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	Kommentare zu: PRO/CONTRA: Brauchen wir noch Aids-Buddies?	</title>
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	<description>Hintergründe zum Leben mit HIV, Aids, STIs, Hepatitis</description>
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		<item>
		<title>
		Von: Markus Wickert		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/procontra-brauchen-wir-noch-aids-buddies/#comment-877</link>

		<dc:creator><![CDATA[Markus Wickert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 13:02:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=4445#comment-877</guid>

					<description><![CDATA[Als Karl Lemmen und ich im vergangen Sommer zusammen kamen, wurde uns schnell klar, wir wollen den Bereich der Begleitungsarbeit sichtbarer machen und in den Focus einer öffentlichen Diskussion rücken.
Als Ausgangspunkt stand der provokante Text von Karl Lemmen, der irrtümlicherweise als Contra verstanden wurde. 

Entgegen dieses Verständnisses brachte Karl Lemmen denkbare Argumente für eine Abschaffung der Begleitung ein, auf die ich mit Gegenargumenten zum Erhalt der Emotionalen Begleitung (so die Bezeichnung der Buddy-Arbeit in der BAH) reagierte. Diese konträren Positionen sollten das Spannungsfeld aufzeigen und die Diskussion eröffnen.

Vorab sei eine Bemerkung über den Sprachgebrauch erlaubt. 
Wir sprechen im Berliner Aids-Hilfe-Kontext  nicht von Aids-Buddies. Diese Begrifflichkeit war der redaktionelle Versuch, Aufmerksamkeit auf ein Thema zu richten, das in den Augen der DAH wenig Interesse in der Aidshilfe-Landschaft hervorruft.
In der Berliner Aids-Hilfe vermeiden wir den stark stigmatisierenden Begriff „ Junkies“ und sprechen von „drogengebrauchenden Menschen“. 

Emotionale Begleitung findet am und mit Menschen statt. Eine Akzeptanz der Vielfalt von Lebenswelten ist somit ein absolutes Muss in dieser Form der Begegnung. Hier begegnet man sich auf Augenhöhe. Es geht nicht darum Menschen aufzuzeigen wie sie leben sollen, was sie tun und lassen sollen, vielmehr geht es darum ImpulsgeberIn, UnterstützerIn und WegbegleiterIn zu sein.
Wir verstehen Ehrenamt nicht als höhere Töchter-Aufgabe, sondern als gelebten Diversity-Ansatz in Aids-Hilfe mit einem hohen Anteil an Selbsthilfe.

Zu dem Tätigkeitsfeld der ehrenamtlichen Begleitungsarbeit wurde im Text einiges benannt und die Aufgaben konnten umrissen werden. 
Wichtig dabei war es mir, die Form der heutigen Begleitung darzustellen, um sie klarer zu beleuchten und Einblicke zu gewähren. 
Eine Diskussion über die Sinnfrage der Begleitungsarbeit ist sinnvoll und gewünscht, um eine Abschaffungsdebatte  ging es Karl Lemmen und mir dabei nie.
Die Herausforderungen die wir gemeinsam leisten sollten sind u.a. die Erhaltung und Wiederherstellung von Gesundheit und das Annehmen von Krankheit.

Ein Rückzug der Aidshilfen auf reine Primärprävention wäre ein einseitiger Weg, bei dem die Interessen von HIV-positiven Menschen auf der Strecke bleiben würden. Aidshilfe muss auch weiterhin bereit sein unbequeme Wege einzuschlagen und darf nicht erstarren, darf nicht unbeweglich sein.

Ich möchte Karl Lemmen und der Deutschen Aids-Hilfe danken, dass sie der Begleitungsarbeit den Raum geschaffen haben, den sie verdient.
Mein Dank geht auch an alle Kommentatorinnen und Kommentatoren.
Alle AktivistInnen möchte ich bitten den kritischen Blick auf die geleistete Arbeit beizubehalten und konstruktiv das Gespräch mit Aids-Hilfen zu suchen. 
Ich wünsche den Menschen, die auf die Hilfe und Unterstützung zurückgreifen, dass sie einen schnellen und unkonventionellen Zugang finden und mit ihren Fragestellungen und Problemlagen auf offene Türen und Ohren stoßen und die Unterstützung bekommen, die sie benötigen. 
Egal aus welchen Lebenszusammenhängen sie kommen. 
Den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen spreche ich meinen besonderen Dank aus. 
Die von ihnen geleistete Freiwilligenarbeit ist eine der tragenden und unverzichtbaren Säulen der Berliner Aids-Hilfe.

Herzliche Grüße aus Berlin 
Markus Wickert]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Karl Lemmen und ich im vergangen Sommer zusammen kamen, wurde uns schnell klar, wir wollen den Bereich der Begleitungsarbeit sichtbarer machen und in den Focus einer öffentlichen Diskussion rücken.<br />
Als Ausgangspunkt stand der provokante Text von Karl Lemmen, der irrtümlicherweise als Contra verstanden wurde. </p>
<p>Entgegen dieses Verständnisses brachte Karl Lemmen denkbare Argumente für eine Abschaffung der Begleitung ein, auf die ich mit Gegenargumenten zum Erhalt der Emotionalen Begleitung (so die Bezeichnung der Buddy-Arbeit in der BAH) reagierte. Diese konträren Positionen sollten das Spannungsfeld aufzeigen und die Diskussion eröffnen.</p>
<p>Vorab sei eine Bemerkung über den Sprachgebrauch erlaubt.<br />
Wir sprechen im Berliner Aids-Hilfe-Kontext  nicht von Aids-Buddies. Diese Begrifflichkeit war der redaktionelle Versuch, Aufmerksamkeit auf ein Thema zu richten, das in den Augen der DAH wenig Interesse in der Aidshilfe-Landschaft hervorruft.<br />
In der Berliner Aids-Hilfe vermeiden wir den stark stigmatisierenden Begriff „ Junkies“ und sprechen von „drogengebrauchenden Menschen“. </p>
<p>Emotionale Begleitung findet am und mit Menschen statt. Eine Akzeptanz der Vielfalt von Lebenswelten ist somit ein absolutes Muss in dieser Form der Begegnung. Hier begegnet man sich auf Augenhöhe. Es geht nicht darum Menschen aufzuzeigen wie sie leben sollen, was sie tun und lassen sollen, vielmehr geht es darum ImpulsgeberIn, UnterstützerIn und WegbegleiterIn zu sein.<br />
Wir verstehen Ehrenamt nicht als höhere Töchter-Aufgabe, sondern als gelebten Diversity-Ansatz in Aids-Hilfe mit einem hohen Anteil an Selbsthilfe.</p>
<p>Zu dem Tätigkeitsfeld der ehrenamtlichen Begleitungsarbeit wurde im Text einiges benannt und die Aufgaben konnten umrissen werden.<br />
Wichtig dabei war es mir, die Form der heutigen Begleitung darzustellen, um sie klarer zu beleuchten und Einblicke zu gewähren.<br />
Eine Diskussion über die Sinnfrage der Begleitungsarbeit ist sinnvoll und gewünscht, um eine Abschaffungsdebatte  ging es Karl Lemmen und mir dabei nie.<br />
Die Herausforderungen die wir gemeinsam leisten sollten sind u.a. die Erhaltung und Wiederherstellung von Gesundheit und das Annehmen von Krankheit.</p>
<p>Ein Rückzug der Aidshilfen auf reine Primärprävention wäre ein einseitiger Weg, bei dem die Interessen von HIV-positiven Menschen auf der Strecke bleiben würden. Aidshilfe muss auch weiterhin bereit sein unbequeme Wege einzuschlagen und darf nicht erstarren, darf nicht unbeweglich sein.</p>
<p>Ich möchte Karl Lemmen und der Deutschen Aids-Hilfe danken, dass sie der Begleitungsarbeit den Raum geschaffen haben, den sie verdient.<br />
Mein Dank geht auch an alle Kommentatorinnen und Kommentatoren.<br />
Alle AktivistInnen möchte ich bitten den kritischen Blick auf die geleistete Arbeit beizubehalten und konstruktiv das Gespräch mit Aids-Hilfen zu suchen.<br />
Ich wünsche den Menschen, die auf die Hilfe und Unterstützung zurückgreifen, dass sie einen schnellen und unkonventionellen Zugang finden und mit ihren Fragestellungen und Problemlagen auf offene Türen und Ohren stoßen und die Unterstützung bekommen, die sie benötigen.<br />
Egal aus welchen Lebenszusammenhängen sie kommen.<br />
Den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen spreche ich meinen besonderen Dank aus.<br />
Die von ihnen geleistete Freiwilligenarbeit ist eine der tragenden und unverzichtbaren Säulen der Berliner Aids-Hilfe.</p>
<p>Herzliche Grüße aus Berlin<br />
Markus Wickert</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Karl Lemmen		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/procontra-brauchen-wir-noch-aids-buddies/#comment-876</link>

		<dc:creator><![CDATA[Karl Lemmen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 12:01:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=4445#comment-876</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Kolleginnen und Kollegen,

herzlichen Dank für diese engagierten Beiträge zur Diskussion rund um das Thema Unterstützung von Menschen mit HIV. Wie einige von Euch/Ihnen richtig vermutet haben, haben Markus Wickert und ich unsere jeweiligen Positionen bewusst &quot;zugespritzt&quot;. Wir arbeiten seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema, haben aber bedauert, dass es in letzter Zeit so ruhig um das Thema ehrenamtliche Betreuung in Aidshilfen geworden war. Verschiedene Versuche unsererseits, zu diesem Thema in eine breitere Diskussion zu eröffnen, blieben ohne Resonanz. Deshalb haben wir den Weg dieser Pro und Contra Diskussion im DAH-Blog gewählt.  

Dennoch vertrete ich persönlich den Standpunkt, dass es auch in Aidshilfe erlaubt sein muss, immer wieder zu hinterfragen, ob wir angesichsts sich verändernder Bedingungen noch das RICHTIGE und WICHTIGE tun. Schließlich war es immer eine der großen Stärken von Aidshilfe, über das Bestehende hinaus zu denken und neue Wege in Prävention und Betreuung zu beschreiten. 

Die Diskussion hat deutlich werden lassen, dass sich das ursprüngliche Angebot der &quot;Lebensbegleitung bis in den Tod&quot; längst den veränderten Bedingungen eines längeren Lebens mit HIV angepasst hat, dass aber die Stigmatisierung von Menschen mit HIV nach wie vor eine unserer größten Herausforderungen darstellt. 

Mich freut, dass es gerade von Seiten engagierter Menschen mit HIV ein so heftiges Plädoyer für eine Fortführung dieses Angebotes gibt. Damit hätte ich schlichtweg nicht gerechnet. Ich habe was dazu gelernt und werde dies in meiner weiteren Arbeit berücksichtigen. 

Euch/Ihnen allen einen herzlichen Dank für die Bereitschaft zur Diskussion.

Herzliche Grüße aus Berlin
Karl Lemmen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>herzlichen Dank für diese engagierten Beiträge zur Diskussion rund um das Thema Unterstützung von Menschen mit HIV. Wie einige von Euch/Ihnen richtig vermutet haben, haben Markus Wickert und ich unsere jeweiligen Positionen bewusst &#8222;zugespritzt&#8220;. Wir arbeiten seit vielen Jahren gemeinsam an dem Thema, haben aber bedauert, dass es in letzter Zeit so ruhig um das Thema ehrenamtliche Betreuung in Aidshilfen geworden war. Verschiedene Versuche unsererseits, zu diesem Thema in eine breitere Diskussion zu eröffnen, blieben ohne Resonanz. Deshalb haben wir den Weg dieser Pro und Contra Diskussion im DAH-Blog gewählt.  </p>
<p>Dennoch vertrete ich persönlich den Standpunkt, dass es auch in Aidshilfe erlaubt sein muss, immer wieder zu hinterfragen, ob wir angesichsts sich verändernder Bedingungen noch das RICHTIGE und WICHTIGE tun. Schließlich war es immer eine der großen Stärken von Aidshilfe, über das Bestehende hinaus zu denken und neue Wege in Prävention und Betreuung zu beschreiten. </p>
<p>Die Diskussion hat deutlich werden lassen, dass sich das ursprüngliche Angebot der &#8222;Lebensbegleitung bis in den Tod&#8220; längst den veränderten Bedingungen eines längeren Lebens mit HIV angepasst hat, dass aber die Stigmatisierung von Menschen mit HIV nach wie vor eine unserer größten Herausforderungen darstellt. </p>
<p>Mich freut, dass es gerade von Seiten engagierter Menschen mit HIV ein so heftiges Plädoyer für eine Fortführung dieses Angebotes gibt. Damit hätte ich schlichtweg nicht gerechnet. Ich habe was dazu gelernt und werde dies in meiner weiteren Arbeit berücksichtigen. </p>
<p>Euch/Ihnen allen einen herzlichen Dank für die Bereitschaft zur Diskussion.</p>
<p>Herzliche Grüße aus Berlin<br />
Karl Lemmen</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/procontra-brauchen-wir-noch-aids-buddies/#comment-875</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 14:16:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=4445#comment-875</guid>

					<description><![CDATA[Über die Überlegung, die AIDS-Buddies abzuschaffen, kann ich nur den Kopf schütteln (der Begriff selbst ist nur dringend abzuschaffen). 

Vor sieben Jahren kam ich als Nichtbetroffener zu den „Kümmerlingen“ der AIDS-Hilfe Düsseldorf (so nennt sich hier die Betreuer-/Begleitergruppe). Da war es schon keine Sterbebegleitung mehr. Dank der neuen Medikamente hat sich ja alles zum Glück grundlegend geändert. 

Dass aber(Zitat Karl Lemmen) „die Gesellschaft Schritt für Schritt zu einem normaleren Umgang mit den Positiven findet“, kann ich nicht feststellen. Warum wäre sonst eine Informationsveranstaltung zum Thema HIV und Arbeitsrecht erforderlich, bei der einem geraten wird, sich nicht mit HIV am Arbeitsplatz zu outen? 

Und dass wir überflüssig wären und man sich um wichtigere Dinge kümmern sollte, erst recht nicht. 

Ich besuche z.B. regelmäßig Betroffene im Gefängnis und bin meist (neben der hauptamtlichen Kollegin, die aber natürlich nicht so viel Zeit für jeden hat) der Einzige, mit dem offen endlich mal über HIV gesprochen werden kann. Ein gute Bild über die Situation in Haft findet sich in einem Interview auf Seite 12 der Zeitschrift  :info (siehe dort auch Seite 29)
http://duesseldorf.aidshilfe.de/fileadmin/downloads/info_august_2009_72_dpi.pdf
Charly hätte wahrscheinlich sehr etwas dagegen gehabt, wenn die Kümmerlinge abgeschafft worden wären.

Z.B. auch meine Kolleginnen, deren Klientin gerade von einer Krise in die andere stolpert, aber immer jemand hat, der für sie da ist. 

Oder die andere Kollegin, deren Klient sich am Anfang nicht vor die Tür getraut hat, heute aber durch die Weltgeschichte gondelt.

Ein halbes Jahr im Krankenhaus zu liegen und überhaupt keinen Besuch zu bekommen? Möchte sich jemand das vorstellen? 

Beispiele für unsere sinnvolle und wichtige Tätigkeit könnten noch mehr gefunden werden. Wir müssen uns oft mit Vereinsamung und desaströsen Biographien auseinandersetzten und sind mitunter das einzige Tor zur „normalen“ Welt. Was wir mitbringen ist etwas, was die Hauptamtlichen und viel andere nicht haben: Zeit. 

Sehen wir es auch mal aus der betriebswirtschaftlichen Sicht bzw. zur Forderung von Karl Lemmen, dass Geld besser anders zu verwenden:
Hier in Düsseldorf kümmert sich eine Hauptamtliche um uns 7 Ehrenamtler.
Pro Monat werden von ihr 2 Arbeitsstunden für unser regelmäßiges Treffen aufgewandt. Dazu kommt der zeitliche Aufwand für Organisation und Koordination. 
Dem stehen 7 Ehrenamtler gegenüber, die Betroffene regelmäßig zu Hause, im Krankenhaus oder im Gefängnis besuchen und darüber hinaus telefonisch zur Verfügung stehen. Hier kommen mindestens 40 Stunden (wenn nicht noch mehr) im Monat unbezahlter Einsatz für Betroffene zusammen. Jedem Bänker würde bei so einer Rendite doch das Herz im Leibe lachen (wenn er eins hat). 

Außerdem tragen wir auch zur unmittelbaren Entlastung der Hauptamtlichen bei, da viele Fragen und Probleme erst gar nicht an sie heran getragen werden, sondern von uns gelöst werden. 

Nicht bezahlbar sind die Freundschaften, die sich im Laufe der Zeit zwischen Kümmerling und „Bekümmerten“ entwickelt haben. 

Noch etwas: Wie Gefilderado richtig bemerkt hat, kommen viele Ehrenamtler aus der Mittelschicht. Meine Umgebung muss sich mit Themen wie HIV, Drogen und Gefängnis beschäftigen, was ihr oft schwer fällt. Man könnte noch so viele Spots und Anzeigen schalten, die AIDS-Hilfe hätte sie sonst mit ihrem Anliegen nicht erreicht. 


Der Wandel von der Sterbebegleitung zur Unterstützung, (Zitat Karl Lemmen) „das Leben mit und trotz HIV (wieder) in die eigene Hand zu nehmen und für die eigenen Interessen einzutreten“ ist bei der AIDS-Hilfe Düsseldorf m.E. schon vor vielen Jahren vollzogen worden. 

Im Interesse der Betroffenen hoffe ich sehr, dass die Arbeit hier unvermindert fortgeführt wird, auch wenn die Deutsche AIDS-Hilfe sie nicht mehr unterstützt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Überlegung, die AIDS-Buddies abzuschaffen, kann ich nur den Kopf schütteln (der Begriff selbst ist nur dringend abzuschaffen). </p>
<p>Vor sieben Jahren kam ich als Nichtbetroffener zu den „Kümmerlingen“ der AIDS-Hilfe Düsseldorf (so nennt sich hier die Betreuer-/Begleitergruppe). Da war es schon keine Sterbebegleitung mehr. Dank der neuen Medikamente hat sich ja alles zum Glück grundlegend geändert. </p>
<p>Dass aber(Zitat Karl Lemmen) „die Gesellschaft Schritt für Schritt zu einem normaleren Umgang mit den Positiven findet“, kann ich nicht feststellen. Warum wäre sonst eine Informationsveranstaltung zum Thema HIV und Arbeitsrecht erforderlich, bei der einem geraten wird, sich nicht mit HIV am Arbeitsplatz zu outen? </p>
<p>Und dass wir überflüssig wären und man sich um wichtigere Dinge kümmern sollte, erst recht nicht. </p>
<p>Ich besuche z.B. regelmäßig Betroffene im Gefängnis und bin meist (neben der hauptamtlichen Kollegin, die aber natürlich nicht so viel Zeit für jeden hat) der Einzige, mit dem offen endlich mal über HIV gesprochen werden kann. Ein gute Bild über die Situation in Haft findet sich in einem Interview auf Seite 12 der Zeitschrift  :info (siehe dort auch Seite 29)<br />
<a href="http://duesseldorf.aidshilfe.de/fileadmin/downloads/info_august_2009_72_dpi.pdf" rel="nofollow ugc">http://duesseldorf.aidshilfe.de/fileadmin/downloads/info_august_2009_72_dpi.pdf</a><br />
Charly hätte wahrscheinlich sehr etwas dagegen gehabt, wenn die Kümmerlinge abgeschafft worden wären.</p>
<p>Z.B. auch meine Kolleginnen, deren Klientin gerade von einer Krise in die andere stolpert, aber immer jemand hat, der für sie da ist. </p>
<p>Oder die andere Kollegin, deren Klient sich am Anfang nicht vor die Tür getraut hat, heute aber durch die Weltgeschichte gondelt.</p>
<p>Ein halbes Jahr im Krankenhaus zu liegen und überhaupt keinen Besuch zu bekommen? Möchte sich jemand das vorstellen? </p>
<p>Beispiele für unsere sinnvolle und wichtige Tätigkeit könnten noch mehr gefunden werden. Wir müssen uns oft mit Vereinsamung und desaströsen Biographien auseinandersetzten und sind mitunter das einzige Tor zur „normalen“ Welt. Was wir mitbringen ist etwas, was die Hauptamtlichen und viel andere nicht haben: Zeit. </p>
<p>Sehen wir es auch mal aus der betriebswirtschaftlichen Sicht bzw. zur Forderung von Karl Lemmen, dass Geld besser anders zu verwenden:<br />
Hier in Düsseldorf kümmert sich eine Hauptamtliche um uns 7 Ehrenamtler.<br />
Pro Monat werden von ihr 2 Arbeitsstunden für unser regelmäßiges Treffen aufgewandt. Dazu kommt der zeitliche Aufwand für Organisation und Koordination.<br />
Dem stehen 7 Ehrenamtler gegenüber, die Betroffene regelmäßig zu Hause, im Krankenhaus oder im Gefängnis besuchen und darüber hinaus telefonisch zur Verfügung stehen. Hier kommen mindestens 40 Stunden (wenn nicht noch mehr) im Monat unbezahlter Einsatz für Betroffene zusammen. Jedem Bänker würde bei so einer Rendite doch das Herz im Leibe lachen (wenn er eins hat). </p>
<p>Außerdem tragen wir auch zur unmittelbaren Entlastung der Hauptamtlichen bei, da viele Fragen und Probleme erst gar nicht an sie heran getragen werden, sondern von uns gelöst werden. </p>
<p>Nicht bezahlbar sind die Freundschaften, die sich im Laufe der Zeit zwischen Kümmerling und „Bekümmerten“ entwickelt haben. </p>
<p>Noch etwas: Wie Gefilderado richtig bemerkt hat, kommen viele Ehrenamtler aus der Mittelschicht. Meine Umgebung muss sich mit Themen wie HIV, Drogen und Gefängnis beschäftigen, was ihr oft schwer fällt. Man könnte noch so viele Spots und Anzeigen schalten, die AIDS-Hilfe hätte sie sonst mit ihrem Anliegen nicht erreicht. </p>
<p>Der Wandel von der Sterbebegleitung zur Unterstützung, (Zitat Karl Lemmen) „das Leben mit und trotz HIV (wieder) in die eigene Hand zu nehmen und für die eigenen Interessen einzutreten“ ist bei der AIDS-Hilfe Düsseldorf m.E. schon vor vielen Jahren vollzogen worden. </p>
<p>Im Interesse der Betroffenen hoffe ich sehr, dass die Arbeit hier unvermindert fortgeführt wird, auch wenn die Deutsche AIDS-Hilfe sie nicht mehr unterstützt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christian		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/procontra-brauchen-wir-noch-aids-buddies/#comment-874</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 06:38:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=4445#comment-874</guid>

					<description><![CDATA[Wenn ich mich mittlerweile als Positiver in Prävention und Begleitung als buddy engagiere, dann mache ich das, weil ich selbst versäumt habe meine  Interessen, Wünsche und Erwartungen an mein &quot;Restleben&quot; früh- und damit rechtzeitig mit anderen Betroffenen zu teilen und mich auszutauschen. 
Dabei will ich mich nicht aufdrängen oder den Sozialarbeiter oder den Psychologen ersetzen, was mir weder zusteht, geschweige denn  gelänge.
Für jemanden da zu sein, wenn derjenige meint, mich zu brauchen, und ihm dann hilfreich mit Wort und Tat zur Seite zu stehen, ist heute noch genauso wichtig, wie in Zeiten, als wir mit dem positiven Testergenmis in der Regel unsere Zukukunftsperspektiven zu Grabe tragen mussten.
Der Ansatz, diesen Teil der Betreuung in die Hände engagierter und durchaus erfahrener Ehrenamtler zu legen, ist sicherlich heute noch  genau so sinnvoll wie in den Tagen der ersten AIDS-Phobie der 80er und 90er Jahre des letzten Jahrhunderts.
HIV und AIDS nehmen nun einmal noch immer einen anderen Stellenwert im täglichen Leben ein als ein Rheumaleiden, was die Arbeit der Aidshilfen und ihrer Ehrenamtler noch lange nicht überflüssig machen wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich mich mittlerweile als Positiver in Prävention und Begleitung als buddy engagiere, dann mache ich das, weil ich selbst versäumt habe meine  Interessen, Wünsche und Erwartungen an mein &#8222;Restleben&#8220; früh- und damit rechtzeitig mit anderen Betroffenen zu teilen und mich auszutauschen.<br />
Dabei will ich mich nicht aufdrängen oder den Sozialarbeiter oder den Psychologen ersetzen, was mir weder zusteht, geschweige denn  gelänge.<br />
Für jemanden da zu sein, wenn derjenige meint, mich zu brauchen, und ihm dann hilfreich mit Wort und Tat zur Seite zu stehen, ist heute noch genauso wichtig, wie in Zeiten, als wir mit dem positiven Testergenmis in der Regel unsere Zukukunftsperspektiven zu Grabe tragen mussten.<br />
Der Ansatz, diesen Teil der Betreuung in die Hände engagierter und durchaus erfahrener Ehrenamtler zu legen, ist sicherlich heute noch  genau so sinnvoll wie in den Tagen der ersten AIDS-Phobie der 80er und 90er Jahre des letzten Jahrhunderts.<br />
HIV und AIDS nehmen nun einmal noch immer einen anderen Stellenwert im täglichen Leben ein als ein Rheumaleiden, was die Arbeit der Aidshilfen und ihrer Ehrenamtler noch lange nicht überflüssig machen wird.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Andreas Rau		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/procontra-brauchen-wir-noch-aids-buddies/#comment-873</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Rau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 13:31:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=4445#comment-873</guid>

					<description><![CDATA[Ein entschiedenes &quot;Vielleicht&quot;.
Ein &quot;Kumpel&quot; ist jemand, der dann da ist, wenn er gebraucht wird, bei dem ich mich nicht verstellen muss, der vor allem nicht so tief reinguckt, wie ein intimer &quot;bester&quot; Freund und der einfach mal mitgeht...
Finde ich gut. Auch oder gerade in AIDS-Hilfe. Das hat mit altem AIDS gar nix zu tun.
Wir in Hagen nennen die nicht &quot;Buddys&quot;, sondern Begleitungsteam (klingt auch nicht besser), aber sie werden in Anspruch genommen und gebraucht. Sie beginnen ihr Werk oft schon in der Testberatung, bzw. zur Ergebnismitteilung. Sie sind (manchmal) selber HIV-positiv oder kennen sich sonst gut aus (weil sie geschult sind). Sie drängen sich nicht auf, sondern bieten an. 
Wer sie nicht braucht, der ruft sie auch nicht ab. Der Vorteil ist der, dass die AIDS-Hilfe als Institution oft als zu hochschwellig empfunden wird. &quot;Ich brauche Hilfe&quot; ist ein Satz, der manchen schwer über die Lippen geht. Muss es dann immer der Profi sein? Einen Kumpel fragt ihr doch im Privatleben auch eher um Rat, als z.B. den Therapeuten... oder?

Der Buddy kann erste Fragen beantworten und Türöffner sein in die Instituiton selber oder in die Selbsthilfe oder beim Positreff oder oder oder..... Er kann sein menschliches Know How, sein fachliches und berufliches Know How einbringen, je nach dem, was gebraucht wird und was er eben kann und will. Ein Ehrenamt wie andere auch. Ein Alltagsexperte.....
Wollte ich als &quot;Hauptamtler&quot; das alles selber machen, käme ich nicht mehr nach..... Außerdem habe ich den Sozialarbeiterblick. Der wird zwar manchmal auch gebraucht. Aber eben nicht immer. 
Wir sind froh, dass wir sie haben, die Buddys, Begleiter, Kumpel.... wie sie auch immer genannt werden. Und wenn sich eine &quot;echte&quot; Freundschaft entwickelt ist das auch richtig und gut. So verstehe ich Selbsthilfe und Selbstorganisation.
Solange sie sich nicht aufdrängen, und den &quot;Nutzer&quot; entmündigen oder sich überlegen fühlen, sehe ich da kein Problem.

Das Vielleicht - um darauf zurückzukommen.... gilt nicht nur für AIDS-Hilfe, sondern für die Menschen mit HIV. Die nämlich selber entscheiden können, ob und wann sie jemanden und vor allem WEN sie brauchen - oder?
Also sollte das Thema kein Verbandpolitikum sein, sondern Sache des individuellen Konzepts, dass die Bedürfnisse und Bedarfe  des Nutzers, Kunden, Ratsuchenden - auch wie wieder lästige Wortklauberei - in den Vordergrund stellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein entschiedenes &#8222;Vielleicht&#8220;.<br />
Ein &#8222;Kumpel&#8220; ist jemand, der dann da ist, wenn er gebraucht wird, bei dem ich mich nicht verstellen muss, der vor allem nicht so tief reinguckt, wie ein intimer &#8222;bester&#8220; Freund und der einfach mal mitgeht&#8230;<br />
Finde ich gut. Auch oder gerade in AIDS-Hilfe. Das hat mit altem AIDS gar nix zu tun.<br />
Wir in Hagen nennen die nicht &#8222;Buddys&#8220;, sondern Begleitungsteam (klingt auch nicht besser), aber sie werden in Anspruch genommen und gebraucht. Sie beginnen ihr Werk oft schon in der Testberatung, bzw. zur Ergebnismitteilung. Sie sind (manchmal) selber HIV-positiv oder kennen sich sonst gut aus (weil sie geschult sind). Sie drängen sich nicht auf, sondern bieten an.<br />
Wer sie nicht braucht, der ruft sie auch nicht ab. Der Vorteil ist der, dass die AIDS-Hilfe als Institution oft als zu hochschwellig empfunden wird. &#8222;Ich brauche Hilfe&#8220; ist ein Satz, der manchen schwer über die Lippen geht. Muss es dann immer der Profi sein? Einen Kumpel fragt ihr doch im Privatleben auch eher um Rat, als z.B. den Therapeuten&#8230; oder?</p>
<p>Der Buddy kann erste Fragen beantworten und Türöffner sein in die Instituiton selber oder in die Selbsthilfe oder beim Positreff oder oder oder&#8230;.. Er kann sein menschliches Know How, sein fachliches und berufliches Know How einbringen, je nach dem, was gebraucht wird und was er eben kann und will. Ein Ehrenamt wie andere auch. Ein Alltagsexperte&#8230;..<br />
Wollte ich als &#8222;Hauptamtler&#8220; das alles selber machen, käme ich nicht mehr nach&#8230;.. Außerdem habe ich den Sozialarbeiterblick. Der wird zwar manchmal auch gebraucht. Aber eben nicht immer.<br />
Wir sind froh, dass wir sie haben, die Buddys, Begleiter, Kumpel&#8230;. wie sie auch immer genannt werden. Und wenn sich eine &#8222;echte&#8220; Freundschaft entwickelt ist das auch richtig und gut. So verstehe ich Selbsthilfe und Selbstorganisation.<br />
Solange sie sich nicht aufdrängen, und den &#8222;Nutzer&#8220; entmündigen oder sich überlegen fühlen, sehe ich da kein Problem.</p>
<p>Das Vielleicht &#8211; um darauf zurückzukommen&#8230;. gilt nicht nur für AIDS-Hilfe, sondern für die Menschen mit HIV. Die nämlich selber entscheiden können, ob und wann sie jemanden und vor allem WEN sie brauchen &#8211; oder?<br />
Also sollte das Thema kein Verbandpolitikum sein, sondern Sache des individuellen Konzepts, dass die Bedürfnisse und Bedarfe  des Nutzers, Kunden, Ratsuchenden &#8211; auch wie wieder lästige Wortklauberei &#8211; in den Vordergrund stellt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Manuel		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/procontra-brauchen-wir-noch-aids-buddies/#comment-872</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 11:06:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=4445#comment-872</guid>

					<description><![CDATA[Allein die Bezeichnung &quot;Aids-Buddy&quot; finde ich gruselig und ziemlich überholt.
Und ansonsten ist das die Denke von vorgestern, die heute wohl nur noch dazu dient, dass man sich seine Klienten so machen kann, wie man es als Einrichtung braucht. Schönes altes Aids!
Ich stimme Karl Lemmen zu! Besser wäre es, die Ressourcen in neue Ideen und Projekte zu investieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allein die Bezeichnung &#8222;Aids-Buddy&#8220; finde ich gruselig und ziemlich überholt.<br />
Und ansonsten ist das die Denke von vorgestern, die heute wohl nur noch dazu dient, dass man sich seine Klienten so machen kann, wie man es als Einrichtung braucht. Schönes altes Aids!<br />
Ich stimme Karl Lemmen zu! Besser wäre es, die Ressourcen in neue Ideen und Projekte zu investieren.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Peter		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/procontra-brauchen-wir-noch-aids-buddies/#comment-871</link>

		<dc:creator><![CDATA[Peter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 08:28:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=4445#comment-871</guid>

					<description><![CDATA[Eine gute Idee!
Der Gedanke - Menschen zu begleiten - gefällt mir.
Dieses Angebot müßte es viel öfters geben!!!
Andere Organisationen sollten auch darüber nachdenken und sich ein Beispiel nehmen. 
Ich verstehe den &quot;kritischen Blick&quot; der Deutschen Aidshilfe nicht, entwerde hat der Schreiber keine Ahnung, oder er will provozieren. 
Wenn es eine Provokation ist, verstehe ich auch nicht warum.
Bitte laßt euch nicht entmutigen, eure emotionale Begleitung ist wichtig und gut!
UNBEDINGT WEITERMACHEN !!!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine gute Idee!<br />
Der Gedanke &#8211; Menschen zu begleiten &#8211; gefällt mir.<br />
Dieses Angebot müßte es viel öfters geben!!!<br />
Andere Organisationen sollten auch darüber nachdenken und sich ein Beispiel nehmen.<br />
Ich verstehe den &#8222;kritischen Blick&#8220; der Deutschen Aidshilfe nicht, entwerde hat der Schreiber keine Ahnung, oder er will provozieren.<br />
Wenn es eine Provokation ist, verstehe ich auch nicht warum.<br />
Bitte laßt euch nicht entmutigen, eure emotionale Begleitung ist wichtig und gut!<br />
UNBEDINGT WEITERMACHEN !!!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Gefilderado		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/procontra-brauchen-wir-noch-aids-buddies/#comment-870</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gefilderado]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 20:05:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=4445#comment-870</guid>

					<description><![CDATA[Man könnte ja auch mal umgekehrt fragen, ob die Buddies uns Positive/ Aidskranke brauchen. Die meisten, die sich ehrenamtlich engagieren, stammen aus der Mittelschicht und kommen so mal mit anderen sozialen Gruppen in Kontakt, z.B. Junkies oder Schwulen, die so ganz anders sind, als die lieben Kulturfreunde.
So wichtig, wie in den Zeiten der Krise sind Buddies nicht mehr, aber wenn die &quot;emotionale Begleitung&quot;, wie sich das in der BAH nennt, kostengünstig organisiert wird, warum nicht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man könnte ja auch mal umgekehrt fragen, ob die Buddies uns Positive/ Aidskranke brauchen. Die meisten, die sich ehrenamtlich engagieren, stammen aus der Mittelschicht und kommen so mal mit anderen sozialen Gruppen in Kontakt, z.B. Junkies oder Schwulen, die so ganz anders sind, als die lieben Kulturfreunde.<br />
So wichtig, wie in den Zeiten der Krise sind Buddies nicht mehr, aber wenn die &#8222;emotionale Begleitung&#8220;, wie sich das in der BAH nennt, kostengünstig organisiert wird, warum nicht?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sybille Förschner-Delling		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/procontra-brauchen-wir-noch-aids-buddies/#comment-869</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sybille Förschner-Delling]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 17:10:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=4445#comment-869</guid>

					<description><![CDATA[Folgendes fällt mir (seit 10 Jahren in der Berliner Aidshilfe als Emotionale Begleiterin aktiv) auf:

Bei Karl Lemmen hat man den Eindruck, dass er von &quot;moderner&quot; Begleitungsarbeit nicht viel weis. Man merkt, dass er wirklich nur an die Sterbebegleitung früherer Zeiten denkt und dass ihm die vielseitigen heutigen Modelle, wie die BAH sie ja anbietet, total fremd sind. Wüsste er von &quot;Begleitung auf Zeit&quot;, von Zielvereinbarungen, die alle 6 Monate angepasst werden (das ist nämlich wirklich eine echt hilfreiche und an die heutigen Verhältnisse angepasste Verbesserung) und würde er ein paar Einzelschicksale z.B. von unseren Zubegleitenden kennen, dann wäre er sicher nicht so eindeutig contra Emotionale Begleitung. Man sollte ihn mal zu einem Teamtag einladen!

Die Argumente pro Begleitung kann ich als aktiver Begleiter nur bejahen. Irgendwie hat man ja den Eindruck von eine gewissen &quot;Abgehobenheit&quot; der Arbeit der DAH, die sich von der Basisarbeit (regionale Aidshilfen) ziemlich entfernt hat. Theorie und Praxis liegen da ja meilenweit auseinander!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Folgendes fällt mir (seit 10 Jahren in der Berliner Aidshilfe als Emotionale Begleiterin aktiv) auf:</p>
<p>Bei Karl Lemmen hat man den Eindruck, dass er von &#8222;moderner&#8220; Begleitungsarbeit nicht viel weis. Man merkt, dass er wirklich nur an die Sterbebegleitung früherer Zeiten denkt und dass ihm die vielseitigen heutigen Modelle, wie die BAH sie ja anbietet, total fremd sind. Wüsste er von &#8222;Begleitung auf Zeit&#8220;, von Zielvereinbarungen, die alle 6 Monate angepasst werden (das ist nämlich wirklich eine echt hilfreiche und an die heutigen Verhältnisse angepasste Verbesserung) und würde er ein paar Einzelschicksale z.B. von unseren Zubegleitenden kennen, dann wäre er sicher nicht so eindeutig contra Emotionale Begleitung. Man sollte ihn mal zu einem Teamtag einladen!</p>
<p>Die Argumente pro Begleitung kann ich als aktiver Begleiter nur bejahen. Irgendwie hat man ja den Eindruck von eine gewissen &#8222;Abgehobenheit&#8220; der Arbeit der DAH, die sich von der Basisarbeit (regionale Aidshilfen) ziemlich entfernt hat. Theorie und Praxis liegen da ja meilenweit auseinander!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Michael St.		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/procontra-brauchen-wir-noch-aids-buddies/#comment-868</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael St.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 14:00:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=4445#comment-868</guid>

					<description><![CDATA[Ich bin doch mehr als erstaunt: die &#039;Contra&#039;-Position des Herrn Lemmen geht m.E. an der Realität vorbei. Umso verwunderlicher, dass es sich dabei um den Fachreferenten &#039;Psychosoziales&#039; handelt. Hat er noch Einblicke in die Praxis, Kontakt zu Betroffenen und Begleitern? Die Person, die ich emotional begleite wäre beinahe an Aids und den Folgeerkrankungen gestorben (hier hat mich die Supervision sehr gut aufgefangen und getragen). Aber selbst wenn Aids nicht mehr tödlich wäre, sondern &#039;nur&#039; chronisch, bedarf es einer gesonderten Betreuung und Begleitung. Denn nach wie vor werden AIDS-Kranke ausgegrenzt (sogar seitens des Personals in Krankenhäusern)und vereinsamen aufgrund der Krankheit! Dies mit Rheuma zu vergleichen läßt m.E. den Verfasser der &#039;Contra&#039;-Thesen, besonders in seiner Funktion, in seltsamen Lichte erscheinen....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin doch mehr als erstaunt: die &#8218;Contra&#8216;-Position des Herrn Lemmen geht m.E. an der Realität vorbei. Umso verwunderlicher, dass es sich dabei um den Fachreferenten &#8218;Psychosoziales&#8216; handelt. Hat er noch Einblicke in die Praxis, Kontakt zu Betroffenen und Begleitern? Die Person, die ich emotional begleite wäre beinahe an Aids und den Folgeerkrankungen gestorben (hier hat mich die Supervision sehr gut aufgefangen und getragen). Aber selbst wenn Aids nicht mehr tödlich wäre, sondern &#8217;nur&#8216; chronisch, bedarf es einer gesonderten Betreuung und Begleitung. Denn nach wie vor werden AIDS-Kranke ausgegrenzt (sogar seitens des Personals in Krankenhäusern)und vereinsamen aufgrund der Krankheit! Dies mit Rheuma zu vergleichen läßt m.E. den Verfasser der &#8218;Contra&#8216;-Thesen, besonders in seiner Funktion, in seltsamen Lichte erscheinen&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
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