnen und Ärzten voraussetze, eben nicht zu einer Verhaltensänderung führt.</p>
<p>Der Grundfehler aus meiner Sicht liegt hier in der Betonung der individuellen Verhaltensänderung als Grundlage von Gesundheit. Erinnern wir uns noch mal an die Ottawa-Charta, den Zusammenhang von Individuellem und Kollektiven.</p>
<p><figure id="attachment_9322" aria-describedby="caption-attachment-9322" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://magazin.hiv/2011/12/14/gesundheit-braucht-solidaritat-lebenslanglich/paulskirche-4/" rel="attachment wp-att-9322"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-9322" title="Die Rote Schleife" src="//magazin.hiv/wp-content/uploads/2011/12/Paulskirche-4-180x180.jpg" alt="Die Rote Schleife" width="180" height="180" /></a><figcaption id="caption-attachment-9322" class="wp-caption-text">Das Zeichen für Solidarität in der Paulskirche. Foto: AIDS-Hilfe Frankfurt</figcaption></figure></p>
<p>Die Aidshilfen in Deutschland haben schon Anfang der 90er Jahre ein Arbeitskonzept entwickelt, das die strukturelle Prävention postuliert, den Zusammenhang von Verhaltens- und Verhältnisprävention, das Miteinander von Primärprävention, also der Verhinderung von HIV-Infektionen, die Sekundärprävention, Maßnahmen zur Verhinderung des Ausbruchs von Aids und der Tertiärprävention, Maßnahmen, um den Menschen so lange wie möglich ein gutes Leben mit dem Vollbild Aids zu ermöglichen, ein Konzept das Freiheit, Selbstbestimmung und Solidarität verbindet und fördert.</p>
<p>Bernd Aretz hat dazu rückblickend formuliert:  &#8222;Gesundheit war nicht von Virenfreiheit abhängig, sondern davon, dass in der konkreten Lebenssituation ein Höchstmaß an Autonomie und Würde erhalten blieb. Dies setzte einen geänderten gesellschaftlichen Umgang und eine Förderung der individuellen Möglichkeiten voraus. Die Strukturen mussten geändert werden. Das ging von der Abschaffung des §175 zur Legalisierung der Substitution und möglichst auch des Drogengebrauchs zur rechtlichen Absicherung der Sexarbeiter/innen bis zu einem grundlegend anderen Umgang mit Migranten.&#8220;</p>
<blockquote><p>Solidarität fällt nicht vom Himmel</p></blockquote>
<p>Und in dieser Beschreibung steckt die nächste Dimension von Solidarität, einer Solidarität, die in Aidshilfen und in der Selbsthilfe der Menschen mit HIV/Aids gewachsen ist und die wir die Solidarität der Uneinsichtigen nannten. Eine Solidarität, die uns gegenseitig stärkte und die uns half, unsere Umwelt zu meistern und zu verändern.</p>
<p>Die Abschaffung des §175 war hier schon erwähnt, die Legalisierung von Substitution, das  Prostitutionsgesetz &#8211; all diese Veränderungen konnten gemeinsam erreicht werden.</p>
<p>Aber auch diese Solidarität muss immer neu errungen werden, fällt nicht vom Himmel. Wenn ich heute bei facebook lese, dass ein Freund von mir aus München ebendort im schwulen Distrikt von einem jungen Schwulen ob seines sichtbaren Alters angepöbelt wird, dann zeigt das, da liegt noch ne Menge Arbeit auf der Straße.</p>
<p>Es zeigt mir &#8211; nebenbei bemerkt &#8211; auch, dass die schwulen Communities endlich realisieren sollten, dass neben der rechtlichen Gleichstellung, die wir bis auf die Öffnung der Ehe weitgehend erreicht haben, weitere Debatten geführt werden müssen, in denen es um eine Vielfalt von Vor-Bildern auch in den schwulen Communities geht, eine Vielfalt, die den Normierungen in schwulen Szenen etwas entgegensetzt und der neuen Generation ein unbeschwerteres Leben ermöglicht.</p>
<p>Natürlich brauchen wir auch eine Debatte &#8211; und die haben wir &#8211; über Homophobie in der Gesellschaft, ihre Ursachen und wirksame Strategien zur Förderung sexueller Vielfalt. Beispielgebend sind hier die Bundesländer Berlin und Nordrhein-Westfalen, die Landesprogramme aufgelegt haben bzw. auflegen, übrigens unter breiter Beteiligung der Communities.</p>
<p>Dass es der Aids-Bewegung bis heute nicht gelungen ist, im Gegenteil zu Spanien, die Spritzenvergabe in deutschen Knästen (mit einer Ausnahme, dem Frauenknast in Berlin-Lichtenberg) durchzusetzen, schmerzt mich. Martin Dannecker nannte das auf der Präventionskonferenz der Deutschen AIDS-Hilfe einen Grund sich zu empören. Dem ist nichts hinzuzufügen.</p>
<p>Denn auch hier gilt die Achtung von Autonomie und nicht der Drang, Ideologie &#8211; der Knast wäre drogenfrei &#8211; in den Himmel zu heben. deshalb wird es für die DAH in den nächsten Jahren ein wichtiger Schwerpunkt sein, hier deutliche Fortschritte zu erreichen.</p>
<blockquote><p>Der Moment der Konfrontation mit Menschen mit HIV wird vernachlässigt</p></blockquote>
<p>Und &#8211; bevor die berechtigten Einwände kommen &#8211; ja, HIV/Aids hat sich verändert. Es ist zu einer chronischen Erkrankung geworden. Viele Menschen haben die Panik vor dem schnellen Tod verloren. Ich finde das nicht schlimm. Schlimm finde ich vielmehr, dass im öffentlichen Diskurs nach wie vor auf alleinige  Wissensvermittlung gesetzt wird und das andere &#8211; für mich so wichtige &#8211; Moment der Konfrontation mit Menschen mit HIV vernachlässigt wird. Ich bin froh, dass es der DAH  gelungen ist, in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Bundesministerium für Gesundheit und der Deutschen AIDS-Stiftung, seit dem vergangenen Jahr eine Kampagne zum Welt-Aids-Tag zu machen, die reale Menschen mit HIV in den Mittelpunkt stellt, Konfrontation und Solidarität ermöglicht. Leider läuft diese Kampagne eben nur zum Welt-Aids-Tag und nicht das ganze Jahr über.</p>
<p>Denn die Angst vor Diskrimierung und Ausgrenzung ist geblieben, und sie ist real. Wenn vor wenigen Wochen in Berlin einem jungen Mann gekündigt wurde, weil er HIV-positiv ist, wohlgemerkt, es geht nicht um einen Chirurgen, der unter Umständen, wie es ein befreundeter Chirurg ausdrückte, bis zum Ellenbogen in eines Patienten Körper steckte, nein, der junge Mann war für die Qualitätskontrolle in einem Pharma-Unternehmen zuständig. Die Begründung des Gerichts, das die Kündigung für rechtmäßig hielt, hat übrigens nicht den konkreten Arbeitsablauf und daraus erwachsende Gefahren – die es nicht gibt &#8211; benannt, sondern darauf rekurriert, dass HIV als chronische Erkrankung nicht vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz abgedeckt sei. Nun denn, meine Damen und Herren aus den Parteien – ich nehme das auch selbst als Mitglied einer Partei mit-, dann müssen wohl chronische Erkrankungen in diesen Katalog aufgenommen werden.</p>
<p>Und gegen diese Diskrimierung und Ausgrenzung müssen wir aufstehen, wann immer sie uns begegnet. Sei es in dieser Form oder in Form von Homophobie, der Kriminalisierung des Drogengebrauchs, Sexismus oder Rassismus. Und das geht eben nicht nur an den entsprechenden Tagen, wie dem 1. Dezember, dem 8.März (Welt-Frauentag &#8211; wer es nicht weiß), dem 17. Mai (dem internationalen Tag gegen Homophobie), im Juli zum Gedenktag für die Opfer des illegalisierten Drogengebrauchs, sondern das ganze Jahr über in der Straßenbahn, im Bus, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Kneipe und im Verein.</p>
<p>„Gegen Elend und Seuche kann nur der Umsturz helfen“</p>
<p>Denn genau diese Solidarität kann &#8211; wir erinnern uns an Ottawa &#8211; dazu beitragen, körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu steigern. Und gemeinsam müssen wir den gesellschaftlichen Diskursen entgegentreten, die uns gegeneinander ausspielen wollen, die Solidarität verhindern. Die finanzielle Zukunft der deutschen Sozialversicherungssysteme wird eben nicht durch Leistungskürzungen wiederhergestellt, sondern durch Umstellung der Mechanik der Beitragsrechnung. Die wurde im Zeitalter der industriellen Massenproduktion erfunden,  auf dem damals der gesellschaftliche Reichtum basierte. Der Reichtum ist noch da, er wächst sogar stärker als je zuvor, allerdings erarbeiten ihn immer weniger Menschen. Also sollte die Finanzierungsgrundlage verbreitert werden, dann sind die solidarisch finanzierten Sozialversicherung für alle auch weiter zu finanzieren. Das klingt nach Umsturz?</p>
<p>Übrigens: Auch diese Erkenntnis ist nicht ganz neu. Rudolf Virchow, der berühmte Berliner Arzt, der auch ein 1848-er Revolutionär war, formulierte:  „Gegen Elend und Seuche kann nur der Umsturz helfen, der zu Freiheit und Wohlstand führt.“</p>
<p>Herzlichen Dank!
      </p></div>
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