<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Ist Diskriminierung therapierbar?	</title>
	<atom:link href="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/ist-diskriminierung-therapierbar/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/ist-diskriminierung-therapierbar/</link>
	<description>Hintergründe zum Leben mit HIV, Aids, STIs, Hepatitis</description>
	<lastBuildDate>Sun, 30 May 2021 08:07:05 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>
		Von: Palmmy		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/ist-diskriminierung-therapierbar/#comment-1424</link>

		<dc:creator><![CDATA[Palmmy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2014 00:14:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=16686#comment-1424</guid>

					<description><![CDATA[Vielen Dank für die sehr schöne Analyse des Urteils.Die justizielle Aufarbeiten von Fällen der Verantwortungszuweisung für die Folgen der Gefahr einer HIV-Infektion oder einer tatsächlich stattgefundenen HIV-Infektion ist nicht geeignet, HIV-Infektionen zu verhindern. Auch das neuerliche Paradigma von der angeblich  geteilten Verantwortung  ist nur wenig geeignet, HIV-Infektionen zu vermeiden. Die tätigen Richter, wie auch alle anderen sich nicht für betroffen erachtende Mitmenschen, führen einen Kampf darum, ihr Recht auf sicheren unsafen Sex zu verteidigen und bürden deshalb rechtlich verbrämt die Risiken des Sex (d.h. auch für eine HIV-Infektion) den HIV-Infizierten auf. Das wird nicht gelingen und es wird sich eines Tages an epidemiologischen Zahlen zeigen, dass dies ein Irrweg ist. (Einmal abgesehen davon, dass ca. 60 % aller Infektionen zu einem Zeitpunkt erfolgen, wo der Betroffene seine Infektion noch gar nicht kennt, aber mangels Kenntnis unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt zur Verantwortung gezogen werden kann.) Allgemein gesprochen setzt Prävention, d.h. die Vermeidung eines Schadens, so gut wie nie bei den Verursachern  an, sondern nahezu ausschließlich bei den (allgemein  oder speziell)  Gefährdeten. Nur bei HIV soll es plötzlich anders sein. Da sollen die Positiven in die Prävention einbezogen werden durch die angeblich gemeinsame Inpflichtnahme in die  geteilte Verantwortung. Warum sollte ein HIV-positiver das tun? Aus Angst vor Strafe und Schadensersatzforderungen? Wie wird jemand, der HIV-positiv ist, auf die Drohung von Strafe und Schadensersatzforderungen reagieren? Wird er sich tatsächlich veranlasst sehen, diejenigen, die ihm drohen, zu schützen oder sich solidarisch erklären mit denjenigen, die ihm für jeden Fall des menschlichen Wunsches, so zu leben (sprich Sex zu haben), wie andere auch, so ganz und gar nicht solidarisch mit ihm sind? Wird er sich tatsächlich in den Reigen der selbstbezichtigenden HIV-Positiven (Ich bin ein guter Positiver! Vertraut mir!) einreihen und reumütig jedes mal bevor er ungeschützten Sex haben wird (was ja letztlich alle wollen) seinem Partner sagen, dass er infiziert ist? Ich glaube kaum. (By the way: Aus der kriminologischen Forschung weiß man, dass die Drohung mit Strafe und sei sie noch so hoch kaum präventive Effekte hat, sondern in erster Linie die Angst vor Aufdeckung.) Auch die medzinische Prävention (mal wieder mit Ausnahme von HIV) setzt nahezu ausnahmslos immer bei den Nicht-Betroffenen an und versucht, auf diese und deren Verhalten einzuwirken, damit sie nicht an einer Krankheit erkranken, was auch immer das sein mag. Bei HIV ist es anders: Alle Erfahrungen, die wir aus anderen Bereichen haben, sind nichts mehr wert, alle Gesetze der Logik und des Menschenverstandes stehen kopf. Und: Alle Menschen mit HIV sind per se verantwortungslos und müssen durch ein enges Korsett an gesetzlichen und moralischen Vorgaben im Zaum gehalten werden. Vertrauen kann man ihnen wie sogar gerichtlich festgestellt nicht. Was sind das für Ungeheuer? Was ist mit uns allen durch HIV passiert? Ich habe eine Ahnung einer Antwort, die ich mich noch nicht zu formulieren traue. Wenigstens soviel: Ich denke, man wird tatsächlich den Mut aufbringen müssen auszusprechen, dass für die Verhinderung von HIV-Infektionen ALLEIN die Nicht-Infizierten verantwortlich sind. Sie sind von HIV genauso jetzt schon betroffen und zwar prä-betroffen, wie diejenigen, die sich schon infiziert haben. Solange ein Gegensatz zwischen 65.000 Infizierten und 83 Mio nicht infizierten hochgehalten wird und behauptet wird, 65.000 können doch 83 Mio nicht ihren Willen aufzwingen, ist diese Sichtweise zum einen schlimm, weil sie genau das fomuliert, worum es hier geht, nämlich um das &quot;Ihr gehört nicht zu uns, weil ihr uns bedroht!&quot;, und zum anderen ist es auch noch in zweifacher Hinsicht falsch: wenn es um Krankheitsvermeidung geht, bestimmt immer eine ganz kleine Minderheit der Kranken das Verhalten von enormen Menschenmengen (man denke nur die verschiedenen die ganze Welt in Atem haltenden Vogel-Grippen und Schweinepests etc.) und zum anderen zwingt niemandem niemandem etwas auf: Wer nicht infiziert ist hat alles selbst in der Hand, um es zu bleiben. Hierzu braucht er keinerlei Unterstützung durch die Infizierten. Die braucht er nur dann, wenn er Risiken eingehen will, weil er meint, dies sei sein Recht und andere seien für das Ausbleiben dieses Risikos verantwortlich. Um nichts anderes geht es hier: Um den Kampf um sicheren unsafen Sex der nicht HIV-Infizierten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für die sehr schöne Analyse des Urteils.Die justizielle Aufarbeiten von Fällen der Verantwortungszuweisung für die Folgen der Gefahr einer HIV-Infektion oder einer tatsächlich stattgefundenen HIV-Infektion ist nicht geeignet, HIV-Infektionen zu verhindern. Auch das neuerliche Paradigma von der angeblich  geteilten Verantwortung  ist nur wenig geeignet, HIV-Infektionen zu vermeiden. Die tätigen Richter, wie auch alle anderen sich nicht für betroffen erachtende Mitmenschen, führen einen Kampf darum, ihr Recht auf sicheren unsafen Sex zu verteidigen und bürden deshalb rechtlich verbrämt die Risiken des Sex (d.h. auch für eine HIV-Infektion) den HIV-Infizierten auf. Das wird nicht gelingen und es wird sich eines Tages an epidemiologischen Zahlen zeigen, dass dies ein Irrweg ist. (Einmal abgesehen davon, dass ca. 60 % aller Infektionen zu einem Zeitpunkt erfolgen, wo der Betroffene seine Infektion noch gar nicht kennt, aber mangels Kenntnis unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt zur Verantwortung gezogen werden kann.) Allgemein gesprochen setzt Prävention, d.h. die Vermeidung eines Schadens, so gut wie nie bei den Verursachern  an, sondern nahezu ausschließlich bei den (allgemein  oder speziell)  Gefährdeten. Nur bei HIV soll es plötzlich anders sein. Da sollen die Positiven in die Prävention einbezogen werden durch die angeblich gemeinsame Inpflichtnahme in die  geteilte Verantwortung. Warum sollte ein HIV-positiver das tun? Aus Angst vor Strafe und Schadensersatzforderungen? Wie wird jemand, der HIV-positiv ist, auf die Drohung von Strafe und Schadensersatzforderungen reagieren? Wird er sich tatsächlich veranlasst sehen, diejenigen, die ihm drohen, zu schützen oder sich solidarisch erklären mit denjenigen, die ihm für jeden Fall des menschlichen Wunsches, so zu leben (sprich Sex zu haben), wie andere auch, so ganz und gar nicht solidarisch mit ihm sind? Wird er sich tatsächlich in den Reigen der selbstbezichtigenden HIV-Positiven (Ich bin ein guter Positiver! Vertraut mir!) einreihen und reumütig jedes mal bevor er ungeschützten Sex haben wird (was ja letztlich alle wollen) seinem Partner sagen, dass er infiziert ist? Ich glaube kaum. (By the way: Aus der kriminologischen Forschung weiß man, dass die Drohung mit Strafe und sei sie noch so hoch kaum präventive Effekte hat, sondern in erster Linie die Angst vor Aufdeckung.) Auch die medzinische Prävention (mal wieder mit Ausnahme von HIV) setzt nahezu ausnahmslos immer bei den Nicht-Betroffenen an und versucht, auf diese und deren Verhalten einzuwirken, damit sie nicht an einer Krankheit erkranken, was auch immer das sein mag. Bei HIV ist es anders: Alle Erfahrungen, die wir aus anderen Bereichen haben, sind nichts mehr wert, alle Gesetze der Logik und des Menschenverstandes stehen kopf. Und: Alle Menschen mit HIV sind per se verantwortungslos und müssen durch ein enges Korsett an gesetzlichen und moralischen Vorgaben im Zaum gehalten werden. Vertrauen kann man ihnen wie sogar gerichtlich festgestellt nicht. Was sind das für Ungeheuer? Was ist mit uns allen durch HIV passiert? Ich habe eine Ahnung einer Antwort, die ich mich noch nicht zu formulieren traue. Wenigstens soviel: Ich denke, man wird tatsächlich den Mut aufbringen müssen auszusprechen, dass für die Verhinderung von HIV-Infektionen ALLEIN die Nicht-Infizierten verantwortlich sind. Sie sind von HIV genauso jetzt schon betroffen und zwar prä-betroffen, wie diejenigen, die sich schon infiziert haben. Solange ein Gegensatz zwischen 65.000 Infizierten und 83 Mio nicht infizierten hochgehalten wird und behauptet wird, 65.000 können doch 83 Mio nicht ihren Willen aufzwingen, ist diese Sichtweise zum einen schlimm, weil sie genau das fomuliert, worum es hier geht, nämlich um das &#8222;Ihr gehört nicht zu uns, weil ihr uns bedroht!&#8220;, und zum anderen ist es auch noch in zweifacher Hinsicht falsch: wenn es um Krankheitsvermeidung geht, bestimmt immer eine ganz kleine Minderheit der Kranken das Verhalten von enormen Menschenmengen (man denke nur die verschiedenen die ganze Welt in Atem haltenden Vogel-Grippen und Schweinepests etc.) und zum anderen zwingt niemandem niemandem etwas auf: Wer nicht infiziert ist hat alles selbst in der Hand, um es zu bleiben. Hierzu braucht er keinerlei Unterstützung durch die Infizierten. Die braucht er nur dann, wenn er Risiken eingehen will, weil er meint, dies sei sein Recht und andere seien für das Ausbleiben dieses Risikos verantwortlich. Um nichts anderes geht es hier: Um den Kampf um sicheren unsafen Sex der nicht HIV-Infizierten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: alivenkickn		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/ist-diskriminierung-therapierbar/#comment-1237</link>

		<dc:creator><![CDATA[alivenkickn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jun 2013 10:02:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=16686#comment-1237</guid>

					<description><![CDATA[Einstellungen lassen sich nur sehr schwer ändern, dazu braucht es wahrscheinlich mehr als einen kurzen Informationstext, wie er in der Studie eingesetzt wurde.

Das ist im Grunde auch eine Erkenntnis die man aus Drogenselbsthilfegruppen kennt. Einstellungen = Verhalten im Tun wie auch im Denken die man Jahrelang praktiziert hat zu ver-ändern (davon mal ausgehend das Denken auch Tun/Handeln ist) benötigen Zeit. Einstellungen wachsen und verfestigen sich. Sie aufzulösen ist daher ein länger anhaltender Prozeß da sie sich je länger umso tiefer verinnerlicht haben. 

” Auch in der Schwulenszene ist das Wissen um die stark verminderte Infektiosität noch nicht angekommen.”
“Es muß kommuniziert werden . . .”

WER “kommuniziert” ?

Verläßt man sich darauf das es “Irgendjemand” schon machen wird . . . .? Da gibt man im Grunde seine Angelegenheiten aus der Hand, läßt es andere “Experten” machen . . .

Oder kommuniziert man es nicht besser selbst – nimmt man seine Angelegenheiten “und HIV ist nun mal die ureigene Angelegenheit von Jedem der HIV + ist” in die eigenen Hände, spricht selbst darüber wenn man Anderen begegnet, eben unter 4 Augen . . .

Wenn man sich auf Andere verläßt ist man nicht selten schlecht beraten . . bzw verlassen . . .]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einstellungen lassen sich nur sehr schwer ändern, dazu braucht es wahrscheinlich mehr als einen kurzen Informationstext, wie er in der Studie eingesetzt wurde.</p>
<p>Das ist im Grunde auch eine Erkenntnis die man aus Drogenselbsthilfegruppen kennt. Einstellungen = Verhalten im Tun wie auch im Denken die man Jahrelang praktiziert hat zu ver-ändern (davon mal ausgehend das Denken auch Tun/Handeln ist) benötigen Zeit. Einstellungen wachsen und verfestigen sich. Sie aufzulösen ist daher ein länger anhaltender Prozeß da sie sich je länger umso tiefer verinnerlicht haben. </p>
<p>” Auch in der Schwulenszene ist das Wissen um die stark verminderte Infektiosität noch nicht angekommen.”<br />
“Es muß kommuniziert werden . . .”</p>
<p>WER “kommuniziert” ?</p>
<p>Verläßt man sich darauf das es “Irgendjemand” schon machen wird . . . .? Da gibt man im Grunde seine Angelegenheiten aus der Hand, läßt es andere “Experten” machen . . .</p>
<p>Oder kommuniziert man es nicht besser selbst – nimmt man seine Angelegenheiten “und HIV ist nun mal die ureigene Angelegenheit von Jedem der HIV + ist” in die eigenen Hände, spricht selbst darüber wenn man Anderen begegnet, eben unter 4 Augen . . .</p>
<p>Wenn man sich auf Andere verläßt ist man nicht selten schlecht beraten . . bzw verlassen . . .</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: postagebuch		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/ist-diskriminierung-therapierbar/#comment-1236</link>

		<dc:creator><![CDATA[postagebuch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jun 2013 07:29:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=16686#comment-1236</guid>

					<description><![CDATA[Hallo Jochen Drewes! 
Danke für Deine wissenschaftliche Arbeit.
Ich bin selbst ein HIV-positiver Mann und werde mit HIV-Medikamenten behandelt. 
Daher kann ich Deine Punkte nur unterstützen und nochmals betonen, wie wichtig es ist, das neue Faktenwissen rund um HIV+Medikation in die breite Bevölkerung zu tragen.

Weiter so! 

Hier mein Blogartikel dazu: https://postagebuch.wordpress.com/2013/06/27/mehr-faktenwissen-ueber-hiv-gleich-abnehmende-diskriminierung-eine-aktuelle-wissenschaftliche-untersuchung/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Jochen Drewes!<br />
Danke für Deine wissenschaftliche Arbeit.<br />
Ich bin selbst ein HIV-positiver Mann und werde mit HIV-Medikamenten behandelt.<br />
Daher kann ich Deine Punkte nur unterstützen und nochmals betonen, wie wichtig es ist, das neue Faktenwissen rund um HIV+Medikation in die breite Bevölkerung zu tragen.</p>
<p>Weiter so! </p>
<p>Hier mein Blogartikel dazu: <a href="https://postagebuch.wordpress.com/2013/06/27/mehr-faktenwissen-ueber-hiv-gleich-abnehmende-diskriminierung-eine-aktuelle-wissenschaftliche-untersuchung/" rel="nofollow ugc">https://postagebuch.wordpress.com/2013/06/27/mehr-faktenwissen-ueber-hiv-gleich-abnehmende-diskriminierung-eine-aktuelle-wissenschaftliche-untersuchung/</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>

<!--
Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: https://www.boldgrid.com/w3-total-cache/?utm_source=w3tc&utm_medium=footer_comment&utm_campaign=free_plugin

Page Caching using Disk: Enhanced 
Database Caching 4/77 queries in 0.064 seconds using Disk (Request-wide modification query)

Served from: magazin.hiv @ 2026-05-21 09:04:35 by W3 Total Cache
-->