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	<title>Holger Sweers, Author at magazin.hiv</title>
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	<description>Hintergründe zum Leben mit HIV, Aids, STIs, Hepatitis</description>
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	<title>Holger Sweers, Author at magazin.hiv</title>
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		<title>„Die neue Leitlinie stärkt die Autonomie von Schwangeren mit HIV“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Sweers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 13:26:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Annette Haberl]]></category>
		<category><![CDATA[HIV und Kinderwunsch]]></category>
		<category><![CDATA[HIV und Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[HIV und Stillen]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit September 2025 ist sie öffentlich: die neue Deutsch-Österreichische Leitlinie zu HIV und Schwangerschaft. Wir haben mit der Leitlinienkoordinatorin Dr. Annette Haberl gesprochen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p><strong>Seit September 2025 ist sie öffentlich: <a href="https://daignet.de/leitlinien-und-empfehlungen/hiv-leitlinien/">die neue Deutsch-Österreichische Leitlinie zu HIV und Schwangerschaft</a>. Wir haben mit der Leitlinienkoordinatorin Dr. Annette Haberl gesprochen.</strong></p>

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    </div>
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<p><strong>Liebe Annette, wie wichtig ist die Leitlinie zu HIV und Schwangerschaft für die Praxis und was sind die wesentlichen Änderungen gegenüber der vorherigen Version?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Leitlinie ist eine wichtige Orientierungshilfe für Entscheidungen im klinischen Alltag. Ihre Empfehlungen basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie Expert*inneneinschätzungen aus der Leitliniengruppe. Wenn ich die wesentlichen Änderungen der jetzigen Leitlinie im Vergleich zur vorherigen Version zusammenfassen soll, dann ist es ein Mehr an Normalität für Schwangere, die mit HIV leben, und auch für ihre Kinder. Konkret bietet die neue Leitlinie beispielsweise mehr Auswahlmöglichkeiten für die antiretrovirale Therapie in der Schwangerschaft. Die Intervalle für Viruslastkontrollen während Schwangerschaft und Stillzeit wurden deutlich verlängert und eine Postexpositionsprophylaxe für Neugeborene von Schwangeren <em>[Anm. d. Red.: Behandlung des Neugeborenen mit HIV-Medikamenten über vier Wochen]</em>, die bereits länger virologisch supprimiert sind, wird nicht mehr empfohlen. Bei der Säuglingsernährung ist eine Entscheidung für das Stillen für Eltern mit HIV inzwischen eine echte Alternative zur Flaschennahrung. Insgesamt stärkt die neue Leitlinie die Autonomie von Schwangeren mit HIV und stellt eine informierte Entscheidungsfindung in den Mittelpunkt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wenn ich die jetzige Leitlinie im Vergleich zur vorherigen Version zusammenfassen soll, dann ist es ein Mehr an Normalität für Schwangere, die mit HIV leben, und auch für ihre Kinder.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Gelten die Empfehlungen der Leitlinie für alle Schwangeren mit HIV in Deutschland bzw. sind sie für alle umsetzbar?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Leitlinienempfehlungen gelten für Deutschland und Österreich – es ist ja die Leitlinie zweier Länder. Und ja, sie gilt für alle Schwangeren mit HIV. Allerdings erreichen wir nicht alle Schwangeren gleichermaßen. Eine Herausforderung stellen beispielsweise immer noch Menschen ohne Krankenversicherung dar, die sich manchmal erst zur Geburt vorstellen. Hier kommen wir mit unseren Leitlinienempfehlungen zur Vorsorge natürlich zu spät. Immerhin können wir in einem solchen Fall noch einen HIV-Test im Kreißsaal und die Postexpositionsprophylaxe für das Neugeborene anbieten. Das ist auch eine Leitlinienempfehlung, ebenso wie das Monitoring exponierter Kinder zum Ausschluss einer HIV-Übertragung.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie viele Geburten bei Menschen mit HIV gibt es in Deutschland pro Jahr etwa? Wie häufig kommt es zu HIV-Infektionen von Kindern und was sind die Gründe?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nach Schätzungen des RKI gibt es in Deutschland jährlich etwa 500 bis 600 Geburten bei Menschen mit HIV. Genaue Zahlen liegen dazu nicht vor, weil die Daten außerhalb des HIV-Schwangerschaftsregisters bundesweit nicht systematisch erfasst werden. Und am Register beteiligen sich leider nicht alle Zentren. Die vertikale HIV-Transmissionsrate [<em>Anm. der Red.: Übertragungsrate von der schwangeren Person auf das Kind</em>] liegt bei entsprechenden Prophylaxemaßnahmen inzwischen unter 1&nbsp;%. Die wenigen Fälle einer HIV-Übertragung während Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit, die wir bei uns noch sehen, werden regelmäßig vom RKI aufgearbeitet. In den meisten Fällen wurde zwar die HIV-Erstdiagnose bei der schwangeren Person in Deutschland gestellt, die Schwangerschaftsbetreuung und Geburt fanden aber im Ausland statt. Bei den in Deutschland geborenen Kindern wurde die HIV-Diagnose der Schwangeren häufig zu spät gestellt bzw. sind daraus keine Konsequenzen (zum Beispiel umgehender Therapiebeginn bei der schwangeren Person) gezogen worden. Und ja, es wird auch immer noch nicht allen Schwangeren ein Testangebot gemacht. Das ist wirklich eine verpasste Chance.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wenn noch Entscheidungen auf der Grundlage veralteter Informationen getroffen werden, kann das für Schwangere zur Herausforderung werden.</p>

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    </div>
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</blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was sind in der Praxis die größten Probleme bei der Versorgung von Menschen mit HIV in der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der Stillbegleitung?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nicht überall funktioniert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen HIV-Schwerpunkt, Gynäkologie/Geburtshilfe und Pädiatrie optimal. Wenn dann teils noch Entscheidungen auf der Grundlage veralteter Informationen getroffen werden, kann das für Schwangere zur Herausforderung werden. Das Thema Stillen ist hier ein gutes Beispiel. Obwohl auch schon die vorherige Leitlinie klare Empfehlungen zum Stillen im Kontext von HIV gegeben hat, wurden diese nicht in allen Zentren sofort umgesetzt. Das hat insgesamt wirklich lange gedauert und in einigen Kliniken wird Schwangeren mit HIV auch heute noch vom Stillen abgeraten. Das liegt natürlich auch daran, dass die Zahl der Schwangeren mit HIV in Deutschland eben relativ klein ist und daher geburtshilfliche und kinderärztliche Abteilungen nicht jeden Tag mit dem Thema zu tun haben. Und wie immer im klinischen Alltag fehlt oft einfach die Zeit, sich mit anderen Fachrichtungen zusammenzusetzen und ein interdisziplinäres Vorgehen auf Grundlage der aktuellen Leitlinie zu erarbeiten. Insgesamt hat sich aber schon viel getan, nicht zuletzt auch durch das Engagement von Schwangeren mit HIV, die eine leitliniengerechte Behandlung eingefordert haben.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was ist zu tun, um die Versorgung von Menschen mit HIV in punkto Schwangerschaft, Geburt und Stillen zu verbessern und die Informationslage bei allen Beteiligten – Menschen mit HIV selbst, Berater*innen in Aidshilfen, pro familia und Co., Gynäkolog*innen, Hebammen, dem medizinisch-pflegerischen Personal in Geburtsstationen, Stillberater*innen usw. – zu verbessern?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Selbstkritisch würde ich sagen, dass wir einfach mehr aus unserer „HIV-Blase“ rausgehen müssen. Dazu gehört, dass wir die neuen Leitlinienempfehlungen so schnell wie möglich auch bei Gynäkolog*innen, Geburtshelfer*innen, Hebammen und Kinderärzt*innen bekannt machen. Lokale Treffen oder auch Tagungen der beteiligten Fachrichtungen bieten hier eine Möglichkeit. Beratungsstellen für Schwangere sowie lokale Aidshilfen sollten die wesentlichen Punkte der Leitlinie auf jeden Fall auch kennen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir müssen die neuen Leitlinienempfehlungen so schnell wie möglich auch bei Gynäkolog*innen, Geburtshelfer*innen, Hebammen und Kinderärzt*innen bekannt machen.</p>

              </div>
    </div>
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</blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In einigen Behandlungszentren haben sich auch Einleger im Mutterpass als einfache und äußerst effektive Möglichkeit bewährt, aktuelle Informationen interdisziplinär weiterzugeben.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zum Schluss sei noch erwähnt, dass Informationen aus der HIV-Schwangerschaftsleitlinie demnächst auch komprimiert (z. B. als Flussdiagramm) online zur Verfügung stehen sollen. Dazu wurde innerhalb der Leitliniengruppe bereits eine entsprechende Arbeitsgruppe gebildet.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Vielen Dank für das Interview, Annette!</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Dr. Annette Haberl ist seit 1996 Ärztin im HIVCENTER der Universitätsmedizin Frankfurt am Main, wo sie seit 1998 eine interdisziplinäre Sprechstunde für Schwangere mit HIV anbietet; am HIVCENTER leitet sie außerdem den Bereich „HIV und Frauen“. Seit 2000 organisiert und leitet Dr. Haberl die jährliche Fachtagung „HIV &amp; Schwangerschaft“. Gemeinsam mit Prof. Dr. med. Georg Behrens koordinierte sie &nbsp;die Überarbeitung der <a href="https://daignet.de/media/filer_public/3c/22/3c220804-677d-49e5-875c-eac1585cd568/hiv-schwangerschaftsleitlinie_2025.pdf">Deutsch-Österreichischen Leitlinie zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft und bei HIV-exponierten Neugeborenen</a>“.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-zum-thema-hiv-und-schwangerschaft">Mehr zum Thema HIV und Schwangerschaft:</h2>

              </div>
    </div>
  </div>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="B8wzpLuUHU"><a href="https://magazin.hiv/magazin/hiv-und-schwangerschaft/">„Am Tag der Geburt war alles anders“</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;„Am Tag der Geburt war alles anders“&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/hiv-und-schwangerschaft/embed/#?secret=SpmJlwgrfI#?secret=B8wzpLuUHU" data-secret="B8wzpLuUHU" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="fn0PPfp48d"><a href="https://magazin.hiv/magazin/wegfall-der-us-hilfen-in-suedafrika-muetter-mit-hiv-zahlen-den-preis/">Wegfall der US-Hilfen in Südafrika: Mütter mit HIV zahlen den Preis</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Wegfall der US-Hilfen in Südafrika: Mütter mit HIV zahlen den Preis&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/wegfall-der-us-hilfen-in-suedafrika-muetter-mit-hiv-zahlen-den-preis/embed/#?secret=QggQUN60sX#?secret=fn0PPfp48d" data-secret="fn0PPfp48d" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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			</item>
		<item>
		<title>#PrEPfuerAlle, die sie brauchen: Neue Botschaften der Deutschen Aidshilfe</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/prepfueralle-die-sie-brauchen-neue-botschaften/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Sweers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2025 14:18:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention & Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[HIV-PrEP]]></category>
		<category><![CDATA[HIV-PrEP für Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Safer Sex]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1558747</guid>

					<description><![CDATA[Um allen, die die PrEP brauchen, den Zugang zu erleichtern, hat die Deutsche Aidshilfe neue Botschaften und Materialien entwickelt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Die PrEP bietet selbstbestimmten und zuverlässigen Schutz vor HIV. Um allen, die die PrEP brauchen, den Zugang und die Anwendung zu erleichtern, haben wir neue Botschaften und Materialien entwickelt.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Seit 2019 ist die medizinische HIV-Prophylaxe PrEP in Deutschland eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung für „Menschen mit substanziellem HIV-Risiko“. <a href="https://www.hivandmore.de/aktuell/2024-11/prep.shtml" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schätzungen zufolge gab es Ende 2024 rund 40.000 Nutzer*innen</a> (wie schon <a href="https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Neuigkeiten-und-Presse/Meldungen/Archiv/2024_03_20_PI_PrEP.html#:~:text=Die%20Anzahl%20der%20PrEP%2DNutzenden,des%20Robert%20Koch%2DInstituts%20ergeben." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ende 2023</a>), fast alle davon Männer, die Sex mit Männern haben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das <a href="https://www.aidshilfe.de/de/prep-zugang-alle-menschen-hiv-risiko-schaffen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Potenzial der PrEP ist damit aus Sicht der Deutschen Aidshilfe bei Weitem nicht ausgeschöpft</a> – sie könnte noch viel mehr Menschen vor HIV schützen und zu einer Sexualität ohne Angst vor HIV beitragen. So sind zum Beispiel viele Frauen noch nicht ausreichend über die PrEP informiert worden und auch viele Sexarbeiter*innen haben wir noch nicht mit Infos zur PrEP erreicht. Ein Thema kann die PrEP aber zum Beispiel auch für Reisende sein, die in Ländern mit weiter HIV-Verbreitung sexuelle Kontakte haben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Deutsche Aidshilfe hat deshalb neue PrEP-Botschaften und -Materialien entwickelt, um möglichst viele Menschen über diese HIV-Schutzmethode zu informieren. Im Zentrum stehen dabei die Menschen, für die eine PrEP infrage kommen könnte, und Menschen, die für den Zugang zu PrEP wichtig sind, zum Beispiel Mitarbeiter*innen von Gesundheitsämtern und Beratungsstellen oder auch Ärzt*innen, die die PrEP verschreiben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-prep-botschaften">Neue PrEP-Botschaften</h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die wichtigsten neuen Botschaften der Deutschen Aidshilfe (DAH) zur HIV-PrEP lauten:</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-list block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<ul class="wp-block-list">    
<li><strong>PrEP-Start: Um den PrEP-Beginn möglichst einfach zu machen, empfiehlt die Deutsche Aidshilfe eine Doppeldosis = zwei Tabletten auf einmal frühestens 24 bis spätestens 2 Stunden vor ersten möglichen HIV-Kontakt.<br></strong><em>Das gilt <strong>unabhängig von der beabsichtigten Dauer</strong> der täglichen Tabletten-Einnahme (Kurz-PrEP rund um geplante sexuelle Kontakte oder Dauer-PrEP), <strong>unabhängig von der Art des HIV-Risikos (sexuell oder über injizierenden Drogenkonsum)</strong>, <strong>unabhängig von der sexuellen oder geschlechtlichen Identität und den sexuellen Praktiken</strong> (eindringender oder aufnehmender Analverkehr, eindringender und aufnehmender Vaginalverkehr und Neovaginalverkehr) und <strong>unabhängig von den beim Sex beteiligten Schleimhäuten</strong> (also z.B. von Rektum und Enddarm, Penis, Vagina oder Neovagina).</em></li>



    
<li><strong>PrEP-Schutzphase: Für den Zeitraum mit einem HIV-Risiko </strong>(von einem Tag bis zu undefiniert vielen Tagen)<strong> empfiehlt die DAH 1 Tablette täglich alle 24 Stunden </strong>(plus/minus 2 Stunden)<strong> nach der Doppeldosis.<br></strong>Wenn man ein <strong>dauerhaftes</strong> HIV-Risiko hat, wenn man seine <strong>Sexkontakte nicht gut planen</strong> kann oder will oder wenn man mit dem Starten, Stoppen und erneuten Starten <strong>nicht gut zurechtkommt</strong>, sollte man die PrEP über einen längeren Zeitraum täglich einnehmen (<strong>Dauer-PrEP</strong>).<br>Wenn man seine <strong>HIV-Risiken auf kurze Zeiträume</strong> eingrenzen und seine <strong>Sexkontakte in der Regel gut planen</strong> kann, bietet sich eine Kurz-PrEP rund um diese Kontakte an. Damit spart man Tabletten und auch Nebenwirkungen.</li>



    
<li><strong>PrEP-Schutzabsicherung/-Stopp</strong>: <strong>Nach dem letzten HIV-Risiko nimmt man zur Beendigung der PrEP weiterhin 1 Tablette täglich für 2 Tage oder für 7 Tage ohne HIV-Risiko.<br></strong>Die<strong> 2 Tage </strong>zur Schutzabsicherung/zum PrEP-Stopp gelten<strong> für eindringenden Sex </strong>(eindringenden = „aktiven“ Analverkehr und eindringenden Vaginalverkehr oder Neovaginalverkehr)<strong> und aufnehmenden = „passiven“ Analverkehr.<br>Die 7 Tage</strong> zur Schutzabsicherung/zum PrEP-Stopp gelten <strong>für</strong> <strong>aufnehmendem Vaginalverkehr oder Neovaginalverkehr </strong>sowie auch zur Beendigung einer PrEP bei intravenösem Drogenkonsum.</li>

</ul>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-hintergrunde-der-neuen-prep-empfehlungen-der-deutschen-aidshilfe-1">Hintergründe der neuen PrEP-Empfehlungen der Deutschen Aidshilfe<a id="_ftnref1" href="#_ftn1"><u>[1]</u></a></h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>PrEP-Aktivist*innen in aller Welt setzen sich dafür ein, allen Menschen, die die PrEP brauchen (könnten), die nötigen Informationen zu liefern, den Zugang und die Anwendung so einfach wie möglich zu machen und mögliche negative Auswirkungen der PrEP (zum Beispiel langfristige Nebenwirkungen) zu minimieren – zum Beispiel durch ein Einnahmeschema, das weniger Tabletten als die dauerhafte tägliche Einnahme erfordert.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Erforderlich sind dafür möglichst einfach verständliche und umsetzbare Anleitungen zum PrEP-Start, zur PrEP-Einnahme und zum PrEP-Stopp.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die für Deutschland gültigen <a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/055-008l_S2k_HIV-Praeexpositionsprophylaxe_2024-04_02.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutsch-Österreichischen PrEP-Leitlinien</a> (die derzeit gültige Fassung stammt von Anfang 2024) beziehen sich vor allem auf die dauerhafte tägliche Einnahme der Tabletten-PrEP, nennen die Kurz-PrEP rund um sexuelle Kontakte lediglich als Option für Männer, die Sex mit Männern haben, und geben kaum konkrete Hinweise zum Start und Stopp einer PrEP etwa für trans oder nicht-binäre Personen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der bisherigen Interpretation der Datenlage zu erklären: Lange Zeit waren Expert*innen der Meinung, dass vor allem eine hohe Wirkstoffkonzentration in den genitalen oder rektalen Schleimhäuten für den Schutz vor HIV entscheidend sei. Dies führt bis heute zu Einnahmeschemata, die im Prinzip von den beim Sex eingesetzten Organen und ihren Schleimhäuten abhängen. Mittlerweile aber interpretieren viele Expert*innen ältere und neuere Forschungsergebnisse so, dass wahrscheinlich der Wirkstoffspiegel in bestimmten Immunzellen für die PrEP-Schutzwirkung wichtiger ist, und zumindest die neuen britischen Leitlinien stimmen dem schon zu. Es handelt sich dabei um die sogenannten peripheren mononukleären Blutzellen (PBMCs), zu denen die HIV-Zielzellen gehören. Diese Zellen werden nicht vom Geschlecht, der Geschlechtsidentität, der Sexualität oder der Art des HIV-Risikos (sexuell oder beim Teilen von Spritzbesteck zum Drogenkonsum) beeinflusst. Sie kommen im gesamten Körper vor, sodass sowohl HIV-Risiken beim Sex als auch beim injizierenden Drogenkonsum abgedeckt sind.<a href="#_ftn2" id="_ftnref2">[2]</a></p>

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<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>PMBCs</summary>  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>PBMCs steht für periphere mononukleäre Blutzellen, Englisch: Peripheral Blood Mononuclear Cells, PBMCs. Dabei handelt es sich um etwa 70–90 % Lymphozyten (weiße Blutkörperchen: T-Zellen, B-Zellen und natürliche Killerzellen), 10–20&nbsp;% Monozyten und 1–2&nbsp;% dendritische Zellen; von den T-Zellen wiederum sind zwei Drittel CD4-Zellen und ein Drittel CD8-Zellen.</p>

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</details>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das neue Verständnis der PrEP-Wirkungsweise führt zu der Aussage, dass <strong>alle</strong> die PrEP mit einer <strong>Doppeldosis beginnen</strong> können, also dass bei allen Menschen schon 2 Stunden nach der Einnahme von 2 PrEP-Tabletten auf einmal eine ausreichende Schutzwirkung vor HIV gegeben ist.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bisher wurde und wird zum Beispiel cis Frauen und einigen trans und nicht-binären Menschen mit aufnehmendem Vaginalverkehr gesagt, dass sie sieben Tage lang (oder sogar noch länger) täglich 1 Tablette einnehmen müssen, bevor sie geschützt sind.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wichtig zur Vereinfachung der PrEP ist darüber hinaus die Botschaft, dass zum <strong>Schutz vor einer sexuellen HIV-Übertragung alle Nutzer*innen</strong> auch eine <strong>Kurz-PrEP rund um sexuelle Kontakte </strong>machen können. Bisher sahen das die meisten Leitlinien anders und nannten die Kurz-PrEP (auch „intermittierende PrEP“, „anlassbezogene PrEP“ oder „PrEP on demand“ genannt) lediglich als eine nicht von der Zulassung gedeckte, aber praktizierte Option für Männer und trans Frauen, die Sex mit Männern haben.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ähnlich wie der schon Anfang 2024 aktualisierte und im Juli 2025 in der neuesten Ausgabe veröffentlichte <a href="https://i-base.info/guides/prep" target="_blank" rel="noreferrer noopener">UK Guide to PrEP</a> will die Deutsche Aidshilfe deshalb mit neuen Materialien über diese neuen PrEP-Botschaften informieren und die PrEP-Anwendung erleichtern.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Eine ausführliche Darstellung der Hintergründe bietet der Beitrag <a href="https://magazin.hiv/magazin/neue-britische-leitlinien-hiv-prep-juli-2025/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Neue PrEP-Leitlinien aus Großbritannien: Warum sie so spannend sind“</a> vom Juli 2025.</p>

              </div>
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  </div>
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<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-prep-materialien-der-deutschen-aidshilfe">Neue PrEP-Materialien der Deutschen Aidshilfe</h2>

              </div>
    </div>
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<p><em><strong>PrEP: selbstbestimmter Schutz vor HIV</strong></em><br><em>Broschüre, A6, 52 Seiten, auf Deutsch</em></p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Broschüre informiert darüber, was die PrEP ist und wie sie wirkt, für wen die PrEP besonders geeignet ist, wie man die PrEP bekommt und welche Kosten entstehen können, welche Untersuchungen wichtig sind, welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen die PrEP hat und wie man die PrEP startet, einnimmt und wieder beendet. Außerdem nennen wir wichtige Adressen, wo man weitere Informationen zur PrEP bekommt und wo man sich zur PrEP beraten lassen kann.</p>

              </div>
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<p>Die Broschüre auf Deutsch kann <a href="https://www.aidshilfe.de/de/shop/prep-selbstbestimmter-schutz-vor-hiv-0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kostenlos bestellt, online angesehen oder heruntergeladen werden</a>.</p>

              </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em><strong>PrEP: selbstbestimmter Schutz vor HIV</strong></em><br><em>Flyer, A7, 8 Seiten, auf Deutsch, Türkisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Rumänisch, Ukrainisch und Russisch</em></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Flyer bietet die wichtigsten Informationen zur PrEP: Was ist die PrEP? Wie nimmt man die PrEP ein? Was bietet die HIV-PrEP? Hat die PrEP Nebenwirkungen und Wechselwirkungen? Für wen ist die PrEP geeignet? Wie bekomme ich die PrEP?<br>Er <a href="https://www.aidshilfe.de/de/shop/prep-selbstbestimmter-schutz-vor-hiv-deutsch" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kann kostenlos bestellt, online angesehen oder heruntergeladen werden</a>.</p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em><strong>HIV-PrEP auf Privatrezept</strong></em><br><em>Flyer, DIN lang/Querformat; 8 Seiten</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Die PrEP ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und darf in diesem Rahmen nur von geschulten Ärzt*innen verschrieben und begleitet werden. Sie kann aber von allen Ärzt*innen auch auf Privatrezept verschrieben werden. Davon können zum Beispiel Menschen profitieren, die überhaupt keinen oder keinen leichten Zugang zu dieser Leistung haben. Dazu gehören etwa Personen ohne gesetzliche Krankenversicherung, zum Beispiel manche trans Frauen in der Sexarbeit, Menschen in Regionen mit schwierig zu erreichender PrEP-Versorgung oder Personen, die nur sporadisch ein HIV-Risiko haben, zum Beispiel Reisende mit sexuellen Kontakten in Ländern mit weiter HIV-Verbreitung. Der Flyer informiert Ärzt*innen, Berater*innen und auch mögliche PrEP-Nutzer*innen über die Möglichkeit der Privatverschreibung, das PrEP-Einnahmeschema, die nötigen Untersuchungen sowie die mit der Privatverschreibung verbundenen Kosten. Außerdem nennt er Links und Adressen für weitere Informationen sowie die PrEP-Beratung und -Begleitung.</p>

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<p>Der Flyer (auf Deutsch) kann derzeit nur <a href="https://www.aidshilfe.de/de/shop/hiv-prep-auf-privatrezept" target="_blank" rel="noreferrer noopener">online angesehen und heruntergeladen werden</a>.</p>

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<p><em><strong>PrEPared, 2 Motive</strong></em><br><em>Postkarten und Aufkleber</em></p>

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<p>Die Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU hat Postkarten mit Informationen zum vereinfachten PrEP-Einnahmeschema sowie Aufkleber herausgebracht, die unter dem Titel „PrEPared“ (Wortspiel aus PrEP und <em>prepared</em>, vorbereitet) auf die medikamentöse HIV-Prophylaxe aufmerksam machen. Zur Verfügung stehen die sexpositiven Motive „Ärsche“ – die PrEP ist gerade für Menschen mit aufnehmendem Analverkehr eine gute Möglichkeit, sich selbstbestimmt vor HIV zu schützen, ohne auf die Mitwirkung von Partner*innen angewiesen zu sein – und „Mund“, weil die PrEP in Deutschland derzeit nur als orale PrEP, also über die Einnahme von Tabletten möglich ist.</p>

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<p>Die Postkarten und Aufkleber können <a href="https://www.aidshilfe.de/de/shop/prepared-motiv-arsch-postkarte" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kostenlos bestellt werden</a>; die Motive stehen außerdem zur <a href="https://www.aidshilfe.de/de/shop/prepared-motiv-arsch-postkarte" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Online-Ansicht und zum Download</a> zur Verfügung.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em><strong>PrEP – Schutz vor HIV auch für Drogengebrauchende</strong></em><br><em>Flyer, A7, 10 Seiten)</em></p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die PrEP schützt auch vor HIV, wenn man beim intravenösen Drogenkonsum Spritzen oder Nadeln mit anderen teilt. Sie schützt aber nicht vor Hepatitis C, deshalb ist Safer Use für intravenös Drogen Gebrauchende wichtig – Safer Use schützt vor HIV und Hepatitis C. Die HIV-PrEP ist aber dann eine Option für Menschen mit intravenösem Drogenkonsum, wenn sie keinen Zugang zu sterilem Spritzbesteck haben, zum Beispiel in Haft. Und die PrEP schützt intravenös Drogen Gebrauchende natürlich auch dann vor HIV, wenn sie ungeschützten Sex haben.</p>

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  </div>


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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Flyer (auf Deutsch) kann <a href="https://www.aidshilfe.de/de/shop/prep-schutz-hiv-fur-drogengebrauchende" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kostenlos bestellt, online angesehen oder heruntergeladen werden</a>.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Fußnoten</strong></p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a id="_ftn1" href="#_ftnref1">[1]</a> Ausführliche Informationen dazu bietet der Beitrag „<a href="https://magazin.hiv/magazin/neue-britische-leitlinien-hiv-prep-juli-2025/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warum die neuen HIV-PrEP-Leitlinien aus Großbritannien so spannend sind</a>“ auf magazin.hiv (Juli 2025).</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="#_ftnref2" id="_ftn2">[2]</a> Die neuen britischen Leitlinien bleiben dennoch vorsichtig und empfehlen vorerst weiterhin eine längere Phase (7 Tage) zur Beendigung einer PrEP für aufnehmenden Vaginalverkehr und Neovaginalverkehr sowie für intravenösen Drogenkonsum.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie die Einstellung der US-Auslandshilfen die globale HIV-Prävention beschädigt</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/globale-hiv-praevention-beschaedigt/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/globale-hiv-praevention-beschaedigt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Holger Sweers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2025 13:45:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Global]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[PEPFAR]]></category>
		<category><![CDATA[UNAIDS]]></category>
		<category><![CDATA[USAID]]></category>
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					<description><![CDATA[Die US-Entwicklungshilfebehörde USAID ist zerschlagen, das PEPFAR-Programm faktisch eingestellt, der US-Beitrag für UNAIDS gestoppt. Die Folgen sind dramatisch – wir haben Berichte zusammengestellt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Die US-Entwicklungshilfebehörde USAID ist zerschlagen, das PEPFAR-Programm faktisch eingestellt, der US-Beitrag für UNAIDS gestoppt. Die Folgen sind dramatisch – wir haben Berichte zusammengestellt.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://hivpreventioncoalition.unaids.org/en/news/global-hiv-prevention-coalition-warns-halt-hiv-prevention-supported-us-will-result-rising-new">Schätzungen der Global HIV Prevention zufolge</a> stemmten die USA vor dem Einfrieren ihrer Auslandshilfen zwei Drittel der globalen Mittel für die HIV-Prävention. In Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo, Haiti, Mosambik, Tansania und Zambia wurden bislang mehr als die Hälfte der HIV-Medikamente von den USA bezahlt. Hinzu kommen Gelder für Personal, für Mittel zur Diagnostik und die Prävention, z.B. für Kondome oder die medizinische HIV-Prophylaxe PrEP.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>2024 versorgten US-finanzierte Programme demnach über 83 Millionen Menschen in 55 Ländern mit niedrigen bis mittleren Einkommen mit HIV-Tests, erreichten 2,3 Millionen Mädchen und junge Frauen mit HIV-Präventionsangeboten und ermöglichten 2,5 Millionen Menschen, eine medizinische HIV-Prophylaxe (PrEP) zu beginnen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>All das ist in Gefahr. Laut Schätzungen von UNAIDS, dem Aids-Programm der Vereinten Nationen, <strong>ist bis Ende 2029 mit 350.000 zusätzlichen HIV-Infektionen bei Kindern, 8,7 Millionen zusätzlichen HIV-Infektionen bei Erwachsenen, 6,3 Millionen aidsbedingten Todesfällen und 3,4 Millionen zusätzlichen Aids-Waisen zu rechnen</strong>, wenn die US-Zahlungen nicht wiederaufgenommen oder von anderen übernommen werden.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Im Folgenden haben wir weitere Berichte über die Auswirkungen der eingestellten US-Zahlungen auf die HIV-Prävention und -Versorgung zusammengestellt. Sie stammen aus der Zeit von Anfang Februar bis Anfang März 2025.</p>

              </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-folgen-der-pepfar-einstellung-fur-sudafrika">Folgen der PEPFAR-Einstellung für Südafrika</h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Anfang Februar 2025 erschien eine Modellrechnung von Forscher*innen zu den potenziellen medizinischen und wirtschaftlichen Folgen der Kürzung oder besser Einstellung der US-Auslandshilfen für <strong>Südafrika</strong>. In dem Land lebten Ende 2023 <a href="https://www.unaids.org/en/resources/presscentre/pressreleaseandstatementarchive/2025/february/20250225_1-1-million-people-treatment-south-africa">laut Angaben von UNAIDS</a> rund 7,7 Millionen Menschen mit HIV, 5,9 Millionen Menschen davon erhielten HIV-Medikamente. Südafrika ist das Land mit den meisten Einwohner*innen mit HIV weltweit, hat in den letzten Jahren aber enorme Fortschritte in der HIV-Prävention gemacht. So sank die Zahl der aidsbedingten Todesfälle seit 2010 um 66 Prozent, die Zahl der HIV-Neuinfektionen sank um 58 Prozent. Dazu trug entscheidend bei, dass Menschen unter HIV-Therapie HIV nicht übertragen. Etwa 17 Prozent der HIV-Versorgung im Land wurden bisher von den USA finanziert, vor allem über das PEPFAR-Programm.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bei bisheriger PEPFAR-Förderung wäre über die nächsten zehn Jahre mit fast 1,2 Millionen neuer HIV-Infektionen und einer Lebenserwartung von etwa 61,5 Jahren für Menschen mit HIV zu rechnen. Bei<strong> einer Einstellung der PEPFAR-Programme </strong>gäbe es nach den Berechnungen der Autor*innen<strong> innerhalb von zehn Jahren 565.000 zusätzliche HIV-Neuinfektionen</strong>, die Lebenserwartung von Menschen mit HIV würde um 3,7 Jahre sinken.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Gandhi, Aditya R., Bekker, Linda-Gail, Paltiel, A. David, Hyle, Emily P., Ciaranello, Andrea L., Freedberg, Kenneth A., Neilan, Anne M.: <em>Potential Clinical and Economic Impacts of Cutbacks in the President’s Emergency Plan for AIDS Relief Program in South Africa</em>, in: Annals of Internal Medicine, 11.2.2025, <a href="https://orcid.org/0000-0001-7915-4974" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://orcid.org/0000-0001-7915-4974</a>, <a href="https://www.acpjournals.org/doi/10.7326/ANNALS-24-01104">https://www.acpjournals.org/doi/10.7326/ANNALS-24-01104</a></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-fatale-auswirkungen-auf-die-lgbtiq-community-in-uganda">Fatale Auswirkungen auf die LGBTIQ*-Community in Uganda</h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die taz berichtete am 19.2.2025, wie sich die Einstellung der US-Zahlungen auf die HIV-Community-Organisation <em>Uganda Key Populations Consortium</em> (UKPC) auswirkt. Das UKPC ist ein Dachverband für 127 kleine NGOs, die sich für marginalisierte Menschen einsetzen: Sexarbeiter*innen, Mütter im Teenager-Alter, queere Menschen, Drogengebraucher*innen und Menschen mit HIV. Die Organisation betrieb Zentren, in denen z.&nbsp;B. Kondome oder HIV-Medikamente ausgegeben wurden. <strong>Von den 35 Angestellten mussten 28 entlassen werden und verloren von einem Tag auf den anderen ihr Einkommen, davon allein 15, die im größten LGBTIQ-Notfallzentrum in Uganda arbeiteten</strong> – einem Zentrum, das sich um 50 bis 100 queere Menschen pro Monat kümmerte, die zum Beispiel aus ihrer Wohnung geworfen oder geschlagen worden waren. Zu Erinnerung: In Uganda trat <a href="https://magazin.hiv/magazin/anti-homosexualitaets-gesetz-uganda/">im Mai 2023 das „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ in Kraft</a>, eines der weltweit schärfsten queerfeindlichen Gesetze.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>„Es stehen Menschenleben auf dem Spiel“: </em>Interview mit dem Aktivisten Richard Lusimbo aus Uganda auf taz.de, 19.2.2025</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://taz.de/Ugandischer-Aktivist-ueber-Aus-von-USAID/!6066619">https://taz.de/Ugandischer-Aktivist-ueber-Aus-von-USAID/!6066619</a></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-medikamente-mehr-fur-viele-menschen-mit-hiv-in-der-ukraine">Keine Medikamente mehr für viele Menschen mit HIV in der Ukraine?</h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Laut UNAIDS trug das PEPFAR-Programm in den Jahren 2023 und 2024 etwa 15,6 Millionen US-Dollar zur HIV-Prävention und -Versorgung in der Ukraine bei – 11 Millionen davon für HIV-Medikamente, zwei Millionen für HIV-Schnelltests und der Rest für Laborkosten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wenn die US-Hilfen komplett eingestellt bleiben, könnten fast 93.000 Menschen mit HIV in der Ukraine den Zugang zu HIV-Medikamenten verlieren – das sind 78 Prozent aller Ukrainer*Innen in HIV-Behandlung.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Three Years On: From crisis to prospective recovery</em>, Beitrag auf unaids.org vom 20.2.2025</p>

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<p><a href="https://www.unaids.org/en/resources/presscentre/featurestories/2025/february/20250220_Ukraine-sitrep">https://www.unaids.org/en/resources/presscentre/featurestories/2025/february/20250220_Ukraine-sitrep</a></p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-unterbrechungen-der-hiv-versorgung-in-sambia-madchen-und-frauen-besonders-betroffen">Unterbrechungen der HIV-Versorgung in Sambia – Mädchen und Frauen besonders betroffen</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ende Februar 2025 berichtete UNAIDS, die Einstellung der US-Auslandshilfen habe auch in Sambia zu erheblichen Unterbrechungen der HIV-Versorgung geführt. Die US-Hilfen betrugen bisher jährlich etwa 600 Mio. Dollar, davon 367 Mio. von PEPFAR für das nationale HIV-Programm für 2025. Am stärksten betroffen ist die Kombinationsprävention für Mädchen und junge Frauen sowie für andere marginalisierte und vulnerable Communitys. 32 Anlaufstellen mit HIV-Diensten für 20.000 Menschen aus Schlüsselgruppen wurden geschlossen, ebenso Zentren für Mädchen und Frauen in 21 Bezirken. Von den US-Geldern wurden bislang 23.000 Personen finanziert, davon 11.500 Gesundheitsfachkräfte und Community-Angehörige, die in der HIV-Prävention tätig waren. HIV-Medikamente sind noch genügend vorhanden, HIV-Schnelltests jedoch reichen nur noch gut drei Monate aus.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Zambia – an HIV response at a crossroads</em>, Beitrag auf unaids.org vom 24.2.2025</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://www.unaids.org/en/resources/presscentre/featurestories/2025/february/20250224_zambia-fs">https://www.unaids.org/en/resources/presscentre/featurestories/2025/february/20250224_zambia-fs</a></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-gefahrdung-der-hiv-medikamentenversorgung-in-simbabwe">Gefährdung der HIV-Medikamentenversorgung in Simbabwe</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In <strong>Simbabwe reicht der Vorrat an HIV-Medikamenten nur noch für ein halbes Jahr</strong>, erklärte der Minister für Gesundheit und Versorgung von Kindern, im Februar 2025. Grund seien die Kürzungen der US-Gelder, welche die Fortschritte in der HIV-Prävention im Land gefährdeten.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ende 2023 lebten laut UNAIDS rund 1,3 Millionen Menschen mit HIV in Simbabwe, mehr als zehn Prozent der Bevölkerung. Etwa 1 Million von ihnen bekommen HIV-Medikamente.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Laut einem <a href="https://www.newzimbabwe.com/zimbabwe-fears-us-withdrawal-from-who-will-hit-hiv-aids-programmes/">Beitrag auf newzimbabwe.com vom 24.1.2025</a> erhielt Simbabwe jährlich mehr als 200 Millionen Dollar aus dem PEPFAR-Programm, unter anderem, um Mitarbeiter*innen des Gesundheitswesens zu bezahlen, HIV-Testungen und Bestimmungen der HIV-Kopien im Rahmen der HIV-Therapie durchzuführen, Präventionsangebote zu machen oder Menschen mit Tuberkulose zu behandeln.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>„Zimbabwe’s ARV shortage: A call for urgent action to safeguard health gains“</em>, Beitrag von Donewell Bangure auf newsday.co.zw vom 24.2.2025</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://www.newsday.co.zw/opinion-analysis/article/200038719/zimbabwes-arv-shortage-a-call-for-urgent-action-to-safeguard-health-gains">https://www.newsday.co.zw/opinion-analysis/article/200038719/zimbabwes-arv-shortage-a-call-for-urgent-action-to-safeguard-health-gains</a></p>

              </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-uber-110-000-zusatzliche-aidsbedingte-todesfalle-durch-90-tage-pepfar-einfrieren">Über 110.000 zusätzliche aidsbedingte Todesfälle durch 90 Tage PEPFAR-Einfrieren?</h2>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Laut (konservativen) Schätzungen von drei Forscher*innen, die im <em>Journal of the International AIDS Society</em> veröffentlicht wurden, könnten allein durch ein 90-tägiges Einfrieren der PEPFAR-Gelder <strong>innerhalb eines Jahres fast 110.000 Menschen zusätzlich an den Folgen von Aids sterb</strong><strong>en</strong>, davon etwa 16.000 in Südafrika, fast 15.000 in Nigeria und Mosambik, 9.000 in Tansania und über 7.000 in Uganda.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Tram, Khai Hoan, Ratevosian, Jirair, Beyrer, Chris: <em>By executive order: The likely deadly consequences associated with a 90-day pause in PEPFAR funding, </em>in: Journal of the International AIDS Society, 25.2.2025, <a href="https://doi.org/10.1002/jia2.26431">https://doi.org/10.1002/jia2.26431</a>, <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/jia2.26431">https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/jia2.26431</a><em></em></p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-pepfar-impact-counter">PEPFAR-Impact-Counter</h2>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der PEPFAR-Impact-Counter (<a href="https://pepfar.impactcounter.com/">https://pepfar.impactcounter.com/</a>), der auf Schätzungen von Expert*innen beruht, zählt die Erwachsenen und Kinder, die aufgrund der PEPFAR-Einstellung versterben werden. Am 5. März 2025 waren dies über 17.000 Erwachsene und fast 2000 Kleinkinder.</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://pepfar.impactcounter.com/">https://pepfar.impactcounter.com/</a>, Screenshot vom 05.03.2025, 10:49 Uhr</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-auswirkungen-auf-die-hiv-pravention-und-versorgung-in-elfenbeinkuste">Auswirkungen auf die HIV-Prävention und -Versorgung in Elfenbeinküste</h2>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das westafrikanische Land mit rund 27 Millionen Einwohner*innen steht beispielhaft für viele andere Länder, die vom Einfrieren der US-Zahlungen betroffen sind. Bislang haben die USA mehr als die Hälfte der Kosten übernommen, um die über 400.000 Erwachsenen und Kinder mit HIV in dem Land zu unterstützen. Im Rahmen des PEPFAR-Programms wurden 516 Gesundheitseinrichtungen in mehr als zwei Dritteln der Bezirke des Landes sowie die Kosten für die HIV-Behandlung für rund 265.000 Menschen finanziert. <strong>Von der PEPFAR-Einstellung sind nun 8.600 Mitarbeiter*innen in Elfenbeinküste betroffen, darunter fast 600 Ärzt*innen, Krankenpflegekräfte und Hebammen sowie fast 3.600 Beschäftigte aus unterschiedlichen Communitys</strong>. Die Verteilung von Medikamenten und die Logistik für Laborproben brachen zusammen. Betroffen sind auch andere Gesundheitsprogramme, etwa im Zusammenhang mit der Malaria- oder Tuberkulosebekämpfung.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>New report flags severity of US funding cuts to global AIDS response</em>, Beitrag auf news.un.org vom 26.2.2025</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://news.un.org/en/story/2025/02/1160561">https://news.un.org/en/story/2025/02/1160561</a></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-us-regierung-kundigt-weltweit-fast-10-000-vertrage-rund-um-gesundheitsangebote">US-Regierung kündigt weltweit fast 10.000 Verträge rund um Gesundheitsangebote</h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Am 27.2.2025 meldete das Portal healthpolicy-watch.news, die US-Regierung habe weltweit fast 10.000 Verträge rund um Gesundheitsangebote gekündigt, darunter lebenswichtige Programme zur HIV-Diagnostik und -Therapie, zu Tuberkulose und Malaria, gegen Mangelernährung und für sauberes Trinkwasser.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Beispiel Malaria: Die <strong>Versorgung mit Material für 53 Millionen Menschen, vor allem Kinder, wurde eingestellt</strong> – dazu gehören Moskitonetze sowie Mittel zur Diagnostik, Prophylaxe und Behandlung.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auch die <strong>Versorgung mit angereicherter Nahrung für unterernährte Frauen und Kinder wurde gestoppt</strong>, die <strong>Arbeit von rund 1.000 Küchen für Geflüchtete</strong> in Ländern wie dem Sudan wurde <strong>eingestellt</strong>.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Laut Professorin Linda-Gail Bekker, Geschäftsführerin der <em>Desmond Tutu HIV Foundation</em>, werden die US-Kürzungen <strong>über die nächsten 10 Jahre </strong>nicht nur mehr als 500.000 Südafrikaner*innen das Leben kosten, sondern auch zu <strong>500.000 zusätzlichen HIV-Infektionen </strong>führen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>US Terminates Thousands of Life-Saving Global Health Grants Including For HIV, TB and Malaria</em>, Beitrag von Kerry Cullinan auf healthpolicy-watch.news vom 27.2.205</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://healthpolicy-watch.news/us-terminates-thousands-of-life-saving-health-grants-including-for-hiv/">healthpolicy-watch.news/us-terminates-thousands-of-life-saving-health-grants-including-for-hiv/</a></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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          </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudafrika-kindern-und-waisen-droht-der-verlust-ihrer-versorgung">Südafrika: Kindern und Waisen droht der Verlust ihrer Versorgung</h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Projekt <strong>NACOSA </strong>(Networking HIV and AIDS Community of Southern Africa) unterstützte bisher mit USAID-Geldern zehntausende vulnerable Kinder und Waisen in der Western-Cape-Region. Nach dem Einfrieren der US-Zahlungen wurde das gesamte Personal entlassen. Laut Schätzungen von NACOSA <strong>verloren </strong>über 90 Tage (Zeitraum der USAID-Einstellung) <strong>26.000 Kinder die Versorgung</strong>. 7.000 davon leben mit HIV und könnten in Gefahr stehen, ihre Medikamentenversorgung zu verlieren.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>USAID funding cuts end vital HIV programme for orphans</em>, Beitrag von Jesse Copelyn auf spotlightnsp.co.za vom 3.3.2025</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://www.spotlightnsp.co.za/2025/03/03/usaid-funding-cuts-end-vital-hiv-programme-for-orphans">https://www.spotlightnsp.co.za/2025/03/03/usaid-funding-cuts-end-vital-hiv-programme-for-orphans</a></p>

              </div>
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<h2 class="wp-block-heading" id="h-kinder-und-schwangere-mit-hiv-in-eswatini-lesotho-und-tansania-bekommen-keine-hiv-medikamente-mehr">Kinder und Schwangere mit HIV in Eswatini, Lesotho und Tansania bekommen keine HIV-Medikamente mehr</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die vor allem in Afrika tätige gemeinnützige Elizabeth Glaser Pediatric AIDS Foundation (EGPAF) berichtet Anfang März 2025, dass <strong>etwa <a href="https://bsky.app/profile/egpaf.bsky.social/post/3lji4f4vfvs2w">10.000 von ihr betreute Kinder</a> und <a href="https://bsky.app/profile/deutscheaidshilfe.bsky.social/post/3lj6ebraald2c">10.000 Schwangere mit HIV</a> </strong>in <strong>Eswatini, Lesotho und Tansania</strong> aufgrund der USAID-Zerschlagung den <strong>Zugang zu ihren HIV-Medikamenten verlieren</strong>. Wenn Kinder mit HIV nicht behandelt werden, ist das tödlich: 50 Prozent der unbehandelten Kinder mit HIV sterben vor ihrem zweiten Geburtstag, 80 Prozent bis zum Alter von fünf Jahren.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-schliessung-von-kliniken-fur-trans-personen-in-indien">Schließung von Kliniken für trans* Personen in Indien</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In <strong>Indien</strong> müssen <strong>drei Kliniken für trans* Personen schließen</strong>, nachdem die USA die Gelder gestrichen haben. Die Kliniken versorgten rund 6.000 Personen, von denen 6 bis 8 Prozent mit HIV leben. Alle Personen sind unter 30 Jahren alt, 75–80 Prozent von hatten zum ersten Mal Zugang zur Gesundheitsversorgung.</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>USAID cuts shutter India&#8217;s first clinic for transgender people</em>, Beitrag von Imran Qureshi und Cherylann Mollan auf bbc.com vom 3.3.2025</p>

              </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://www.bbc.com/news/articles/c62zvlgqzdpo">https://www.bbc.com/news/articles/c62zvlgqzdpo</a></p>

              </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-kenia-patient-innen-mit-hiv-oder-tuberkulose-mussen-ihre-medikamente-jetzt-teilweise-selbst-bezahlen">Kenia: Patient*innen mit HIV oder Tuberkulose müssen ihre Medikamente jetzt teilweise selbst bezahlen</h2>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Um nach dem Einfrieren der US-Zahlungen Kosten zu sparen, stuft Kenias neue Behörde für Soziale Gesundheit HIV und Tuberkulose als „pandemische“ und nicht mehr als chronische Krankheiten ein. Patient*innen bekommen ihre Medikamente deswegen nicht mehr voll erstattet.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Außerdem sind rund 35.000 Mitarbeiter*innen aus dem Gesundheitswesen in Kenia derzeit unbezahlt freigestellt, nur etwa 4.000 weitere konnten im Rahmen einer US-Ausnahmegenehmigung ihre Arbeit wiederaufnehmen. Laut dem kenianischen Gesundheitsminister<strong> Harry Kimtai</strong> drohen dem Land der Verlust von umgerechnet 220 Millionen Dollar für die Gesundheitsversorgung. Schätzungen zufolge leben 1,3 Millionen Kenianer*innen mit HIV. Das Gesundheitsministerium befürchtet, dass aufgrund der Zuzahlungspflicht für die HIV-Medikamente die Zahl der HIV-Infektionen um 60.000 pro Jahr steigen und dass es jährlich zu mehr als 23.000 Todesfällen bei Menschen mit Tuberkulose kommen könnte (von denen die meisten auch mit HIV leben).</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Why Washington’s aid freeze could cost tens of thousands of lives and livelihoods</em>, Beitrag auf africa-confidential.com vom 3.3.2025&nbsp;</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://www.africa-confidential.com/article/id/15376/why-washington's-aid-freeze-could-cost-tens-of-thousands-of-lives-and-livelihoods">https://www.africa-confidential.com/article/id/15376/why-washington&#8217;s-aid-freeze-could-cost-tens-of-thousands-of-lives-and-livelihoods</a></p>

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					<wfw:commentRss>https://magazin.hiv/magazin/globale-hiv-praevention-beschaedigt/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>„HIV-Prävention und Drogenpolitik müssen feministisch gedacht werden!“</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/awid-forum-hiv-feminismus/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/awid-forum-hiv-feminismus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Holger Sweers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 13:04:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Drogenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[HIV-Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Sexarbeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1558133</guid>

					<description><![CDATA[Ende 2024 fand das AWID-Forum in Bangkok statt – ein Raum des solidarischen Austauschs über Feminismus, Gendergerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit. DAH-Referentin Sasha Gurinova war dabei.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Im Dezember 2024 fand das globale <a href="https://forum.awid.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AWID-Forum</a> in Bangkok statt – ein Raum des solidarischen Austauschs über Feminismus, Gendergerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit. Wir sprachen mit <a href="https://magazin.hiv/?s=Sasha+gurinova">Sasha Gurinova</a>, Referentin für Internationales bei der Deutschen Aidshilfe</strong>.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Sasha, du hast viel Kontakt mit Communitys in anderen Ländern, nimmst häufig an Tagungen und Konferenzen teil. Was ist das AWID-Forum – und was hat Feminismus mit Aidshilfearbeit zu tun?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://www.awid.org/who-we-are" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AWID</a> ist ein Netzwerk für die Rechte von Frauen in der Entwicklungszusammenarbeit und unterstützt seit mehr als 40 Jahren Bewegungen dabei, der Unterdrückung von Frauen feministische Realitäten entgegenzusetzen. So beschreibt AWID sich auf der Webseite, und genau das ist beim AWID-Forum in Bangkok passiert – die Organisator*innen und wir über 3.500 Teilnehmer*innen aus aller Welt haben eine feministische Realität geschaffen, einen Raum für den solidarischen Austausch. Und das hat sehr viel mit Aidshilfe-Arbeit zu tun, weil wir wissen: Prävention kann ohne die Förderung des Selbstbewusstseins und der Selbstbestimmung von Menschen und ohne den Abbau struktureller Benachteiligungen nicht erfolgreich sein, denn Stigmatisierung, Ausgrenzung und Unterdrückung behindern sie.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie sah die feministische Realität aus, die ihr da geschaffen habt? Was war anders als bei anderen Konferenzen?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zum Beispiel die gelebte Solidarität, das Zuhören, das Anerkennen, dass alle Expert*innen sind und dass alle Erfahrungen wichtig und wertvoll sind. Außerdem war klar spürbar, dass wir alle aufeinander und auf uns aufpassen. Und es gab eine große Offenheit und Freundlichkeit. Niemand musste Angst haben, „dumme“ Fragen zu stellen oder „falsche“ Gedanken zu teilen, alle Fragen waren willkommen. Bei anderen Konferenzen gibt es immer Menschen, die alles kritisieren, die alles besser wissen, das gab’s hier überhaupt nicht.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie wurde sichergestellt, dass alle zu Wort kommen und niemand sich zu viel Raum nimmt?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das geschah ganz selbstverständlich. Klar, es gab ein Awareness-Team, aber letztendlich waren alle davon getragen, dass wir voneinander lernen und gemeinsam etwas erschaffen wollen.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Besondere war die gelebte Solidarität, das Zuhören, das Anerkennen, dass alle Expert*innen sind und alle Erfahrungen wertvoll sind. &#8230; Das geschah ganz selbstverständlich.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Sasha Gurinova über das AWID-Forum</cite></blockquote>

        </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das habe ich zum Beispiel auch im Workshop „Unmothering the Woman“ erlebt. Da ging es um die Frage, ob eine Feministin eigentlich Mutter sein „darf“, was ich als Feministin vielleicht verliere, wenn ich Mutter werde. Und die Moderatorinnen hatten sich überlegt, dass sie einen Video-Podcast machen wollten – die Teilnehmer*innen sollten erzählen, und sie wollten aufzeichnen. Die ganze Technik war da, alles war wunderbar vorbereitet, aber schon nach zehn Minuten zeigte sich: Vor laufender Kamera funktioniert das nicht. Und dann haben die Moderatorinnen einfach die Kamera ausgemacht und der Workshop wurde zu einem Safe Space für den Austausch über diese Fragen, und es wurde ein sehr persönlicher und sehr intimer Workshop.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Waren eigentlich auch Männer beim AWID-Forum dabei?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Klar, Feminismus ist ja ein Thema und eine Aufgabe für alle, nicht nur für Frauen. Die meisten Männer waren queere Sexworker oder trans Männer, aber es haben auch cis Heteromänner teilgenommen.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie darf man sich die Konferenz vorstellen? Fand das alles in großen Messehallen statt mit Vorträgen, Poster-Präsentationen und allem Drum und Dran?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Klar, für so viele Menschen braucht man natürlich große Räume, aber es gab auch viele kleine Räume, in die man sich zurückziehen konnte, wenn einem mal alles zu viel war, oder Räume, in denen man spielen oder sich einfach unterhalten konnte. Und es gab eine große Bühne, auf der ständig was los war. Eins der schönsten Bilder, die ich mitgenommen habe, sind die vielen Tänzer*innen auf der Bühne – Menschen aus Communitys in aller Welt, oft in traditioneller Kleidung, die einfach getanzt haben. Da war so viel Lebensfreude, Lachen und Befreiung. Außerdem gab es Performances, Ausstellungen, Gesang, Austausch zwischen den Generationen, politische Demos, Kunstaktionen, Möglichkeiten, mit den Händen was zu machen, unglaublich viel positive Energie und Kreativität.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Unterschied sich das Forum sonst noch von den großen internationalen Konferenzen im HIV-Bereich?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ja, anders als zum Beispiel bei der <a href="https://magazin.hiv/schlagwort/welt-aids-konferenz/">Welt-Aids-Konferenz</a> waren wir alle Community – und wir waren alle Expert*innen. Da gab es keinen abgetrennten Bereich nur für Wissenschaftler*innen und Funktionsträger*innen auf der einen und einen Community-Bereich auf der anderen Seite, in dem die Communitys unter sich bleiben. Das finde ich an solchen Konferenzen oft traurig: Da erzählt man sich als Community-Mitglied zum x-ten Mal, wie wichtig wir als Schlüsselgruppen sind – und niemand außer anderen Community-Mitgliedern hört zu. Auf dem AWID-Forum war nichts traurig, das war pure Freude. Auf <a href="https://www.instagram.com/awidwomensrights/reel/DFOybKuvf94/">Instagram gibt’s Videos</a> und eine Reihe von <a href="https://www.instagram.com/awidwomensrights/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Storys</a>, die ein bisschen von der Atmosphäre widerspiegeln.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Singen, Lachen, Tanzen, Kunst – warum ist das wichtig?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das alles ist Teil von Self Care, auf Deutsch Selbstfürsorge. Der Begriff kommt von Audre Lorde, einer Schwarzen Feministin, und steht für eine bewusste und revolutionäre Praxis, die die Beziehung zwischen persönlichem Wohlbefinden und gesellschaftlichem Wandel anerkennt. Lorde sagte, dass Selbstfürsorge keine Selbstgefälligkeit, sondern ein Akt des politischen Kampfes ist. Diese Perspektive war eine wichtige Grundlage für das AWID-Forum.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Audre Lorde sagte, dass Selbstfürsorge ein Akt des politischen Kampfes ist. Diese Perspektive war eine Grundlage für das AWID-Forum.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Sasha Gurinova</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wer hat eigentlich das AWID-Forum finanziert?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p>Das sind ganz unterschiedliche Geldgeber*innen, von großen internationalen und bilateral arbeitenden&nbsp;Organisationen über private Stiftungen bis hin zu Frauen-Fonds. Das Tolle war, dass es die Möglichkeit gab, vor Ort mit Geldgeber*innen zu sprechen, und zwar auf Augenhöhe. Da ging’s nicht darum, sich irgendjemandem anzudienen, sondern das fand wirklich auf Augenhöhe statt. Die Forum-Teilnehmer*innen konnten sich selbst ein Bild machen: Wer ist diese Geldgeberin, passt sie zu unserer Arbeit, wollen wir ihr Geld?</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p><strong>Du warst für die Deutsche Aidshilfe auch bei einem Stand beteiligt. Worum ging es dort?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Den Stand haben wir gemeinsam mit Kolleg*innen der <a href="https://metzineres.org/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Metzineres-Kooperative</a> aus Barcelona, einem Verein drogengebrauchender Frauen, der <a href="https://harmreductioneurasia.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eurasischen Harm-Reduction-Vereinigung</a>, <a href="https://hri.global/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Harm Reduction International</a> und dem <a href="https://whrin.site/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Internationalen Netzwerk Frauen und Harm-Reduction</a> organisiert. Unser Ziel war, drogengebrauchende Frauen für feministische Aktivist*innen sichtbar zu machen und zu zeigen: Die Stärkung der Rechte von Drogengebraucherinnen gehört auf die feministische Agenda. Vielen Feminist*innen ist nämlich gar nicht klar, dass HIV und auch Harm Reduction nicht nur ein Gesundheitsthema sind, sondern dass es hier um Geschlechtergerechtigkeit oder eher Geschlechterungerechtigkeit geht, um ungleich verteilte Ressourcen, um Gleichberechtigung.</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Stärkung der Rechte von Drogengebraucherinnen gehört auf die feministische Agenda. Hier geht es um ungleich verteilte Ressourcen. </p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Sasha Gurinova</cite></blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Und was habt ihr mit dem Stand erreicht?</strong></p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir haben uns mit Aktivist*innen aus ganz vielen Ländern, die sich für die Rechte von Frauen und ihre Gleichberechtigung einsetzen, über die Verbindungen zwischen HIV, Drogenpolitik und Feminismus ausgetauscht. Wir haben über unsere Arbeit geredet und über das Leben von Frauen mit HIV in unterschiedlichen Ländern, die mehrfach marginalisiert sind – durch ihren HIV-positiven Status, durch Drogenkonsum und aufgrund von patriarchalen Strukturen. Diese Gespräche, Energie und Mut der Frauen* haben mich unglaublich inspiriert, trotzt der vielen Probleme wie Armut, Gewalt in Beziehungen, fehlender Finanzierung oder restriktiver Gesetze.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie macht sich Geschlechterungerechtigkeit im Bereich HIV-Prävention und Harm Reduction bemerkbar?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zum Beispiel dadurch, dass Frauen über die Hälfte aller Menschen mit HIV stellen, aber nicht entsprechend viel Ressourcen für sie bereitstehen und sie oft auch nicht in Entscheidungspositionen sind. Oder darin, dass Frauen viel öfter in Armut landen als Männer, auch, weil sie oft diejenigen sind, die die Care-Arbeit leisten. In der Gewalt gegen Frauen und ganz besonders in der Gewalt gegen trans Frauen oder drogengebrauchende Frauen. Oder nehmen wir das Beispiel Kondome: Viele Menschen wissen überhaupt nicht, dass es neben dem „klassischen“ Kondom, für das man ja auf die Mitwirkung von Männern angewiesen ist, auch interne Kondome gibt, auch Femidome genannt, mit denen sich Frauen und auch Menschen mit einer anderen geschlechtlichen Identität selbstbestimmt schützen können – die sind aber wesentlich teurer als die anderen Kondome und oft auch schwer oder gar nicht zu bekommen.</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Gab es bei den Menschen, mit denen du gesprochen hast, Aha-Momente, konntest du und konntet ihr neue Perspektiven eröffnen?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich denke schon. Viele Gesprächspartner*innen waren zum Beispiel noch nie dem Gedanken begegnet, dass es selbstbestimmten Drogenkonsum gibt. Drogenkonsum ist für viele negativ besetzt, ganz besonders, wenn es um drogengebrauchende Mütter geht. Dass Drogenkonsum und Harm Reduction, also die Verhinderung von Schäden durch den Drogenkonsum, auch ein feministisches Thema sind, war für sie überraschend.</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Vielen Feminist*innen ist gar nicht bewusst, wie wichtig das Thema mentale Gesundheit auch für Frauen mit HIV oder für Drogengebraucher*innen ist.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Sasha Gurinova</cite></blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ein anderes Beispiel ist das Thema mentale Gesundheit. Vielen Feminist*innen ist gar nicht bewusst, wie wichtig dieses Thema auch für Frauen mit HIV oder für Drogengebraucher*innen ist. Ich denke da zum Beispiel an die Workshops zum Thema Schwangerschaft und HIV, die die Deutsche Aidshilfe in <a href="https://www.aidshilfe.de/medien/md/aidshilfe2024/peer-unterstuetzung-fuer-schwangere-frauen-mit-hiv-in-tadschikistan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tadschikistan </a>unterstützt. Da fahren Peers in kleine Dörfer, die sonst kaum Kontakt zur großen weiten Welt haben, und informieren über das Thema. Und dann haben ältere Frauen plötzlich einen Aha-Moment, weil sie zum ersten Mal in ihrem Leben davon hören, dass es postnatale Depressionen gibt – und plötzlich begreifen, was ihnen damals passiert ist.</p>

              </div>
    </div>
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            <img loading="lazy" decoding="async" class="lazyload js-lazyload"  alt="zwei Personen sprechen an einem Messestand, auf dem bunte Flyer liegen, dahinter Plakate mit der Auschrift "Drug policy is a feminist issue"" src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==" data-src="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2025/03/AWID-Forum_Sasha-Gurinova-1280x0-c-center.jpg" data-sizes="auto" width="1280" height="928" >
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Du hast in Bangkok auch einen Workshop zum Thema Mutterschaft und Drogen angeboten. Wie lief der ab?</strong></p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Workshop stieß auf riesiges Interesse und war voll. Am Anfang haben wir uns einen Film zum Alltag von drogenkosumierenden Müttern in verschiedenen Ländern angesehen und uns danach über unsere eigenen Erfahrungen und Geschichten in Bezug auf das Stigma HIV, Drogen und Mutterschaft ausgetauscht. Da gab es ganz viele Fragen, gerade von Leuten, die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt hatten, und wir haben auch über negative gesellschaftliche Vorurteile gegenüber drogengebrauchenden Müttern gesprochen. Dank der vertrauensvollen Atmosphäre konnten wir alle unsere Gedanken teilen, Fragen stellen und respektvoll miteinander diskutieren.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was waren das zum Beispiel für Erfahrungen und Geschichten, über die ihr euch ausgetauscht habt?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Besonders eindringlich war für mich die Erzählung einer Frau aus Kenia. Sie ist mit einer drogenkonsumierenden Mutter großgeworden, die sie als sehr liebevoll beschrieb. Aber sie hat sehr darunter gelitten, dass der Drogenkonsum ihrer Mutter ein riesiges Tabu war, niemand durfte davon wissen und die Mutter konnte auch nie jemanden um Hilfe bitten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Zum Thema Drogenkonsum gab es sogar eine Karaoke-Nacht unter dem Titel „Sex, Drugs, and HIV“. Was hat es damit auf sich?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bei der Karaoke-Nacht konnten alle, die wollen, einen Song singen, der für sie mit dem Thema zu tun hat, und dann den anderen erzählen, welche Bedeutung das Lied für sie hat. Ein Klassiker war natürlich „Rehab“ von Amy Winehouse, aber wir hatten auch Sexarbeiterinnen und Frauen mit HIV, die da gesungen und aus ihrer ganz persönlichen Geschichte erzählt haben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Du hast schon viel von der solidarischen Atmosphäre und der Energie und der Kreativität auf dem Forum erzählt. Wie war es dann, nach einem Konferenztag wieder in den Alltag zurückzukehren?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Diese Atmosphäre hat uns eigentlich die ganze Zeit begleitet. Einmal zum Beispiel war ich im Bus zum Veranstaltungsgelände unterwegs und eine Teilnehmerin sprach mit ihrer Sitznachbarin über Menstruationstassen. Die kannte die noch gar nicht und war begeistert. Und in kürzester Zeit diskutierte der halbe Bus über Menstruationstassen, es gab „Shopping-Tipps“ und viel Lachen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wenn du erzählst, wird die Energie spürbar, die du in Bangkok erlebt und mitgebracht hast. Wie trägst du das weiter, wie bringst du Feminismus in die HIV-Prävention?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das ist Teil meiner täglichen Arbeit. Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen versuche ich, Sichtbarkeit für frauenspezifische Themen, für das Thema Frauen mit HIV und für das Thema drogenkonsumierende Frauen herzustellen. Ich setze mich dafür ein, dass Ressourcen für frauenspezifische Themen bereitgestellt werden. Und ich versuche, gemeinsam mit anderen Räume für den solidarischen Austausch zu öffnen – wie auf dem AWID-Forum in Bangkok. Die Möglichkeit, mich in einem so internationalen, intersektionalen Kontext zu beteiligen, und die vielen verschiedenen Erfahrungen von trans Menschen, Sexarbeiter*innen und Menschen aus indigenen Communitys, die ich dort kennenlernen durfte, haben mir neue Ideen und Perspektiven für die internationale Arbeit der Deutschen Aidshilfe gegeben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="tRjuY9zZ5m"><a href="https://magazin.hiv/magazin/harm-reduction-und-hiv-praevention-schwieriger-denn-je/">Harm Reduction und HIV-Prävention schwerer denn je</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Harm Reduction und HIV-Prävention schwerer denn je&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/harm-reduction-und-hiv-praevention-schwieriger-denn-je/embed/#?secret=6o1fZFqRJv#?secret=tRjuY9zZ5m" data-secret="tRjuY9zZ5m" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="LquFrCGAvD"><a href="https://magazin.hiv/magazin/global/covid-19-frauen-mit-hiv-in-osteuropa/">Leben mit zwei Pandemien: Covid-19 und Frauen mit HIV in Osteuropa</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Leben mit zwei Pandemien: Covid-19 und Frauen mit HIV in Osteuropa&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/global/covid-19-frauen-mit-hiv-in-osteuropa/embed/#?secret=09EGygLCdP#?secret=LquFrCGAvD" data-secret="LquFrCGAvD" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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			</item>
		<item>
		<title>Frohes Märzchen!</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/frohes-maerzchen/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/frohes-maerzchen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Holger Sweers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2025 09:18:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Marteniza]]></category>
		<category><![CDATA[Märzchen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1558106</guid>

					<description><![CDATA[Mit Martenizi (Plural von Marteniza) wünscht man sich in Bulgarien zum 1. März traditionell Glück, Gesundheit und ein langes Leben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Mit Martenizi (Plural von Marteniza) wünscht man sich in Bulgarien zum 1. März traditionell Glück, Gesundheit und ein langes Leben.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In der HIV-Prävention setzen die Deutsche Aidshilfe und viele ihrer Mitgliedsorganisationen die&nbsp;<a target="_blank" href="http://www.feste-der-religionen.de/feste/martenizi.html" rel="noreferrer noopener">Marteniza-Bändchen</a>&nbsp;seit vielen Jahren ein. Entstanden ist die Idee dazu im Rahmen des Projekts „Migrantinnen und Migranten als Multiplikator*innen für die HIV/STI-Prävention“ (MuMM).</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a target="_blank" href="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/marteniza-talisman-und-turoffner/" rel="noreferrer noopener">Zunächst stand dabei die Sexarbeit im Vordergrund</a>, denn viele Sexarbeiter*innen in Deutschland stammen aus Bulgarien oder Rumänien.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mittlerweile aber dient der schöne Brauch ganz allgemein dazu, ohne viel Worte zu sagen: Mir ist wichtig, dass es dir gutgeht, ich wünsche dir Glück und Gesundheit und ein langes Leben!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ein Marteniza-Bändchen sagt: Mir ist wichtig, dass es dir gutgeht!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
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<p>Jedes Jahr verteilen Projekte, die mit Migrant*innen aus Osteuropa arbeiten, hunderte Postkarten mit guten Wünschen auf Deutsch, Bulgarisch und Rumänisch, zusammen mit einem Marteniza-Band fürs Handgelenk, das aus zwei ineinander verdrehten Fäden in Rot und Weiß besteht.</p>

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<p>Die Karten bieten Platz für Infos zu lokalen Beratungs-Projekten und laden dazu ein, sich über das Thema sexuelle Gesundheit zu informieren.</p>

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<p>Die Erfahrungen sind fast durchweg positiv. Die Marteniza-Bändchen wirken oft als Türöffner, weil sie für viele Beschenkte ein Stück Heimat sind. Oft sind die beschenkten Personen überrascht, dass sie so etwas von deutschen Einrichtungen bekommen. Das wirkt sich für die Projekte auch langfristig positiv aus, denn sie bauen so Vertrauen auf und können ihre Angebote bekanntmachen.</p>

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<p></p>

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<p><strong>Hinweis</strong>: Vom 17. bis 30. März 2025 finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „Menschenwürde schützen“ statt. Die Deutsche Aidshilfe wird in diesen zwei Wochen eine Reihe von Online-Angeboten und Medien zum Thema Rassismus bereitstellen, an denen alle Mitglieder, Partner*innen und Interessierte aus Gesundheitswesen, Beratung und Betroffenenhilfe, aber auch Communitymitglieder teilnehmen können. Diese Angebote berücksichtigen intersektionale Diskriminierungsformen, die Traumata bei Betroffenen, ihren Familien sowie Mitarbeiter*innen in Aidshilfen und Beratungsinstitutionen hervorrufen können. Weitere Informationen:</p>

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<p><a href="https://www.hiv-migration.de/aktuelles/internationale-wochen-gegen-rassismus-unser-programm">https://www.hiv-migration.de/aktuelles/internationale-wochen-gegen-rassismus-unser-programm</a></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Ältere Beiträge zum Thema (Auswahl)</strong></p>

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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="F8PuQqIG28"><a href="https://magazin.hiv/magazin/marteniza-talisman-und-turoffner/">Marteniza: Talisman und Türöffner</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Marteniza: Talisman und Türöffner&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/marteniza-talisman-und-turoffner/embed/#?secret=cjd99GdW0V#?secret=F8PuQqIG28" data-secret="F8PuQqIG28" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="k7ezufQGQb"><a href="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/manchmal-muss-es-eben-mumm-sein/">Manchmal muss es eben MuMM sein</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Manchmal muss es eben MuMM sein&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/manchmal-muss-es-eben-mumm-sein/embed/#?secret=OLkPZeqYOx#?secret=k7ezufQGQb" data-secret="k7ezufQGQb" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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		<title>Gedenken an Dr. Jörg Gölz</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/gedenken-an-dr-joerg-goelz/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/gedenken-an-dr-joerg-goelz/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Holger Sweers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jun 2023 11:13:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern und Gedenken]]></category>
		<category><![CDATA[HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Gölz]]></category>
		<category><![CDATA[Substitution]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1554714</guid>

					<description><![CDATA[Der Sucht-, HIV- und Hepatitis-Mediziner Dr. Jörg Gölz ist Ende Juni 2023 im Alter von fast 80 Jahren verstorben. Wir erinnern mit einem Gedenkbuch an ihn.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Der Sucht-, HIV- und Hepatitis-Mediziner Dr. Jörg Gölz ist Ende Juni 2023 im Alter von fast 80 Jahren verstorben. Wir erinnern mit einem Gedenkbuch an ihn.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dr. Jörg Gölz war Pionier einer akzeptierenden Sucht-, HIV- und Hepatitismedizin. Seinen Weg vom Anhänger des Abstinenz-Dogmas zu einem Vorreiter der Substitutionsbehandlung hat er 2011 im Beitrag „<a href="https://www.hivandmore.de/archiv/2011-sonder/goelz.shtml" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein kleines Mädchen bricht schulmedizinische Ideologie</a>“ eindrücklich beschrieben.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Jörg Gölz war seit 1986 als Arzt in Berlin tätig und hat auch als langjähriges Mitglied im Vorstand der <a href="https://www.dagnae.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dagnä </a>und der <a href="https://dgsuchtmedizin.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin</a> viel bewegt. Der Deutschen Aidshilfe und der Aidshilfearbeit war er dabei stets verbunden.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir sind diesem Aktivisten für Selbstbestimmung und Würde sehr dankbar und werden sein Andenken in Ehren halten.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong><em>Wer Bilder (nur mit Einverständnis der abgebildeten Person/en und Fotograf*innen-Angaben), Zitate von Jörg Gölz oder andere Erinnerungen teilen möchte, kann sich gerne an die Redaktion wenden (redaktion@dah.aidshilfe.de)</em>.</strong></p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Gern verweisen wir auch auf den persönlichen <a href="https://www.dagnae.de/2023/07/nachruf-joerg-goelz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nachruf auf Jörg Gölz von Christoph Mayr und Hans Jäger</a> auf der Homepage der dagnä.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Dr. med. Albrecht Ulmer</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Er war einer der ganz Großen unter uns, vielleicht der genialste, umfassendste. Seine Anstöße haben die deutsche HIV- und Hepatitis-Medizin und besonders auch die Suchtmedizin über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Es gibt nicht viele Ärzte, die sich gleichermaßen prominent auf HIV, Hepatitis und Suchtmedizin spezialisiert haben. Unter den wenigen war er der prominenteste und brillanteste. Er gehört zu den Menschen, bei denen man das Gefühl hat, ihnen mit keiner Beschreibung, keinem Nachruf gerecht werden zu können.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Wort brillant ist schon gefallen. Das war er. Er konnte formulieren wie kein zweiter, ob in Vorträgen, Reden, Diskussionen oder auch in seinen zahlreichen Publikationen. Eine schöne Kostprobe findet sich <a href="https://www.hivandmore.de/archiv/2011-sonder/goelz.shtml">hier</a>. Seine Bücher – sowohl zu HIV als auch zu Substitutionsbehandlungen – schafften es, Klassiker im Fachbuchmarkt zu werden und von großen Verlagen verlegt zu werden. Wer schafft das sonst als niedergelassener Allgemeinarzt? Niemand. Nur Jörg schaffte es wie selbstverständlich. Wenn er auf der Rednerliste stand, wusste man: Es lohnt sich hinzugehen. Er hat ganze Säle in seinen Bann gezogen. Immer war alles klar, logisch, einleuchtend, mit gut verständlichen, oft zu Herzen gehenden Beispielen durchsetzt, nie extrem, aber doch mit spürbarer, visionärer Weite.</p>

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<p>Die basierte immer darauf, dass er sich vom einzelnen Menschen betreffen ließ, nach bestmöglichen Lösungen suchte und dafür auch bereit war, sich in Gremien und Vorständen von Fachgesellschaften zu engagieren. Dabei brauchte er weniger Energie im Klein-Klein als mancher andere. Er schaffte es mit seiner visionären und brillanten Art, Dinge entscheidend weiter zu bewegen. Ein Beispiel war, dass er den Kongress der Dt. Gesellschaft für Suchtmedizin nach Berlin holte. Der Tagungsort Ludwig-Erhard-Haus ist für die DGS mit seinem Namen verbunden, und – wen wundert es – auch das Engagement dieser Gesellschaft gegen Diskriminierungen aller Art. Nicht von ungefähr wurde er zum Ehrenvorsitzenden der DGS erklärt. Und auch das Bundesverdienstkreuz war hochverdient.</p>

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<p>Lassen Sie mich dazu zwei besondere Aspekte hervorheben, die ihm sicher gleichermaßen Anliegen gewesen wären.<br>Erstens: Was für ein einzigartiger Facharzt konnte er aus der Grundlage heraus, Allgemeinmediziner zu sein, werden! Die Standespolitik späterer Jahre wollte immer mehr Trennung zwischen Haus- und Facharzt festschreiben, z. B. mit Hausarztverträgen, die solche Entwicklungen wie bei Jörg gar nicht mehr zulassen. Wie gut, dass wir noch die Zeit davor erleben konnten! Welche be-eindruckenden Entwicklungen und welche Spitzenleistungen das hervorbringen kann, wenn man Allgemeinärzten die Möglichkeit gibt, sich zum Facharzt-ähnlichen Spezialisten zu entwickeln, dafür war Jörg das beste Beispiel! Die Prägung durch die allgemeinärztliche Grundlage bedeutet dabei immer eine besondere, umfassend menschliche Note. Deren Wert kann man gar nicht hoch genug schätzen. Jörg hat das gelebt wie kaum jemand sonst.</p>

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<p>Zweitens: Es ist sicher in Jörgs Sinn, wenn ich hier einmal auf die Deutsche AIDS-Hilfe hinweise. Dass dort dafür gesorgt wird, großartigen Menschen wie Jörg gebührende Nachrufe zu organisieren, in denen gerade auf menschliche Größe hingewiesen wird, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Das zeigt: Auch in den Reihen der Dt. AIDS-Hilfe ist eine besondere Menschlichkeit, weit über das Tagesgeschäft hinaus, zu Hause, und eben Grundlage allen Engagements.</p>

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<p>Gibt es etwas, was ich mir als bleibenden Wunsch von Jörg vorstellen kann? Die Würde aller Menschen, besonders der von Krankheit und Schicksal gebrochenen Menschen, war ihm immer das größte Anliegen. Dazu passt die ganze Drogenprohibition überhaupt nicht. Dazu passen auch keine Diskriminierungen wegen ungewöhnlich erscheinender Geschlechtsidentität. Und wir waren uns darin einig, dass in der Vorbeugung und Behandlung von Suchtkrankheiten noch wirklich viel Verbesserung nötig ist – und möglich!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Bärbel</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du bist nicht mehr da, unvorstellbar. Du hast für mich immer zu den Menschen gehört, die man einfach kontaktieren kann, wenn einen eine Frage umtreibt oder Unterstützung braucht. Ich habe dich als unerschrockenen, unangepassten und äußerst engagierten Menschen erlebt, das fand ich immer erfrischend und ermutigend. Wir teilten die Nikotinabhängigkeit, und vor vielen Jahren musste ich deshalb auf einer Tagung herzlich lachen. Du hast auf dem Podium gesessen und dich sichtlich gelangweilt. Plötzlich bist du aufgestanden und wolltest gehen, der Moderator war perplex und fragte dich, wo du hingehst, und du sagtest, „Sie stellen mir keine Frage, dann kann ich auch rauchen gehen“. Für Menschen, die Hilfe brauchten, hast du dir die Zeit genommen und dich auf ganz unterschiedlichen Ebenen eingesetzt. Du hast für eine bessere und gerechtere Versorgung von Drogengebrauchenden und HIV-positiven Menschen gekämpft und vieles bewegt. Deine mitreißenden Vorträge auf Kongressen und Tagungen werden sicherlich vielen Menschen in Erinnerung bleiben. Ohne dich wird es trister und langweiliger, du fehlst. „Next slide, please…“</p>

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<p><strong>Winfried Holz</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Es gibt Menschen, die muss man nicht gut kennen, viel von ihnen gelesen oder gehört haben, um von ihnen eingenommen zu sein. Für mich als langjährigen Patienten im Praxiszentrum Kaiserdamm war er zwar nie mein behandelnder Arzt, aber einige Termine bei ihm gab es doch. Ich erinnere einen Arzt, wie man ihn sich wünscht: schnörkellos, knapp, offen, aber doch voller Zuwendung. Wenn ich jetzt hier im magazin.hiv von ihm und über ihn lese, denke ich, ja, das passt völlig! Und so werde ich ihn in Erinnerung behalten als einen Vertreter einer – hoffentlich nicht aussterbenden – Sorte höchst engagierter, fähiger Ärzte, die den Menschen sehen und das, was nötig ist. Das tun sie dann auch, im Einzelfall in ihrer Praxis, aber genauso in den großen Zusammenhängen, standes- wie allgemeinpolitisch – das war vor 35 Jahren so wichtig wie heute!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Heino Stöver/akzept e.V.</strong></p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir haben uns lange nicht mehr gesehen, Jörg! Zuletzt in Kathmandu/Nepal – da warst Du – wie immer – auf den Punkt, hast Menschen geholfen, die in großer Not waren, flexibel, verantwortungsvoll, einfach klasse!</p>

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<p>In den 90igern hast Du bereits in meinen Fortbildungsseminaren für die DAH über HIV und Substitution gesprochen, du warst ein Champion! Und dann Hilfe für Menschen mit HCV und HIV geleistet – das waren Deine Themen, die Du auch in Publikationen und auf Konferenzen vertreten hast wie kein anderer! Engagiert, informiert, immer sehr druckvoll!</p>

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<p>Ich kann mich sehr gut an Deine Vorträge erinnern – Du hast Mut gemacht, Du hast den Menschen vermittelt, dass sie etwas ändern können!<br>Und Du hast politische Änderungen eingeklagt – und das sehr erfolgreich! Ohne Dich wären wir in der Substitution und auch in anderen Gebieten nicht da wo wir sind!</p>

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<p>Danke!!</p>

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<p><strong>Ingo Ilja Michels</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Tod von Jörg Gölz hat mich sehr traurig gemacht, weil ich mir gar nicht vorstellen kann, ihm nicht mehr zu begegnen auf Kongressen und Treffen zum Drogen- und Aids-Geschehen. Ich bin ja nun auch schon seit einigen Jahren im „Ruhestand“ und habe Jörg schon eine Zeitlang nicht mehr getroffen, da ich auch nicht mehr in Berlin lebe.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dennoch hat mich die Nachricht über seinen Tod sehr betroffen gemacht, weil ich noch immer teilhabe am Drogen- und Aids-Geschehen, und dort spielt Jörg als Lehrer und Kollege eine sehr wichtige Rolle.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Schon als ich 1987 zur Deutschen Aidshilfe kam und dort den Drogen- und Knastbereich mit aufbauen konnte mit Helmut Ahrens und anderen, wurde mir klar, wie sehr auch gerade Menschen, die illegalisierte Drogen (in diesem Fall Heroin) unter unglaublich unhygienischen Bedingungen konsumieren mussten, sich reihenweise mit HIV infizierten. Und das war zu diesem Zeitpunkt ein fast sicheres Todesurteil! Es gab damals nur wenige niedrigschwellige Hilfeeinrichtungen und es gab nur sehr wenige Ärztinnen und Ärzte, die sich um drogenkonsumierende Menschen kümmerten und die Behandlung mit Substitutionsmitteln wie Methadon war noch verboten und weithin verpönt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich wusste gar nicht, dass auch Jörg damals noch skeptisch war und erst durch seine persönlichen Erfahrungen und seine Menschlichkeit dazu kam, hier sofortige und bedingungslose Hilfe zu leisten. Ich habe ihn erst später persönlich kennen gelernt, als er schon engagiert war in der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS) und sich dort einsetzte gegen die Drogenverbotspolitik, für eine angemessene medizinische und soziale Hilfen auch für Menschen, die nicht bereit oder in der Lage waren, abstinent zu leben. Und er setzte sich ein für einen respektvollen Umgang mit diesen Menschen. Das hat mir sehr imponiert, weil er zu einer nur kleinen Zahl engagierter Mediziner*innen (und besonders Psychiater*innen) zählte, die das taten.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Später habe ich ihn, wie viele andere, als begnadeten Redner auf vielen Kongressen kennen- und schätzen gelernt und als Autor unzähliger wichtiger Artikel in Fachzeitschriften. Ich habe ihn sehr geschätzt und konnte ihn – auch als ich im Ausland (in China und in Zentralasien) tätig war &#8211; immer kontaktieren und auch mit Kolleg*innen von dort aufsuchen in der Praxis am Kaiserdamm. Auch als ich im Bundesministerium für Gesundheit tätig war in der Geschäftsstelle von verschiedenen Drogenbeauftragten, konnte ich immer auf seine Fachexpertise zählen, um die dortigen Ministerialbeamten zu informieren und zu überzeugen von neuen, oft sehr umstrittenen Wegen in der Behandlung von HIV/Aids und Drogenabhängigkeit.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Er hat sich auch schon für die Behandlung von Hepatitis C eingesetzt, als diese Behandlung noch umstritten war bei Drogenkonsumierenden, noch sehr teuer und noch sehr nebenwirkungsreich. Dennoch sollte Menschen geholfen werden, mit dieser Erkrankung zu leben!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Jörg hat alle „heißen“ Themen mit großer Offenheit angefasst und die Schwerpunktpraxis war offen für alle oft diskriminierten Menschen, ob queer oder drogenkonsumierend! Er hat seine Arbeit auch umfassend dokumentiert, um die Fachdiskussion zu befeuern mit neuen Erkenntnissen, zum Beispiel zu der Frage, welche Substitutionsmittel zu welchen „Typen“ von Drogenkonsumierenden passen könnten, wobei dieser Begriff von „Typ“ nichtdiskriminierend gemeint war, sondern von menschlichem Interesse geleitet!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das hat ihn ausgezeichnet und ich habe seine Arbeit deshalb auch sehr geschätzt! Leider habe ich ihn in den letzten Jahren nicht mehr getroffen und viel zu wenig gewusst vom „Menschen“ Jörg Gölz und seinem familiären Hintergrund. Ich denke mit großer Wehmut und mit großem Respekt an ihn. </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Jürgen Heimchen und Heidrun Behle/Elterninitiative für akzeptierende Drogenarbeit Wuppertal</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Nachricht vom Tode Dr. Gölz betrübt uns sehr.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Arbeit und Erfahrungen mit seinen Patienten waren Motor für ihn, sich auch außerhalb des Praxisalltags zu engagieren &#8211; für eine erfolgreiche, bessere Substitutionsbehandlung, für eine Entstigmatisierung Drogen gebrauchender Menschen, für eine akzeptanzorientierte Behandlung, die eben nicht ausschließlich auf Abstinenz ausgerichtet ist, u.v.m.<br>Für uns Eltern Drogen konsumierender &#8211; später auch substituierter &#8211; Söhne und Töchter waren seine sehr klaren Vorstellungen und Forderungen vor vielen Jahren ein großer Hoffnungsschimmer.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir lernten Dr. Gölz kennen während der DGS-Kongresse. Er besaß eine außergewöhnliche persönliche Ausstrahlung, und seine mitreißenden Vorträge verpassten wir nie. Trotz ernster Thematik schien dabei ab und an eine humorvolle Seite von ihm durch, die wir auch sehr an ihm schätzten.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir sind dankbar, ihm begegnet zu sein, und werden uns immer gern an ihn erinnern!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Gerd Klausen</strong></p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Danke Jörg!<br>Ich durfte noch während Deiner aktiven Praxiszeit über 8 Jahre eng mit Dir zusammen arbeiten und ich habe unglaublich viel von Dir gelernt. Medizinisch, aber vor allem auch menschlich.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du warst der einzige echte medizinische „Lehrer“ für mich und ich bin sehr dankbar, Dich auch jenseits Deiner schillernden öffentlichen Persönlichkeit kennengelernt zu haben.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dein Mut und Deine Toleranz und Vorurteilslosigkeit (oder zumindest die immer gelebte Suche danach) haben mich nachhaltig beeindruckt und in meinem Leben – nicht nur als Arzt – geprägt.</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ruhe in Frieden, Du kannst Dir sicher sein, dass Du vieles bewegt hast. Politisch, medizinisch, aber auch persönlich bei den Menschen, die Dich begleiten durften.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Dorothea Schleehauf</strong></p>

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  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du kamst durch Zufall in mein Leben. Über eine gemeinsame Freundin, die leider viel zu früh starb.</p>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sie meinte, Du würdest eine Kollegin/einen Kollegen suchen, die/der Dich vertreten könnte, wenn Du auf Veranstaltungen oder auf Kongressen etc. weiltest. Das war im Frühjahr 1994.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich vertrat Dich einige Male in Deiner alten Praxis in der Kantstrasse. Mein erster Eindruck war der eines gutaussehenden, sympathischen Arztes am Schreibtisch mit vollem Aschenbecher, aus dem es noch qualmte.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich arbeitete dann für sechs Monate mit dem Deutschen Notärztekommittee&nbsp;Cap Anamur in Ruanda nach dem Genozid.</p>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du meintest vor meiner Abreise, ich sollte mich doch mal melden. Du hättest eine Zusammenarbeit mit dem Internisten Arend Moll in Planung. Die spezialisierte Praxis für Onkologie und HIV-Medizin wolltet Ihr um Deinen Schwerpunkt Suchtmedizin ausbauen.</p>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>An Weihnachten 1994 rief ich Dich von Kigali aus an. Herzlich und enthusiastisch, wie ich Dich kannte, versprachst Du mir, dass ich auf jeden Fall nach meiner Rückkehr bei Dir mitarbeiten könnte. Geplanter Beginn der neuen Gemeinschaftspraxis am Kaiserdamm sei der 01. April 1995. So kam es, dass Du und Arend, zusammen mit der Onkologin Hannelore Seibt, das Praxiszentrum Kaiserdamm im April 1995 aus der Taufe hobt. Und ich kam am 02.05.1995 dazu.&nbsp;</p>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Es gab viele Ups and Downs, weitere Räumlichkeiten im gleichen Haus wurden angemietet und wieder aufgegeben, neue Kolleginnen und Kollegen kamen und gingen. Die meisten von ihnen sind weiterhin im HIV- und Suchtbereich tätig. Einige von ihnen sind zu Freundinnen und Freunden geworden. </p>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Rauchen im Sprechzimmer musstest Du aufgeben, aber ansonsten habt Ihr Euch über 20 Jahre gut ergänzt, der Arend und Du.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du hast mir vieles beigebracht. Es war schön, in einer Atmosphäre zu arbeiten, in der jeder Tag neue Erkenntnisse brachte, wir ständig alternative Wege suchten, Patientinnen und Patienten zu helfen. In einer Zeit, als Drogenabhängige und HIV-Infizierte diskriminiert wurden und HIV/AIDS nur unzureichend behandelbar war.</p>

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  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zusammen mit dem Auguste-Viktoria-Krankenhaus und Berliner Kolleginnen und Kollegen wurde das Schöneberger Modell einer praxis- und klinikverzahnten Behandlung gegründet. Später kam das Studienzentrum EPIMED dazu, das vielen Patientinnen und Patienten ermöglichte, schon vor der Medikamentenzulassung neue Optionen zu ergreifen. </p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Stigmatisierung der Betroffenen, besonders der Drogenabhängigen, zu bekämpfen war das Hauptanliegen von Dir. So kam es zu Kondomvergaben an Hotspots, Spritzenvergaben an Drogenabhängige im Knast und an Umschlagplätzen, Broschüren über Umgang mit HIV-Infizierten (Händeschütteln und Küssen erlaubt, Sex nur geschützt, Schwangerschaften ein No Go, obwohl es immer wieder passierte).&nbsp; Es hat lange gedauert, bis wir da waren, wo wir heute sind.&nbsp;</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du warst derjenige, der den Mut und das Charisma hatte, diese medizinische Problematik den Kolleginnen und Kollegen, der breiteren Öffentlichkeit und der Politik zuzuführen. Es war Dein tiefes Anliegen, dass alle betroffenen Menschen der Hilfe und Therapie teilhaftig werden können. Ich war und bin stolz auf Dich.&nbsp;</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du warst es auch, der mir den entscheidenden Tipp für das Arzt-Patient-Gespräch verraten hat: Höre jedem Menschen, der vor Dir sitzt, eine ganze Minute lang zu, ohne ihn zu unterbrechen; er wird es Dir danken.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auch dafür, lieber Jörg, danke ich Dir.&nbsp;</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du fehlst mir.&nbsp;</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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          </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Ilse Grosch-Woerne</strong>r</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Lieber sehr verehrter Herr Dr. Gölz,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>es sind wahrlich alle Lobpreisungen, die Menschen formulieren können, Ihnen zuteil geworden.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Und sie sind so wahr &#8211; eine sehr große Gemeinde wird Sie nie vergessen, das Netzwerk der Kämpfer für HIV-betroffene Menschen in einer Welt voller Misstrauen, Abwehr, eigener Angst projiziert auf die Schwachen der Gesellschaft.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p>Dass Kinder in Ihrer Tätigkeit eine Rollle gespielt haben, haben Sie selbst eindrücklich beschrieben. Und diese Geschichte, trefflich kommentiert von Herrn Ulmer, gibt mir die Gelegenheit zu sagen, dass Ihnen nicht nur die Metamorphose vom Allgemeinarzt zum Facharzt gelungen ist, sondern sie haben Ihr Tun auch in die Kinderheilkunde transferiert: Die Kinder waren damals &#8211; wie immer &#8211; das schwächste Glied in der Kette, aber leider nicht von HIV verschont. Zunächst hat immerhin das BMJFFG in dieser durch Angst und Unkenntnis von Diagnostik und Therapie dominierten Zeit ab 1985 zur Primärversorgung ein Modellprojekt genehmigt, das entsprechend der Natur eines Modellprojektes nur eine bestimmte Laufzeit hat: Das Ende war für den 1.7.1991 ministeriell&nbsp;festgelegt. Und klar war &#8211; wer übernimmt die Weiterfinanzierung in welcher Form? KV, Ministerien, Ermächtigungen, Tagesklinik? Niemand hat die Hand erhoben &#8211; und genau hier, als die Existenz der Arbeitsgruppe HIV und Kinder mit Geburtsmedizin und Neonatologie auf der Kippe stand auf dem Weg ins Aus , hat Herr Gölz mehrere Male spontan angeboten, seine Strukturen auszubauen und die Kinderbetreuung mit ihren vielen Problemen (Mütter waren auch HIV-betroffen, die Dealer auf dem Klinikhof, Geld musste beschafft werden) irgendwie zu schultern.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das gab uns in großer Notlage Mut, weiter zu kämpfen und den Kindern als ausgewiesene hilflose Zielscheibe der Diskriminierung (sie sollten z.B. nicht in den Kindergarten, die Schulen blockierten) einen Schutzraum bieten zu können und von der medizinischen Erfahrung des Allgemein/Facharztmediziners Gölz zu profitieren.</p>

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<p>Ich denke, dass es mir erlaubt ist, im Namen aller damals Beteiligten aller Fachgruppen zu danken, es war eine interdisziplinäre Herausforderung auch in der Kinderheilkunde, der sich viele stellten, allen voran Herr Dr. Gölz.&nbsp;</p>

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<p>Sehr sehr herzlichen lieben Dank, Herr Gölz.</p>

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<p>Ihre Ilse Grosch-Woerner</p>

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<p><strong>Berliner Aids-Hilfe e.V. – Vorstand und Mitarbeiter*innen</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Still war es nie um Dr. Jörg Gölz. Er war Arzt und Menschenfreund durch und durch. Er war Pionier, Türöffner und zugleich Wegbegleiter für HIV-positive Menschen und für die Berliner Aids-Hilfe. Mit Beginn seiner medizinischen Laufbahn beherrschten HIV und Aids schnell seinen beruflichen Alltag. Die unheilbare Krankheit brach über uns alle herein, mit all ihren Ausprägungen. Da war es gut, Menschen wie Dr. Jörg Gölz unter sich zu wissen – ein Arzt, der Menschen nicht ausgrenzte, sie nicht seiner Praxistür verwies sondern &#8211; ganz im Gegenteil – diese Tür für sie öffnete. HIV-positive Patient*innen, die in den Anfangsjahren von HIV und Aids von anderen Praxen verstoßen wurden, erhielten bei ihm ihre medizinische Behandlung.</p>

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<p><a href="https://www.hivandmore.de/archiv/2011-sonder/goelz.shtml">In einem eindrucksvollen Beitrag</a> bei hivandmore aus dem Jahr 2011 schildert er selbst, wie er sich von der klassischen Schulmedizin mit ihren einengenden Ideologien und Dogmen emanzipierte und neue, viel erfolgreichere Wege beschritt: Anstatt drogenabhängigen Menschen eine Substitution zu verweigern, öffnete er sich der Substitutionstherapie oder besser noch: eröffnete er mit seiner Praxiserfahrung der Substitutionstherapie den Weg, drogengebrauchenden Menschen zu helfen, wie wir sie heute in weiterentwickelter Form kennen. Nicht das Verbot half den Menschen, sondern sich über das ihm aus einer fehlgeleiteten Gesundheitspolitik auch als Arzt auferlegte Verbot hinwegzusetzen und den Menschen mit „Verbotenem“ zu helfen: Mit der Gabe von Opiaten schenkte er vielen Menschen ein neues, ein zweites Leben. </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Erfolge seiner Substitutionspatient*innen gaben ihm Recht und halten bis heute an. Dies ist vielleicht das größte Vermächtnis, das Dr. Jörg Gölz uns allen hinterlässt. Darüber hinaus sind wir als Berliner Aids-Hilfe gemeinsam mit den ungezählten Menschen in Berlin und über die Stadtgrenzen hinaus für seine Expertise und seinen Umgang mit HIV und Aids so unendlich dankbar, dankbar auch dafür, dass er sich jedem individuellen Schicksal mit voller Aufmerksamkeit angenommen und so gut er konnte geholfen hat. Dr. Jörg Gölz war ein einzigartiger Mensch, ein Glücksfall für uns alle! Danke, Jörg, dass wir mit dir arbeiten und dich erleben durften!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Astrid Leicht, Fixpunkt e.V.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Jörg Gölz war ein Pionier der Berliner Suchtmedizin. Was heutzutage viele Menschen gar nicht wissen: Mitte der achtziger Jahre war jede:r dritte Mensch, der Heroin injzierte, HIV-infiziert. Es gab keine HIV-Therapiemöglichkeit. In dieser Zeit beherrschte die Abstinenz-Ideologie die Drogenhilfe, die deshalb der HIV-Epidemie unter drogengebrauchenden Menschen hilflos gegenüber stand. In dieser bleiernen Zeit war Jörg nach meiner Erinnerung der erste niedergelassene Arzt in Berlin, der zugewandt und pragmatisch HIV-positive und schwangere Heroinabhängige mit Polamidon behandelte.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Jörg prägte und formte über Jahre hinweg die HIV- und Suchtmedizin und stellte die Weichen für einen Paradigmenwechsel der Berliner Drogenhilfe. Ich lernte ihn in den Achtzigern als ehrenamtliche Aktivistin in der Berliner Aidshilfe und Fixpunkt-Mitbegründerin kennen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Seine Persönlichkeit, seine Haltung und Fachlichkeit waren für mich und mein Fixpunkt-Engagement prägend. Danke!</p>

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<p></p>

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			</item>
		<item>
		<title>„Wir sind zur Zielscheibe geworden“</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/anti-homosexualitaets-gesetz-uganda/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/anti-homosexualitaets-gesetz-uganda/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Holger Sweers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2023 16:51:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Global]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Homosexualitäts-Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[LGBTIQA+]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1554696</guid>

					<description><![CDATA[Das ugandische „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ führt zu Diskriminierung, Schikanen, Erpressung und Verletzung der Rechte von LGBTIQ*-Personen durch die Polizei und auch die Gesellschaft.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Das ugandische „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ führt zu Diskriminierung, Schikanen, Erpressung und Verletzung der Rechte von LGBTIQ*-Personen durch die Polizei und auch die Gesellschaft.</strong></p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Im Mai 2023 setzte der ugandische Präsident Yoweri Kaguta Museveni mit seiner Unterschrift den „<a href="https://www.parliament.go.ug/sites/default/files/The%20Anti-Homosexuality%20Act%2C%202023.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anti-Homosexuality Act</a>“ in Kraft. Wir sprachen mit Alex* (*Pseudonym, der Name ist der Redaktion bekannt), Geschäftsführer einer ugandischen NGO, über die Auswirkungen dieses Gesetzes auf LGBTIQ*-Personen, die Zivilgesellschaft und die HIV/Aids-Prävention und -Versorgung.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Lieber Alex*, du arbeitest für ein als NGO eingetragenes Netzwerk, das sich für Frauenrechte und Frauengesundheit im Kontext des Klimawandels sowie für die sexuelle und reproduktive Gesundheit und die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzt. Könntest du unseren Leser*innen das Netzwerk etwas näher vorstellen?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unser Netzwerk ist eine Frauenrechtsorganisation aus mehreren hundert Einzelmitgliedern und mehr als 30 registrierten und nicht registrierten Gruppen, darunter LGBTIQ*, Sexarbeiter*innen, Geflüchtete und Anwält*innen. Wir haben uns vor etwa zehn Jahren gegründet, um den Status und die Sichtbarkeit von Frauen, Mädchen und LGBTIQ* zu verbessern und uns für Klimagerechtigkeit, Gesundheit, Menschenrechte und wirtschaftliches Empowerment zu engagieren.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unsere NGO ist landesweit tätig, wir haben zwölf Vollzeitmitarbeiter*innen und zwei Ehrenamtliche, die die Aktivitäten der Organisation am Laufen halten.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unser Netzwerk befasst sich mit Fragen des Klimawandels, der Gesundheit von Frauen und der wirtschaftlichen Selbstversorgung und betreibt unter anderem Lobbyarbeit, Kompetenzentwicklung, die Bereitstellung von Gesundheitsdiensten sowie klimagerechte Landwirtschaft.</p>

              </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir können auf eine lange Erfolgsbilanz bei der Durchführung von Projekten in Uganda verweisen, unter anderem im Bereich der HIV-Prävention in Schlüsselgruppen. Dabei berücksichtigen wir die Grundsätze „niemanden zurücklassen“ und „nichts über uns ohne uns“.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden können wir marginalisierte Frauen auf dem Land, LGBTIQ* und Sexarbeiter*innen unterstützen. Durch unsere Netzwerke und Einzelmitglieder gelingt es uns, die Herausforderungen, mit denen die Schlüsselgruppen in Uganda konfrontiert sind, zu identifizieren und ihnen zu begegnen.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was sind die eklatantesten geschlechtsspezifischen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in Uganda?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Geschlechtsspezifische Ungleichheiten schränken die Möglichkeiten von Frauen und Mädchen ein, in vollem Umfang an Entwicklungsprogrammen in Uganda teilzunehmen und davon zu profitieren.</p>

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    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Diese Geschlechterungleichheiten werden durch formelle und informelle Institutionen wie das Patriarchat, Religion, Ehe und Familie sowie soziale und kulturelle Praktiken aufrechterhalten. Besonders wirkmächtig sind dabei die eklatanten Unterschiede beim Besitz von Vermögenswerten – insbesondere beim Landbesitz haben Frauen das Nachsehen, und auch was die Beschäftigungsmöglichkeiten angeht, haben Frauen im Vergleich zu Männern nur begrenzte Chancen.</p>

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    </div>
  </div>
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        <div class="quote">
          <svg role="presentation" class="quote__icon" aria-hidden="true"><use xlink:href="https://magazin.hiv/wp-content/themes/dah-theme/assets/svg-sprite/ui.svg?v=1.30.5#quote"></use>
			</svg>
          
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>Geschlechterungleichheit und Diskriminierung berauben Frauen und Mädchen ihrer grundlegenden Menschenrechte</p><cite>Alex*, Geschäftsführer einer ugandischen NGO</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
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  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Uganda entfallen außerdem sechs von sieben HIV-Neuinfektionen bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren auf Mädchen. Bei Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit HIV leben, doppelt so hoch wie bei gleichaltrigen Männern.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die hohe HIV-Prävalenz bei Frauen ist auf geschlechtsspezifische Ungleichheit und Diskriminierung zurückzuführen, die Frauen und Mädchen ihrer grundlegenden Menschenrechte beraubt – einschließlich des Rechts auf Bildung, Gesundheit und wirtschaftliche Entfaltung. Die daraus resultierende Entmachtung verwehrt Frauen und Mädchen auch sexuelle Autonomie, Entscheidungsmacht, Würde und Sicherheit.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Eine der schrecklichsten Formen der Geschlechterungleichheit ist geschlechtsspezifische Gewalt. Sie erhöht nachweislich das Risiko einer HIV-Infektion für Frauen und Mädchen, und bei Frauen, die mit HIV leben, kann sie den Zugang zur Behandlung und die Therapiefortführung beeinträchtigen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie ist die allgemeine Lage in Sachen HIV und Aids in Uganda? Wie sieht die Strategie der Regierung aus und wie wird sie vor Ort umgesetzt?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://www.afro.who.int/sites/default/files/2017-08/UPHIA%20Uganda%20factsheet.pdf">2017 lag die HIV-Prävalenz bei Erwachsenen von 15 bis 64 Jahren in Uganda bei 6,2 Prozent: 7,6&nbsp;Prozent bei Frauen und 4,7 Prozent bei Männern.</a> Das entsprach etwa 1,2 Millionen Menschen zwischen 15 und 64 Jahren, die in Uganda mit HIV lebten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nach <a href="https://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS?locations=UGhttps://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS?locations=UG">Angaben der Weltbank ist diese Prävalenz bis 2021 auf 5,2 Prozent gesunken</a>, während der Anteil der Frauen an allen Menschen mit HIV ab 15 Jahren von 62 auf 63 Prozent gestiegen ist.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Uganda wurde der Zugang zu HIV-Angeboten durch das 2014 verabschiedete <a href="https://chapterfouruganda.org/sites/default/files/downloads/The-HIV-And-AIDS-Prevention-And-Control-Act-2014.pdf">Gesetz zur Prävention und Kontrolle von HIV und Aids</a> erschwert. Es stellt Verhaltensweisen unter Strafe, die zu einer HIV-Übertragung durch Personen führen könnten, die ihren HIV-Status kennen, und erlaubt es Mitarbeiter*innen aus dem Gesundheitswesen, den HIV-Status einer Person gegenüber Dritten offenzulegen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dies hat vorhersehbarerweise dazu geführt, dass sich weniger Menschen auf HIV testen lassen. Der Anteil von Menschen aus den Schlüsselgruppen, die ihren HIV-Status kennen, HIV-Angebote in Anspruch nehmen, sich in Behandlung begeben und diese auch fortführen, ist immer noch gering. Dies ist auf mangelndes Wissen über HIV, die Kriminalisierung, Stigmatisierung und Diskriminierung in Verbindung mit einem hohen Maß an Menschenrechtsverletzungen zurückzuführen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ugandas <a href="https://uac.go.ug/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=24:hiv-prevention-1123&amp;catid=8&amp;Itemid=101">Fünf-Jahres-Strategie</a> gegen HIV und Aids ist ein Koordinierungsinstrument für die nationalen Aktivitäten, das auf Grundlage von Erfahrungen aus der nationalen HIV/Aids-Partnerschaft entwickelt wurde. Der Plan setzt Prioritäten für die Themenbereiche Prävention, Versorgung, Behandlung sowie soziale Unterstützung und skizziert die wichtigsten Schritte, um die Systeme für die Leistungserbringung zu stärken. Diese Prioritäten und Vorgaben spiegeln wider, welche schwierigen Entscheidungen getroffen werden mussten, um trotz begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen die Zahl der HIV-Neuinfektionen möglichst weit zu verringern.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Sexarbeiter*innen sind eine weitere Schlüsselgruppe. Wie ist ihre rechtliche und soziale Situation in Uganda?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Prostitution steht nach Paragraf 139 des Strafgesetzbuchs unter Strafe. Nach diesem Paragrafen begeht jede Person, die Sexarbeit ausübt oder sich an ihr beteiligt, eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren geahndet wird.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Da solche Straftaten jedoch schwer zu beweisen sind, greift die Polizei häufig auf die Bestimmungen gegen Belästigung oder Erregung öffentlichen Ärgernisses sowie gegen Herumlungern oder Landstreicherei gemäß den Paragraphen 167 und 168 des Strafgesetzbuchs zurück, um Sexarbeiter*innen und LGBTIQ*-Personen willkürlich zu verhaften.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Im Mai 2023 <a href="https://www.monitor.co.ug/uganda/news/national/mp-adeke-to-reintroduce-the-sexual-offences-bill-4245330">erhielt die Parlamentsabgeordnete Anna Adeke die Erlaubnis, erneut ein Gesetz über Sexualdelikte</a> einzubringen. Präsident Museveni hatte sich 2021 noch geweigert, ein solches Gesetz zu unterzeichnen. Der Gesetzentwurf enthielt Bestimmungen zur Verhinderung und Bestrafung sexueller Gewalt, doch gleichzeitig wurden LGBTIQ*-Personen und Sexarbeiter*innen sowie Organisationen, die ihre Interessen vertreten und für ihre Rechte kämpfen, weiter kriminalisiert. Das Gesetz enthielt zudem Bestimmungen, die Diskriminierung aufgrund des HIV-Status vorsehen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie ist die Situation für LGBTIQ* in Uganda ganz aktuell? Beeinflussen die Gesetze, schwulenfeindliche Hetze und Homophobie den Alltag von Menschen, die nicht in die „heterosexuelle Norm“ passen, noch stärker als bisher? Wirken sie sich auf die Arbeit deiner Organisation aus, und wenn ja, auf welche Weise?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Uganda erleben LGBTIQ* heute Diskriminierung, Belästigung, Erpressung und Rechtsverletzungen durch die Polizei sowie durch Menschen aus den Communitys, in denen sie leben, durch Barbesitzer*innen und Gesundheitspersonal.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Männer, die Sex mit Männern haben, werden zu Analuntersuchungen gezwungen und erleiden Outings und unrechtmäßige Verhaftungen durch die Polizei, einigen wird aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Geschlechtsausdrucks der Zugang zu Gesundheitsdiensten verweigert.</p>

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        <div class="quote">
          <svg role="presentation" class="quote__icon" aria-hidden="true"><use xlink:href="https://magazin.hiv/wp-content/themes/dah-theme/assets/svg-sprite/ui.svg?v=1.30.5#quote"></use>
			</svg>
          
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>In Uganda erleben LGBTIQ* heute Diskriminierung, Belästigung, Erpressung und Rechtsverletzungen</p><cite>Alex*, Geschäftsführer einer ugandischen NGO</cite></blockquote>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>LGBTIQ* erleben häufig öffentliche Demütigungen, gewalttätige Angriffe und andere Formen der Diskriminierung: Sie werden entlassen, von Familien und Religionsgemeinschaften ausgeschlossen, zusammengeschlagen und ihnen wird der Zugang zu Bildung, Wohnraum und Beschäftigung verwehrt.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das zivilgesellschaftliche Engagement in Uganda wird unterdrückt. Das ugandische NGO-Gesetz aus dem Jahr 2016 erschwert nach wie vor die Arbeit von Organisationen, die sich mit Themen wie LGBTIQ* und Sexarbeit befassen, indem es den Organisationen „besondere Verpflichtungen“ auferlegt, nichts zu tun, was den „Gesetzen Ugandas“ sowie der „Sicherheit“ und den „Interessen“ der Ugander*innen schadet.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das neue Anti-LGBTIQ*-Gesetz verstärkt den Druck auf unsere Organisation und unsere Partner*innen sowie auf kleinere, von Menschen aus den Schlüsselgruppen geführte Organisationen. Wir sind zur Zielscheibe geworden: Unsere Mitarbeiter*innen werden verdächtigt, selbst zur Gruppe der LGBTIQ* zu gehören oder LGBTIQ* zu fördern, was unser Leben zum Beispiel aufgrund des Drucks von Vermieter*innen oder Dienstleister*innen gefährdet.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wir haben von LGBTIQ* gehört, die mit HIV leben und keinen Zugang mehr zu antiretroviralen Medikamenten haben, entweder aus Angst um ihr Leben, weil ein Mob sie erwartet oder aus Furcht vor Verhaftung. Einigen Menschen mit HIV wird sogar die Behandlung verweigert, weil die Mitarbeiter*innen von HIV- und Aids-Kliniken Angst davor haben, „homosexuelle Menschen zu unterstützen“. Kannst du das bestätigen? Und hat das auch Auswirkungen auf andere Menschen mit HIV und Aids – und wenn ja, auf welche Weise?</strong></p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ja, ich kann bestätigen, dass die Zahl der Menschen in den Kliniken und Krankenhäusern aufgrund von Angst zurückgegangen ist. Die Auswirkungen des ugandischen Anti-LGBTIQ*-Gesetzes führen dazu, dass die HIV-Kliniken fast leer sind. <a href="https://www.africanews.com/2023/06/12/effects-of-ugandan-anti-lgbt-law-emptying-hiv-clinics">In der Hauptstadt Kampala ist der übliche tägliche Zustrom von etwa 50 Patient*innen praktisch versiegt, und antiretrovirale Medikamente liegen ungenutzt herum, da viele Patient*innen untergetaucht sind.</a></p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In ländlichen Gegenden sind LGBTIQ*-Personen bekannt und können leicht identifiziert werden, was ihnen den Zugang zu Gesundheitsdiensten erschwert und auch die Gesamtöffentlichkeit beeinträchtigt. Zum einen sind LGBTIQ* unsere Kinder. Und zum anderen hat der größte Geldgeber für antiretrovirale Medikamente gegen HIV/Aids, die USA im Rahmen von PEPFAR Uganda, damit gedroht, die Unterstützung für die Bereitstellung von Medikamenten und die finanzielle Unterstützung für die Regierung von Uganda einzustellen, da das neue Anti-LGBTIQ*-Gesetz <a href="https://www.devex.com/news/uganda-s-new-anti-lgbtq-law-could-make-pepfar-s-work-illegal-105619">die Arbeit von PEPFAR „illegal“ machen könnte.</a></p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Welche Rolle spielt die Religion bei all dem? Wir haben von Christ*innen gehört, die sagen: „Es ist in Ordnung, Homosexuelle zu töten, um ‚unsere Kinder zu schützen‘.“</strong></p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Einflussreiche Meinungsmacher*innen schüren oft die Stigmatisierung und legitimieren sie, spielen eine wichtige Rolle bei der Bildung von Normen, Einstellungen und der öffentlichen Meinung zu Schlüsselgruppen und beeinflussen das Ausmaß der öffentlichen moralischen Empörung, Verurteilung und Diskriminierung.</p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Von vielen religiösen Führungspersönlichkeiten gibt es Beispiele von Hassrede gegen Männer, die Sex mit Männern haben, und andere sexuelle Minderheiten. Sie schließen Mitglieder der Schlüsselgruppen aus ihren religiösen und traditionellen Gemeinschaften aus.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Hassrede und diskriminierende Äußerungen haben wir auch vom Erzbischof der Kirche von Uganda, Kazimba Mugalu, gehört: „Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass sie in die falsche Richtung gehen, und ich möchte die Kirche von Uganda, alle Gläubigen und die Diözesen dazu aufrufen, mit eigenen Projekten unsere Einnahmen zu erhöhen, damit wir uns nicht von den Geldern der verirrten Kirche verlocken lassen“, sagte Kazimba, <a href="https://www.theguardian.com/world/2023/feb/09/church-of-england-votes-in-favour-of-blessings-for-same-sex-unions">nachdem die Generalsynode der Kirche von England im Februar 2023 einen Antrag verabschiedet hatte, der Priestern die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare erlaubt.</a></p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>„Homosexualität, Lesbianismus, Transgender und andere Dinge dieser Art &#8230; die Kirche von Uganda ist immer noch stark und wird immer stark sein. Wir können nicht in dieselbe Richtung gehen wie diejenigen, die vom Weg abgekommen sind. Es ist ein Prozess, wir diskutieren, die Bischöfe diskutieren, und am Ende wird es eine Provinzialversammlung geben, in der das Oberhaupt der Laien, die Provinz und andere eine offizielle Erklärung abgeben werden“, <a href="https://www.independent.co.ug/church-of-uganda-ready-to-split-from-canterbury-over-same-sex-marriages-kaziimba/">so Erzbischof Kazimba weiter</a>.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die meisten religiösen Führungspersönlichkeiten, darunter der Erzbischof der Kirche von Uganda und führende muslimische Vertreter*innen, <a href="https://dailyexpress.co.ug/2023/05/30/archbishop-kazimba-hails-museveni-for-signing-anti-lgbtq-law/">haben den ugandischen Präsidenten Museveni zur Unterzeichnung des Anti-LGBTIQ*-Gesetzes beglückwünscht</a>.</p>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was sind derzeit die dringlichsten Bedarfe von LGBTIQ*-Personen? Kann man ihnen überhaupt noch helfen, ohne Gefahr zu laufen, wegen Unterstützung von Menschen angezeigt zu werden, die des „Vergehens der Homosexualität schuldig“ sind?</strong></p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Uganda sind LGBTIQ* heute starker Stigmatisierung und Diskriminierung ausgesetzt. Männer, die Sex mit Männern haben, und trans Personen werden nach wie vor aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität und ihres Geschlechtsausdrucks, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Lebensstils, der Art und Weise, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen, oder einfach aufgrund der Tatsache, dass sie mit HIV oder Aids leben, ausgegrenzt und kriminalisiert. LGBTIQ* wird häufig vorgeworfen, die HIV-Epidemie anzuheizen, was sie noch stärker stigmatisiert und marginalisiert.</p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die starke Stigmatisierung, Diskriminierung und Marginalisierung von LGBTIQ* führt zu einem hohen Maß an Stress, Depressionen und vielen anderen psychischen Problemen. Die Folge ist häufig Alkohol- und Drogenkonsum, was wiederum das Wohlbefinden beeinträchtigt und zu mehr riskantem Sexualverhalten sowie zu Problemen bei der konsequenten Durchführung der HIV-Behandlung führt.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Einige Personen brauchen Nahrung und Flüssigkeit, eine Unterkunft und Geld, um ihre alltäglichen Bedürfnisse zu decken.</p>

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  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ja, wir können LGBTIQ*-Personen unterstützen. Unser Schwerpunkt wird dabei auf finanzieller Nachhaltigkeit und nationaler und internationaler Vernetzung liegen, um ein stärkeres, unabhängiges und diverses Netzwerk sowie die Zivilgesellschaft zu fördern. Wir werden diese Stärken und Strategien auch als Katalysator nutzen, um Kapazitäten bei unseren Partner*innen und anderen kleinen, von Schlüsselgruppen geführten Organisationen zu stärken, damit sie dem Druck der Regierung standhalten können.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Glaubst du, dass deine Organisation in der schwierigen und gefährlichen Situation, die durch das „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ entstanden ist, überhaupt noch etwas bewirken kann?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ja. Die Erfahrung aus früheren Projekten zeigt, dass der Peer-to-Peer-Ansatz eine kosteneffiziente und wirksame Methode zur Förderung nachhaltiger Entwicklungsveränderungen ist, die den Begünstigten fast unmittelbar und direkt zugutekommt, sie stärkt und ihr Selbstwertgefühl verbessert.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-quote block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
        <div class="quote">
          <svg role="presentation" class="quote__icon" aria-hidden="true"><use xlink:href="https://magazin.hiv/wp-content/themes/dah-theme/assets/svg-sprite/ui.svg?v=1.30.5#quote"></use>
			</svg>
          
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>Die starke Stigmatisierung, Diskriminierung und Marginalisierung von LGBTIQ* führt zu einem hohen Maß an Stress, Depressionen und vielen anderen psychischen Problemen</p><cite>Alex*, Geschäftsführer einer ugandischen NGO</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Diese Methode werden wir gegenüber den Begünstigten fortsetzen, sie wird aber auch unsere Arbeit mit den Verantwortungsträger*innen inspirieren. Wir werden Verantwortliche bei Polizei und Gesundheitsdienstleister*innen, die wir bereits geschult haben, zur Schulung von Kolleg*innen und zum Aufbau von Kapazitäten einsetzen. Wir werden uns auch weiterhin stark darauf konzentrieren, den Austausch von Methoden, Erkenntnissen, Kapazitäten und Best Practices zwischen den Partner*innen zu erleichtern. Wir werden verstärkt Kapazitäten zwischen Partner*innen und Begünstigten als Katalysator für Veränderungen aufbauen und neue Möglichkeiten schaffen, um unsere Ansätze zu erneuern und die Umsetzung neuer Aktivitäten und Methoden zu beschleunigen, um sowohl Begünstigte als auch Interessengruppen einzubinden.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dazu gehören die Verteilung von HIV-Selbsttests, HIV-Medikamenten und Kondomen an Sexarbeiter*innen, der Aufbau von Kapazitäten für die Online-Kommunikation für Sitzungen und Schulungen, die Nutzung digitaler Mittel zur Unterstützung der Einnahmetreue bei der HIV-Behandlung und der PrEP sowie die Nutzung von psychosozialen WhatsApp-Selbsthilfegruppen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unsere NGO bildet zudem Partner*innen in digitalen Schulungen zu Ausbilder*innen für HIV und sexuelle Gesundheit allgemein aus.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-weitere-informationen-zum-netzwerk-vom-geschaftsfuhrer-alex">Weitere Informationen zum Netzwerk vom Geschäftsführer Alex*</h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unser Netzwerk hat verschiedene Programme zur Unterstützung von marginalisierten Frauen, LGBTIQ*, Sexarbeiter*innen und Geflüchteten in Uganda. Wir veranstalten Workshops, öffentliche Dialoge, Radiotalkshows, Gesundheitsaufklärung und setzen Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung in den Communitys sowie zum wirtschaftlichen Empowerment um.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die<strong> Qualifizierung von Frauen, Mädchen und LGBTIQ*</strong> gehört zu unseren Prioritäten. Wir stärken die Möglichkeiten von Frauen zur Wertschöpfung über verschiedene Kleinstunternehmen, etwa zur Herstellung von wiederverwendbaren Damenbinden oder in den Bereichen Schneiderei, Weberei und Kunsthandwerk oder Herstellung von Holzkohlebriketts, wir stärken die Vernetzung junger Frauen zum Austausch von Fähigkeiten, Aufbau kollektiver Geschäftsbeziehungen und den Marktzugang, und wir fördern die Beschäftigung von Frauen und LGBTIQ* in Uganda durch Unterstützung der Unternehmensentwicklung, durch Förderung beruflicher und technischer Fertigkeiten, um die Chancen auf Zugang zum Arbeitsmarkt durch Lohnarbeit oder Selbstständigkeit zu verbessern, durch Vermittlung marktrelevanter beruflicher und technischer Fertigkeiten für gefährdete Jugendgruppen (einschließlich Frauen/Mädchen und Flüchtlinge) und durch Förderung der Entwicklung von Wertschöpfungsketten zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, mit denen Menschen ihren Lebensunterhalt sichern.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Frauen, Klimawandel und Umwelt:</strong> Neben der Qualifizierung von Frauen befähigen wir sie auch in Sachen klimagerechte Landwirtschaft, damit sie bessere Erträge erzielen und zugleich unsere Umwelt schützen. Frauen in Uganda sind zunehmend stärker durch die Auswirkungen des Klimawandels gefährdet als Männer, vor allem, weil sie die Mehrheit der Bevölkerung unter der Armutsgrenze stellen und proportional stärker von den bedrohten natürlichen Ressourcen abhängig sind.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>LGBTIQ* und Gesundheit von Frauen:</strong> Frauen und LGBTIQ* haben besondere Gesundheitsbedarfe. Angesichts der zunehmenden HIV-, Krebs- und Müttersterblichkeit bei Frauen entwickelt unsere NGO Maßnahmen zur gesundheitlichen Aufklärung, Beratung und Versorgung an der Basis vor Ort, um der Frauensterblichkeit entgegenzuwirken. Wir organisieren Gesundheitscamps für HIV- und Krebsvorsorgeuntersuchungen und führen öffentliche Dialoge durch, um das Bewusstsein für diese Themen in ländlichen Gemeinden zu verstärken.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Recht auf sexuelle und reproduktive Gesundheit (SRGR) für LGBTIQ* und Frauen:</strong> Unser Ansatz ist, dass LGBTIQ* und Frauen bei uneingeschränktem Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit auch Zugang zu Familienplanung, Beratung, Information und Aufklärung, zu Angeboten im Zusammenhang mit ungewollten Schwangerschaften, Prävention, Kinderwunsch, sexuell übertragbaren Infektionen (STIs) und zu Maßnahmen gegen schädliche traditionelle Praktiken wie die weibliche Genitalverstümmelung haben und sich dadurch ihre Lebensbedingungen verbessern. Unser Netzwerk konzentriert sich dabei auf die Themen geschlechtsspezifische Gewalt, Gesundheitsrechte von Müttern und Rechte marginalisierter Gemeinschaften. In diesem Bereich führen wir Workshops zum Kapazitätsaufbau für Gesundheitspersonal und Village Health Teams (VHTs), aufsuchende Arbeit und Camps für HIV-Tests und -Beratung, Krebsvorsorge sowie öffentliche Dialoge durch, um Wissen und Kenntnisse in Sachen HIV und Aids sowie andere Krankheiten zu vermitteln. Außerdem veranstalten wir regelmäßig Radio- und Fernseh-Talkshows, um das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Bekämpfung von Gewalt gegen LGBTIQ* und Frauen: </strong>Gewalt gegen LGBTIQ*, Frauen und Mädchen ist eine schwere Menschenrechtsverletzung mit unmittelbaren sowie auch langfristigen körperlichen, sexuellen und psychischen Folgen – bis hin zum Tod. Unsere Aufgabe ist es, die Zivilgesellschaft, Gruppen und Fraueninitiativen zu mobilisieren, um diesem Übel ein Ende zu setzen. Der beste Weg zur Beendigung von Gewalt gegen LGBTIQ*, Frauen und Mädchen besteht unserer Überzeugung nach darin, sie von vornherein zu verhindern, indem wir ihre Wurzeln und strukturellen Ursachen angehen. Deswegen arbeiten wir mit Jungen und Mädchen, um respektvolle Beziehungen und die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zu unseren weiteren Maßnahmen gehören politische Dialoge, Bewusstseinsbildung, Lobbyarbeit sowie der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, um geschlechtsspezifische Gewalt zu beobachten, zu dokumentieren, darüber zu berichten und ihr etwas entgegenzusetzen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Politische Teilhabe von LGBTIQ* und Frauen:</strong> Politische Teilhabe ist eine Grundvoraussetzung für die Gleichstellung der Geschlechter und für Demokratie überhaupt. Sie erleichtert die direkte Beteiligung von LGBTIQ* und Frauen an öffentlichen Entscheidungsfindungsprozessen und sichert die Rechenschaftspflicht der Entscheider*innen gegenüber Frauen und LGBTIQ*. Unsere NGO baut Kapazitäten von LGBTIQ* und Frauen auf, damit sie als politische Akteur*innen wirksam handeln können und die Entscheidungsprozesse geschlechtergerechter gestaltet werden können. Dabei unterstützen wir marginalisierte Frauen und LGBTIQ* sowohl als Kandidat*innen als auch als Wähler*innen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<h2 class="wp-block-heading">HIV- und Aids-Prävention</h2>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unsere NGO setzt sich insbesondere dafür ein, das Wohlbefinden und die Resilienz von LGBTIQ* zu verbessern, und zwar durch</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<ul class="wp-block-list"><li>Stärkung von LGBTIQ* und ihrer Fähigkeiten, sich vor HIV und Aids zu schützen</li><li>Verbesserung des Zugangs von LGBTIQ* und Frauen zu stigmatisierungsfreien Gesundheitsdiensten</li><li>Beseitigung struktureller sozialer, kultureller und rechtlicher Hindernisse für eine wirksame HIV-Prävention und -Behandlung</li><li>Ausbau der Kapazitäten von LGBTIQ*, von Frauen und von Organisationen, die Angehörigen sexueller Minderheiten geführt werden.</li></ul>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unser Netzwerk baut Kapazitäten von zivilgesellschaftlichen Organisationen (CSOs) und Partner*innen aus den Schlüsselgruppen auf, damit sie als starke zivilgesellschaftliche Akteur*innen agieren können, und stärkt vor allem ihre Fähigkeit, die Ursachen für HIV-Infektionen anzugehen und das Wohlbefinden und die Resilienz von LGBTIQ* in Uganda zu stärken.</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir bauen Kapazitäten der zivilgesellschaftlichen Organisationen sexueller Minderheiten und ihrer Partner*innen auf und stärken ihre Resilienz, damit sie sich für die Rechte von Schlüsselpersonen und die HIV-Prävention einsetzen können.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir klären die Menschen über ihr Recht auf Gesundheit auf und stärken sie dafür, dieses Recht einzufordern sowie sich vor HIV und sexuell übertragenen Infektionen zu schützen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir befähigen Sexarbeiter*innen, sich neue Einkommensquellen zu erschließen, und vermitteln minderjährige Sexarbeiter*innen an Sozialdienste, um sie zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, aus der Sexarbeit auszusteigen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir bauen die Kapazitäten des Gesundheitspersonals aus, damit es die Bedürfnisse und Rechte sexueller Minderheiten kennt und seiner Verpflichtung zu einer diskriminierungsfreien Gesundheitsversorgung nachkommt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir setzen uns auf lokaler und nationaler Ebene für die Rechte von LGBTIQ* und Frauen sowie für Inklusion ein und motivieren Verantwortungsträger*innen und Interessengruppen dazu, die Rechte der Menschen aus den Schlüsselgruppen zu achten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mit diesem vielschichtigen Ansatz ebnen wir den Weg für eine verstärkte HIV-Prävention, besseres Wohlbefinden und größere Resilienz der Schlüsselgruppen in Uganda.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir gehen davon aus, dass Kapazitätsaufbau und stärkere Vernetzung zur Entwicklung starker, nachhaltiger zivilgesellschaftlicher Organisationen beitragen, welche die Rechte von Schlüsselpersonen stärken, sich wirksam für deren Rechte einsetzen und als Katalysatoren des Wandels zu einer stärkeren Zivilgesellschaft in Uganda beitragen können. Wir gehen davon aus, dass Personen aus den Schlüsselgruppen durch Schulungen in den Bereichen Kreditwesen, Sparen und Unternehmensführung ihre Resilienz stärken und leichter aus der Armut kommen. Dies steigert ihr Selbstwertgefühl und ihr Wohlbefinden, und stärkt ihre Fähigkeit, sich vor HIV zu schützen, die Behandlung fortzuführen und die HIV-Inzidenz zu senken.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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			</item>
		<item>
		<title>“We are being targeted”</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/uganda-lgbtiq-we-are-being-targeted/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/uganda-lgbtiq-we-are-being-targeted/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Holger Sweers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2023 09:16:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Global]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Homosexuality Act]]></category>
		<category><![CDATA[Homophobia]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1554637</guid>

					<description><![CDATA[The Ugandan „Anti-Homosexuality Act“ leads to discrimination, harassment, blackmail and violations of rights of LGBTIQ persons and sex workers from the police as well as from communities.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>The Ugandan „Anti-Homosexuality Act“ leads to discrimination, harassment, blackmail and violations of rights of LGBTIQ persons and sex workers from the police as well as from communities.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In May 2023, Uganda’s president Yoweri Kaguta Museveni signed into law the <a href="https://www.parliament.go.ug/sites/default/files/The%20Anti-Homosexuality%20Act%2C%202023.pdf">“Anti-Homosexuality Act”</a>. We talked to Alex* (*pseudonym), Executive Director of a Ugandan NGO, about the impact of this law on LGBTIQ persons, on civil society and on the HIV/AIDS response.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Dear Alex, you work for a Network and NGO which advocates for women’s rights and women’s health in the context of climate change and for sexual and reproductive health and rights of women and girls. Could you present your NGO to our readers?</strong></p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Our network is a women’s rights organization and a network of several hundred individual members and more than 30 groups both registered and unregistered, including LGBTIQ, sex workers, refugees and lawyers.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Founded about ten years ago to enhance the status and visibility of women, girls and LGBTIQ and to fight for climate justice, health, human rights and economic empowerment, our NGO is operating country wide. </p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We have twelve full time staff members and two volunteers who are running the daily activities of the organization.</p>

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  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Our network addresses issues of climate change, women’s Health, and economic self-sufficiency through advocacy, skills development, provision of health services and practicing climate smart agriculture, among other interventions.</p>

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  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We have a long track record of implementing successful projects in Uganda including HIV prevention among key populations in consideration with the principles of “leaving no one behind” and “nothing about us without us.”</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Through membership contribution and funding from our donors we have managed to serve marginalized rural women, LGBTIQ and sex workers, and through our networks and individual members we have managed to identify and solve challenges being faced by key populations in Uganda.</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>What are the main gender gaps and inequalities concerning girls and women in Uganda?</strong></p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Gender inequalities limit the ability of women and girls to fully participate in, and benefit from development programs in Uganda. Formal and informal institutions, such as patriarchy, religion, family, marriage as well as social and cultural practices play a major role in perpetuating gender inequalities in Uganda. Prominent in perpetuating these inequalities are the glaring differences in asset ownership – especially when it comes to land ownership, women are left behind, and when we look at employment opportunities for women and men, women have limited chances compared to men.</p>

              </div>
    </div>
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        <div class="quote">
          <svg role="presentation" class="quote__icon" aria-hidden="true"><use xlink:href="https://magazin.hiv/wp-content/themes/dah-theme/assets/svg-sprite/ui.svg?v=1.30.5#quote"></use>
			</svg>
          
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>Gender inequality and discrimination rob women and girls of their fundamental human rights</p><cite>Alex*, Executive Director of a NGO in Uganda</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
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  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Uganda, six in seven new HIV infections among adolescents aged 15–19 years are among girls. Young women aged 15–24 years are twice as likely to be living with HIV than men.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>High HIV prevalence among women is driven by gender inequality and discrimination, which robs women and girls of their fundamental human rights, including the right to education, health and economic opportunities. The resulting disempowerment also denies women and girls sexual autonomy, decision-making power, dignity and safety. Gender-based violence (GBV) is among the most egregious manifestation of gender inequality: it has been shown to increase the risk of acquiring HIV infection for women and girls, and among women living with HIV, it can lead to reduced access and adherence to treatment.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>How is the general situation concerning HIV and AIDS in Uganda? What’s the strategy of the government and how is it implemented locally?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://www.afro.who.int/sites/default/files/2017-08/UPHIA%20Uganda%20factsheet.pdf">The prevalence of HIV among adults aged 15 to 64 in Uganda was 6.2% in 2017</a>: 7.6% among females and 4.7% among males. This corresponds to approximately 1.2 million people aged 15 to 64 living with HIV in Uganda. <a href="https://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS?locations=UGhttps://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS?locations=UG" target="_blank" rel="noreferrer noopener">According to data from the World Bank</a>, this prevalence has fallen to 5.2% in 2021, whereas women’s share of population ages 15+ living with HIV has risen from 62 to 63 percent.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Uganda, access to HIV services in general has been hampered by the <a href="https://chapterfouruganda.org/sites/default/files/downloads/The-HIV-And-AIDS-Prevention-And-Control-Act-2014.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">HIV and AIDS Prevention and Control Act</a>, which was passed in 2014. It criminalizes behaviors that might result in transmission by those who know their HIV status and allows health care providers to disclose a patient’s HIV status to others. Predictably, this has reduced people’s inclination to be tested for HIV. Consequently, the proportion of key populations knowing their HIV status, accessing HIV services, enrolling into and adhering to treatment is still low due to lack of HIV knowledge, criminalization, stigma and discrimination coupled with high levels of human rights violations.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Uganda‘s five-year <a href="https://uac.go.ug/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=24:hiv-prevention-1123&amp;catid=8&amp;Itemid=101">National HIV and AIDS Strategic Plan</a> is a coordination tool for the national response developed from the efforts and experiences of the national HIV/AIDS Partnership. The plan sets priorities for the thematic service areas of prevention, care and treatment and social support and outlines imperatives for strengthening systems for service delivery. The priorities and imperatives reflect the hard choices made to ensure maximum impact in reducing the incidence of new HIV infections within the limited financial and human resources.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Sex workers are another key population. How is their legal and social situation in Uganda?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sex work is criminalized under section 139 of the Penal Code Act. According to this section, ‘any person who practices or engages in prostitution commits an offence and is liable to imprisonment for seven years. ’ However, as these offences are difficult to prove, police officers resort to nuisance and vagrancy laws under sections 167 and 168 of the Penal Code to massively and wantonly arrest sex workers and LGBTIQ persons.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://www.monitor.co.ug/uganda/news/national/mp-adeke-to-reintroduce-the-sexual-offences-bill-4245330">In May 2023, Member of Parliament Anna Adeke was given permission to reintroduce a Sexual Offences Bill – president Museveni had refused to sign such a bill in 2021.</a> The bill offered provisions designed to prevent and punish sexual violence, but at the same time it further criminalized LGBTIQ people and sex workers as well as organizations representing them and fighting for their rights. It also included provisions that discriminate based on HIV status.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>How is the situation for LGBTIQ people in Uganda right now? Do the law, anti-gay hate speech and homophobia affect everyday life of people who do not fit into the „heterosexual norm“ even more as before ? Do they affect the work of your organization? If so, in which ways?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Uganda today, LGBTIQ are experiencing discrimination, harassment, blackmail and violations of rights from the police as well as from communities, bar owners and health staff, men who have sex with men experience forced anal examinations, outing and unlawful arrests by police, some are denied access to health services because of their sexual orientations or gender expression.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
        <div class="quote">
          <svg role="presentation" class="quote__icon" aria-hidden="true"><use xlink:href="https://magazin.hiv/wp-content/themes/dah-theme/assets/svg-sprite/ui.svg?v=1.30.5#quote"></use>
			</svg>
          
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>In Uganda today, LGBTIQ are experiencing discrimination, harassment, blackmail and violations of rights</p><cite>Alex*, Executive Director a NGO in Uganda</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>LGBTIQ frequently experience public humiliation, violent attacks, and other forms of discrimination: They are fired from jobs, excluded from families and from religious communities, beaten up and denied access to education, housing and employment.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Civic space in Uganda is repressed. The Uganda NGO Act from 2016 still makes it difficult for organizations working on LGBTIQ and sex workers issues to operate as it imposes ‘special obligations’ upon organizations not to do ‘anything prejudicial’ to the ‘laws of Uganda’, ‘security of Ugandans’ and ‘interests of Ugandans.’</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>This new anti-LGBTIQ law puts additional pressure on our organization and our partners as well as on smaller key population-led organizations, we are being targeted.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Our staff members are suspected to be belonging to LGBTIQ or promoting LGBTIQ which puts our lives at risk due to pressure from their landlords and other service providers.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>We heard about LGBTIQ persons living with HIV who have no access to antiretrovirals any more, either out of fear for their live because a mob is waiting for them or out of fear they could be arrested by the police. Some people even are denied treatment because people working in HIV and AIDS clinics are afraid of <strong><strong>“</strong></strong>supporting homosexual people.“ Can you confirm this? And is there a wider effect on people living with HIV and AIDS in general? If so, in which ways?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Yes I can confirm, because the number going to clinics and hospitals reduced as a result of fear. The effects of the Ugandan Anti-LGBTIQ law are almost emptying HIV clinics. In the Ugandan capital of Kampala, <a href="https://www.africanews.com/2023/06/12/effects-of-ugandan-anti-lgbt-law-emptying-hiv-clinics" target="_blank" rel="noreferrer noopener">the usual daily influx of approximately 50 patients has dried up</a>, and antiretroviral drugs pile up unused since a lot of patients are in hiding as a result of fear. In rural setting, LGBTIQ are known and easily identified making it difficult for them to access health services.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>It is also affecting the general public in a way. LGBTIQ people are our sons and daughters. And secondly, the biggest funder for antiretrovirals against HIV/AIDS, the USA under PEPFAR Uganda, has threatened to withdraw its support of providing drugs and financial support to the government of Uganda as <a href="https://www.devex.com/news/uganda-s-new-anti-lgbtq-law-could-make-pepfar-s-work-illegal-105619" target="_blank" rel="noreferrer noopener">the new anti-LGBTQ law could make PEPFAR&#8217;s work &#8218;illegal&#8216;</a>. </p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong><strong>Which role does religion play in all this? We heard about Christians who say “It’s okay to kill gay people in order to ‘protect our children’”.</strong></strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Influential opinion-makers often fuel and legitimize stigmatization and play important roles in shaping norms, attitudes, and popular opinion about key populations and influencing the degree of public moral judgment, condemnation, and discrimination. Many religious leaders practice hate speech about men who have sex with men and sexual minorities and exclude key populations from religious and traditional communities.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We have also heard hate speeches and discrimination messages from the Archbishop of the (Anglican) Church of Uganda, Kazimba Mugalu: “All signs are indicating that they are going the wrong direction and I want to call upon the Church of Uganda, all believers, dioceses let us strengthen our income generating projects so that we are not lured at all by the straying Church because of money,” Kazimba said – <a href="https://www.theguardian.com/world/2023/feb/09/church-of-england-votes-in-favour-of-blessings-for-same-sex-unions" target="_blank" rel="noreferrer noopener">after the General Synod of the Church of England had passed a motion in February 2023 which permits priests to bless the civil marriages of same-sex couples</a>.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>“Homosexuality, lesbianism, trans-gender and other things of the kind…the Church of Uganda is still strong and will always be strong. We can’t walk in the same direction as those who have gone astray. It is a process, we are discussing, Bishops are discussing and it will end up in Provincial Assembly where the head of the laity, province, and others will officially make a pronouncement,” <a href="https://www.independent.co.ug/church-of-uganda-ready-to-split-from-canterbury-over-same-sex-marriages-kaziimba/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">said Archbishop Kazimba</a>.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://dailyexpress.co.ug/2023/05/30/archbishop-kazimba-hails-museveni-for-signing-anti-lgbtq-law/">Most religious leaders including the Archbishop of the Church of Uganda and Muslim leaders hail Museveni, president of Uganda, for signing the anti-LGBTIQ law.</a><a id="_msocom_1"></a></p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>What are the most imminent needs of LGBTIQ persons at the moment? Is it possible to support them without running danger of being accused of supporting people who are “guilty” of the “offence of homosexuality”?</strong></p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Uganda today LGBTIQ face severe stigma and discrimination. Men who have sex with men and transgender continue to be marginalized and criminalized for their gender identities and expression, sexual orientation, lifestyles, and livelihoods or for simply living with HIV/AIDS. LGBTIQ are often accused of fuelling the HIV epidemic, which further stigmatizes and marginalizes them.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>The severe stigmatization, discrimination, and marginalization of LGBTIQ are causing high levels of stress, depression, and a variety of other mental health problems. This often leads to alcohol and drug use, which again affects their well-being and leads to increased risky sexual behavior as well as reduced adherence to HIV treatment, some of them need food, shelter, fluids and money to support their day to day needs.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Yes we can support them. A strong focus on resilience has consistently been part of our strategy to build the capacity of our members and other key population organizations, considering the increased clampdown on civil society in Uganda.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Our resilience focus will be on financial sustainability and national and international networking to foster a stronger, independent, and more diversified network and civil society. We will also use the strong capacity and strategies as a catalyst to build the capacity of our partners and other small key population-led organizations to withstand pressure from government.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Do you think that your organization still can make a difference in the difficult and dangerous situation created by the “Anti-Homosexuality Act”?</strong></p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Yes. Experience from previous projects validates that the peer-to-peer approach is a cost-efficient and powerful method to promote sustainable development change, which almost instantly and directly benefits beneficiaries, empowers them and improves their self-esteem. The method will be continued vis-à-vis beneficiaries but will also inspire how we work with duty bearers.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-quote block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
        <div class="quote">
          <svg role="presentation" class="quote__icon" aria-hidden="true"><use xlink:href="https://magazin.hiv/wp-content/themes/dah-theme/assets/svg-sprite/ui.svg?v=1.30.5#quote"></use>
			</svg>
          
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>The severe stigmatization, discrimination, and marginalization of LGBTIQ are causing high levels of stress, depression, and a variety of other mental health problems</p><cite>Alex*, Executive Director of a NGO in Uganda</cite></blockquote>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We will engage duty bearers such as police and health service providers, which we have trained in existing districts, to train and build the capacity of their peers. We will also continue a strong focus on facilitating sharing of methods, learnings, capacity and best practices between partners. We will put increased focus on capacity building between partners, beneficiaries as a catalyst for change.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We are creating new opportunities to innovate our approaches and accelerate implementation of new forms of activities and methods to engage both beneficiaries and stakeholders. This includes distributing HIV self-testing kits, HIV medicine and condoms to sex workers, introducing capacity building on online means of communications for meetings and trainings and the use of digital means to accelerate ART and PrEP adherence and psychosocial WhatsApp support groups. Our network is also empowering partners to become trainers on HIV and on sexual health more broadly through digital training.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-more-information-on-the-network-from-its-ceo-alex">More information on the network from its CEO Alex*</h2>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Our network has various programs aimed at helping marginalized women, LGBTIQ, sex workers and refugees in Uganda. We organize and conduct workshops, public dialogues, radio talk shows, health outreach work and skills development in communities among other interventions for economic empowerment.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-list block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<ul class="wp-block-list"><li><strong>Skills development amongst women, girls and LGBTIQ</strong> is among our priorities.</li></ul>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We strengthen the skills of women in value addition in various micro enterprises like re-usable sanitary pads (RUSPs) making, tailoring, weaving and craftwork and charcoal briquette making.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We strengthen networking amongst young women for skills sharing, collective business linkages and market access.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We enhance employment amongst women and LGBTIQ in Uganda through enterprise development support, promoting vocational and technical skills as an opportunity to access the labour market through wage employment or self-employment, providing market relevant vocational and technical skills training to vulnerable youth groups (women/girls and refugees inclusive) and promoting value-chain livelihood development for improved competitiveness of livelihood enhancement enterprises. </p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-list block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<ul class="wp-block-list"><li><strong>Women, Climate Change and Environment</strong></li></ul>

              </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Women and LGBTIQ health needs are unique. In the wake of rising HIV, cancer and maternal deaths amongst women, our NGO designs health awareness, advocacy and care services at grassroots level aimed at addressing women’s mortality, we organize health camps for HIV and Cancer screening and we also conduct public dialogues to create awareness among rural communities.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-list block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<ul class="wp-block-list"><li><strong>Sexual and Reproductive Health Rights (SRHR) for LGBTIQ and Women</strong></li></ul>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>The assumption is that if LGBTIQ and women have full access to SRHR, they will have access to family planning, counseling, information and education as well as services related to dealing with unwanted pregnancies like prevention, fertility related services, sexually transmitted infections (STIs) and active discouragement of harmful traditional practices such as female genital mutilation thus improvement of their livelihoods.</p>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Under this thematic area, our network focuses on issues of gender based violence, maternal health rights, rights of marginalized communities. Here we conduct capacity building workshops for health workers and Village Health Teams (VHTs), do outreach work and organize camps for HIV testing and counseling, cancer screening and public dialogues to share issues and practices regarding HIV/AIDs and other diseases.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We conduct regular radio and television talk shows to create awareness through advocacy.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-list block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<ul class="wp-block-list"><li><strong>Combating Violence against LGBTIQ and Women</strong></li></ul>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Violence against LGBTIQ and women and girls is a grave violation of human rights. Its impact ranges from immediate to long-term multiple physical, sexual and mental consequences for LGBTIQ, women and girls, including death.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Our duty is to mobilize civil society, groups and women’s movements to put an end to the vice.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We believe the best way to end violence against LGBTIQ, women and girls is to prevent it from happening in the first place by addressing its root and structural causes. We educate and work with young boys and girls promoting respectful relationships and gender equality.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Our other interventions include policy dialogues, awareness creation, advocacy as well as embracing information and communication technology to monitor, document, report and respond to gender-based violence.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-list block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<ul class="wp-block-list"><li><strong>LGBTIQ a</strong>n<strong>d Women’s Political Participation</strong></li></ul>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Political participation is a fundamental prerequisite for gender equality and genuine democracy. It facilitates LGBTIQ and women&#8217;s direct engagement in public decision-making and is a means of ensuring better accountability to women and LGBTIQ.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Our network builds the capacity of LGBTIQ and women to play effective roles as political actors and to improve the gender-responsiveness of governance structures. Here we support marginalized women and LGBTIQ both as candidates and voters.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading"><strong>HIV/AIDS prevention</strong></h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Our network is placing extra weight on increasing the well-being and resilience of LGBTIQ through:</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-list block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<ul class="wp-block-list"><li>Empowering LGBTIQ and improve their ability to protect themselves against HIV and AIDS</li><li>Improving access for LGBTIQ and women to stigma-free health services</li><li>Remove structural social, cultural and legal barriers to effective HIV prevention and treatment</li><li>Increase the capacity of LGBTIQ, women and organizations led by sexual minorities.</li></ul>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Our NGO is building the capacity of key populations‘ civil society organizations (CSOs) and partners as strong civil society actors and especially within their abilities to address the pathways affecting HIV incidence, wellbeing and resilience among LGBTIQ in Uganda.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We build the capacity of sexual minorities‘ CSOs and partners to be resilient and able to advocate for key populations‘ rights and HIV prevention.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We empower right holders to organize, know and claim their equal rights to health and protect themselves from HIV and STIs.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We empower sex workers with new income generating skills and refer underage sex workers to social services increasing their resilience providing tools to exit sex work and seek new employment opportunities.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We build the capacity of health staff to know sexual minorities’ needs and rights and to live up to their obligations as duty bearers to provide non-discriminatory health services.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We advocate for LGBTIQ, women’s rights and inclusion on the local and national level and engage relevant duty bearers and stakeholders, motivating them to observe key population rights.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>By this multifaceted approach, we pave the way for increased HIV prevention, well-being and resilience among key populations in Uganda.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>We assume that our capacity building and support of CSOs and their increased inter linkage will enable them to become strong, sustainable CSOs with the ability to empower key populations and effectively advocate for their rights. It will also empower them to be catalysts of change contributing to a stronger civil society in Uganda.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>When we educate key populations in loans, savings, and business management skills, we assume that it will increase their resilience and their ability to exit immediate poverty. We assume that this will lead to increased self-esteem and well-being among key populations, increase their ability to protect themselves against HIV, adhere to treatment and reduce HIV incidence.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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		<title>Gedenken an Marco Jesse</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/gedenken-marco-jesse/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/gedenken-marco-jesse/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Holger Sweers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2022 14:50:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern und Gedenken]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Jesse]]></category>
		<category><![CDATA[Nachruf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1553390</guid>

					<description><![CDATA[Marco Jesse, langjähriger Aktivist der Selbsthilfe und Interessenvertretung Drogen gebrauchender Menschen, ist im November 2022 verstorben. Wir erinnern mit einem Gedenkbuch an ihn.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Marco Jesse, langjähriger Mitstreiter und Aktivist der Selbsthilfe und Interessenvertretung Drogen gebrauchender Menschen, <a href="https://www.jes-bundesverband.de/2022/11/marco-ist-tot/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ist im November 2022 verstorben</a>. Wir erinnern mit einem Gedenkbuch an ihn.</strong></p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Marco hat sich leidenschaftlich für die Rechte und die Würde von Drogen gebrauchenden Menschen engagiert – ob bei diversen Drogenprojekten, im JES-Bundesvorstand, im Delegiertenrat der Deutschen Aidshilfe oder in politischen Gremien wie dem Gemeinsamen Bundesausschuss. Jetzt ist Marco im Alter von 52 Jahren verstorben. Er ist Teil dessen, was uns ausmacht, und bleibt mit seiner ungewöhnlichen Ausstrahlung und seinem warmherzigen Charme in unserer Erinnerung.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Wer Bilder (nur mit Einverständnis der abgebildeten Person/en und Fotograf*innen-Angabe), Zitate von Marco oder andere Erinnerungen teilen möchte, kann sich gerne an die Redaktion wenden (redaktion@dah.aidshilfe.de).</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p><strong>Claudi</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Lieber Marco,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>als ich dich kennenlernte, warst du noch in Bremen im JES Kontaktcafé zuständig, und das war 2004? Auf jeden Fall ist es viele Jahre her.</p>

              </div>
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<p>Wir hatten einige Schnittpunkte, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere; und ich denke, unser Verhältnis war immer von gegenseitigem Respekt gestützt. Ich habe dich, Marco, sehr bewundert für deine unermüdliche Energie, die du hinsichtlich deines Drogenselbsthilfe-Engagements aufgebracht hast. Im Laufe deiner Jahre bei VISION habe ich mich oft gefragt: Wie stemmt er die ganze Arbeit und bringt diese Erfolge hervor?</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Heute frage ich mich das erst recht, denn ich habe einen Teil deiner damaligen Position bei VISION übernommen. Als du 2020 gingst, sagtest du zu mir „ich bin froh, dass du diejenige bist, die mich ersetzen wird. So weiß ich wenigstens, dass der Laden in guten Händen ist“. Deine Worte waren ein riesiges Kompliment für mich. Und ja, ich bemühe mich seit zwei Jahren, den Kontaktladen und den Verein VISION so zu leiten, dass es deinen Vorstellungen nahekommt. Sicher bin ich nicht du, und ich will dich nicht ersetzen. Ich bringe meine Geschichte mit ein, versuche fair zu sein und halte den Selbsthilfeaspekt wie eine Fahne hoch. Bisher scheint mir das gut zu gelingen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unsere Zusammenarbeit im JES Sprecherrat und die vielen Seminare, die wir gemeinsam umgesetzt haben – all das haben wir eigentlich immer sehr harmonisch geschafft. Ich glaube, es gab selten Beef zwischen uns. Die letzten beiden Jahre verloren sich unsere Berührungspunkte, und ich finde das sehr schade<strong>. </strong>Rückblickend hätten wir es anders machen können. Doch die Zeit und das Leben haben anders entschieden. Dennoch möchte ich dir sagen, du bleibst in meiner Erinnerung, und ich sorge dafür, dass du bei VISION nicht vergessen wirst.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Bärbel Knorr</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Es gibt Menschen, die alles etwas heller werden lassen, wenn sie im Raum sind, du warst einer dieser Menschen. Du hast eine unglaubliche Freundlichkeit und Wärme ausgestrahlt. Wir haben uns nicht oft gesehen, aber über viele Jahre immer wieder. Als ich krank wurde, hast du mir geschrieben und mir Mut gemacht, das werde ich dir nie vergessen. Das Leben ist nicht gerecht, es wäre so schön gewesen, wenn du noch viele gute Jahre gehabt hättest. Du bleibst immer in Erinnerung.</p>

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<p><strong>Winfried Holz</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich durfte Marco im Delegiertenrat der DAH kennenlernen, wo er über viele Jahre das JES-Netzwerk vertrat. Ich habe ihn dort als ruhigen und liebenswerten Menschen kennen- und schätzen gelernt, immer engagiert für die Rechte und Interesse von Junkies, Ehemaligen-Usern und Substituierten. So wird er auch in meiner Erinnerung weiterleben.</p>

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<p><strong>Urs Köthner, 2. Vorsitzender von akzept e.V.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Gestern erreichte mich die traurige Nachricht, das Marco Jesse gestorben ist. Marco war ein herausragender Streiter für die Rechte von Drogengebrauchenden und hat die letzten 20 Jahre entscheidend die Arbeit des JES-Netzwerkes und des JES Bundesverbandes vertreten und vorangetrieben. Darüber hinaus war er zwölf Jahre lang der Geschäftsführer von Vision e.V. in Köln, dem ehemaligen Junkiebund. Ihm und seinem Team von Vision e.V. ist es gelungen, den Verein zu einem anerkannten, innovativen Träger der Drogen(selbst)hilfe auszubauen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich hatte die Ehre, während dieser Zeit zweieinhalb Jahre für Vision e.V. zu arbeiten. Seit 1995 arbeite ich in der ambulanten Drogenhilfe als Sozialarbeiter und Suchttherapeut, und meine Jahre bei Vision e.V. waren sehr prägende und entscheidende Lehrjahre für mich. Ich war angestellter Sozialarbeiter bei der Selbsthilfe, und es ging nicht darum, mein theoretisches und praktisches Wissen zu reproduzieren oder in den Vordergrund zu stellen, sondern den Betroffenen zu helfen, ihren Stimmen, Wünschen und Belangen Gehör zu verschaffen und praktische Hilfen mit ihnen gemeinsam umzusetzen. Ich habe nochmal mehr mit Haut und Haaren verstanden, warum es so wichtig und richtig ist, Drogengebrauchende direkt in die Planung und Gestaltung von Drogenhilfeangeboten einzubinden, statt immer nur über sie zu reden und über ihren Köpfen hinweg Angebote für sie zu planen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Marco war sich nie zu schade, seine persönlichen, lebensweltnahen Erfahrungen aus der Zeit seiner Heroinabhängigkeit und Hepatitis-Erkrankung zur Verfügung stellen… Leider allzu oft Erfahrungen, die mit Stigmatisierungen und Folgen der Kriminalisierung, Inhaftierung und gepanschten Schwarzmarktdrogen zu tun haben. Hiermit hat er einen sehr wichtigen Beitrag zur Aufklärung geleistet. Marco war mein Arbeitgeber, Betroffener und ist über die Jahre mein Freund geworden, von dem ich viel gelernt habe. Lieber Marco, du bist viel zu früh gegangen, und du wirst mir und akzept e.V.&nbsp; fehlen. Gute Reise und Rest in Peace.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Dirk Schäffer</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich habe Marco vor etwa 25 Jahren durch meine Arbeit bei JES und der Deutschen Aidshilfe kennengelernt. Er ist schnell zu einem der wichtigsten Repräsentanten der Drogenselbsthilfe in Deutschland und zu meinem ersten Ansprechpartner für alle diesbezüglichen Belange geworden. </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Marco hat mich immer durch seine Ruhe, Weitsicht und Fachlichkeit beeindruckt. Er hat das Netzwerk JES für mehr als zwei Jahrzehnte maßgeblich entwickelt und geprägt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sein Engagement war und ist für viele andere Drogengebraucher*innen heute Vorbild und Motivation.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich habe mit Marco einen Menschen verloren, der mir über viele Jahre sehr vertraut war und der mir auch Orientierung gab. Es war mir eine Ehre und Freude, Marco kennengelernt und mit ihm über zwei Jahrzehnte gearbeitet zu haben.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Manuel Izdebski</strong></p>

              </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Nachricht von Marcos Tod macht mich traurig. Ich habe ihn als einen sehr aktiven Mitstreiter für eine humanere Drogenpolitik kennengelernt, der im Laufe der Zeit viele dicke Bretter bohren musste. In besonderer Erinnerung ist mir ein Fachtag in Köln zur Naloxon-Vergabe. Als Referent machte Marco dem versammelten Fachpublikum sehr eindrücklich klar, warum das Medikament unbedingt Eingang in die Drogenhilfe finden muss. Das war vor etlichen Jahren. Heute finden ganz selbstverständlich Naloxon-Schulungen für medizinische Laien in der Drogen- und Selbsthilfe statt, um Menschenleben zu retten. Das geht auch auf sein Engagement zurück. Marco hinterläßt viele Spuren, die uns an ihn erinnern werden. Möge er in Frieden ruhen!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Dr. Thomas Poehlke und Anke Follmann für die Beratungskommission „Sucht und Drogen“ der Ärztekammer Westfalen-Lippe</strong></p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Tief betroffen haben wir erfahren, dass Marco Jesse nicht mehr lebt. Wir haben Marco als engagierten Menschen für die Belange drogenkonsumierender Menschen erlebt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Insbesondere das Thema „Take-Home-Naloxon“ war ihm ein besonderes Anliegen. Wir haben seine fachliche Expertise zu diesem Thema auch im Rahmen vielfältiger persönlicher Kontakte gerne genutzt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auch zu anderen Fragestellungen im Kontext des Themas „Sucht und Drogen“ war er für uns immer ein angenehmer Gesprächspartner. &nbsp;Wir sind traurig über den Verlust eines besonderen Menschen und &nbsp;kompetenten Mitstreiters in der Sucht- und Drogenszene in NRW.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Ralf Gerlach, Vorsitzender INDRO e.V.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mit Marco Jesse ist ein vehementer und äußerst geschätzter Mitstreiter im Kampf für eine menschenwürdige Drogenpolitik und einen respektvollen Umgang mit Drogen gebrauchenden Menschen von uns gegangen. Marco verfolgte glaubwürdig (!) und mit unermüdlichem Engagement eine realistische „Vision“, die er selbst einmal so formulierte: „Mein größter Wunsch wäre, dass die Erkenntnisse aus vielen Jahren Prohibition und &#8218;Krieg gegen Drogen&#8216; genutzt werden, um eine grundsätzlich neue Drogenpolitik umzusetzen, die auf Respekt vor dem Individuum aufbaut. Dies sollte die Grundlage für eine Legalisierungsdebatte und im Nachklang die Abschaffung der strafrechtlichen Anteile des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) bilden.“ Folgen wir nicht der Empfehlung von Helmut Schmidt, „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, sondern verstehen wir Marcos Vision als Auftrag, in unserem Streben, das Drogen gebrauchenden Menschen seit fast hundert Jahren durch die Prohibition zugefügte entsetzliche Leid endlich zu beenden, nicht nachzulassen!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In tiefer Trauer und mit größtem Respekt vor Marcos Schaffenswerk.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Beate Jagla, Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Marco Jesse hat die Drogenarbeit in Nordrhein-Westfalen an vielen Stellen und Einsatzorten, zuletzt auch bei der Entwicklung einer landesweiten Empfehlung zum Thema Harm Reduction, wesentlich geprägt. Seine schier unerschöpfliche Energie, sich für die Belange und Interessen drogengebrauchender Menschen einzusetzen, habe ich immer bewundert. Ich werde seine große Fachlichkeit, seine Lebenserfahrung, seine Freundlichkeit und seine Zuversicht sehr vermissen.</p>

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<p><strong>Stefan Ritschel, JES Bundesverband</strong></p>

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<p>Hallo Marco, für viele JESler wie auch für mich warst du sozusagen der erste Kontakt zu unseren Netzwerk. In den vielen Einsteiger-Seminaren, welche du über Jahre begleitest hattest, hast du es immer wieder geschafft, deine Begeisterung an der Drogenselbsthilfe an viele Generationen von neuen JESlern weiter zu geben. Auch das Selbstwertgefühl und der Glaube an die eigene Leistungsfähigkeit als Drogengebraucher war dir immer wichtig zu vermitteln. Was du auch bei mir immer wieder getan und geschafft hast. Nicht nur als wir gemeinsam im Vorstand tätig waren. Deine Haltung, Respekt und auch Ausdauer gegenüber anderen hat mich und sicher auch andere oft beeindruckt. Aber am meisten dein fachliches Wissen. Ich hoffe, ich mach dir keine Schande als „Nachfolger“ bei den Einsteigern, und hoffe, irgendwann nur mal halb so gut zu sein wie du.<br><br>Grüß die anderen, und ich werde dich vermissen.</p>

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<p><strong>Simon</strong></p>

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<p>Lieber Marco,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>als du am 1. Mai 2007 die Arbeit im Junkie Bund Köln angefangen hast, war ich bereits seit ca. einem dreiviertel Jahr dort beschäftigt und führte dich in die EDV-Strukturen ein. Im August 2007 hast du dann die Geschäftsführung übernommen, und gemeinsam entwickelten wir den Ausbau des internen Computer-Netzwerks und der Internet-Seite. Uns stand eine aufregende Zeit bevor. Wir planten im noch recht kleinen Team den bevorstehenden Umzug von der Taunusstraße in die Neuerburgstraße und damit auch die einhergehende Namensänderung des Vereins, die am 1. Oktober 2008 vollzogen wurde.<br><br>Am neuen Standort übernahm ich mit deiner Unterstützung die Verwaltungsaufgaben und die Buchhaltung von VISION. Alles war neu, vieles musste gelernt und auch neu strukturiert werden. Du warst immer da und hast stets ein offenes Ohr für meine arbeitstechnischen, aber auch privaten Probleme gehabt. Wie oft haben wir gemeinsam über Finanzplänen und Förderungsanträgen gebrütet, Anschaffungen und Verträge jeglicher Art recherchiert und Preise verglichen, Dateivorlagen und Flyer besprochen, Veranstaltungen organisiert und vieles vieles mehr. Es gab kaum einen Bereich, in dem du nicht Wissen vorweisen konntest. Mal abgesehen von deiner Meinung zu fast allen Belangen, die ich immer gerne zu Rate gezogen habe.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In den 13 Jahren Zusammenarbeit gab es natürlich auch Zeiten, in denen es zwischen uns nicht ganz reibungslos lief. Mal fühlte ich mich nicht verstanden, mal redeten wir aneinander vorbei, manchmal waren wir anderer Meinung und verharrten in dieser. Aber wir haben letztendlich immer wieder einen Weg gefunden, Unstimmigkeiten und Differenzen zu klären, um darüber auch zu wachsen und gegenseitig zu lernen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Als ich 2015 überlegte, mir einen Hund anzuschaffen, hast du mich in der Entscheidung bekräftigt und mir einen Weg ermöglicht, wie dies auch mit der Arbeit vereinbar ist. So kam der rumänische Straßenhund Carlos in mein Leben und in das von VISION. Von da an war er jeden Tag mit auf der Arbeit und du warst einer der wenigen, die direkt auch einen intensiven und innigen Kontakt mit dem unsicheren Sensibelchen aufbauen konnten&#8230; als ob er es gespürt hätte, dass er ohne dich nicht dieses neue Zuhause bekommen hätte. Im Laufe der letzten Jahre kam er auch immer öfter teils über mehrere Tage zu dir nach Hause, wenn ich aus unterschiedlichsten Gründen Zeit für mich brauchte.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du hast einen langen und wichtigen Abschnitt meines Lebens zum einen als Chef und zum anderen als Freund geprägt, und es macht mich unendlich traurig, dass du nun von uns gegangen bist. Ich bin dir für alles äußerst dankbar und werde dich nie vergessen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Jan Sosna</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Im beruflichen Alltag trifft man auf eine Vielzahl von Menschen, deren Namen zumeist jedoch schnell wieder in Vergessenheit geraten. Bei Marco war dies anders! Zwar weiß ich nicht mehr genau, wann und wo sich unsere Wege zum ersten Mal gekreuzt haben, zumal dies mutmaßlich etwa 15 Jahre zurückliegt, jedoch ist mir Marco vom ersten Moment an positiv im Gedächtnis geblieben. Schlichtweg ein Charakter, der Spuren hinterlässt &#8211; bei Menschen, in der Drogenhilfe und vielerorts mehr! Seine angenehme, ruhige Art, gepaart mit einem enormen Fachwissen und dem Blick für das Wesentliche, haben mich immer wieder beeindruckt. Lieber Marco, ich bin dankbar dafür, dass wir uns kennengelernt haben und werde Dich immer in Erinnerung behalten.&nbsp;&nbsp;</p>

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<p><strong>Hartmut Organiska</strong></p>

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<p>Lieber Marco,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Nachricht von Deinem Tod tat weh.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du warst der Lobbyist für die Menschen in unser Gesellschaft die niemand sehen, hören oder gar anfassen möchte. Diesen Menschen hast Du mehr von der wenigen Lebensqualität, die sie haben, geschaffen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich stellte mir immer die Frage, woher Du die Kraft, das Wissen und die Ausdauer hergenommen hast, immer aktuell auf alle Fragen eine richtige Antwort zu haben. Diese Dinge zu lernen ist das eine, aber man muß es auch können und umsetzen wollen. Und Du wollstest und konntest es auf ganzer Linie.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dafür meine Hochachtung an Dich.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich bin glücklich für die vielen Jahre unserer Zusammenarbeit bei Vision. Du warst der beste Lehrer, Unterstützer und Chef, den ich kennenlernen durfte. Ohne Deinen Support wäre mein Leben mit Sicherheit nicht so positiv verlaufen.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich werde Dir dafür immer dankbar sein. Von ganzem Herzen&#8230; Danke.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bundesweit hast Du Deine Fußstapfen hinterlassen. Es wird schwer werden für Jedermann in diese zu treten.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Schade dass viele drogengebrauchende Menschen nicht wissen, wem sie es zu verdanken haben, was ihnen täglich hilft, besser mit ihrer Situation klarzukommen.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du magst nicht mehr unter uns sein, aber deine Erinerrung wird bleiben. Da bin ich mir ganz sicher.</p>

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  </div>
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<p>Semper fidelis &#8230;</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Prof. Dr. Heino Stöver</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Lieber Marco,</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>wir kannten uns noch aus Bremen, wo Deine Arbeit für JES in einem Kontaktladen&nbsp; begann. Ich habe Dich immer für Deine Energie bewundert: Du hast für die Selbsthilfe und Selbstorganisation drogengebrauchender Menschen eine Menge bewirkt &#8211; das ist ein Meilenstein in der Geschichte der deutschen Drogenhilfe! Und in den mehr als zwei Jahrzehnten, die wir uns kannten,&nbsp; haben wir einiges zusammen gemacht. Unter die Haut ist mir &#8211; und nicht nur mir &#8211; Dein Vortrag zu Überdosierungen und hilflosen Hilfeversuchen gegangen, den Du 2013 auf unserer Konferenz in Frankfurt gehalten hast. Ich glaube Du hast damit den Grundstein gelegt für Take-Home-Naloxon-Projekte in Deutschland. Und dabei hatte ich als Organisator der Konferenz die Selbsthilfe vergessen einzuladen! Typisch! An Professor John Strang hatte ich gedacht, höchste akademische Weihen, aber nicht an die Selbsthilfe. Ich habe Dich ein paar Tage vorher angesprochen und Du hast spontan zugesagt! Klasse! Heute führen wir mit der DAH das Projekt NALtrain durch. Take-Home-Naloxon &#8211; ein Thema, das ich lange Zeit gar nicht auf meiner Prio-Liste hatte, und akzept auch nicht. Du hast es dann federführend für die Selbsthilfe entwickelt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Aber es gab auch viele andere gemeinsame Schnittmengen &#8211; es gab sie!</p>

              </div>
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<p><strong>Heidrun Behle und Jürgen Heimchen</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Lieber Marco,<br>vielleicht bist du jetzt in einer besseren Welt angekommen?<br>Die akzeptierenden Eltern danken Dir für deine außerordentliche Lebensleistung im gemeinsamen Kampf für eine humane Drogenpolitik</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Anabela Dias de Oliveira</strong> <strong>(Projekt LÜSA)</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Lieber Marco,<br>wir, ich sind traurig über Deinen Tod. Du bist nicht mehr da, weder als Motor noch als Mensch, für das JES-Netzwerk, für die Praktiker:innen in der Drogenhilfe, für viele Menschen – ja, Du warst im positiven Sinne ein Menschenfänger. Du konntest Eure Lebenssituation als Konsument:innen illegalisierter Substanzen so vermitteln, dass weder Mitleid noch Distanz entstand, Deine/Eure Menschenrechtsforderungen gehört wurden. Vision e.V. ohne Dich nicht denkbar.<br>Die Zusammenarbeit mit Dir war angenehm nah und stets auf Augenhöhe – auch Sozialarbeiter:innen gegenüber. Du hast das Fundament gelegt, dass LÜSA die Gründung einer lokalen JES-Gruppe umfassend unterstützt hat. Wir danken Dir für die Begegnung, Deine Offenheit, und ich danke Dir besonders für die nachhaltig wirkenden Gespräche über die Rollendiffusionsgefahr von Selbsthilfe in Sozialarbeit.<br>Dein Tod ist für uns alle ein großer Verlust. Wir werden Dich nicht vergessen und werden Dir am Gedenktag ein Bäumchen pflanzen, den kannst Du Dir von da, wo Du jetzt bist, ansehen.<br>Ruhe in Frieden<br>Wir wünschen Dir eine gute Reise.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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          </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Michaela vom Team La Strada</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir sind bestürzt über die Nachricht, dass Marco Jesse verstorben ist. Viel zu früh! Unsere Gedanken sind bei allen Menschen, die ihm nah standen. Allen Kolleg*innen, Freund*innen und Familie möchten wir unser Mitgefühl zum Ausdruck bringen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir haben Marco im beruflichen Kontext als engagierten und sympathischen Menschen kennengelernt, von dem wir als Team auf einer Naloxon Schulung bei Vision und anderen Gelegenheiten viel lernen durften. Ein Mensch, der durch seine Glaubwürdigkeit, seine Authentizität und sein Fachwissen überzeugt hat und sich leidenschaftlich für eine humane Drogenpolitik eingesetzt hat. Ein Leitstern!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Danke, Marco! Für dein Wirken und dein Sein!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Team La Strada, Hannover</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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		<title>Schutz vor MPX („Affenpocken“): Impfen – jetzt und gezielt!</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/affenpocken-impfung-jetzt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Sweers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2022 16:18:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention & Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Affenpocken]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[MSM]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Zentrum der „Affenpocken“-Impfung müssen Männer stehen, die Sex mit vielen Männern haben, sagt Dr. Dirk Sander von der Deutschen Aidshilfe.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p><strong>Die STIKO hat </strong><a href="https://www.aidshilfe.de/meldung/stiko-empfehlung-impfung-gegen-mpx-affenpocken"><strong>Empfehlungen zur Impfung gegen MPX</strong></a><strong> („Affenpocken“) veröffentlicht. Dr. Dirk Sander von der Deutschen Aidshilfe sagt im Interview mit magazin.hiv: Wir müssen jetzt nicht breit, sondern gezielt impfen, und zwar die mit dem höchsten Risiko: Männer, die Sex mit häufig wechselnden Partnern haben.</strong></p>

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<p><strong>Lieber Dirk, bisher sind von „<a href="https://www.aidshilfe.de/affenpocken" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Affenpocken</a>“ – MPX – vor allem Männer betroffen, die Sex mit vielen Männern haben. Etwa zwei Drittel dieser Männer haben „Pocken“ am Mund, an den Genitalien oder am Anus, die sehr schmerzhaft sein können. Etwa 12 Prozent müssen ins Krankenhaus, weil die Schmerzen so schlimm sind, dass sie mit normalen Mitteln nicht bekämpft werden können. Die <a href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/25-26_22.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank" rel="noreferrer noopener">STIKO-Impfempfehlung </a>bezeichnet MSM mit häufig wechselnden Partnern daher als Gruppe mit erhöhtem Risiko. Allerdings soll es wegen des knappen Impfstoffs zunächst vor allem nachträgliche Impfungen geben, das heißt nach einem Kontakt mit dem Erreger. Das kann Erkrankungen oder zumindest schwere Verläufe verhindern. Und da werden dann zum Beispiel in der STIKO-Empfehlung auch Menschen in der medizinischen Versorgung genannt. Was sagst du dazu?</strong></p>

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<p>Erst mal ist es gut, dass eine Impfempfehlung da ist, Ärzt*innen können daher ohne Gedanken um irgendwelche Haftungsfragen gegen „Affenpocken“ impfen, obwohl der Pockenimpfstoff in der EU noch nicht dafür zugelassen ist.</p>

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<p>Was die Knappheit angeht: Das stimmt. Gerade deswegen müssen diejenigen im Zentrum stehen, die das Risiko haben. Und das sind bisher ausschließlich sexpositive Männer, die Sex mit vielen anderen Männern haben – und gesundheitsbewusst und verantwortungsvoll sind und sich schützen wollen.</p>

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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>Bei Impfstoffknappheit müssen diejenigen im Zentrum stehen, die das Risiko haben.</p></blockquote>

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<p>Es darf deshalb nicht sein, dass erst mal Pflegepersonal, Sprechstundenhelfer*innen und so weiter geimpft werden wollen, weil sie „Kontakt mit MPX-Patienten“ hatten.</p>

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<p>Leute versuchen also, sich vor diesen gesundheitsbewussten und verantwortungsvollen Männern zu „schützen“? Oft scheint hier eine heftige Homosexualitätsfeindlichkeit dahinter zu stehen, die nicht akzeptabel ist und gegen die sich die Community und die Deutsche Aidshilfe wehren.</p>

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<p><strong>Müsste die Aidshilfe denn nicht Druck auf die Politik machen, damit mehr Impfstoff zu diesen Männern mit dem erhöhten Risiko kommt, vor allem auch als vorbeugende Impfung und nicht nur als nachträgliche?</strong></p>

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<p>Zunächst einmal muss man sagen, dass nirgendwo sonst – bezogen auf die Bevölkerung – so früh so viel Impfstoff vorhanden ist wie in Deutschland. Deutschland hat hier schneller gehandelt als die meisten anderen Länder. 40.000 Dosen sind auf dem Weg ins medizinische System, im Laufe des Jahres sollen noch 200.000 hinzukommen.</p>

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<p>Das reicht aber hinten und vorne nicht für eine vorbeugende Impfung, denn in der Regel braucht man zwei Dosen für eine Grundimmunisierung.</p>

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<p>Das Problem ist: Die Anzahl der verfügbaren Impfungen ist weltweit begrenzt. Das kann auch Herr Lauterbach nicht ändern.</p>

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<p>Umso wichtiger ist es, dass der Impfstoff schnell bei den „Richtigen“ mit dem höchsten Risiko ankommt, also sinnvoll verteilt wird.</p>

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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>Die Anzahl der verfügbaren Impfungen ist weltweit begrenzt.</p></blockquote>

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<p>Etwa zwei Drittel der bisherigen Fälle entfallen auf Berlin, also muss hier auch der meiste Impfstoff hin. Das hat die Deutsche Aidshilfe in Gesprächen mit Leuten aus dem Robert-Koch-Institut, dem Bundesgesundheitsministerium, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und aus Gesundheitsämtern deutlich gemacht.</p>

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<p>Der Verteilschlüssel und die Verteilung selbst aber sind noch unklar. Es ist zum Beispiel die Rede davon, dass in NRW etwa 7.300 Dosen an die Apotheken der Unikliniken gehen sollen, <a href="https://www.kvhessen.de/publikationen/informationen-affenpocken/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">während die Impfallianz in Hessen beschlossen hat, die Impfungen über die Gesundheitsämter laufen zu lassen – von denen einige sich aber offenbar nicht zuständig</a> fühlen.</p>

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<p>Und dann will nach unseren Informationen das Bundesgesundheitsministerium auf Begleitforschung bestehen, ohne offenbar klare Vorstellungen zu haben. Das alles verhindert eine zügige Impfung.</p>

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<p><strong>Was heißt das? Abwarten, bis sich das Chaos klärt?</strong></p>

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<p>Nein, auf keinen Fall. Diejenigen MSM, die sehr riskiert sind, haben die Signale gehört und sind bereit, sich impfen zu lassen. Das muss jetzt beginnen, angefangen bei den Hotspots wie Berlin. Alles andere wäre meines Erachtens homosexuellenfeindlich.</p>

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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>Impfen, jetzt, und zwar die MSM, die am meisten riskiert sind.</p></blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Deutsche Aidshilfe wird deshalb zusammen mit den HIV-Schwerpunktärzt*innen der <a href="https://www.dagnae.de/">dagnä</a>, mit Kolleg*innen der <a href="https://daignet.de/site-content">Deutschen AIDS-Gesellschaft</a> und mit Engagierten aus der Community weiter klare Ansagen in Richtung der „Verteilmächte“ machen. Und auch der Einzelne kann Druck machen und zum Beispiel in seiner Praxis oder beim Gesundheitsministerium seines Bundeslandes nachfragen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Noch einmal: Impfen, jetzt, und zwar die MSM, die am meisten riskiert sind.</p>

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