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	Kommentare zu: Repression gefährdet Sexarbeiterinnen	</title>
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	<description>Hintergründe zum Leben mit HIV, Aids, STIs, Hepatitis</description>
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		<title>
		Von: Ariane		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/themen-in-washington-1-repression-gefahrdet-sexarbeiterinnen/#comment-1094</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ariane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2012 15:23:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Emanuela; Sie behaupten, Prostitution und Menschenhandel sind untrennbar verbunden. Konsensuelle Sexarbeit ist keine sog. Zwangsprostitution. Aus der Sicht selbstbestimmter Sexarbeiterinnen und Sexarbeiterinnen bieten wir unsere Dienstleistungen einvernehmlich und freiwillig an. 
Sie argumentieren wie die Prostitutionsgegner und grosse Teile der Medienberichterstattung, die interessegeleitet Sexarbeit und Menschenhandel vermischen. Selbstbestimmte SexarbeiterInnen leugnen in keinster Weise, dass es Menschenhandel in der Prostitution wie auch in anderen Wirtschaftsbranchen gibt, nur nicht in der omnipräsenten und auf empirisch nicht nachvollziehbaren Zahlen dargestellten Weise.
Das Problem bzw. die Ursachen, die ich für diesen verstellten Blick meine, ausmachen zu können, liegt doch offensichtlich darin, dass Prostitutionsgegner und all jene, die ins gleiche Horn blasen, SexarbeiterInnen jegliche Mündigkeit also Subjektivität absprechen. Hier werden handlungsfähige Subjekte zu Objekten also Opfern gemacht; wahlweise von Männergewalt oder eines sog. falschen Bewusstseins, wie man allenthalben lesen kann. Ist Ihnen nicht klar, dass die Leugnung selbstbestimmter Entscheidungen und Handlungen zur Wahl einer Erwerbstätigkeit bezogen auf die spezielle Gruppe der SexarbeiterInnen in höchstem Masse menschenverachtend ist und die Menschenrechte der SexarbeiterInnen selbst negiert? Durch das allumfassende Stigma, das diese Berufsgruppe trifft, können sich ProstitutionsgegnerInnen sicher sein, mit wenig Gegenwehr auf diese infame Menschenrechtsverletzung zu treffen. Das Stigma und die Kriminalisierung, Sonderverordnungen sind es nach wie vor, die Sexarbeit als Erwerbstätigkeit nicht mit anderer Arbeit gleichstellen. Und nur deshalb können Sie und Ihresgleichen in dieser Weise &quot;über&quot; Sexarbeit reden. Ja, Sexarbeit ist keine Arbeit wie jede andere, aus subjektiver Sicht der SexarbeiterInnen selbst handelt es sich um eine besondere und in höchstem Masse intime Dienstleistung, und aus der gesellschaftlichen Sicht wird Sexarbeit nur unzureichend als Arbeit anerkannt, und meist nur da, wo Steuer abzuschöpfen ist. Dies war schon vor dem Prostitutionsgesetz der Fall und ist es noch heute.
Konsensuelle Sexarbeit hat mit Menschenhandel und Zwangsprostitution nichts, aber auch garnichts zu tun.


Zu Ihrer Frage: seit 2009 finanziert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Unterstützungsangebote für Frauen und Männer, die in der Sexarbeit tätig sind und eine neue Perspektive suchen. Ihnen wird im Rahmen eines Bundesmodellprojektes an vier Standorten Information, Beratung und Qualifizierung angeboten:

	•	 „DIWA – Der individuelle Weg zur Alternative. Umstieg als Perspektive für Frauen in der Prostitution“ in Berlin: eine Kooperation zwischen „Hydra e.V. – Treffpunkt und Beratung für Prostituierte“ und dem Bildungsträger „Goldnetz e.V.“  http://www.diwa-berlin.de
	•	„OPERA - Orientieren Probieren ERfahren Ausbilden“, ein Projekt von „Kassandra – Prostituiertenselbsthilfe und Beratungsstelle e.V.“ in Nürnberg. http://www.kassandra-nbg.de
	•	„P.I.N.K. – Prostitution – Integration – Neustart – Know-how”, ein Projekt der Diakonie Freiburg, das Beratung und Unterstützung an zwei Standorten: in der Stadt Freiburg und in Kehl  www.pink-baden.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Emanuela; Sie behaupten, Prostitution und Menschenhandel sind untrennbar verbunden. Konsensuelle Sexarbeit ist keine sog. Zwangsprostitution. Aus der Sicht selbstbestimmter Sexarbeiterinnen und Sexarbeiterinnen bieten wir unsere Dienstleistungen einvernehmlich und freiwillig an.<br />
Sie argumentieren wie die Prostitutionsgegner und grosse Teile der Medienberichterstattung, die interessegeleitet Sexarbeit und Menschenhandel vermischen. Selbstbestimmte SexarbeiterInnen leugnen in keinster Weise, dass es Menschenhandel in der Prostitution wie auch in anderen Wirtschaftsbranchen gibt, nur nicht in der omnipräsenten und auf empirisch nicht nachvollziehbaren Zahlen dargestellten Weise.<br />
Das Problem bzw. die Ursachen, die ich für diesen verstellten Blick meine, ausmachen zu können, liegt doch offensichtlich darin, dass Prostitutionsgegner und all jene, die ins gleiche Horn blasen, SexarbeiterInnen jegliche Mündigkeit also Subjektivität absprechen. Hier werden handlungsfähige Subjekte zu Objekten also Opfern gemacht; wahlweise von Männergewalt oder eines sog. falschen Bewusstseins, wie man allenthalben lesen kann. Ist Ihnen nicht klar, dass die Leugnung selbstbestimmter Entscheidungen und Handlungen zur Wahl einer Erwerbstätigkeit bezogen auf die spezielle Gruppe der SexarbeiterInnen in höchstem Masse menschenverachtend ist und die Menschenrechte der SexarbeiterInnen selbst negiert? Durch das allumfassende Stigma, das diese Berufsgruppe trifft, können sich ProstitutionsgegnerInnen sicher sein, mit wenig Gegenwehr auf diese infame Menschenrechtsverletzung zu treffen. Das Stigma und die Kriminalisierung, Sonderverordnungen sind es nach wie vor, die Sexarbeit als Erwerbstätigkeit nicht mit anderer Arbeit gleichstellen. Und nur deshalb können Sie und Ihresgleichen in dieser Weise &#8222;über&#8220; Sexarbeit reden. Ja, Sexarbeit ist keine Arbeit wie jede andere, aus subjektiver Sicht der SexarbeiterInnen selbst handelt es sich um eine besondere und in höchstem Masse intime Dienstleistung, und aus der gesellschaftlichen Sicht wird Sexarbeit nur unzureichend als Arbeit anerkannt, und meist nur da, wo Steuer abzuschöpfen ist. Dies war schon vor dem Prostitutionsgesetz der Fall und ist es noch heute.<br />
Konsensuelle Sexarbeit hat mit Menschenhandel und Zwangsprostitution nichts, aber auch garnichts zu tun.</p>
<p>Zu Ihrer Frage: seit 2009 finanziert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Unterstützungsangebote für Frauen und Männer, die in der Sexarbeit tätig sind und eine neue Perspektive suchen. Ihnen wird im Rahmen eines Bundesmodellprojektes an vier Standorten Information, Beratung und Qualifizierung angeboten:</p>
<p>	•	 „DIWA – Der individuelle Weg zur Alternative. Umstieg als Perspektive für Frauen in der Prostitution“ in Berlin: eine Kooperation zwischen „Hydra e.V. – Treffpunkt und Beratung für Prostituierte“ und dem Bildungsträger „Goldnetz e.V.“  http://www.diwa-berlin.de<br />
	•	„OPERA &#8211; Orientieren Probieren ERfahren Ausbilden“, ein Projekt von „Kassandra – Prostituiertenselbsthilfe und Beratungsstelle e.V.“ in Nürnberg. http://www.kassandra-nbg.de<br />
	•	„P.I.N.K. – Prostitution – Integration – Neustart – Know-how”, ein Projekt der Diakonie Freiburg, das Beratung und Unterstützung an zwei Standorten: in der Stadt Freiburg und in Kehl  www.pink-baden.de</p>
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		<title>
		Von: Getrude		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/themen-in-washington-1-repression-gefahrdet-sexarbeiterinnen/#comment-1093</link>

		<dc:creator><![CDATA[Getrude]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2012 14:10:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/themen-in-washington-1-repression-gefahrdet-sexarbeiterinnen/#comment-1092&quot;&gt;Emanuela&lt;/a&gt;.

Informationen zu den Ausstiegsprogrammen der Bundesregierung unter http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=168444.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/themen-in-washington-1-repression-gefahrdet-sexarbeiterinnen/#comment-1092">Emanuela</a>.</p>
<p>Informationen zu den Ausstiegsprogrammen der Bundesregierung unter <a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=168444.html" rel="nofollow ugc">http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=168444.html</a></p>
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		<title>
		Von: Emanuela		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/themen-in-washington-1-repression-gefahrdet-sexarbeiterinnen/#comment-1092</link>

		<dc:creator><![CDATA[Emanuela]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2012 04:38:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wieviele Ausstiegsprogramme für Prostituierte gibt es in Deutschland?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieviele Ausstiegsprogramme für Prostituierte gibt es in Deutschland?</p>
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		<title>
		Von: Getrude		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/themen-in-washington-1-repression-gefahrdet-sexarbeiterinnen/#comment-1091</link>

		<dc:creator><![CDATA[Getrude]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2012 15:00:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/themen-in-washington-1-repression-gefahrdet-sexarbeiterinnen/#comment-1090&quot;&gt;Emanuela&lt;/a&gt;.

Nur zur Information: Auch in Deutschland haben Frauen das Recht sich umzuorientieren bzw. aus der Prostitution auszusteigen. Diese Programme/Projekte werden von der Bundesregierung unterstützt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/themen-in-washington-1-repression-gefahrdet-sexarbeiterinnen/#comment-1090">Emanuela</a>.</p>
<p>Nur zur Information: Auch in Deutschland haben Frauen das Recht sich umzuorientieren bzw. aus der Prostitution auszusteigen. Diese Programme/Projekte werden von der Bundesregierung unterstützt.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Emanuela		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/themen-in-washington-1-repression-gefahrdet-sexarbeiterinnen/#comment-1090</link>

		<dc:creator><![CDATA[Emanuela]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2012 14:07:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=13207#comment-1090</guid>

					<description><![CDATA[&quot;Grundvoraussetzung für diese Diskussion ist die strikte und klare Trennung zwischen Sexarbeit und Menschenhandel.&quot;

Und genau das ist falsch. Prostitution und Frauenhandel sind untrennbar miteinander verbunden und nicht zwei unterschiedliche Phänomene, wie Prostitutionsbefürworter uns weismachen wollen. Wenn sich an einem bestimmten Ort nicht genügend Frauen &quot;freiwillig&quot; für die sexuelle Ausbeutung &quot;zur Verfügung stellen&quot;, schleppen Zuhälter und Frauenhändler eben Frauen aus anderen Teilen der Welt ins Land - und das wird so weitergehen, bis das so genannte &quot;Recht&quot; von Männern, Frauen zu kaufen und deren Körper zu gebrauchen, von der Gesellschaft und vom Gesetzgeber endlich in Frage gestellt wird. Des Weiteren verstehe ich unter &quot;Freiheit&quot;, &quot;Emanzipation&quot; und &quot;Selbstbestimmung&quot; etwas anderes als das Abfeiern individueller, entkontextualisierter Entscheidungen - ist Ihnen bewusst, dass es sich bei &quot;individual choice&quot; um ein neo-liberales Konzept handelt? Sie ignorieren die Umstände, die so viele Frauen weltweit in die Prostitution drängen/zwingen, und die gesellschaftlichen Machtverhältnisse, welche Prostitution forcieren (Patriarchat, Kapitalismus, Rassismus, Diskriminierung, etc.). Und selbstverständlich trägt die Kriminalisierung der Frauenkäufer zu einem Rückgang der Prostitution bei. Hinzu kommt, dass Kinder und Jugendliche in Schweden heute bereits in der Schule lernen, dass es unethisch ist, Frauenkörper zu &quot;erwerben&quot;, um sie zur völlig einseitigen(!) sexuellen Befriedigung zu benutzen. Außerdem haben Frauen in dem skandinavischen Staat - im Gegensatz zu Deutschland - ein Recht auf Unterstützung beim Ausstieg aus der Prostitution. DAS ist feministische und progressive Politik, nicht der postmoderne Pseudofeminismus, den Prostitutionsverteidiger propagieren und der zahlreichen Frauen massiv schadet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Grundvoraussetzung für diese Diskussion ist die strikte und klare Trennung zwischen Sexarbeit und Menschenhandel.&#8220;</p>
<p>Und genau das ist falsch. Prostitution und Frauenhandel sind untrennbar miteinander verbunden und nicht zwei unterschiedliche Phänomene, wie Prostitutionsbefürworter uns weismachen wollen. Wenn sich an einem bestimmten Ort nicht genügend Frauen &#8222;freiwillig&#8220; für die sexuelle Ausbeutung &#8222;zur Verfügung stellen&#8220;, schleppen Zuhälter und Frauenhändler eben Frauen aus anderen Teilen der Welt ins Land &#8211; und das wird so weitergehen, bis das so genannte &#8222;Recht&#8220; von Männern, Frauen zu kaufen und deren Körper zu gebrauchen, von der Gesellschaft und vom Gesetzgeber endlich in Frage gestellt wird. Des Weiteren verstehe ich unter &#8222;Freiheit&#8220;, &#8222;Emanzipation&#8220; und &#8222;Selbstbestimmung&#8220; etwas anderes als das Abfeiern individueller, entkontextualisierter Entscheidungen &#8211; ist Ihnen bewusst, dass es sich bei &#8222;individual choice&#8220; um ein neo-liberales Konzept handelt? Sie ignorieren die Umstände, die so viele Frauen weltweit in die Prostitution drängen/zwingen, und die gesellschaftlichen Machtverhältnisse, welche Prostitution forcieren (Patriarchat, Kapitalismus, Rassismus, Diskriminierung, etc.). Und selbstverständlich trägt die Kriminalisierung der Frauenkäufer zu einem Rückgang der Prostitution bei. Hinzu kommt, dass Kinder und Jugendliche in Schweden heute bereits in der Schule lernen, dass es unethisch ist, Frauenkörper zu &#8222;erwerben&#8220;, um sie zur völlig einseitigen(!) sexuellen Befriedigung zu benutzen. Außerdem haben Frauen in dem skandinavischen Staat &#8211; im Gegensatz zu Deutschland &#8211; ein Recht auf Unterstützung beim Ausstieg aus der Prostitution. DAS ist feministische und progressive Politik, nicht der postmoderne Pseudofeminismus, den Prostitutionsverteidiger propagieren und der zahlreichen Frauen massiv schadet.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: tanja gangarova		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/themen-in-washington-1-repression-gefahrdet-sexarbeiterinnen/#comment-1089</link>

		<dc:creator><![CDATA[tanja gangarova]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2012 11:48:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=13207#comment-1089</guid>

					<description><![CDATA[Grundvoraussetzung für diese Diskussion ist die strikte und klare Trennung zwischen Sexarbeit und Menschenhandel. Opfer von Gewalt und Menschenhandel, Abhängigkeitsverhältnisse - für diese Gruppe gilt das Strafrecht. Hier wird gesetzlich gegen vorgegangen, was auch selbstverständlich von der DAH unterstützt wird. Legale Sexarbeiter/innen dagegen entscheiden sich selbstbestimmt für diese Tätigkeit.Der Fehler, der konsequent durchgehalten wird, ist die Vermischung dieser höchst unterschiedlichen Gruppen.

Wenn wir von Sexarbeit als Arbeit reden, meinen wir die Sexarbeiter/innen, die sich selbstbestimmt dafür entscheiden.  Aus meiner Sicht sollte die sexuelle Freiheit sowie die Selbstbestimmung der Menschen ein grundlegender Bestandteil aller Bestrebungen nach Freiheit und Gleichberechtigung darstellen. Selbst wenn Frauen in prekären Situationen leben,  sind sie selbsthandelnde Frauen und möchten nicht als gehandelten Frauen behandelt werden.

Auf das Beispiel aus Schweden zurückzukommen: gerade da haben wir ein gutes Beispiel dafür, dass die Kriminalisierung der Kunden (Freier) - die Reduzierung der Sexarbeiter/innen auf „Opfer“ und der Kunden auf Täter – kontraproduktiv ist. Prostitution findet weiterhin im gleichen Ausmaß im Hintergrund statt – unter deutlich schlechteren Arbeitsbedingungen und erhöhten Gefahren für die Sexarbeiter/innen. Ferner definieren sich die Sexarbeiter/innen dort nicht als Opfer und weigern sich in den meisten Fällen, Anzeigen gegen die Freier zu schalten. Dort werden sowohl die Rechte der Freier als auch die Rechte der Sexarbeiter/innen beschnitten – nämlich das Recht auf Selbstbestimmung! (siehe S. 38)

http://www.hivlawcommission.org/resources/report/FinalReport-Risks,Rights&#038;Health-EN.pdf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grundvoraussetzung für diese Diskussion ist die strikte und klare Trennung zwischen Sexarbeit und Menschenhandel. Opfer von Gewalt und Menschenhandel, Abhängigkeitsverhältnisse &#8211; für diese Gruppe gilt das Strafrecht. Hier wird gesetzlich gegen vorgegangen, was auch selbstverständlich von der DAH unterstützt wird. Legale Sexarbeiter/innen dagegen entscheiden sich selbstbestimmt für diese Tätigkeit.Der Fehler, der konsequent durchgehalten wird, ist die Vermischung dieser höchst unterschiedlichen Gruppen.</p>
<p>Wenn wir von Sexarbeit als Arbeit reden, meinen wir die Sexarbeiter/innen, die sich selbstbestimmt dafür entscheiden.  Aus meiner Sicht sollte die sexuelle Freiheit sowie die Selbstbestimmung der Menschen ein grundlegender Bestandteil aller Bestrebungen nach Freiheit und Gleichberechtigung darstellen. Selbst wenn Frauen in prekären Situationen leben,  sind sie selbsthandelnde Frauen und möchten nicht als gehandelten Frauen behandelt werden.</p>
<p>Auf das Beispiel aus Schweden zurückzukommen: gerade da haben wir ein gutes Beispiel dafür, dass die Kriminalisierung der Kunden (Freier) &#8211; die Reduzierung der Sexarbeiter/innen auf „Opfer“ und der Kunden auf Täter – kontraproduktiv ist. Prostitution findet weiterhin im gleichen Ausmaß im Hintergrund statt – unter deutlich schlechteren Arbeitsbedingungen und erhöhten Gefahren für die Sexarbeiter/innen. Ferner definieren sich die Sexarbeiter/innen dort nicht als Opfer und weigern sich in den meisten Fällen, Anzeigen gegen die Freier zu schalten. Dort werden sowohl die Rechte der Freier als auch die Rechte der Sexarbeiter/innen beschnitten – nämlich das Recht auf Selbstbestimmung! (siehe S. 38)</p>
<p><a href="http://www.hivlawcommission.org/resources/report/FinalReport-Risks,Rights&#038;Health-EN.pdf" rel="nofollow ugc">http://www.hivlawcommission.org/resources/report/FinalReport-Risks,Rights&#038;Health-EN.pdf</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Emanuela		</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/themen-in-washington-1-repression-gefahrdet-sexarbeiterinnen/#comment-1088</link>

		<dc:creator><![CDATA[Emanuela]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2012 18:28:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=13207#comment-1088</guid>

					<description><![CDATA[Ein sehr enttäuschender Kommentar von Ihnen. Wie Sie sicherlich wissen, kämpfen viele Feministinnen in verschiedenen Teilen dieser Welt vehement GEGEN Prostitution und deren Verharmlosung, Normalisierung und Legalisierung/Entkriminalisierung. Die Prostitution selbst gefährdet Leib und Leben von Frauen und verletzt ihre elementaren Menschenrechte. Deshalb gehört sie verboten und abgeschafft!

http://jungle-world.com/artikel/2011/22/43318.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr enttäuschender Kommentar von Ihnen. Wie Sie sicherlich wissen, kämpfen viele Feministinnen in verschiedenen Teilen dieser Welt vehement GEGEN Prostitution und deren Verharmlosung, Normalisierung und Legalisierung/Entkriminalisierung. Die Prostitution selbst gefährdet Leib und Leben von Frauen und verletzt ihre elementaren Menschenrechte. Deshalb gehört sie verboten und abgeschafft!</p>
<p><a href="http://jungle-world.com/artikel/2011/22/43318.html" rel="nofollow ugc">http://jungle-world.com/artikel/2011/22/43318.html</a></p>
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