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	<title>Szene &amp; Community | magazin.hiv</title>
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	<description>Hintergründe zum Leben mit HIV, Aids, STIs, Hepatitis</description>
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	<title>Szene &amp; Community | magazin.hiv</title>
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		<title>Pay it no mind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 11:47:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[LGBTIQ+]]></category>
		<category><![CDATA[Marsha P. Johnson]]></category>
		<category><![CDATA[queer]]></category>
		<category><![CDATA[trans]]></category>
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					<description><![CDATA[Trans Frau, Sexarbeiterin, Dragqueen – Marsha P. Johnson war all das, vor allem aber eine der größten LGBT-Vorkämpferinnen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p><strong>Trans Frau, Sexarbeiterin, Dragqueen – Marsha P. Johnson war all das, vor allem aber eine der größten LGBT-Vorkämpferinnen</strong>.</p>

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<p><em>Von <a href="https://lukashermsmeier.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lukas Hermsmeier</a></em></p>

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<p>Wofür das P in ihrem Namen stehe, fragte ein Richter Marsha P. Johnson, als sie* wieder mal auf der Anklagebank saß. Für „Pay it no mind“, antwortete Marsha. Auf Deutsch sinngemäß: „Kümmer dich nicht darum.“</p>

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<p><em>* Marsha P. Johnson benutzte für sich selbst die Pronomen she/her, also „sie/ihr“.</em></p>

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<p>Nicht nur der Richter bekam diesen Spruch zu hören, sondern auch alle Menschen, die sich nach Marshas Geschlecht erkundigen wollten. „Pay it no mind“ – das brachte ihre Lebenshaltung ganz gut auf den Punkt. Es war eine selbstbewusste Ablehnung aufdringlicher Fragen, ein Aufruf, sich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern, statt darum, Menschen in Schubladen zu stecken. Und gleichzeitig stellt die Botschaft bis heute Grundsatzfragen: Was wäre, wenn wir jenseits dieser starren Kategorien lebten? Wenn wir die Menschen nicht danach beurteilten, welches Geschlecht sie haben, welche Hautfarbe und wen sie lieben?</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-laut-und-exzentrisch-kampfte-die-burgermeisterin-der-christopher-street-fur-gleiche-rechte">Laut und exzentrisch kämpfte die „Bürgermeisterin der Christopher Street“ für gleiche Rechte</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Marsha P. Johnson war Aktivistin, Dragqueen, Künstlerin und Sexarbeiterin. Sie gehörte schon in den 1960er-Jahren zu den wichtigsten Figuren der weltweiten Queer-Bewegung. Angetrieben vom&nbsp;<a href="https://www.fluter.de/geschichte-des-csd-interview-mit-zeitzeuge" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stonewall-Aufstand</a>&nbsp;im Sommer 1969, bei dem es nach einer Razzia in einer Gay-Bar zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und LGBTQ+-Personen auf den Straßen New York Citys kam, gründete Marsha gleich mehrere Organisationen, die wichtige Rollen im Kampf für die sexuelle Befreiung spielten. Sie prägte die New Yorker Szene, wurde zur „Bürgermeisterin der Christopher Street“, die bis heute ein ikonischer Ort für die Homosexuellenbewegung ist, und wurde von Andy Warhol porträtiert. Nur jenseits der queeren Welt spielte Marsha P. Johnson, die 1992 unter ungeklärten Umständen starb, sehr lange Zeit kaum eine Rolle. Kein Wunder. Als Schwarze trans Frau aus der Arbeiterklasse war sie in einer Zeit, in der in den USA noch etliche rassistische Gesetze galten (so war es Schwarzen Menschen in vielen Bundesstaaten immer noch verboten, Weiße zu heiraten), die pure Provokation. Vor allem, weil sie laut und exzentrisch für Gleichberechtigung eintrat.</p>

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<p>Geboren wurde Marsha in einer mittelgroßen Stadt in New Jersey – „Geschlecht: männlich“ stand 1945 in ihrer Geburtsurkunde. Doch bereits im Alter von fünf Jahren trug sie zum ersten Mal Kleider, was sie allerdings schnell wieder sein ließ, nachdem andere Kinder sie damit aufgezogen hatten. Auch vor ihren Eltern – ihr Vater arbeitete in einer Autofabrik am Fließband, ihre Mutter half in einem reicheren Haushalt – konnte sie ihre Identität kaum entfalten. Mit 17 zog Marsha nach New York, im Gepäck ein paar Klamotten und kaum mehr als 15 Dollar.</p>

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<p>Um zu überleben, ging sie wie viele andere arme queere Jugendliche auf den Strich. Rund um den Times Square, heute berühmt für seine riesigen Leuchtreklamen, suchten Teenager damals nach Freiern. Aus „Black Marsha“, wie sie sich zu Anfang nannte, wurde Marsha P. Johnson – angelehnt an das Restaurant „Howard Johnson’s“, in dem sie viel Zeit verbrachte.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-ging-neben-marsha-p-johnson-in-die-geschichte-ein-ein-nbsp-geworfenes-schnapsglas">Ging neben Marsha P. Johnson in die Geschichte ein: ein&nbsp;geworfenes Schnapsglas</h2>

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<p>Im Rotlichtviertel von Manhattan lernte Marsha 1963 die sechs Jahre jüngere Sylvia Rivera kennen, eine queere lateinamerikanische Dragqueen, die ebenfalls in die Geschichte eingehen sollte und um die sie sich fortan großschwesterlich kümmerte. Dabei kämpfte sie selbst ständig ums Überleben: Lange Zeit schlief sie in Kinos oder bei Freundinnen, wurde immer wieder festgenommen, hatte mehrere Nervenzusammenbrüche, kam in die Psychiatrie – und wurde wieder entlassen. Dieses Leben am Abgrund hinderte sie nicht daran, andere Menschen emotional zu unterstützen und ihnen sogar finanziell auszuhelfen. Geld, das sie bekam, gab sie denen, die es noch mehr brauchten als sie.</p>

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<p>Dann kam Stonewall, die legendäre Rebellion im Greenwich Village, die zwar nicht nachweislich durch einen Schnapsglaswurf Marshas ausgelöst wurde (wie eine von mehreren Erzählungen behauptet), aber auch dank ihrer Beteiligung das wohl bedeutendste Ereignis der LGBTQ+-Bewegung des 20. Jahrhunderts markiert. Aus den Ausschreitungen wuchs die „Gay Liberation Front“, eine militante Gruppe, die regelmäßige Proteste organisierte und bald Nachahmer auf der ganzen Welt fand. Zusammen mit ihrer Verbündeten Sylvia Rivera gründete Marsha im September 1970 die „Street Transvestite (später:&nbsp;<a href="https://www.fluter.de/transition-transgender-detransition" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Transgender</a>) Action Revolutionaries“, kurz STAR – ein Kollektiv, das sich um wohnungslose trans Kids kümmerte. Im East Village richtete STAR Schlafstätten für obdachlose queere Personen ein und versorgte sie dort auch mit Essen.</p>

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<p>Schwarz und trans, dazu aus prekären Verhältnissen: Marsha verkörperte Intersektionalität, bevor es den Begriff überhaupt gab. Sie war eine Vorkämpferin der Homosexuellenbewegung und protestierte zugleich gegen die Dominanz weißer bürgerlicher Schwuler, die&nbsp;<a href="https://www.fluter.de/transgender-frage-buch-shon-faye-interview" target="_blank" rel="noreferrer noopener">trans Menschen</a>&nbsp;manchmal geradezu ablehnten.</p>

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<p>„Ich war lange Zeit transphob“, sagt Randy Wicker, der in den 1960er-Jahren zu den bekanntesten schwulen Aktivisten der USA zählte. „Ich dachte, Transsexuelle seien in Wahrheit Homosexuelle, die sich besonders schuldig fühlen.“ Was Transsein wirklich bedeutet, habe er erst später realisiert, erzählt der heute 84-Jährige. Diese Erkenntnis habe er auch Marsha zu verdanken, die zu seiner besten Freundin wurde.</p>

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<p>Wicker lebt immer noch in derselben Wohnung in Hoboken, New Jersey, in der er mit Marsha rund zehn Jahre lang zusammenwohnte. Zwei schwarze Engelsfiguren und etliche Fotos erinnern dort an sie. „Meine Wohnung ist ein Tempel für Marsha“, sagt Wicker. „Marsha hat mein Leben verändert. Sie war die großmütigste Person der Welt.“</p>

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<p>Es liegt auch an Wicker, dass Marshas Lebenswerk inzwischen nicht nur von der LGBTQ+-Gemeinde wahrgenommen wird. 2012 kam der Dokumentarfilm „Pay It No Mind“ heraus, gespickt mit Wickers Archivmaterial und Erinnerungen. Im selben Jahr wurden die Ermittlungen zu Marshas Tod wieder aufgenommen. Ihre Leiche war im Juli 1992 im Hudson River gefunden worden.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-marsha-p-johnsons-tod-ist-bis-heute-ungeklart">Marsha P. Johnsons Tod ist bis heute ungeklärt</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ob es ein Suizid war, wie die Behörden schnell behaupteten, ist bis heute nicht bewiesen. Wicker und viele andere Freundinnen und Freunde bezweifeln, dass sich Marsha umgebracht hat. Es passte nicht zu ihr, sagen sie. Zu viel Lebensfreude, zu viele Pläne. Ihr Werk jedenfalls bleibt bestehen: 2019 wurde das „Marsha P. Johnson Institute“ gegründet, das sich für Schwarze trans Menschen einsetzt. Seit 2020 gibt es in Brooklyn direkt am Wasser den „Marsha P. Johnson State Park“, ein Jahr später wurde ganz in der Nähe der Stonewall-Bar eine Statue von ihr aufgestellt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>„Marsha war der erste Schwarze trans Mensch, den ich je in meinem Leben gesehen habe“, sagt die 22-jährige Qween Jean, eine Schwarze trans Frau, die in New York als Kostümdesignerin arbeitet. Sie habe sie damals in der Bibliothek ihrer Schule auf einem von Andy Warhol aufgenommenen Foto entdeckt. „Das war so ein großer Moment für mich. Ich wollte sofort alles über sie erfahren.“</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Qween Jean hat aus ihrer Neugierde eine Lebensaufgabe entwickelt. Als vor einigen Jahren zwei ihr nahestehende trans Menschen starben, fragte sie sich: Würde irgendjemand für mich kämpfen, wenn ich sterbe? Würde sich irgendjemand um Gerechtigkeit bemühen? Sie gründete daraufhin die Organisation „Black Trans Liberation“, die sich besonders für wohnungslose Schwarze trans Menschen einsetzt. Mehr noch als in Statuen oder Filmen lebt so der revolutionäre Geist von Marsha P. Johnson weiter.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Dieser Text von Lucas Hermsmeier wurde im Dezember 2022 auf fluter.org unter der Lizenz <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC-BY-NC-ND-4.0-DE</a> veröffentlicht: <a href="https://www.fluter.de/transfrau-marsha-p-johnson-protest" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.fluter.de/transfrau-marsha-p-johnson-protest</a>. Wir danken herzlich für die Erlaubnis zur Zweitveröffentlichung.</em></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Weiterer Beitrag zu Marsha P. Johnson:</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Anlässlich ihres 75. Geburtstags, den sie am 24. August 2025 gefeiert hätte, hat <a href="https://www.iwwit.de/gayzine/marsha-p-johnson-75/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Paul Schulz Marsha P. Johnson gewürdigt</a>:</p>

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    </div>
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<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-ich-weiss-was-ich-tu wp-block-embed-ich-weiss-was-ich-tu"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="o5qi8RjV1L"><a href="https://www.iwwit.de/gayzine/marsha-p-johnson-75/">Marsha wer?! – Na Marsha P. Johnson!</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Marsha wer?! – Na Marsha P. Johnson!&#8220; &#8212; ICH WEISS WAS ICH TU" src="https://www.iwwit.de/gayzine/marsha-p-johnson-75/embed/#?secret=884S5B7Mep#?secret=o5qi8RjV1L" data-secret="o5qi8RjV1L" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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			</item>
		<item>
		<title>„Das ist so wertvoll, denn es erreicht die Massen“</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/hiv-berlin-tag-und-nacht/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/hiv-berlin-tag-und-nacht/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 10:20:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Aidshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Schutz durch Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Serie]]></category>
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					<description><![CDATA[In der RTLzwei-Daily-Soap „Berlin – Tag &#038; Nacht“ geht es seit August 2025 auch um HIV. Die Macher*innen holten sich dafür den Rat der Berliner Aids-Hilfe.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>In der RTLzwei-Daily-Soap „Berlin – Tag &amp; Nacht“ geht es seit August 2025 auch um HIV. Die Macher*innen holten sich dafür den Rat der Berliner Aids-Hilfe. Eine Kollegin durfte sogar mitspielen.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Nach einem One-Night-Stand fürchtet Valentina, dass sie sich mit HIV infiziert hat. Ihre Freundin Indira will sie unterstützen und macht zusammen mit ihr einen Test – und der zeigt überraschenderweise, dass Indira HIV-positiv ist.</strong></p>

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    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie diese Diagnose das Leben der 23-Jährigen verändert, ist gerade einer der Handlungsstränge in der Daily-Soap „Berlin – Tag &amp; Nacht“ bei RTLzwei. Sophie Kortenbruck erzählt im Interview, weshalb zentrale Szenen in den Räumen der Berliner Aids-Hilfe gedreht wurden und warum sie nicht nur am Drehbuch mitgewirkt, sondern auch selbst mitgespielt hat.</strong></p>

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  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Sophie, als du im Frühjahr 2025 als Vertretung der Frauenreferentin zur Berliner Aids-Hilfe kamst, stand eine Serienrolle sicherlich noch nicht im Arbeitsvertrag?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich hatte die Stelle erst ein paar Wochen zuvor vertretungsweise übernommen, als die Anfrage von „Berlin – Tag &amp; Nacht“ kam. Die Serie hatte ich vorher noch nie gesehen, ich wusste aber, dass sie sehr populär ist. Ich fand es super, dass sie sich überhaupt gemeldet haben, um sich fachliche Beratung einzuholen. HIV ist ja ein sensibles Thema! Sie schickten mir dann das Treatment mit dem geplanten Handlungsstrang. Da die Schauspieler*innen vor der Kamera ja mehr oder weniger improvisieren, gibt es keine ausformulierten Dialoge, sondern nur skizzenhafte Vorgaben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der erste Entwurf las sich aber, was die HIV-Botschaften anging, wie eine Zeitreise in die 1990er-Jahre.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was meinst du mit „Zeitreise“?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sie hatten wirklich jedes überholte Klischee von HIV und Aids in die Storyline gepackt, das man sich vorstellen kann. Ich habe dann ziemlich deutlich zu verstehen gegeben: Wenn ihr den Menschen mit HIV und der Prävention mit dieser Storyline wirklich etwas Gutes tun wollt, dann lasst es lieber bleiben oder ändert das. Sonst geht das Ganze komplett nach hinten los.</p>

              </div>
    </div>
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<p>Es fehlte einfach an Basiswissen über das Leben mit HIV im Jahr 2025.</p>

              </div>
    </div>
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</blockquote>

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<p><strong>Wie hat das Produktionsteam auf diese deutliche Kritik reagiert?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Team hat das tatsächlich dankbar und offen aufgenommen. Man hat gemerkt, dass es einen guten Willen gab und sie das Thema ganz bewusst setzen wollten, aber es einfach an Basiswissen über das Leben mit HIV im Jahr 2025 fehlte.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie lief das Wissens-Update konkret ab?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Erstmal habe ich ihnen ein paar Links zu Videos geschickt, etwa zum Schutz durch die HIV-Therapie. <a href="https://www.aidshilfe.de/de/schutz-therapie" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das war ja eine wichtige Botschaft: Unter Therapie ist HIV beim Sex nicht mehr übertragbar.</a>&nbsp; Ich habe außerdem die Storyline kommentiert und mit dem Hauptautor eine knappe Stunde über verschiedene Aspekte des Lebens mit HIV heute gesprochen, neben dem Schutz durch Therapie zum Beispiel auch darüber, dass es nicht mehr zeitgemäß ist, eine HIV-positive Frau mit selbstbestimmter Sexualität vereinfacht als „HIV-Opfer“ darzustellen. Das stieß auf offene Ohren. Vielleicht war ich anfangs auch unfair voreingenommen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie kam es dann zur Beteiligung der Berliner Aids-Hilfe bei den Dreharbeiten selbst?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Produktionsteam hatte gemerkt, dass wir auf inhaltlicher Seite sehr hinterher sind, vor allem, wenn unser Name als Verein im Spiel ist. Sie dachten sich: Bevor wir nun irgendwelchen Laiendarsteller*innen beibringen, wie so ein Beratungsgespräch bei einem HIV-Test abläuft, warum macht das nicht gleich jemand von der Aids-Hilfe? Am Ende ist dieser Part dann bei mir hängengeblieben. <em>(lacht)</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Es wurde dann tatsächlich auch in den Beratungsräumen der Berliner Aidshilfe gedreht.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Drei Tage lang und das ganze Haus war deshalb sehr aufgeregt. Wir hätten das natürlich gerne an einem Wochenende gemacht, aber die Produktion arbeitet nur von Montag bis Freitag, das heißt, die Dreharbeiten fanden mitten im Beratungsalltag statt. Was es bedeutet, wenn in die eh schon engen räumlichen Verhältnisse der Berliner Aids-Hilfe auch noch ein zehnköpfiges Fernsehteam einfällt, kann man sich leicht ausmalen. Und ich durfte noch nicht mal erzählen, worum es genau ging, wegen meiner Schweigepflicht!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Du hast schon für Kampagnen der Deutschen Aidshilfe vor der Kamera gestanden, aber nie als Schauspielerin. Wie war denn dieses Debüt für dich?</strong></p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Produktionsteam hatte tatsächlich einen Schauspielcoach dabei, der von meinem Spiel ganz beeindruckt war. Ich habe mich fast schlappgelacht, denn ich habe in diesen Szenen als Beraterin ja überhaupt nicht „gespielt“, sondern einfach nur meinen Job gemacht. Das einzig Schwierige war, dass man ein gewisses Tempo halten und Infos sehr komprimiert rüberbringen musste. Es ist ja keine Dokumentation, sondern Fiktion. Es geht also immer eher um die Dramatik. Im richtigen Leben sollte die Mitteilung eines positiven Testergebnisses dann doch etwas länger als fünf Minuten dauern.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Die Episoden, an denen du bzw. die Berliner Aids-Hilfe direkt beteiligt wart, sind inzwischen ausgestrahlt. Bist du mit dem Gesamtergebnis zufrieden?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich finde, dass die Serie die Dramatik, die Unsicherheiten und vielleicht auch das Versteckspielen, die eine HIV-Diagnose für manche Menschen mit sich bringt, durchaus realistisch rüberbringt, ohne zu überspitzen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Meine Hoffnung ist, dass wir etwas Angst nehmen und aktuelles Wissen zum Leben mit HIV vermitteln konnten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich hatte anfangs natürlich schon ein bisschen Sorge, was da am Ende dann tatsächlich über den Fernsehbildschirm flimmert, und dass die Aids-Hilfe dafür dann womöglich einen auf den Deckel bekommt, weil wir daran beteiligt waren.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Meine größere Befürchtung war aber ehrlich gesagt, dass ich bei meinem Fernsehauftritt als HIV-Beraterin in der Aufregung den Standards der Aidshilfen nicht gerecht werde und es dann Beschwerden von Kolleg*innen hagelt! Ich hab schon geschwitzt in dem Moment.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Welche Wirkung erhoffst du dir von der Thematisierung von HIV in der Serie?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Meine Hoffnung ist, dass die Leute nun die Türen der Aidshilfen einrennen und alle einen Test machen wollen. Dass wir etwas Angst nehmen und aktuelles Wissen zum Leben mit HIV vermitteln konnten. Bei der Berliner Aids-Hilfe, das ist allerdings auch Teil der Wahrheit, hätten sie derzeit allerdings Probleme, einen Termin zu bekommen, weil die Testangebote völlig überlaufen sind. Und dass Frauen bei ihren Gynäkolog*innen oder Hausärzt*innen HIV-Tests meist selbst bezahlen müssen, ist ein Skandal.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wieso ist das der Fall? Weil Frauen, anders als etwa schwulen Männern, keine freie Sexualität zugesprochen wird?<br></strong>Bei Frauen wird oft schlicht nicht gesehen, dass auch sie HIV- und STI-Risiken haben können, oder entsprechende Hinwiese werden im ärztlichen Gespräch nicht ernst genommen. Wenn aber ein HIV-Test nicht für ärztlich notwendig erachtet wird, bleibt Frauen dann nur, ihn aus eigener Tasche zu bezahlen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Der Handlungsstrang zu HIV wird nun noch vier Monate weiterlaufen. Die Berliner Aids-Hilfe ist dann aber nicht mehr involviert?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nicht mehr direkt. Ich habe dem Autor*innenteam noch ein paar Überlegungen mitgegeben, mit welchen möglichen Diskriminierungsmomenten Indira zum Beispiel konfrontiert sein oder was ihre Diagnose für Beziehungen bedeuten könnte. Und ich habe ihnen angeboten, dass sie sich jederzeit an uns wenden können, wenn sie Fragen zu dem Thema haben. Schön wäre es, wenn Indiras HIV-Status irgendwann in der Serie nicht mehr etwas Besonderes, sondern etwas ganz Alltägliches ist, das nur noch ab und zu aufploppt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Du hast das Team zwar nur einige Tage erlebt, aber wie ist es mit dem Thema umgegangen?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Schauspielerinnen waren ziemlich auf Zack, haben sich eingelesen und man hat gemerkt, dass sie ein echtes Interesse für das Thema entwickelt haben. Sie haben auch die Plakate von vielen prominenten Unterstützer*innen im Flur der Aidshilfe bestaunt. Die Indira-Darstellerin Ellinor Vogel überlegt, ihre Bekanntheit vielleicht künftig für die Berliner Aids-Hilfe zu nutzen. Ich fände es super, wenn sie sich vielleicht gezielt für die Belange von Frauen einsetzen würde. Denn die Darstellerin einer positiven jungen Frau kann durch ihre Prominenz sicherlich auch eine jüngere Generation erreichen. Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass RTLzwei das Thema platziert und es ernst nimmt. Das ist so wertvoll, denn es erreicht die Massen.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Und musstest du schon Autogramme geben?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich wurde tatsächlich schon von einigen Leuten angesprochen. Das Lustige ist, dass man nun mitbekommt, wer die Serie dann offensichtlich doch regelmäßig schaut, aber es vorher nie zugegeben hätte! Durch die Serie erreichen wir auf alle Fälle mehr Menschen mit dem Thema, als es der beste Flyer je könnte. Vor allem aber auch ganz andere Bevölkerungs- und Altersgruppen. Sie durchleben mit Indira die Zeit der HIV-Diagnose und entwickeln Empathie für sie. Nebenbei lernen sie auch etwas darüber, was es heißt, heute mit HIV zu leben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich habe drei Jahre in im Youthwork-Team der Berliner Aidshilfe mitgearbeitet. Da sitzen dann Kids in der Schule, und die so: „HIV? Das ist doch kein Problem mehr. Das hab ich in einer Netflix-Serie gesehen. Man nimmt Tabletten und dann ist das doch okay.“</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die haben durch eine Storyline in einer Serie vielleicht viel mehr mitbekommen, als ich ihnen in einem Drei-Stunden-Workshop beibringen könnte. Gerade auch, weil sie einen persönlichen Bezug zu einer HIV-positiven Person aufgebaut haben – auch wenn es eine fiktive Figur in einer Serie ist.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>„Berlin – Tag &amp; Nacht“ läuft von Montag bis Freitag um jeweils 19:05 Uhr bei RTLzwei. Pro Woche schauen durchschnittlich 1,3 Millionen hauptsächlich junge Menschen die Serie. Die Serie ist online bei rtl2.de und youtube.com kostenlos abrufbar. Das Thema HIV beginnt ab Folge #3497.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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					<wfw:commentRss>https://magazin.hiv/magazin/hiv-berlin-tag-und-nacht/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Aidshilfe erinnert daran: Nicht die Menschen sind falsch, das System ist es oft</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/aidshilfe-unverzichtbar/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/aidshilfe-unverzichtbar/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marcel Dams]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2025 10:28:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Aidshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Strukturelle Prävention]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1558568</guid>

					<description><![CDATA[Am 21. Juni 2025 hat die Aidshilfe Köln ihr 40-jähriges Jubiläum gefeiert. Auch Marcel Dams gratulierte – und brachte neben seiner eigenen Geschichte vier Dankeschöns und Wünsche für die Zukunft mit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Am 21. Juni 2025 hat die <a href="https://www.aidshilfe-koeln.de/tag/40-jahre/">Aidshilfe Köln ihr 40-jähriges Jubiläum</a> gefeiert. Auch Marcel Dams gratulierte – und brachte neben seiner eigenen Geschichte vier Dankeschöns und Wünsche für die Zukunft mit.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir dokumentieren Marcels Rede und danken herzlich für die Erlaubnis zur Veröffentlichung!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Ich bin ein Kind der Aidshilfe.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Vor 15 Jahren gab sie mir Halt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Kurz nach meiner HIV-Diagnose hat sie mich begleitet, gestärkt, aber auch irritiert und herausgefordert.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Heute bin ich gewachsen, gehe eigene Wege, blicke mit mehr Abstand auf sie und komme doch immer wieder zurück, weil sie meine Heimat ist. Eine, mit der man sich verbunden fühlt, selbst wenn man sie mal verlässt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ohne sie wäre ich nicht, wer ich bin. Und es ist mir nicht egal, wie es mit ihr weitergeht.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Es ist der Blick der Aidshilfe auf die Gesellschaft und die einzelnen Menschen, der sie einzigartig macht.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zum 40. Geburtstag habe ich deshalb vier Dankeschöns mitgebracht, verbunden mit Wünschen für die Gegenwart und Zukunft.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Persönlich, politisch, kritisch, vielleicht etwas unbequem. So wie Aidshilfe auch ist.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich habe mich entschieden, nicht nur die erwartbaren, offensichtlichen Dinge zu sagen, sondern um die Ecke zu denken.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Als Mensch mit HIV, als Sexualberater und als angehender Bildungswissenschaftler.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Denn eins ist klar: Die Arbeit der Aidshilfe war wichtig, ist wichtig und bleibt wichtig.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Es ist ihr Blick auf die Gesellschaft und die einzelnen Menschen, der sie einzigartig macht. Und genau diesen möchte ich herausarbeiten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dazu braucht es Zeit.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Aidshilfe hatte 40 Jahre.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Keine Sorge, die brauche ich nicht, aber lassen Sie sich 10 Minuten darauf ein.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Ich verspreche Ihnen, sie verstehen Aidshilfe und ihre Unverzichtbarkeit danach besser.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Erstens: Leistung lohnt sich nicht immer!</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In unserer Gesellschaft zählt an vielen Stellen vor allem, wie „nützlich“ wir sind.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Migrant*innen und Geflüchtete gelten als umso willkommener, je mehr sie der Wirtschaft dienen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Kranke sollen schnell genesen und ihre Arbeitskraft wieder zur Verfügung stellen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Selbst der CSD in Köln und anderswo wird zunehmend über seine Wirtschaftsleistung legitimiert, als sei unser Kampf nur dann berechtigt, wenn er sich rechnet.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wer nicht ständig an sich arbeitet, sich optimiert oder diszipliniert, gilt schnell als faul.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auf Social Media wird vorgemacht, wie wir unsere Körper, unsere Beziehungen, unsere Noten, unser Einkommen verbessern können.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Maximale Ergebnisse in minimaler Zeit. Wer da nicht mitkommt, ist selber schuld. Denn jede*r kann es schaffen, man muss es nur wollen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-quote block--align-left ">
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Aidshilfe ist man willkommen, nicht, weil man etwas leistet, sondern als Mensch, egal in welchem Zustand.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sogar „Self-Care“ wird ins System und den eng getakteten Terminkalender gepresst.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>5-Minuten-Meditationen, kurze Atemübungen, ein schneller Kaffee, so hält man selbst produzierten Stress besser aus. Selbstfürsorge als eine von vielen Aufgaben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Und das gilt auch für unsere Körper und Beziehungen.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dating funktioniert wie ein Marktplatz: Wir präsentieren und betonen, was gut ankommt, verstecken, was den Marktwert mindert.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bei sexuellen Funktionsstörungen (wie Lustlosigkeit oder Erektionsproblemen) geht es kaum noch um die Suche nach dem Sinn, sondern nur um die schnelle Behebung, damit der Körper wieder funktioniert. Denn nur störungsfreie Sexualität gilt als attraktiv.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der harte Schwanz, lang durchhalten, Orgasmen hinterherrennen und die Anzahl der Partner*innen zählen mehr als folgende Fragen:</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bin ich sexuell zufrieden? Brauche ich all das dafür? Was erfüllt mich stattdessen?</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auch in Freundschaften, Familien oder Communitys soll man liefern, immer verfügbar sein, bloß keine Zumutung.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Und weil wir es ständig erleben, erscheint es uns normal. Das ist es nicht.</em> Es ist gelernt. Eine gesellschaftlich eingeübte Haltung, die sich tief in unsere Beziehungen, unsere Körper und unser Selbstbild frisst.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Gesellschaftliche Kräfte wie Neoliberalismus, Rechtsruck oder soziale Medien wirken auf unsere innersten Beziehungen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Aidshilfe möchte ich danken, weil sie für mich stets das Gegenteil war: <em>Man ist willkommen, nicht, weil man etwas leistet, sondern als Mensch, egal in welchem Zustand.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Deshalb wünsche ich mir, dass noch klarer wird, was Verhältnisprävention<a href="#_ftn1" id="_ftnref1">[1]</a> heißt: Nicht nur Zugang zu Gesundheit oder Abbau von Diskriminierung.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sondern auch eine Kritik am System, das Menschen in allen Lebensbereichen unter permanenten Leistungsdruck setzt und soziale Arbeit unter ökonomischen Aspekten betrachtet.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Denn der Kampf um Anerkennung, um Ressourcen, um Sichtbarkeit, dieser Kampf findet nicht nur zwischen Konzernen statt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sondern auch in Familien, Partnerschaften, Freundschaften, sozialen Bewegungen, Communitys. Die Logik der Konkurrenz hat Orte erreicht, an denen es mal um Solidarität ging.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Qualität der Arbeit von Aidshilfe bemisst sich nicht an der Zahl der Klient*innen, der HIV-Tests oder der durch sexualpädagogische Angebote in Schulen erreichten Jugendlichen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sie bemisst sich daran, ob sich Menschen gesehen fühlen. Ob sie sich so sicher fühlen, dass sie sich zeigen können, auch mit ihren Brüchen und Zumutungen. Ob in ihnen etwas in Bewegung gerät, nicht auf Knopfdruck, sondern in einem Prozess, der Zeit braucht, Tiefe, Vertrauen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Ob sie spüren: Ich bin hier willkommen. Ohne Vorleistung. Ohne Bedingung.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebenswürdig macht nicht die perfekte Karriere, der gestählte Körper oder die konfliktfreie Beziehung. Liebenswürdig machen das Unaufgeräumte, die Fehltritte, die Makel.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-quote block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Qualität der Arbeit von Aidshilfe bemisst sich daran, ob sich Menschen gesehen fühlen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich bitte also darum, dass Aidshilfe ihren starken politischen Einfluss in unserer Stadt und darüber hinaus nutzt &#8211; für eine Gesellschaft, die Menschen auch jenseits von Gesundheit nicht optimieren will, sondern nimmt, wie sie sind.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Eine Aidshilfe, die nicht nur Symptome, sondern gesellschaftliche Strukturen bekämpft, die viele von uns krank machen und zu Phänomenen wie Sucht oder psychischen Erkrankungen führen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Eine Aidshilfe, die nicht, wie es an anderen Stellen oft geschieht, die Individuen für ihre Lage allein verantwortlich macht, sondern das System in Verantwortung nimmt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Eine Aidshilfe, die daran erinnert: Nicht die Menschen sind falsch, das System ist es oft!</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-separator block--align-left ">
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        </div>
          </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Zweitens: Die Mitte der Gesellschaft Mitte sein lassen!</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zuletzt hörte ich oft von Aidshilfe: „Scham und Schuld müssen endlich enden.“ Auch in aktuellen Spendenkampagnen liest man von dramatischen Geschichten mit Happy End.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich weiß, was damit gemeint ist, und bin dankbar, wenn Diskriminierung benannt und bekämpft wird.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Manchmal klingt es so, als müssten alle gerettet werden. Als sei das Leben erst lebenswert, wenn wir gesellschaftlich integriert und in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Doch es gibt Menschen, die stehen am Rand. Und manche werden dort bleiben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nicht, weil sie gescheitert sind, sondern weil sie nicht anders wollen, können oder schlicht nicht eingeladen sind, solange sie sich nicht anpassen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Die Mitte der Gesellschaft ist kein sicherer Ort für alle.</em> Für manche ist das Einzige, was sie schützt: sich von dieser Mitte fernzuhalten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Denn Emanzipation heißt nicht: Akzeptanz durch Anpassung. Sie ist keine Vorher-Nachher-Erzählung mit Happy End im Sinne von: „Früher ausgeschlossen, heute aufgenommen.“</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Emanzipation heißt: Befreiung von Zwängen, von Normen, vom Anpassungsdruck.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Deshalb wünsche ich mir von der Aidshilfe, dass sie mehr Geschichten erzählt, in denen es keine Heilung gibt. Aber dennoch Würde und Überleben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Denn das, was oft als „krank“ oder „kaputt“ abgetan wird, ist häufig eine Überlebensleistung, und Überleben allein darf schon reichen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-quote block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
        <div class="quote">
          <svg role="presentation" class="quote__icon" aria-hidden="true"><use xlink:href="https://magazin.hiv/wp-content/themes/dah-theme/assets/svg-sprite/ui.svg?v=1.30.5#quote"></use>
			</svg>
          
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Mitte der Gesellschaft ist kein sicherer Ort für alle. Für manche ist das Einzige, was sie schützt: sich von dieser Mitte fernzuhalten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Leben heißt nicht immer, heil zu werden. Leben heißt auch: Räume schaffen und Menschen finden, in und bei denen man anders sein darf.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Sich retten, oft nur gerade so, aber aus eigener Kraft. Dazu braucht’s keine Ratschläge derer, die uns erst in diese Lage brachten.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Drittens: die Aidshilfe als Ort, der mehr aushält als Harmonie</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Aidshilfe hat mich im besten Sinne verunsichert. Ich traf auf verschiedenste Sichtweisen, Beziehungsmodelle, Kulturen, Vorlieben, Haltungen und fragte mich: <em>Was davon bin eigentlich ich?</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Vielleicht kennen Sie das: Man sitzt im Restaurant, die Karte hat zu viele Gerichte und plötzlich sehnt man sich danach, in der Puszta-Hütte am Neumarkt zu sein. Da gibt’s nur Gulasch, man muss nichts entscheiden. Man isst, was auf den Tisch kommt, und es schmeckt auch noch.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Bezug auf Lebenswege schmeckt nicht allen dasselbe. Entscheiden kann man sich aber nur, wenn man Auswahl hat und wenn man überhaupt weiß, dass es Alternativen gibt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Die Aidshilfe hat mir diese Alternativen gezeigt. Und auch wenn das vielleicht komisch klingt: Das war nicht immer leicht.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Denn Vielfalt ist kein schöner Insta-Post. <em>Echte Vielfalt ist nicht harmonisch.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sie ist unbequem, stellt Normen infrage, bringt Gewissheiten ins Wanken und manchmal auch die eigene Identität. Aber genau das ermöglicht Entwicklung.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich erinnere mich noch gut an Gespräche, die mich tief irritiert haben. Oft war ich skeptisch, manchmal auch abwehrend gegenüber anderen Meinungen. Aber genau das war der Punkt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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          <svg role="presentation" class="quote__icon" aria-hidden="true"><use xlink:href="https://magazin.hiv/wp-content/themes/dah-theme/assets/svg-sprite/ui.svg?v=1.30.5#quote"></use>
			</svg>
          
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Vielfalt ist kein schöner Insta-Post. Echte Vielfalt ist nicht harmonisch.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Selbstwerdung und Veränderung passiert nicht dort, wo wir immer einig sind. Sie passiert im Konflikt. In der Reibung. In der Begegnung mit anderen, Unvertrautem, dem Unverständlichen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Aidshilfe ermöglicht Räume, in denen man sich nicht auf einen Nenner einigen muss</em>, in denen Identität nicht vorausgesetzt wird, sondern wachsen kann, im Kontakt, in Auseinandersetzung.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Deshalb wünsche ich mir, dass das Café Bach stärker wiederbelebt wird.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nicht nur für Kaffee und Kuchen, auch als Raum für Debatte, Widerspruch, Bildung, Begegnung. Oder einfach für Schrullen, schräge Vögel und einsame Seelen, die nicht wissen, wohin.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Identität entsteht nicht und entwickelt sich nicht im stillen Kämmerlein.</em> Sie wächst im Kontakt mit anderen, gerade mit jenen, die man nicht versteht.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Muss man auch nicht. Aber man ist auf sie angewiesen. Denn das eigene Ich kann erst im Unterschied zu anderen sichtbar werden. Es gibt kein Ich ohne Abgrenzung und Unterschiede.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dafür wünsche ich mir wieder mehr Raum und mehr Vertrauen darauf, dass Konflikte Zeichen von lebendiger Vielfalt sind.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Denn Unterschiede sichtbar machen und aushalten, das war immer die Stärke der Aidshilfe<strong>.</strong></em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-separator block--align-left ">
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          </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Viertens: Den Menschen vertrauen und ihnen etwas zutrauen</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich erinnere mich an die Corona-Pandemie: Überall herrschte der moralische Zeigefinger.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Stay the fuck home, Abstand, Verzicht!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Als wäre das alles ganz einfach, wenn man sich nur genug zusammenreißt. Als ginge es nicht um Nähe, Körperlichkeit, menschliche <em>Grundbedürfnisse, die man nicht ohne Schaden dauerhaft pausieren kann.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Besonders eingebrannt hat sich bei mir ein Interview mit einer jungen Frau aus Berlin im ZDF.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sie sagte, dass es ihr schwerfalle und sie traurig mache, auf so viel verzichten zu müssen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Was folgte, war ein Shitstorm. Dabei hatte sie nicht gegen Regeln verstoßen oder war Risiken eingegangen, sie hatte Bedürfnisse geäußert.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Empörung löst das nur aus, wenn man eigene Bedürfnisse (aus Selbstschutz?) so unterdrückt, dass man sie auch anderen nicht gönnt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Aidshilfe veröffentlichte damals einen Flyer, wie man Risiken reduziert, auch wenn man weiterhin Sex hat. Mein erster Gedanke war: Das ist mal konsequent.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Denn genau das hat sie schon bei HIV getan und tut es bis heute: Keine Verbote. Keine Abwertung von Bedürfnissen oder Lust. Sondern informieren, ermöglichen, Menschen ernst nehmen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Aidshilfe hält Menschen für fähig, mit Unsicherheiten umzugehen, und weiß: Wer aufklärt statt moralisiert, stärkt Selbstbestimmung.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Dieses Menschenbild – Vertrauen statt Kontrolle – kenne ich von kaum einer anderen Organisation.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-quote block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
        <div class="quote">
          <svg role="presentation" class="quote__icon" aria-hidden="true"><use xlink:href="https://magazin.hiv/wp-content/themes/dah-theme/assets/svg-sprite/ui.svg?v=1.30.5#quote"></use>
			</svg>
          
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Aidshilfe fragt nicht nur, wie man Infektionen verhindert, sondern auch, ob Menschen zufrieden sind. Und sie weiß: Wer das wirklich sein will, muss manchmal Risiken eingehen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Doch derzeit beobachte ich, als Sexualpädagoge und Bildungswissenschaftler, eine Tendenz im gesellschaftlichen Diskurs: Sexualität soll rein, eindeutig, absolut sicher sein. Das sind Nachwirkungen von Corona.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Als wäre Lust nur legitim, wenn sie klinisch sauber und frei von Widersprüchen ist.<em> Doch Sexualität und Leben sind nie frei von Risiko und Ambivalenz.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Zeiten von Gesundheit als höchstem Ideal, wo Risikofreiheit wichtiger scheint als Lebensqualität, setzt die Aidshilfe einen Kontrapunkt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sie fragt nicht nur, wie man Infektionen verhindert, sondern auch, ob Menschen zufrieden sind. Und sie weiß: <em>Wer das wirklich sein will, muss manchmal Risiken eingehen.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>An dieser Stelle wünsche ich der Aidshilfe keine Veränderung, nur, dass sie sich treu bleibt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dass sie sich weiter aus ihrer Geschichte heraus versteht: als Bewegung für Lust, Genuss, Selbstbestimmung und dafür, Ambivalenzen auszuhalten und anzuerkennen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Widersprüche nicht nur zu ertragen, so, als ob man ihnen wie ein Opfer ausgeliefert wäre, sondern sie als notwendigen Teil von Lebendigkeit, vom Leben zu begreifen.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Vielleicht fühlen sich in Aidshilfe deshalb so viele Menschen wohl, die sich sonst nirgends zugehörig fühlen, weil ihnen hier zugetraut wird, die passenden Entscheidungen für sich selbst zu treffen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Aidshilfe tut das seit 40 Jahren. Und ich habe keinen Zweifel, dass sie damit weitermacht.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Gerade in gesellschaftlich schwierigen Zeiten macht das Hoffnung, weil es ein kleines, aber wichtiges <em>Puzzlestück für unsere Demokratie ist, die auf Kommunikation, Mündigkeit und einem akzeptierenden Blick auf reale Lebensweisen beruht.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-separator block--align-left ">
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        </div>
          </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Ich möchte mit für mich wichtigen Worten enden.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Für mich ist die Aidshilfe Familie. Und ich bin sehr glücklich, dass so viele Menschen sie mitgestalten und Teil meines Lebens geworden sind.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Aidshilfe wird gebraucht, weil sie an der Seite der Menschen steht. Oft über den Tod hinaus.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Es ist schmerzhaft, wie viele Freund*innen wir verloren haben. Aber immer, wenn ich im Café Bach an der Gedenkwand stehe, weiß ich: <em>Selbst der größte Schmerz wird erträglicher, steht man zusammen, ist man nicht allein.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Und ich fühle mich seit 15 Jahren weniger allein. Nicht nur in Bezug auf HIV. Dafür bin ich gerade in den aktuellen Zeiten zutiefst dankbar.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Natürlich werden wir weiter zusammenstehen und füreinander einstehen. Dafür ist und bleibt die Aidshilfe der richtige Ort.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p>Ich freue mich, auch in Zukunft mit dabei zu sein.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Vielen Dank!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p><a href="#_ftnref1" id="_ftn1">[1]</a> Anm. d. Red.: Verhältnisprävention ist ein Begriff aus dem Konzept der Strukturellen Prävention, das der Aidshilfe-Arbeit zugrundeliegt: Es nimmt das Verhalten Einzelner ebenso in den Blick wie die Verhältnisse (Strukturen), in denen sie leben. Denn was die Einzelnen zu ihrer Gesundheit und zur Verminderung von Risiken beitragen können, hängt stark von ihrem sozialen Umfeld, Gesellschaft und Politik ab.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p><strong>Beiträge zu Aidshilfe-Arbeit und Struktureller Prävention (Auswahl)</strong></p>

              </div>
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<p>Interview mit Dirk Meyer, der fast 40 Jahren in Aidshilfe-Strukturen gearbeitet und sie geprägt hat (2025)</p>

              </div>
    </div>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="oqm1G8ELGt"><a href="https://magazin.hiv/magazin/dirk-meyer-interview/">„Aidshilfe habe ich immer als politische Arbeit verstanden“</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;„Aidshilfe habe ich immer als politische Arbeit verstanden“&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/dirk-meyer-interview/embed/#?secret=G4ldcPefhb#?secret=oqm1G8ELGt" data-secret="oqm1G8ELGt" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Würdigungen zum 80. Geburtstag von Rainer Schilling, der die Deutsche Aidshilfe mit aufbaute und ihre Prävention maßgeblich prägte (2023)</p>

              </div>
    </div>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="z8cqBdVeJD"><a href="https://magazin.hiv/magazin/von-der-schoenheit-schwuler-sexualitaet-rainer-schilling-wird-80/">Von der Schönheit schwuler Sexualität: Rainer Schilling wird 80</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Von der Schönheit schwuler Sexualität: Rainer Schilling wird 80&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/von-der-schoenheit-schwuler-sexualitaet-rainer-schilling-wird-80/embed/#?secret=SgyCGEWFvr#?secret=z8cqBdVeJD" data-secret="z8cqBdVeJD" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p>Beitrag von Marco Kammholz zu Struktureller Prävention und Aidshilfe-Arbeit in der Covid-19-Pandemie (2021)</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="KdJb64lDgI"><a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/strukturelle-praevention-corona-aids-pandemie/">Unmögliche Verhältnisse: Strukturelle Prävention in der Covid-19-Pandemie</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Unmögliche Verhältnisse: Strukturelle Prävention in der Covid-19-Pandemie&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/strukturelle-praevention-corona-aids-pandemie/embed/#?secret=wZ8RKFysJd#?secret=KdJb64lDgI" data-secret="KdJb64lDgI" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p>Beitrag von Michael Jähme zum Verhältnis von Positivenselbsthilfe und Aidshilfe (2017)</p>

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    </div>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="lUqSZsv72O"><a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/hilfe-war-gestern-selbstorganisation-ist-heute/">Hilfe war gestern, Selbstorganisation ist heute</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Hilfe war gestern, Selbstorganisation ist heute&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/hilfe-war-gestern-selbstorganisation-ist-heute/embed/#?secret=1zNAuzyxnw#?secret=lUqSZsv72O" data-secret="lUqSZsv72O" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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			</item>
		<item>
		<title>„Aidshilfe habe ich immer als politische Arbeit verstanden“</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/dirk-meyer-interview/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/dirk-meyer-interview/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2025 14:30:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Aidshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[BzgA]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit HIV]]></category>
		<category><![CDATA[NRW]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1558544</guid>

					<description><![CDATA[Seit 40 Jahren ist Dirk Meyer in Aidshilfe-Strukturen auf allen Ebenen aktiv. Vor seinem Ruhestand blickt er zurück auf seine Arbeit in der Selbsthilfe, in Landes- und Dachverband sowie in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Vier Jahrzehnte lang hat Dirk Meyer in seiner Arbeit Akzente gesetzt und vor allem Strukturen aufgebaut und gefestigt: in der lokalen Aidshilfe, auf Landesebene in NRW sowie im Rahmen seiner Tätigkeit bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), jetzt Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG). Nun geht er in den Ruhestand. Für magazin.hiv sprach Axel Schock mit ihm.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Du bist während deines beruflichen Lebens zwar unterschiedliche Stationen durchlaufen und hattest verschiedenste Funktionen und Ämter inne. Verbindend aber war stets das Thema HIV-Prävention, oder?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das wurde mir zur Vorbereitung auf unser Gespräch erst so richtig bewusst. Los ging es, als ich im September 1985, also vor mittlerweile 40 Jahren, als 26-Jähriger gemeinsam mit einigen anderen Mitstreitenden die <a href="https://www.aidshilfe-unna.de/de">Aidshilfe für den Kreis Unna</a> gegründet habe.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie kam es, dass du dich in der Aidshilfe engagiert hast?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Initiative zur Gründung war von der Drogenberatungsstelle in Kamen ausgegangen. Zu dem ersten Treffen kamen neben mir noch ein paar weitere schwule Männer aus der Region. Wir waren durch die persönliche Betroffenheit bereits für das Thema sensibilisiert und durch die Gründung der Aidshilfe NRW angeregt worden, in der eigenen Region selbst etwas auf die Beine zu stellen. Wir sagten uns: Wenn wir jetzt nicht gesundheitspolitisch aktiv werden, passiert nichts.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir waren, wie andernorts auch, eine bunte Mischung von Leuten, die sich nicht unterkriegen lassen wollten. Mir ist erst viel später bewusst geworden, dass dies für mich als politisch aktiven schwulen Mann möglicherweise eine Form war, um mit meiner Angst umzugehen, die ich mir damals vielleicht nicht so eingestanden habe. Ich habe gewissermaßen meine Angst externalisiert.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mir ist später bewusst geworden, dass die Aidshilfearbeit für mich als politisch aktiven schwulen Mann eine Form war, um mit meiner Angst umzugehen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Dirk Meyer</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>War dir damals schon klar, dass du dich nicht nur im Ehrenamt und politisch, sondern auch beruflich mit HIV beschäftigen möchtest?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nach vier Jahren als Vorstandsmitglied in der Aidshilfe im Kreis Unna gab es einen Bruch in meiner ursprünglich geplanten Berufskarriere. Ich hatte Mathematik, Physik und Erziehungswissenschaften auf Lehramt studiert. Das Referendariat habe ich dann aber unterbrochen, um 1987 eine der ersten bezahlten Stellen anzunehmen, die wir in unserer Aidshilfe einrichten konnten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Statt Lehrer zu werden, hast du also fortan im HIV-Kontext gearbeitet. War dies ein folgerichtiger Schritt?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mir war immer schon klar: Wenn wir etwas bewegen wollen, dann brauchen wir das persönliche Engagement und entsprechende Strukturen. Und dafür benötigen wir Geld.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Meine Arbeit in der Aidshilfe war zwar durch eine tiefe persönliche Betroffenheit motiviert, ich habe sie aber immer als politische Arbeit verstanden. Das hat uns auch von vielen Selbsthilfeorganisationen zu chronischen Erkrankungen unterschieden. Es war klar, dass es mit Selbsthilfegruppen allein nicht getan sein wird. Denn wir lebten ja in einer gesellschaftlichen Situation, in der wir statt auf Unterstützung vielmehr mit Ressentiments und Diskriminierung rechnen mussten. Ich habe deshalb in meiner Berufslaufbahn nicht von ungefähr immer an Stellen gearbeitet, wo es darum ging, Strukturen aufzubauen und weiterzuentwickeln, die Finanzierung zu sichern, Lobbyarbeit zu machen und politisch aktiv zu sein. Glücklicherweise habe ich immer Mitstreiter*innen gefunden, die ähnlich dachten und die Chancen sahen, die sich durch die Aidskrise damals ergaben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Kannst du das erläutern?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zu diesem Zeitpunkt etwa war es faktisch nicht möglich, Spritzenautomaten aufzuhängen. Die Drogenhilfe in Nordrhein-Westfalen hatte das damals abgelehnt. Einige Mitarbeitende der Drogenhilfe in unserem Kreis sahen das hingegen anders. Sie engagierten sich in unserer Aidshilfe und setzten hier die ersten Schritte zu Schadensreduzierung um. Mit den schwulen Männern und den Sozialarbeiter*innen aus der Drogenhilfe trafen völlig unterschiedliche Welten aufeinander. Aber uns vereinten gesundheitspolitische Anliegen. Diese Koalition war nicht immer einfach, aber wir haben uns großartig ergänzt. Zudem hatten sich recht früh einige substituierte Drogengebraucher*innen in unserer Aidshilfe engagiert.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Bereits 1988 bist du in den ehrenamtlichen Landesvorstand der Aidshilfe NRW aufgerückt. Das ist kein selbstverständlicher Schritt.</strong></p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das ist richtig. Ich hatte mich damals für die Aidshilfen in den ländlichen Regionen stark gemacht, die in einem so ausgedehnten Bundesland mit großen Aidshilfen – etwa in Köln, Dortmund, Essen und Düsseldorf, also Städten mit ausgeprägter schwuler Szene – leicht untergegangen wären. Ich konnte dann auf Landesebene die Strukturen mit aufbauen. Offenbar wusste man meine Arbeit zu schätzen, denn im Herbst 1989 fragte mich die Aidshilfe Bonn, ob ich nicht bei ihnen die Geschäftsführung übernehmen möchte. Bonn war damals noch Bundeshauptstadt und deshalb besonders interessant. Zudem war die Bonner Aidshilfe eine sehr politische und bunte – und damals die einzige in der Bundesrepublik, in der sich auch HIV-positive Bluter*innen engagierten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Rund zweieinhalb Jahre arbeitete ich in der Doppelfunktion als Landesvorstand der Aidshilfe NRW und Geschäftsführer der Aidshilfe Bonn, als mich die Aidshilfe NRW fragte, ob ich nicht die Nachfolge der Geschäftsführerin Christiane Friedrichs antreten möchte. Diesen Wunsch hatte man mit der Mitgliederversammlung abgestimmt, was eine ungewöhnliche Vorgehensweise und zugleich eine besondere Bestätigung war. Bis zum April 2011 bin ich dort 19 Jahre lang Landesgeschäftsführer geblieben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Für die Geschäftsführungsposition in Aidshilfen scheinst du stets eine Idealbesetzung gewesen zu sein. 2005 hast du interimsmäßig auch in der DAH diese Funktion übernommen.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das habe ich für ein halbes Jahrgemacht, bis mit Luis Escobar ein neuer Bundesgeschäftsführer gefunden war. In dieser Zeit habe ich meine Arbeitszeit zwischen der DAH in Berlin und der Aidshilfe NRW in Köln aufgeteilt. Es war eine spannende und auch sehr lehrreiche Zeit mit völlig neuen Aufgaben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Warum?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In der Zeit ist es gelungen, einen Prozess aufzusetzen, der schließlich dazu führte, dass die DAH bis heute zusätzlich Finanzmittel in Höhe von rund einer Million Euro pro Jahr für die zielgruppenspezifische Prävention mit schwulen Männern erhält.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Letztlich konnte mit dieser Projektförderung die Basis zur Präventionskampagne <a href="https://www.iwwit.de/">ICH WEISS WAS ICH TU</a> gelegt werden; einer Präventionskampagne, die eng mit den Aktivitäten vor Ort und in der Community verknüpft ist. Ich hatte also auch in dieser kurzen Zeit, die ich für die DAH tätig war, eine Möglichkeit gefunden, Strukturen strategisch zu stärken.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was hast du für dich aus diesen Monaten in der DAH-Geschäftsstelle für deine nachfolgenden beruflichen Etappen mitgenommen?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mir wurde einmal mehr bewusst, welche herausragende Rolle der Bundesverband als Zuwendungsempfänger im Gefüge der Aidshilfearbeit in Deutschland sowie in der Zusammenarbeit mit den Landesverbänden und auf kommunaler Ebene spielt. Diese Struktur mag fragil sein, aber es ist zugleich eine besondere Stärke des Aidshilfe-Systems, und es lohnt sich, dort hinein zu investieren.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich habe deshalb in meiner Zeit bei der BZgA auch ein besonderes Augenmerk darauf gerichtet. Ich hatte durch die Vorerfahrungen sicherlich eine besondere Sensibilität und konnte die Zusammenhänge besser einschätzen und mich daher im Rahmen der Arbeitsteilung zwischen DAH und BZgA vielleicht auch besser auf innovative Weise auf Dinge einlassen, die es in anderen Zuwendungsbereichen in der Form vielleicht so nicht gibt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p><strong>Zur BZgA bist du im April 2011 gekommen und dort bis zu deiner Berentung auch geblieben – allerdings ab Mai 2013 mit einer vierjährigen Unterbrechung, in der du als Patient*innenbeauftragter der nordrhein-westfälischen Landesregierung tätig warst. Wie kam es dazu?</strong></p>

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<p>Die damalige Gesundheitsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens, hatte mich gefragt und die BZgA gebeten, mich für diese vier Jahre freizustellen. Dass ich für diese Position in Frage kam, ging auf mein Engagement in vielen Strukturen zurück. Ich hatte mich im Paritätischen Wohlfahrtsverband für ein solidarisches Miteinander im Bereich der Gesundheitsselbsthilfe stark gemacht. Wenn man politisch agiert, ist es immer wichtig, auch den Blick zu weiten und Verbündete zu suchen – gerade auch in politisch schwierigen Zeiten. Deshalb war ich auch über zwölf Jahre aus tiefer Überzeugung in der Gesundheitsselbsthilfe Nordrhein-Westfalen engagiert, wo ich die Stärkung der Gesundheitsverbände mit auf den Weg gebracht habe. Dass ich damals als offen schwuler, politisch aktiver Mann von den rund 50 Verbänden zu deren Sprecher gewählt wurde, war damals noch ein Politikum und keineswegs selbstverständlich.</p>

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<p><strong>Gibt es für dich ein besonderes Highlight deiner Arbeit bei der BZgA?</strong></p>

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<p>Als ich zur BZgA stieß, gab es bereits seit vielen Jahren die gemeinsame Welt-Aids-Tags-Kampagne mit der DAH und der Deutschen AIDS-Stiftung. Bis dahin wurden aber vor allem Prominente – etwa Boris Becker oder Fußballer des FC Bayern München – für die Plakataktionen eingesetzt. Ab 2010 wurde der Kampagnenansatz neu ausgerichtet und auf Menschen mit HIV fokussiert. 2011 konnten wir dann gemeinsam mit der DAH mehrere Protagonist*innen finden, die diesem neuen Ansatz ihr Gesicht gaben.</p>

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<p><strong>Wie kam diese Idee innerhalb der HIV-Community an?</strong></p>

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<p>Es gab durchaus Vorbehalte gegen dieses Konzept. Die Befürchtung war, dass Menschen mit HIV für diese Kampagne instrumentalisiert werden könnten. Es war daher sicherlich von Vorteil, dass ich aus der Aidshilfe kam. Die Kampagne wurde dann immer wieder verlängert und im Rückblick ist sie für mich ein besonderer Erfolg. In den ersten beiden Jahren aber war es eine echte Herausforderung, Menschen dafür zu gewinnen, im Rahmen der Kampagne ihr Gesicht zu zeigen.</p>

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<p>Für mich war diese Erfahrung deshalb so wichtig, weil die BZgA hier den Mut bewiesen hatte, gemeinsam mit der DAH und der AIDS-Stiftung etwas Neues zu wagen.</p>

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<p><strong>Gibt es weitere Projekte, an deren Umsetzung du maßgeblich mitgewirkt hast und auf die du besonders stolz bist?</strong></p>

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<p>Eine ganze Reihe sogar. Ich hatte ja das Glück, dass ich durch meine verschiedenen Tätigkeiten in so unterschiedlichen Bereichen gearbeitet habe. Ende der Achtzigerjahre hatten wir im Landesverband NRW beispielsweise die Idee entwickelt, jenen Gruppen, die im Alltag und in der Gesellschaft sonst gewöhnlich keine Bühne haben, eigene Plattformen zu schaffen – seien es Menschen mit HIV, schwule Männer, drogengebrauchende Menschen, Frauen im HIV-Kontext oder Menschen mit Migrationsgeschichte. Daraus sind Projekte entstanden, die zum Teil bis heute existieren, wie etwa die Präventionskampagne „Herzenslust“. Sie ist bis heute aktiv, durch sie wurde viel bewegt und sowohl ehrenamtliches Engagement als auch die Strukturen in diesem Feld gestärkt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unter anderen Vorzeichen, aber mit einem ähnlichen Ansatz haben wir in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft „Frauen und HIV in NRW“ die Präventionsmarke „<a href="https://www.xxelle-nrw.de/">XXelle</a>“ auf den Weg gebracht. Auch sie gibt es bis heute, ebenso „<a href="https://www.posithivhandeln.de/PosithivHandeln/front_content.php">POSITHIVHANDELN</a>“ im Bereich der Positiven-Selbsthilfe NRW.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ein ganz spezielles Highlight ist das <a href="https://queeres-netzwerk.nrw/">Queere Netzwerk NRW</a>, das 1991 als Schwules Netzwerk NRW ebenfalls im gesundheitspolitischen Kontext mit Unterstützung der Aidshilfe entstanden ist und in dessen Gründungsvorstand ich war.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Dass solche Projekte noch nach über 30 Jahren lebendig sind, ist nicht selbstverständlich.</strong></p>

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<p>Sie funktionieren weiterhin, weil sich immer wieder Menschen finden, die sie weiterentwickeln und sich dafür engagieren. Und ich freue mich, dass ich dazu beitragen konnte, sie ins Leben zu rufen. Das war oftmals anstrengend und ging nicht immer ohne Auseinandersetzungen vonstatten. Aber gerade weil verschiedene Perspektiven eingeflossen und um ein gemeinsames Konzept gerungen wurde, sind die Resultate bis heute tragfähig geblieben.</p>

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<p><strong>Über all die Jahrzehnte in einem Feld zu arbeiten, in dem es immer wieder auch um Stigmatisierung, Krankheit und Tod geht und Menschen im eigenen Freund*innen- und Kolleg*innenkreis direkt betroffen sind, war ganz sicher belastend. Wie bist du damit umgegangen?</strong></p>

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<p>Die Arbeit mit HIV und Aids war und ist für mich eine enorm intensive Erfahrung, denn sie betrifft ganz existenzielle Dinge. Dass ich diese ständige Konfrontation mit HIV und Aids im Beruflichen, Ehrenamtlichen und Privaten so lange durchgehalten habe, liegt sicherlich an einer Entscheidung, die ich sehr früh getroffen habe: Beruf- und Privatleben strikt voneinander zu trennen – also die Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen.</p>

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<p><strong>Sprechen wir über die Zukunft. Welchen gesundheitspolitischen Herausforderungen werden sich die Aidshilfen und das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) stellen müssen?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Diese sind meines Erachtens groß und nicht wenige: angefangen von den zunehmenden Antibiotika-Resistenzen bei Gonokokken bis hin zu den geopolitischen Veränderungen – seien es der Krieg in der Ukraine, die aktuelle US-Regierung oder die Folgen von Migration. Dies bedeutet auch, dass wir zunehmend mit weltweiten Pandemien konfrontiert werden und Deutschland sich angesichts dieser Veränderungen gesundheitspolitisch neu aufstellen muss. Das gilt etwa auch für die Unterstützungsleistung für die WHO oder UNAIDS. Denn wenn diese Organisationen ihre Arbeit mangels Finanzierung zurückfahren müssen, wonach es derzeit leider aussieht, werden wir uns in fünf Jahren oder sogar früher mit großen Problemen auseinandersetzen müssen. Denn wir leben eben nicht auf einer Insel. Wenn etwa HIV-Infektionen in anderen Regionen der Welt wieder ansteigen, werden diese auf dem einen oder anderen Weg auch vermehrt bei uns ankommen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Deshalb bemüht sich das BIÖG auch darum, dass diese Wahrnehmung noch mehr geschärft, HIV und Aids nicht abgehakt und das Erfolgsmodell der Arbeitsteilung zwischen DAH und BIÖG fortgeführt werden. Dies ist jedoch keineswegs selbstverständlich. Denn in jeder Legislaturperiode werden Politiker*innen neu in den Bundestag gewählt, die sich mit dieser Thematik erst einmal auseinandersetzen müssen. Und wir müssen alle vier Jahre erneut dafür sorgen, dass die Wichtigkeit dieser Arbeit deutlich gemacht und bei den Haushaltsberatungen ausreichend Mittel eingeplant werden.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wo siehst du die DAH und ihre Mitgliedsorganisationen in den nächsten fünf oder zehn Jahren? Wo sind neue Herausforderungen, gerade auch in den sich verändernden politischen Rahmenbedingungen?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Themenstellungen werden vielleicht andere sein, die Herangehensweise jedoch wird im Grundprinzip die gleiche bleiben. Wichtig ist, dass Aidshilfen aus sich heraus oder mit anderen zusammen in der Lage sind, auf die sich veränderte Situation zu reagieren und sich dementsprechend weiterzuentwickeln. Das sehe ich nicht monolithisch. Es gibt ja jetzt bereits Aidshilfen mit neuem Namen und mit veränderten Schwerpunkten, etwa der Ausbau von Testangeboten.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Entscheidend wird sein, ob es gelingt, den gesundheitspolitischen Ansatz weiterzutragen. Der Arbeiter-Samariterbund oder die Arbeiterwohlfahrt wurden auch ursprünglich als solidarische Hilfsstrukturen in der Arbeiterbewegung aufgebaut, übernehmen heute aber auch völlig andere Aufgaben. Gleichgeblieben ist jedoch die Haltung, das Miteinander, das gemeinsame Aushandeln von unterschiedlichen Interessenslagen, um auf dieser Grundlage in die Gesellschaft hineinzuwirken und auch Forderungen zu stellen. Wenn sich auch die Aidshilfen auf vergleichbare Weise weiterentwickeln und sich dennoch treu bleiben, werden sie eine Chance haben.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was wünschst du dir für die Aidshilfe?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Für die Aidshilfe wünsche ich mir, gerade in Anbetracht der gesellschaftlichen schwierigen Situation und des aufkommenden Rollbacks, dass die über viele Jahre gemeinsam erkämpften Rechte und Errungenschaften verteidigt werden.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Daher wünsche ich mir, dass es den Aidshilfen auch in Zukunft gelingt, Strukturen anzubieten, in dessen Rahmen kritische Auseinandersetzungen möglich sind. Denn Demokratie ist keine Garantie dafür, dass Menschen in einem Land nicht diskriminiert werden. In der Bundesrepublik war es etwa über Jahrzehnte möglich, dass Lesben und Schwule ausgegrenzt und zum Teil sogar rechtlich sanktioniert wurden. Es bleibt daher eine Daueraufgabe – auch in einer Demokratie – für sich einzustehen und gemeinsam zu kämpfen. Mein Wunsch ist daher, dass sich die Aidshilfe mit einem Schwerpunkt gesundheitspolitischer Aktivismus daran beteiligt und dass sich immer wieder Menschen finden, die diese Arbeit mittragen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie darf man sich das Leben des Rentners Dirk Meyer vorstellen?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Im positiven Sinn wechselhaft. Ich bin seit einigen Jahren nebenbei Ombudsperson beim medizinischen Dienst Nordrhein, also eine Art Patient*innenbeauftragter, und werde dieses Amt noch mindestens drei Jahre weiterführen. Ich freue mich aber darauf, endlich mehr reisen und vor allem mehr Zeit mit meinem Mann und guten Freunden verbringen zu können.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich bin weiterhin in verschiedenen Vereinen aktiv und kann mich dort nun sogar etwas mehr engagieren, als es mir bislang möglich wäre. Und weil ich es bestimmt nicht ganz lassen kann, werde ich mich vielleicht auch in einer lokalen Aidshilfe ehrenamtlich einbringen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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		<title>Frohes Märzchen!</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/frohes-maerzchen/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/frohes-maerzchen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Holger Sweers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2025 09:18:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Marteniza]]></category>
		<category><![CDATA[Märzchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Martenizi (Plural von Marteniza) wünscht man sich in Bulgarien zum 1. März traditionell Glück, Gesundheit und ein langes Leben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Mit Martenizi (Plural von Marteniza) wünscht man sich in Bulgarien zum 1. März traditionell Glück, Gesundheit und ein langes Leben.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In der HIV-Prävention setzen die Deutsche Aidshilfe und viele ihrer Mitgliedsorganisationen die&nbsp;<a target="_blank" href="http://www.feste-der-religionen.de/feste/martenizi.html" rel="noreferrer noopener">Marteniza-Bändchen</a>&nbsp;seit vielen Jahren ein. Entstanden ist die Idee dazu im Rahmen des Projekts „Migrantinnen und Migranten als Multiplikator*innen für die HIV/STI-Prävention“ (MuMM).</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p><a target="_blank" href="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/marteniza-talisman-und-turoffner/" rel="noreferrer noopener">Zunächst stand dabei die Sexarbeit im Vordergrund</a>, denn viele Sexarbeiter*innen in Deutschland stammen aus Bulgarien oder Rumänien.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mittlerweile aber dient der schöne Brauch ganz allgemein dazu, ohne viel Worte zu sagen: Mir ist wichtig, dass es dir gutgeht, ich wünsche dir Glück und Gesundheit und ein langes Leben!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ein Marteniza-Bändchen sagt: Mir ist wichtig, dass es dir gutgeht!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Jedes Jahr verteilen Projekte, die mit Migrant*innen aus Osteuropa arbeiten, hunderte Postkarten mit guten Wünschen auf Deutsch, Bulgarisch und Rumänisch, zusammen mit einem Marteniza-Band fürs Handgelenk, das aus zwei ineinander verdrehten Fäden in Rot und Weiß besteht.</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Karten bieten Platz für Infos zu lokalen Beratungs-Projekten und laden dazu ein, sich über das Thema sexuelle Gesundheit zu informieren.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Erfahrungen sind fast durchweg positiv. Die Marteniza-Bändchen wirken oft als Türöffner, weil sie für viele Beschenkte ein Stück Heimat sind. Oft sind die beschenkten Personen überrascht, dass sie so etwas von deutschen Einrichtungen bekommen. Das wirkt sich für die Projekte auch langfristig positiv aus, denn sie bauen so Vertrauen auf und können ihre Angebote bekanntmachen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p></p>

              </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Hinweis</strong>: Vom 17. bis 30. März 2025 finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „Menschenwürde schützen“ statt. Die Deutsche Aidshilfe wird in diesen zwei Wochen eine Reihe von Online-Angeboten und Medien zum Thema Rassismus bereitstellen, an denen alle Mitglieder, Partner*innen und Interessierte aus Gesundheitswesen, Beratung und Betroffenenhilfe, aber auch Communitymitglieder teilnehmen können. Diese Angebote berücksichtigen intersektionale Diskriminierungsformen, die Traumata bei Betroffenen, ihren Familien sowie Mitarbeiter*innen in Aidshilfen und Beratungsinstitutionen hervorrufen können. Weitere Informationen:</p>

              </div>
    </div>
  </div>


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<p><a href="https://www.hiv-migration.de/aktuelles/internationale-wochen-gegen-rassismus-unser-programm">https://www.hiv-migration.de/aktuelles/internationale-wochen-gegen-rassismus-unser-programm</a></p>

              </div>
    </div>
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      </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Ältere Beiträge zum Thema (Auswahl)</strong></p>

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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="F8PuQqIG28"><a href="https://magazin.hiv/magazin/marteniza-talisman-und-turoffner/">Marteniza: Talisman und Türöffner</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Marteniza: Talisman und Türöffner&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/marteniza-talisman-und-turoffner/embed/#?secret=cjd99GdW0V#?secret=F8PuQqIG28" data-secret="F8PuQqIG28" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="k7ezufQGQb"><a href="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/manchmal-muss-es-eben-mumm-sein/">Manchmal muss es eben MuMM sein</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Manchmal muss es eben MuMM sein&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/manchmal-muss-es-eben-mumm-sein/embed/#?secret=OLkPZeqYOx#?secret=k7ezufQGQb" data-secret="k7ezufQGQb" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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		<title>&#8222;Für die Community gibt es noch viel zu tun&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2024 08:21:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Akademie Waldschlösschen]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
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		<category><![CDATA[HIV und Alter]]></category>
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		<category><![CDATA[Positiventreffen]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Vorhagen]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit mehr als 30 Jahre ist Wolfgang Vorhagen eng mit der Aids- und Selbsthilfebewegung verbunden. Nun wird er für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Seit mehr als drei Jahrzehnten ist Wolfgang Vorhagen eng mit der Aids- und Selbsthilfebewegung verbunden. Nun wird er für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Im Interview blickt er zurück, aber auch nach vorn mit dem Wunsch, dass sich die Generationen im Aktivismus verbünden.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung, Wolfgang! Du hast nicht nur als pädagogischer Mitarbeiter der Akademie Waldschlösschen deren Programm maßgeblich mitgeprägt, sondern dort auch die bundesweiten Positiventreffen verantwortet. Es gibt jedoch noch viele weitere Anlässe, dich für dein Engagement zu ehren, wie die Gründung der </strong><a href="https://schwuleundalter.de/"><strong>Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS)</strong></a><strong>. Was bedeutet denn die Auszeichnung für dich persönlich?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Tatsächlich gab es kurz den Gedanken, ob denn eine staatliche Anerkennung auch bedeuten könnte, sich in gewisser Weise vereinnahmen zu lassen. Andererseits habe ich in den vergangenen Jahrzehnten auf verschiedenen Ebenen immer wieder mit staatlichen Institutionen zusammengearbeitet und gute Erfahrungen gemacht, etwa bei der Finanzierung von Veranstaltungen im HIV-Bereich oder bei der Gründung von BISS. Wenn ich nun also auf mein Leben zurückblicke – sowohl auf die Tätigkeit im Waldschlösschen, die zum Teil ehrenamtlich geleistet wurde, als auch bei BISS und im Kontext von HIV, etwa in Gremien der Deutschen Aidshilfe und bei Positiv e.V. – dann freue ich mich über die Anerkennung dieses Engagements. Die Ehrung ist damit ein schöner Schlussstrich nach nunmehr dreieinhalb Jahrzehnten Ehrenamt und Hauptamt in diesen verschiedenen Bereichen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Gibt es nach all dieser Zeit noch Themen und Aufgaben, bei denen du dich gefordert fühlst, dich weiterhin zu engagieren?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Als ich 2019 in den Ruhestand ging, habe ich mir tatsächlich vorgenommen, nun nur noch das zu machen, wozu ich Lust habe. Deshalb tummle ich mich in einem Bereich, der mit einer ganz persönlichen Leidenschaft zu tun hat, nämlich der Musik. Ich bin seit fast fünf Jahren im Ehrenamtsteam des Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin engagiert.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wir müssen uns immer wieder einen Ort in dieser Gesellschaft erkämpfen.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Du hast also viele Kapitel deiner bisherigen Arbeitsfelder geschlossen, zur Ruhe hast du dich aber nicht gesetzt. Was treibt dich heute um?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Im September vergangenen Jahres habe ich auch meine Vorstandstätigkeit bei BISS beendet, weil ich das Gefühl hatte, dass ich mich genug engagiert habe und die Lebenszeit langsam überschaubar wird, in denen ich noch schöne Dinge tun kann.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich nehme dennoch an den aktuellen Diskussionen teil, sei es im HIV-Bereich oder auch im Kontext älterer schwuler und queerer Männer, für die ich in der Akademie Waldschlösschen nach wie vor zwei Seminare organisiere und durchführe. Diese Arbeit finde ich besonders wichtig, weil es um meine eigene Generation geht, die zum Teil das Trauma Aids durchlebt sowie die Schwulenbewegung mitgetragen hat. Lediglich die Themen haben sich verändert. Jetzt geht es nicht nur um die Diskriminierung von Schwulen, sondern auch von älteren Menschen. Wir müssen uns immer wieder einen Ort in dieser Gesellschaft erkämpfen. Da kann ich immer noch Dinge bewegen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Du hast eben erwähnt, dass sich für schwule Männer deiner Generation nicht zuletzt auch altersbedingt die Themen und Problemfelder verändert haben. Wie blickst du auf die aktuellen Debatten der nachgewachsenen queeren Menschen?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich bin an diesen Diskursen nicht mehr aktiv beteiligt, weil ich merke, dass sie mich nicht mehr wirklich betreffen. Aber ich verfolge sie durchaus mit Interesse. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ich – insbesondere im queerpolitischen bzw. im queer-feministischen Kontext – wirklich alles nachvollziehen und auch teilen kann. Ich begleite einen Teil dieser Diskussionen dennoch mit einer gewissen Sympathie. Sie erinnert mich an meine eigenen Anfänge in der Schwulenbewegung in Aachen Ende der Siebzigerjahre. Wir bezeichneten uns als schwul – nicht als queer – und haben Diskussionen geführt, mit denen viele der damals älteren Männer, die sich zum Teil eher als homophil denn als schwul verstanden, mit Sicherheit nicht viel anzufangen wussten. </p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nun bin ich selbst ein älterer schwuler Mann und denke, dass ich heute auch nicht mehr alles begreifen oder gar gut finden muss, was da diskutiert wird. Aber, und das ist für mich entscheidend: Es ist gibt immer noch eine Bewegung, auch wenn sie sich heute ganz anders aufstellt. Ich finde es nach wie vor wichtig, dass Menschen, ob nun homosexuell, schwul, lesbisch, bi oder queer, sich für ihre Belange einsetzen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Es ist wichtig, dass wir uns wieder als gemeinsame Bewegung verstehen und auch nach außen hin gesellschaftspolitisch agieren.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Auch wenn die heutige Bewegung eine andere Agenda verfolgt bzw. andere Dinge diskutiert: Viele der grundlegenden gesellschaftlichen Probleme und Themen sind die gleichen wie vor 20 oder 30 Jahren. Was wünschst du dir von den jüngeren Aktivist*innen? Woran sollten sie weiterarbeiten, woran vielleicht anknüpfen?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zunächst wünsche ich mir, dass die derzeitigen Diskurse, die zunehmend auseinanderdriften – hier queerfeministisch, dort „alter, schwuler, weißer, cis Mann“ und so weiter – wieder mehr zusammenkommen. Und dass auf beiden Seiten mehr über den eigenen Tellerrand hinausgeschaut wird, unvoreingenommen die Diskussionen der anderen verfolgt werden und zu verstehen versucht wird, worum es da vor den unterschiedlichen biografischen Hintergründen geht. Ich finde es problematisch, wenn wir uns gerade in dieser schwierigen politischen Situation weiter auseinanderdividieren. Es ist wichtig, dass wir uns wieder als gemeinsame Bewegung verstehen und auch nach außen hin gesellschaftspolitisch agieren. Das wird in Zukunft notwendig sein, wenn aus dem Wind, der uns entgegenbläst, dann vermutlich ein Sturm geworden ist. Reflexartige Empörung oder dergleichen können wir uns einfach nicht mehr leisten. Das erhoffe ich mir übrigens nicht nur von den jüngeren, sondern auch von den älteren queeren oder schwulen Menschen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Woran machst du das fest?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich merke etwa bei älteren Schwulen, dass sie oftmals nur ein von Klischees strotzendes Bild von queeren Menschen haben, die sie dann leichtfertig als bunte Vögel abqualifizieren. Ich finde es sehr bedauerlich, dass viele offenbar kein Interesse daran haben, welche neuen Lebensstile und Lebensmodelle, aber auch welche Gemeinsamkeiten es gibt. Die Diskriminierungen haben keineswegs ein Ende gefunden, sie finden nur zum Teil in anderen Formen statt, aber wir erfahren sie dennoch alltäglich. Und dies sind Erfahrungen, die uns über die Generationen hinweg verbinden.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p><strong>Es ist auch heute noch längst nicht selbstverständlich, positiv zu sein – sei es im Berufsleben oder im Gesundheitswesen.</strong></p>

              </div>
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  </div>
</blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Siehst du einen ähnlichen Bruch auch innerhalb der HIV-Community? Oder hat sich der Aktivismus dort fließender weiterentwickelt?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auch der HIV-Aktivismus hat sich bereits seit längerer Zeit verändert und er wird es auch weiterhin tun. Schlicht, weil sich die Voraussetzungen und damit die Themen verändert haben. Die Herausforderungen, mit denen sich meine Generation gesellschaftlich, aber auch ganz persönlich auseinandersetzen musste, waren zutiefst existenziell, denn es ging hier um Überleben, Sterben, Tod und gesellschaftlichen und politischen Diskriminierungen und drohenden Repressalien. Dennoch ist es auch heute noch längst nicht selbstverständlich, positiv zu sein – sei es im Berufsleben oder im Gesundheitswesen. Weite Teile der Gesellschaft haben die medizinischen Entwicklungen bei der HIV-Therapie nicht mitbekommen, und ich schließe da die schwule Community nicht aus.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was meinst du damit konkret?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich frage mich, wie es passieren kann, dass trotz der großen Informationskampagnen selbst viele Schwule noch nicht wissen, dass Menschen mit einer erfolgreichen HIV-Therapie das Virus nicht mehr übertragen können, so dass es für nicht wenige immer noch ein Problem zu sein scheint, mit einem HIV-positiven Menschen Sex zu haben – selbst mit Kondom. Es ist erstaunlich, wie viel Diskriminierung von HIV-Positiven noch immer auf Dating-Plattformen wie PlanetRomeo stattfindet. Auch an dieser Stelle gibt es für die HIV-Community und HIV-Aktivist*innen noch viel zu tun.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-zu-wolfgang-vorhagen">Mehr zu Wolfgang Vorhagen</h2>

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<ul class="wp-block-list">    
<li><a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/ein-grosser-verlaesst-das-schloesschen/">„Ein Großer verlässt das Schlösschen. Wolfgang Vorhagens Abschied vom Bildungs- und Tagungshaus in Reinhausen“</a> (magazin.hiv, 2. 10. 2019)</li>



    
<li><a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/eine-ode-an-die-freundschaft-wolfgang-vorhagen-zum-sechzigsten/">„Eine Ode an die Freundschaft – Wolfgang Vorhagen zum Sechzigsten“</a> (magazin.hiv, 31. 10. 2014)</li>



    
<li><a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/das-etwas-andere-familientreffen/">„Das etwas andere Familientreffen. Das 200. bundesweite Positiventreffen“</a> (magazin.hiv, 20. 11. 2019)</li>



    
<li><a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/so-etwas-wie-mein-lebenswerk/">„‚So etwas wie mein Lebenswerk‘. Wolfgang Vorhagen über 175 bundesweite Positiventreffen und drei Jahrzehnte Arbeit mit und für die Bewegung“</a> (magazin.hiv. 12. 11. 2015)</li>

</ul>

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    </div>
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			</item>
		<item>
		<title>„Wenn wir Veränderungen erreichen wollen, müssen wir Daten liefern“</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/emis-2024-wenn-wir-veranderungen-erreichen-wollen-mussen-wir-daten-liefern/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/emis-2024-wenn-wir-veranderungen-erreichen-wollen-mussen-wir-daten-liefern/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2024 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[EMIS 2024]]></category>
		<category><![CDATA[EMIS-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[LGBTIQA+]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1555914</guid>

					<description><![CDATA[Wie leben und lieben queere Männer und trans Menschen in Europa? Wie steht es um ihre Lust, ihren Sex, ihren Frust? Diesen Fragen geht die heute startende Onlinebefragung EMIS 2024 nach.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie leben und lieben queere Männer und trans Menschen in Europa? Wie steht es um ihre Lust, ihren Sex, ihren Frust? Diesen Fragen geht die heute startende Onlinebefragung EMIS 2024 nach.</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mehr als 130.000 Menschen aus 50 europäischen Ländern hatten sich an der <a href="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/emis-2017-2/">letzten EMIS-Befragung im Jahr 2017 </a>beteiligt. Ein immenser Datenschatz wurde damals für die Wissenschaft gewonnen, der es ermöglichte, ein genaues Bild vom Sexualverhalten, der Gesundheit und den Bedürfnissen von Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), zu bekommen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Doch seither ist viel passiert. So hat etwa die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen, in vielen Ländern hat sich die gesellschaftliche Situation für LGBTIQ* verändert und immer mehr Menschen nutzen die HIV-Prophylaxe PrEP. Es ist also Zeit für eine neue Ausgabe der EMIS-Studie (European Men-who-have-sex-with-men and Trans People Internet Survey). Federführend sind die Deutsche Aidshilfe (DAH), das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Maastricht University (Niederlande).</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Welche Erkenntnisse diese europaweit einzigartige Onlinebefragung liefern soll, erläutern Tamás Bereczky und Axel J. Schmidt von der Deutschen Aidshilfe im Interview.</p>

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  </div>
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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>Im Vordergrund stehen die Bedürfnisse der Befragten</p></blockquote>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Welche Ziele verfolgt EMIS 2024? Was soll mit dieser Studie erreicht werden?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Tamás Bereczky:</em> Es geht ganz zentral darum, die Prävention von HIV und Geschlechtskrankheiten für Männer und trans Personen, die Sex mit Männern haben, zu verbessern. Im Vordergrund stehen dabei die Bedürfnisse der Befragten.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wozu dient das gewonnene Datenmaterial?</strong></p>

              </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Axel J. Schmidt:</em> Anhand der Daten können wir zum Beispiel ermitteln, wie gut die Menschen bereits informiert sind, etwa über die PrEP oder über Schutz durch Therapie. Wir möchten aber auch erfahren, wie zufrieden sie mit sich selbst sind, mit ihrer Sexualität. Ob sie beispielsweise Diskriminierung und Ausgrenzung erleben.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Tamás Bereczky:</em> Mit den Erkenntnissen, die wir in der Auswertung gewinnen, können beispielsweise Nichtregierungsorganisationen wie die Deutsche Aidshilfe ihre Präventionsprogramme zielgerichteter gestalten oder von der Politik Veränderungen bei bestimmten Gesundheitsangeboten einfordern.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Welche Bedarfslücken konnten durch die Vorgängerstudien EMIS-2010 und -2017 ermittelt werden?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Axel J. Schmidt:</em> Wir haben beispielsweise festgestellt, dass schwule Männer europaweit zu einem großen Teil nicht gegen Hepatitis B geimpft waren und auch kein Impfangebot erhielten, obwohl sie eine wichtige Zielgruppe darstellen. In vielen Ländern sind inzwischen die Regelungen angepasst worden. In Deutschland ist eine Hepatitis-B-Impfung für MSM empfohlen und wird von den Krankenkassen übernommen. Zudem zeigten die Daten, dass es mehr Bewusstsein für die Risiken einer Hepatitis-B-Infektion und entsprechender Informations- und Impfkampagnen bedarf.</p>

              </div>
    </div>
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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>Auf Basis von EMIS können europaübergreifend gesundheitspolitische Ziele gesetzt und Entscheidungen getroffen werden</p></blockquote>

        </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie viele Länder beteiligen sich an der Studie?</strong></p>

              </div>
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  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Axel J. Schmidt:</em> Die neue EMIS-Studie deckt erneut den gesamten europäischen Raum ab, inklusive Türkei, Russland, Ukraine und Moldawien. Die Staaten des Südkaukasus hatten bei der letzten Erhebung gefehlt, jetzt sind sie dabei. Insgesamt sind 50 Staaten – von Norwegen bis Israel und von Portugal bis Kasachstan – an der Studie beteiligt.</p>

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    </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Tamás Bereczky:</em> Dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), mit dem wir bei der Studie eng zusammenarbeiten, ist ebenfalls sehr daran gelegen, nicht nur länderspezifische Daten zu erheben, sondern tatsächlich ganz Europa abzubilden. Auf der Basis können dann auch europaübergreifend gesundheitspolitische Ziele gesetzt und Entscheidungen getroffen werden, die diese Communitys betreffen. Denn die nationalen Grenzen sind in diesem Zusammenhang unwichtig. Bedingungen für mögliche Erkrankungen, Infektionen und auch die Herausforderungen reisen mit. Deshalb ist es wichtig, Europa bei diesen Fragen immer auch als eine Einheit zu betrachten.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Inwieweit sind auch trans Personen bei dieser Befragung angesprochen?</strong></p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Axel J. Schmidt:</em> Auch bei den vorangegangenen Studien 2010 und 2017 war unser Standpunkt, dass trans Männer selbstverständlich Männer sind und, wenn sie Sex mit Männern haben, auch in diese Erhebung einbezogen sein müssen. Inzwischen hat sich der Diskurs entscheidend weiterentwickelt, daher haben wir den Fragebogen an vielen Stellen noch einmal mehr sprachlich angepasst. 2010 hatten sich auch viele trans Frauen beteiligt. Auch diese sind uns wichtig. Nicht unbedingt jene, die vielleicht in einer heterosexuellen Paarbeziehung leben, sondern insbesondere jene, die sich in der Szene bewegen oder auf Dating-Portalen aktiv sind. Wir haben für die Neuauflage der Studie den Fragebogen unter diesem Aspekt neugestaltet und durchgehend geschlechtsneutrale Formulierungen verwendet.</p>

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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p></p><p>Wir müssen die Forderungen mit wissenschaftlich belastbarer Evidenz untermauern</p></blockquote>

        </div>
      </div>
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  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Weshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele schwule und bisexuelle Männer sowie trans Personen an der Befragung beteiligen?</strong></p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Tamás Bereczky:</em> Wir haben gerade während und nach der Pandemie gemerkt, dass sich die Lage für diese Communitys zum Teil wesentlich verschlechtert hat, doch die Gesundheit dieser Gruppen hat nicht unbedingt Priorität. Wenn wir hier also eine Veränderung erreichen wollen, dann müssen wir dazu Daten liefern können. Es reicht eben nicht, nur zu jammern und zu fordern, sondern wir müssen diese Forderungen mit wissenschaftlich belastbarer Evidenz untermauen. Und die EMIS-Studie liefert diese Evidenz. Wir können dann anhand dieser Zahlen belegen, welche Dinge nicht so gut laufen, oder sehen, wo es vielleicht doch besser läuft als vermutet und unsere Sorgen unbegründet sind. Um belastbare Zahlen und eine größtmögliche Repräsentativität zu erzielen, benötigen wir eine große Beteilung an dieser Studie. Deshalb haben wir den Slogan gewählt „Deine Stimme, unsere Stärke“. Damit wollen wir zeigen: Deine Stimme und deine Meinung zählen.&nbsp;</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie lange wird der Fragebogen online sein und ausgefüllt werden können?<br></strong><em>Axel J. Schmidt:</em> EMIS wird so lange online sein, bis auch kleinere Länder eine ausreichende Zahl von Antworten haben; der Fragebogen wird bis mindestens Ende April 2024 geschaltet sein.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Und wann werden die ersten Ergebnisse der Auswertung vorliegen?</strong></p>

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    </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Axel J. Schmidt:</em> Ich gehe davon aus, dass wir Ende dieses Jahres erste Ergebnisse präsentieren können. Der europäische Bericht ist für 2025 geplant.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong> </p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Fragebogen zur EMIS-Studie ist ab sofort <a href="https://maastrichtuniversity.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_02Gao89vz1ofHam" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier online</a>.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Weitere Informationen: <a href="https://www.emis-project.eu/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.emis-project.eu</a> </p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-zusammenfassung-der-ergebnisse-von-emis-2017-auf-magazin-hiv">Zusammenfassung der Ergebnisse von EMIS-2017 auf magazin.hiv: </h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-embed block--align-left ">
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<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-magazin-hiv wp-block-embed-magazin-hiv"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="odNWgxSvco"><a href="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/emis-2017-2/">EMIS-2017: Schwuler Sex und schwule Gesundheit in Zahlen</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;EMIS-2017: Schwuler Sex und schwule Gesundheit in Zahlen&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/praevention-wissen/emis-2017-2/embed/#?secret=jGmSdnWFZY#?secret=odNWgxSvco" data-secret="odNWgxSvco" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>

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    </div>
  </div>
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<p></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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			</item>
		<item>
		<title>„Auch Aidshilfe lebt von der Vielfalt“</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/omer-idrissa-ouedraogo-interview-vielfalt/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/omer-idrissa-ouedraogo-interview-vielfalt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2024 12:25:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[AGHNiD]]></category>
		<category><![CDATA[Aidshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Omer Idrissa Ouedraogo]]></category>
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					<description><![CDATA[Omer Idrissa Ouedraogo war zwei Jahre lang DAH-Referent für Migration und ist jetzt Geschäftsführer der Aidshilfe Hamburg. Ein Gespräch über Vielfalt, Antirassismus und Partizipation in Aidshilfe.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p><strong>Von der Spree an die Alster: Mit dem neuen Jahr ist der bisherige DAH-Fachreferent für Migration Omer Idrissa Ouedraogo zur Aidshilfe Hamburg gewechselt, um dort die Geschäftsführung zu übernehmen. Im Gespräch erläutert er, welche Bedeutung Vielfalt, Antirassismus und Partizipation für die Aidshilfearbeit haben.</strong></p>

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<p>Es waren zwar lediglich zwei Jahre, die Omer Idrissa Ouedraogo als Fachreferent für Migration und als Teamleiter für die Bereiche Migration, Sexarbeit, Drogen und Haft in der DAH-Bundesgeschäftsstelle in Berlin beschäftigt war. Doch in dieser vergleichsweise kurzen Zeit hat Omer Idrissa Ouedraogo nicht nur in seinem Fachbereich Entscheidendes auf den Weg gebracht, sondern auch der DAH und ihren Mitgliedsorganisationen wichtige Impulse geschenkt. Seit Jahresbeginn ist der aus Burkina Faso stammende Ouedraogo wieder zurück in seiner Wahlheimat Hamburg und hat dort die Geschäftsführung der dortigen Aidshilfe übernommen.</p>

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<p>Ein Gespräch über die Erfahrungen aus seiner Zeit in der Bundesgeschäftsstelle, über Kontinuitäten und gelebte Partizipation.</p>

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<p><strong>Jörg Korell hat die Aidshilfe Hamburg 23 Jahre als Geschäftsführer mit aufgebaut und dementsprechend auch geprägt. Fällt es dir schwer, nun in solche Fußstapfen zu treten?</strong></p>

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<p>Die Position des Geschäftsführers ist zwar neu für mich, die Aufgaben und Themen, die mich erwarten, hingegen sind es weniger. Eine Premiere für mich sind vor allem die große Verantwortung, die ich nun habe, und die Größe des Teams, das ich leite.</p>

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<p>Die Hamburger Aidshilfe wurde von Jörg Korell sehr gut aufgestellt. Das erleichtert mir die Arbeit natürlich sehr, bringt aber auch eine große Herausforderung mit sich. Ich weiß, dass ich ihn nicht einfach so ersetzen kann, aber ich werde die Arbeit in seinem Sinne fortführen können. Ich stehe dazu bereits intensiv mit dem Team im Austausch: Was lief gut und was können wir gemeinsam noch verbessern? Wo gilt es neue Prioritäten zu setzen?</p>

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<p>Ich muss also, um im Bild zu bleiben, keine Angst vor Jörgs Fußstapfen haben, aber ich werde den Weg mit eigenen Schritten fortsetzten.</p>

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<p><strong>Inwieweit möchtest du in der Arbeit der Hamburger Aidshilfe eigene Schwerpunkte setzen?</strong></p>

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<p>Die Frage nach meinen Plänen und Visionen wird mir häufig gestellt. Die Strukturen sind zwar andere, aber fachlich und inhaltlich mache ich dort weiter, wo ich in der Bundesgeschäftsstelle aufgehört habe. Natürlich habe ich eigene Vorstellungen, aber mir ist es wichtig, erst einmal mit dem Team Ideen zusammenzutragen und gemeinsam zu schauen, wohin die Reise gehen soll. Es dürfte Konsens sein, dass wir die Präventionsarbeit ausbauen und gemeinsam mit den anderen Akteur*innen in Hamburg die Versorgungslücken schließen möchten. Das gilt auch für den Kampf gegen Diskriminierung und die Auseinandersetzung mit Rassismus. Wir sehen ja alle, wie die Lage derzeit in Deutschland ist. Es geht also darum, wie wir unser Deutschland gemeinsam neu und vielfältig gestalten. Denn auch Aidshilfe lebt von der Vielfalt. Für mich als Leiter der Aidshilfe Hamburg hat aber auch die ehrenamtliche Arbeit einen besonderen Stellenwert. Denn wir sollten nie vergessen: Die Aidshilfe hat ihre Wurzeln in der der Selbsthilfe. Wir möchte daher die Selbsthilfe unterstützen und auch das Ehrenamt fördern.</p>

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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><br>Wir haben es geschafft, dass sich die DAH im Bereich der Antidiskriminierung und der Antirassismusarbeit ganz offiziell sehr deutlich positioniert.</p></blockquote>

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<p><strong>Dem Team der DAH-Geschäftsstelle hast du nur wenig mehr als zwei Jahre angehört, aber sehr viel bewirken können.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Im Rückblick bin ich selbst überrascht, was ich mit meinem Team und meinen Kolleg*innen in dieser vergleichsweise kurzen Zeit in der DAH erreicht habe – gerade auch im Bereich der Antidiskriminierung und der Antirassismusarbeit. Das sage ich durchaus mit Stolz. Wir haben es geschafft, dass sich die DAH hier ganz offiziell sehr deutlich positioniert hat.</p>

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<p><strong>Du hattest nicht nur durch deine Arbeit, sondern auch durch deine Persönlichkeit große Wirkung auf deine Kolleg*innen in der Bundesgeschäftsstelle. War dir das eigentlich bewusst?</strong></p>

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<p>Ich habe das tatsächlich erst bei der Verabschiedung realisiert. Und da sind manche Tränen geflossen (lacht). Die Entscheidung, von der DAH wegzugehen und die Stelle in Hamburg anzunehmen, war von gemischten Gefühlen begleitet. Ich habe einfach gemacht, was ich machen konnte, und habe mich als der Mensch eingebracht, der ich bin. Ich bin offen gegenüber jeder*m und versuche, von anderen zu lernen. Denn wir sind zwar alle verschieden und haben unterschiedliche Fähigkeiten, aber gemeinsam können wir etwas schaffen. Dabei spielt auch das positive Miteinander jenseits der fachlichen Qualitäten eine wichtige Rolle. Aidshilfen verfügen über eine Vielfalt an Ressourcen, auf die wir zurückgreifen und mit denen wir unsere Arbeit voranbringen können.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Während deiner Zeit als Referent für Migration ist es dir unter anderem gelungen, die afrikanische Community mehr denn je für die Mitarbeit in der Selbsthilfe zu motivieren und einzubinden.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich bin bereits seit 2007 in den verschiedensten Kontexten in diesen Communitys unterwegs und deshalb auch sehr eng vernetzt und eingebunden. Die Communitybeteiligung spielt eine ganz wichtige Rolle. Wenn wir mitreden und mitwirken können, zum Beispiel beim Aufbau und Ausbau von Präventionsangeboten, können wir auch etwas erreichen. Diese Erfahrung hatte ich bereits als Praktikant in der Aidshilfe Hamburg gemacht. Später hatte ich dort dann eine Stelle als Sozialpädagoge angenommen und in diesem Rahmen bis 2017 unter anderem Gesundheitsbotschafter*innen der Migrant*innen-Community fachlich begleitet.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Danach bin ich zur AWO gewechselt, aber war weiterhin als ehrenamtlicher Helfer mit dem von mir mitgegründeten Café Afrika mit der Aidshilfe Hamburg verbunden.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich hatte also rund 15 Jahre Erfahrung mit Communitybeteiligung als ich von Hamburg zur DAH nach Berlin wechselte und konnte direkt daran anknüpften. Ich hatte zudem auch schon 2011 mit <a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/zwei-von-vielen/">AGHNiD (Afrikanisches Gesundheits- &amp; HIV Netzwerk in Deutschland) </a>ein nationales Netzwerk gegründet und viele Jahre ehrenamtlich begleitet.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Bei den Positiven Begegnungen in Duisburg 2023 etwa waren so viele Menschen aus dieser Community dabei wie nie zu vor. Wie hast du das geschafft?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auch dort spielte die Beteiligung eine entscheidende Rolle. Und auch, dass wir im Vorfeld offen über Mehrfachdiskriminierung von nicht-weißen Menschen mit HIV gesprochen haben. Oder anders formuliert: über Rassismus innerhalb der Aidshilfen und der HIV-Communitys. Die PoBe-Vorbereitungsgruppe hatte diese Themen von Anbeginn an im Blick. Ich hoffe, dass diese Haltung wie auch die Partizipation weiterentwickelt werden – und so auch künftig Menschen anderer Hautfarbe und anderer Religion ihre Stimme erheben und sich beteiligen können.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was möchtest du deinen DAH-Kolleg*innen auf den Weg geben? Was sollten sie unbedingt weiterführen?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zum einen wünsche ich mir, dass sie das persönliche Miteinander weiter fördern und als wichtige Ressourcen sehen. Denn eine gute Stimmung führt auch zu einer guten Arbeit. Im Bereich der Migrationsarbeit wünsche ich mir, dass tatsächlich auch umgesetzt wird, was wir im <a href="https://www.aidshilfe.de/sites/default/files/documents/dah_231101_positionspapier_anti-rassismus.pdf">Positionspapier „Aidshilfen gegen Rassismus“</a> festgeschrieben haben. Das bedeutet zum Beispiel, dass dieses Thema bei allen Seminaren, Fortbildungen und Veranstaltungen der DAH selbstverständlicher Teil ist. Ich werde das Positionspapier auch für meine Arbeit in Hamburg nutzen.</p>

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    </div>
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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><br>Die positiven Rückmeldungen in Berlin haben mich darin bestärkt, auch in Hamburg die gleiche Offenheit im Umgang miteinander zu pflegen.</p></blockquote>

        </div>
      </div>
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  </div>
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<p><strong>Gibt es etwas, das du in diesen zwei Jahren in der Geschäftsstelle gelernt hast, ganz persönlich oder auch fachlich, das dir nun in deiner neuen Aufgabe hilfreich sein könnte?</strong></p>

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<p>Die positiven Rückmeldungen in Berlin haben mich darin bestärkt, auch in Hamburg die gleiche Offenheit im Umgang miteinander zu pflegen. Fachlich habe ich gelernt, Jahresplanungen partizipativ umzusetzen und einen größeren Haushalt zu verantworten. Dazu gehören auch das Schreiben von Förderanträgen und der Umgang mit Zuwendungsgeber*innen. Alle, die damit schon zu tun hatten, wissen, dass dies manchmal eine Wissenschaft für sich sein kann. Dafür war die Zeit in der DAH eine gute Schule (lacht). Und nicht zuletzt werde ich vom Netzwerk profitieren, das ich über die Zeit weiter ausbauen konnte.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-von-omer-idrissa-ouedraogo-auf-magazin-hiv">Mehr von Omer Idrissa Ouedraogo auf magazin.hiv</h2>

              </div>
    </div>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="bQnM5k2cPc"><a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/black-or-white-rassismus-im-gesundheitswesen/">Black or White &#8211; Rassismus im Gesundheitswesen</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Black or White &#8211; Rassismus im Gesundheitswesen&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/black-or-white-rassismus-im-gesundheitswesen/embed/#?secret=tJ0V0KUgLz#?secret=bQnM5k2cPc" data-secret="bQnM5k2cPc" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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			</item>
		<item>
		<title>Mutmacher und Motor: Manny Müller</title>
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					<comments>https://magazin.hiv/magazin/manfred-manny-mueller/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2024 13:23:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1555755</guid>

					<description><![CDATA[Sein Aktivismus prägte drei Jahrzehnte HIV-Selbsthilfe. Die Aktivistin Alex Frings erinnert sich an ihren Mitstreiter und Freund Manfred „Manny“ Müller“ .]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Sein aktivistisches Leben prägte drei Jahrzehnte HIV-Selbsthilfe. Die Aktivistin Alex Frings erinnert sich an ihren 2021 verstorbenen Mitstreiter Manny Müller.</strong></p>

              </div>
    </div>
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<p><em>„Man lebt zweimal“, schrieb Honoré de Balzac: „Das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung“. Wie also erinnern wir uns an Menschen, die in der Aids- und Selbsthilfe oder in deren Umfeld etwas bewegt haben? Was bleibt von ihnen, wie bleiben sie in unserem Gedächtnis? Mit diesen und anderen Fragen zum Gedenken beschäftigt sich unsere Reihe „Erinnern und Gedenken“ in loser Folge.</em></p>

              </div>
    </div>
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<p>Wie viel ehrenamtliches Engagement ist in drei Jahrzehnten und in einem viel zu kurzen Leben möglich? Die Wirkungsbereiche, in denen Manfred „Manny“ Müller tätig war, seit er 1991 in der <a href="https://aidshilfe-bochum.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aidshilfe Bochum </a>sein aktivistisches Leben begonnen hat, sind so umfangreich, dass es schwerfällt sie alle aufzuzählen. So war er unter anderem Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft<a href="https://www.posithiv-handeln.de/PosithivHandeln/front_content.php?idcat=2164&amp;lang=58" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> POSITHIV HANDELN NRW</a> und Vorstandsmitglied der Aidshilfe Bochum. Der Altenpfleger ging als positives Gesicht an die Öffentlichkeit – nicht nur in vielen Medienauftritten, sondern auch als IWWIT-Rollenmodell und als Botschafter im Rahmen der bundesweiten<a href="https://www.welt-aids-tag.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Welt-Aidstag-Kampagne </a>2012.<br>In der Silvesternacht 2021 ist Manny 52-jährig gestorben.<br>Alex Frings, HIV-Aktivistin und Mitarbeiterin der <a href="https://duesseldorf.aidshilfe.de/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aidshilfe Düsseldorf</a>, erinnert sich im Interview an ihren langjährigen Mitstreiter und Freund.</p>

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    </div>
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<p><strong>An was erinnerst du </strong><strong>dich s</strong><strong>pontan als Erstes, wenn du an</strong><strong> Manny </strong><strong>denkst?</strong></p>

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<p>An sein Lächeln. Ich glaube, das verbinde ich deshalb so sehr mit ihm, weil ich noch nie in meinem Leben einen solchen gutmütigen, unfassbar liebenswürdigen und&nbsp;bescheidenen Menschen kennengelernt habe über dessen Lippen nie ein böses Wort gekommen ist. Jeder lästert schon mal, aber das habe ich bei Manny nie erlebt.&nbsp;</p>

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<p><strong>Wie zeigte sich seine Bescheidenheit?</strong></p>

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<p>Er hat eine solche Präsenz an den Tag gelegt, allein schon dadurch, dass er sich als positiver Mensch im Gesundheitswesen geoutet hatte.&nbsp;Für ihn war das nie etwas Besonderes – anders als für die&nbsp;meisten Menschen, die mit HIV leben und ihre nicht immer guten Erfahrungen im Gesundheitswesen machen oder die sogar in diesem Bereich tätig sind. Für ihn war das immer eine Selbstverständlichkeit und auch etwas, das man einfach machen muss.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Sich </strong><strong>öffentlich</strong><strong> als Mensch mit HIV zu z</strong><strong>ei</strong><strong>gen.</strong></p>

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<p>Ich würde es etwas anders formulieren. Wenn man sich Veränderung wünscht, man die Gesellschaft anders haben möchte, dann war es für Manny die logische Konsequenz selbst etwas dafür zu tun. Und das hat er gemacht. Dafür wurde er&nbsp;im Laufe der Jahre dann auch mehrfach geehrt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Und anderem v</strong><strong>on der Aidshilfe Bochum, der Aidshilfe NRW</strong><strong> und</strong><strong> vom WDR.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Aber er konnte mit diesen Preisen nur schlecht umgehen. Es war wirklich schwierig für ihn, diese Auszeichnungen anzunehmen, denn für ihn war ja selbstverständlich, was er da alles tat.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-manny-muller-galt-als-kugelblitz-der-selbsthilfe">Manny Müller galt als „Kugelblitz der Selbsthilfe“</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Manny hat </strong><strong>sich</strong><strong> auf den </strong><strong>verschiedensten</strong><strong> Ebenen engagiert. </strong><strong>Man wundert sich, wie er das alles schon rein zeitlich schaffen konnte. </strong><strong>Hat er sich irg</strong><strong>e</strong><strong>ndwann als Vollzeitaktivi</strong><strong>s</strong><strong>t </strong><strong>verstanden</strong><strong>?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich glaube schon. Holger Wicht hat ihn bei&nbsp;den Positiven Begegnungen in Kassel „Kugelblitz der Selbsthilfe“ genannt. Manny war in der Tat unfassbar aktiv, obwohl er nebenbei noch einen Vollzeitjob und eine Beziehung&nbsp;und in den letzten Jahren zudem mit seiner Herzerkrankung zu kämpfen hatte.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Er hat sich voll damit identifiziert und das Engagement hat ihm auch viel gegeben.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>In welchen Kontext ha</strong><strong>b</strong><strong>t ihr euch kennengelernt?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Durch den Aktivismus. Irgendwann ist er ist dann auch mein bester Freund geworden. Wir hatten ein geradezu symbiotisches Verhältnis. Wir waren eins – im Denken, im Handeln und in unserer Haltung zum Aktivismus: Wir wussten, wie wichtig es ist, dass Menschen mit HIV sichtbar werden, und dass dies nur geschieht, wenn es Menschen gibt, die an die Öffentlichkeit gehen, aber auch, welchen Preis das manchmal hat.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Da ist zum einen die Zeit, die man dafür aufbringt. Dazu kommen die Erfahrungen, die man etwa mit Medien macht. Selbsthilfe und Aktivismus sind&nbsp;nicht immer einfach, und es gibt natürlich auch Menschen in der eigenen Community, die über einen reden, wenn man als öffentliche&nbsp;Person und Aktivist*in&nbsp;omnipräsent ist. Diese Erfahrungen habe ich mit ihm geteilt und Manny hat mich deshalb bei diesen Dingen auch so gut verstanden.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich habe zwar viele Freund*innen im Aktivismus, aber mit niemand anderem konnte ich mich so gut austauschen und Erfahrungen&nbsp;teilen wie mit ihm. Durch seinen Tod ist für mich persönlich eine riesige Lücke entstanden.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-sein-positiv-im-pott-lebt-weiter">Sein „Positiv im Pott“ lebt weiter</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Gibt es Projekte oder </strong><strong>Initiativen</strong><strong>, die direkt auf Manny zurückgehen und in denen er </strong><strong>gewissermaßen </strong><strong>weiterle</strong><strong>b</strong><strong>t?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Manny war es immer auch wichtig, dass Menschen mit HIV einen Platz in Aidshilfearbeit haben müssen, auch und trotz all der Professionalisierung und der sich verändernden&nbsp;Themen. Dafür hat er sich vor Ort stets&nbsp;eingesetzt. Zuletzt hatte er in Bochum noch ein Projekt angeschoben, mit dem&nbsp;die Selbsthilfe wieder mehr aktiviert werden sollte. Dazu hatte er auch mich und einen anderen Freund motiviert, mit einzusteigen. Dieses Angebot,&nbsp;„Positiv im Pott“,&nbsp;besteht bis heute und richtet sich unter anderem an Menschen, die gerade erst ihre Diagnose erhalten haben, oder auch an solche, die sonst keinen Kontakt zu anderen HIV-Positiven beziehungsweise Probleme mit ihrem verinnerlichten Stigma haben.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Manny hatte Anfang der 1990er Jahre, die – wenn ich es richtig weiß – allererste Selbsthilfegruppe in Bochum überhaupt geleitet. Diese hatte sich dann irgendwann aufgelöst. Ihm war es wichtig, hier wieder ein neues Angebot zu schaffen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie hat Manny auf andere Menschen gewirkt? Solch ein Kugelblitz kann auch einschüchternd wirken oder andere im übertragenen Sinne auch mit seiner Energie überrollen.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Er war zwar omnipräsent, aber nie einer von den Lauten. Im Gegenteil, er gehörte zu den Ruhigen, der sich Anderen auf einer empathischen&nbsp;Ebene angenommen hat.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wo hat er </strong><strong>die</strong><strong> Kraft </strong><strong>für seine vielseitigen Aktivitäten</strong><strong>her</strong><strong>genommen?</strong><strong><br>&nbsp;</strong>Manny hat sehr viel Energie aus dem Aktivismus selbst wieder gezogen. Seine andere große Leidenschaft war Musik; er ist unglaublich gerne auf Konzerte von Dark-Wave- und EBM-Bands gegangen.&nbsp;Er reiste auch gerne mal abseits des Aktivismus, am liebsten in die Berge und manchmal auch an die Küste. Und er wusste immer seinen Ehemann Ludger an seiner Seite.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Inwieweit</strong><strong> ist Manny in den </strong><strong>HIV-Initiativen und Aidshilfen, in denen er gewirkt hat, weiterhin </strong><strong>präsent?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Für viele, die ihn kannten, ist Manny ganz sicher immer noch eine Antriebsfeder und ein Motor. Allein schon, weil er durch sein vielseitiges Engagement auf so viele Menschen gewirkt hat.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><br>Es war ungemein wichtig, dass Manny Müller als HIV-positiver Mann im Gesundheitswesen an die Öffentlichkeit gegangen ist – das gibt es bis heute kaum.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

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      </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Es kommt immer wieder vor, dass in den unterschiedlichsten Arbeitskreisen plötzlich sein Name fällt, dass man sich an ein Video von ihm erinnert, an eine bestimmte Botschaft, die er darin vermittelt hat. Manny, dem Botschafter, begegne ich in meiner Arbeit auch selbst immer wieder. Es war ungemein wichtig, dass Manny, ein HIV-positiver Mann im Gesundheitswesen, an die Öffentlichkeit gegangen ist und zeigte, wie er damit umgegangen ist. Das nutzen auch heute noch viele Menschen im Selbsthilfe- und Aidshilfekontext in ihrer Arbeit.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Das </strong><strong>heißt,</strong><strong> seine </strong><strong>einstige</strong><strong> Präsenz in </strong><strong>Kampagnen</strong><strong> und Medien</strong><strong> ist auch heute noch wertvoll.</strong><strong> Ist durch seinen Tod </strong><strong>dadurch </strong><strong>auch eine Lücke </strong><strong>entstanden</strong><strong>?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Es gibt in der Tat kaum Menschen, die beruflich im Gesundheitsbereich tätig sind und die mit ihrer HIV-Infektion an die Öffentlichkeit gehen, zumindest fällt mir auf Anhieb niemand ein. Es gibt unter Menschen mit HIV, die im Gesundheitswesen arbeiten, immer noch eine riesige Angst, dass Arbeitgebende dies erfahren könnten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das weiß ich&nbsp;aus eigener Erfahrung, etwa wenn solche Personen die Online-Beratung kontaktieren oder sich an das Buddy-Projekt wenden. Daher war Manny etwas Besonderes, hat vielen Menschen Mut gemacht und die Angst genommen. Davon haben mir etwa im Rahmen meiner Arbeit in der Aidshilfe Aachen Menschen berichtet, die in Kliniken arbeiten. Mannys Erfahrungen haben ihnen gezeigt, dass es Menschen gibt, die ihre HIV-Infektion nicht verheimlichen und dass es Arbeitgebende und Kolleg*innen auch im Gesundheitswesen gibt, die damit gut umgehen können.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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					<wfw:commentRss>https://magazin.hiv/magazin/manfred-manny-mueller/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Gedenken an Ute Krackow</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/gedenken-an-ute-krackow/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/gedenken-an-ute-krackow/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Annette Fink]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2023 15:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Szene & Community]]></category>
		<category><![CDATA[Aidshilfe Kiel]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenken]]></category>
		<category><![CDATA[Ute Krackow]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1555338</guid>

					<description><![CDATA[Am 11. Dezember 2023 ist Ute Krackow, die Geschäftsführerin der Aidshilfe Schleswig-Holstein, völlig überraschend im Alter von 61 Jahren verstorben. Wir erinnern mit einem Gedenkbuch an sie.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Sie wurde jäh aus dem Leben gerissen: Am 11. Dezember 2023 ist Ute Krackow, die Geschäftsführerin der Aidshilfe Schleswig-Holstein, völlig überraschend im Alter von 61 Jahren verstorben. </strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mehr als 30 Jahre war sie Motor und Stützpfeiler – in der Aidshilfe Kiel, im Landesverband und auf Bundesebene, wo sie uns in unzähligen Projekten und Arbeitskreisen begleitet hat.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ob in der Kommission Projekte und Finanzen, in der bundesweiten Onlineberatung oder in unserer Antidiskriminierungsarbeit: Wir konnten uns immer auf diese zugewandte, kompetente, kluge und bestens vernetzte Kollegin verlassen. Sie fehlt, aber das, was sie aufgebaut hat, lebt weiter – zum Beispiel im <a href="https://www.aidshilfe.de/schleswig-holstein-sieht-aufs-ganze" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Checkmobil</a>, das sie maßgeblich auf den Weg gebracht hat.</p>

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<p><strong><em>Wer Bilder (nur mit Einverständnis der abgebildeten Person/en und Fotograf*innen-Angaben), Zitate von Ute Krackow oder andere Erinnerungen teilen möchte, kann sich gerne an die Redaktion wenden (redaktion@dah.aidshilfe.de)</em>.</strong></p>

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<p><strong>Angela, Uschi, Andreas, Hildegard, Louisa, Sylvia, Lutz, Björn, Lothar, Sabine und Hanne</strong></p>

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<p>Die Aidshilfe Kiel und die Aidshilfe Schleswig-Holstein betrauern einen großen Verlust. Ute Krackow ist unerwartet und plötzlich am 11.12.2023 von uns gegangen. Ute war fachlich sowie menschlich eine Institution und ein Juwel.</p>

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<p>„Ein Mensch, der uns und dem Land fehlen wird.“</p>

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<p>Sie war dreißig Jahre lang für die Aidshilfe und für alles, wofür diese steht, tätig, und hat auch nach dieser langen Zeit ihr Feuer und ihre Motivation für die Sache nie verloren.</p>

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<p>Sie berührte und begleitete viele Menschen: Kolleg:innen, Aktivist:innen und HIV-positive Menschen. Viele waren mit ihr verbunden, und es wird nicht möglich sein, das Loch, das entstanden ist, zu füllen. Ute glänzte mit Ideenreichtum und Freundlichkeit, mit Hartnäckigkeit und einem warmen Herzen, mit einem offenen Ohr und mit Zurückhaltung. Sie war lieber in der zweiten Reihe, obwohl ihre Arbeit stets in der ersten Reihe zu Hause war.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unzählige Ideen, Konzepte und Projekte hat sie im Laufe ihrer Arbeit bei der Aidshilfe geschrieben und umgesetzt. Ein leuchtendes Beispiel ist die Poster-Kampagne „Kein-Aids-für-alle“, in welcher Ute mit Ideenreichtum und Schubkraft tatkräftig mitwirkte. Vor allem ihr Engagement, wenn es um die Bekämpfung der Diskriminierung von Menschen mit HIV ging, entfachte ihre Leidenschaft und ihren Kampfgeist. Sie schreckte in diesem Punkt vor nichts zurück und schrieb, wenn der Bedarf da war, Krankenhausleitungen und vermutlich auch Präsident:innen an. Nie war sie müde,&nbsp;um einen Missstand zu melden und wenn möglich zu verändern. Positive Menschen zu begleiten und für die Rechte aller einzustehen, war ihr ein großes Anliegen. Aber auch Menschen, die niemand sieht und auf dem Schirm hat, waren auf ihrem Radar. So hat sie bereits mehrere Jahre in den Kieler Drogen- und Suchthilfen regelmäßige Beratungs- und Testangebote gemacht und wertvolle Kooperationen mit Fachkräften und Ärzten in Kiel und Schleswig-Holstein geschlossen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Viele Jahre war sie bei der Aidshilfe Kiel tätig und wechselte vor drei Jahren zum Landesverband Schleswig-Holstein, wo sie die erste hauptamtliche Mitarbeiterin wurde. Viele Kooperationen und Verbindungen stammen aus ihrer langen Zeit bei der Aidshilfe Kiel, und auch hier sind ihre Kontakte nie nur auf Kiel beschränkt gewesen. Ihr Fokus ging schon immer über die Grenzen hinaus, wodurch die Stelle im Landesverband wie für sie geschaffen war.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ihre Aufgaben waren vielfältig und zahlreich. Eine der wichtigsten Aufgaben im Landesverband ist die flächendeckende Versorgung in Schleswig-Holstein. Hier entstand die Idee beim Kaffee, dass ein mobiles Projekt gebraucht wird. Um Beratung und Testung für HIV und Hepatitis C im ganzen Land, vor allem für die Menschen anzubieten, die nicht erreicht werden. Angelehnt an der von ihren gelebten Kooperationen mit den Drogen- und Suchthilfen und Kontaktläden in Kiel konzipierte sie ein mobiles Angebot und stellte dies beim Ministerium vor. Hier konnte sie bei der Erstellung des Konzepts auf bestehende Verbindungen zählen und sich Rat holen.</p>

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<p>Sie konnte mit dem so erarbeiteten Konzept dem damals amtierenden Minister überzeugen und schaffte es, ein großartiges und bislang in der Bundesrepublik einzigartiges Projekt auf die Beine zu stellen.</p>

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<p>Ute war ein Mensch, der sich die Anerkennung nicht von anderen holte und intrinsisch stets motiviert war. Dennoch erfüllt es uns mit großer Freude, dass sie für dieses große Projekt die Anerkennung auch von außen bekommen hat. Wenige Tage vor dem 11.12.2023 durfte Ute das Jahresresümee des Check-Mobils der amtierenden&nbsp;Gesundheitsministerin und Schirmherrin vorstellen und wurde hoch gelobt. Ihr Konzept ist umgesetzt worden und&nbsp;zeigt Erfolge. Die Menschen, für die sie dieses Konzept erstellt hat, werden erreicht.</p>

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<p>Ute Krackow hat aus einer Kaffee-Idee ein Leuchtturmprojekt in der Bundesrepublik gemacht.</p>

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<p>Trotz all dieser Worte über Ute sind wir sprachlos über ihren Tod und hoffen, dass sie uns als Stern weiter den Weg weist. Wir werden sie vermissen!</p>

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<p><strong>Louisa Glaum, Aidshilfe Schleswig-Holstein</strong></p>

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<p>Ich habe ein Geschenk bekommen, ich durfte Ute kennenlernen und ein Jahr lang an ihrer Seite im Landesverband arbeiten. Sie schenkte mir ihre Freundschaft, ihre berufliche Kompetenz und ihre Weisheit. Am 01.10.2022 trat ich meine neue Stelle im Landesverband Schleswig-Holstein an und hatte seitdem Ute als Kollegin an meiner Seite. Selten habe ich einen Menschen kennengelernt, der freundlicher und ehrlicher ist und kein Ego hat. Ute dachte und handelte stets&nbsp;im Sinne der Sache und für sie war es keine Bürde, auch am Wochenende eine E-Mail zu lesen. Durch ihre Erfahrung fand sie stets Wege und Möglichkeiten, um mit schwierigen Situationen umzugehen. Gab es Unstimmigkeiten, wurden diese besprochen und aus dem Weg geschafft. Wollte ich meine Vorhaben und Pläne durchsprechen, lieh sie mir ihr offenes Ohr und gab mir wertvolle Tipps und Einschätzungen.</p>

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<p>Seit dem 11.12.2023 habe ich mich oft gefragt, was das Richtige ist, was wir tun sollten. Der Mensch, den ich normalerweise in dieser Situation um Rat fragen würde und mir weiterhilft, ist nicht mehr da. Gefühlt habe ich nicht nur eine Kollegin verloren, ich habe mehr verloren.</p>

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<p>Obwohl ich Ute nur etwas länger als ein Jahr kannte, war es ein reiches und gefülltes Jahr. Wir durften gemeinsam durch Deutschland fahren und auf unterschiedlichsten Events gemeinsam „working-dinners“ genießen, Vorträge halten, Netzwerke aufbauen und Interviews geben. Und auch für die gegenseitige Seelenpflege war sie immer zu haben. Ob es ein Auslüften bei der Gassi-Runde war, beim Kaffeetrinken auf ihrer Terrasse oder beim Döneressen, Ute war für einen gemeinsamen Austausch immer zu haben.</p>

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<p>Wenn ich mal zweifelte, baute Ute mich wieder auf und motivierte mich stets, meinen Stärken zu folgen und meine Ideen umzusetzen. Wenn ich ihre Einschätzungen nicht teilte oder verstand, erklärte sie mir die Gründe mit Geduld und Wohlwollen. All diese Dinge und vor allem Ute als Person waren wie ein Geschenk für mich, was ich für immer in meinem Herzen tragen werde.</p>

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<p>Dass sie nicht mehr da ist, kann man nicht in Worte fassen, denn es ist unfassbar. Stolz darf ich sagen, dass ich mit Ute die beste Kollegin der Welt bekommen habe!</p>

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<p>Gemäß ihrer eigenen Notiz und unserer Vergangenheit freue ich mich, sie dort wiederzutreffen, wo es kein richtig und kein falsch gibt.</p>

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<p><strong>Sven Warminsky, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt und Mitglied im Vorstand der Deutschen Aidshilfe</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>es ist wie in Romanen beschrieben: nun sitze ich vor einem weißen Blatt Papier, und es fällt mir schwer, meine Gedanken und Gefühle zu sortieren. Es fühlt sich plötzlich so leer an. Eben wie dieses Blatt Papier.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ohne Vorwarnung hast du dich einfach aus dem Staub gemacht. Nichts, aber auch absolut nichts deutete beim letzten Mal, als wir uns gesehen haben, darauf hin, dass deine Zeit nur noch eine sehr überschaubare ist. Hätte ich das gewusst, wäre meine Abschiedsumarmung noch viel intensiver und länger ausgefallen, als sie es eh schon war.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Schmerz, den du in meinem Herzen jetzt zurücklässt, erinnert mich daran, dass es da schon mal einen anderen Menschen gab, dessen Verlust mich zutiefst berührte und mich fassungslos, wenn auch nicht ohne Erwartung, zurückließ. Das war bei Gabi. Ihr wart euch beide ähnlicher, als du es vielleicht gesehen hast. Jedenfalls habe ich das in dir gesehen. Eben eine wunderbare Frau.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich schaue jetzt zurück und bin dankbar. Dankbar dafür, dass ich mit dir arbeiten, lachen, lästern, Angst haben, mich freuen und rumalbern konnte. Dankbar dafür, dass du mir immer deine Faust in meine Schulter drücktest, wenn ich zu albern war oder Scherze gemacht habe, die nicht gesellschaftsfähig waren. Du sollst wissen, dass dein Leben, so unbedeutend du es für dich selbst interpretiert hast, ein ganz großartiges, bedeutendes und beeindruckendes war. Du hast jetzt eine Lücke im echten Norden hinterlassen, die nicht so einfach zu schließen sein wird. Dein Engagement, dein Wissen, dein Anpacken, deine Empathie, dein Lachen&#8230; all das wird enorm fehlen. Du warst Aidshilfe!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Jetzt drücke ich den Plüschaffen, den du mir geschickt hast, als ich so schwer an Covid erkrankt war und im Krankenhaus lag, fest mit meinem Arm. Seit meiner Entlassung sitzt er auf meiner Couch. Er wird mich mehr als je zuvor immer an dich erinnern. Auch meinen ersten Ralf-König-Comic hast du mir damals geschickt, weil du es nicht glauben konntest, dass ich als schwuler Mann so was nicht in meinem Bücherregal habe. Weißt du noch? Fassungslos hast du mit dem Kopf geschüttelt, als ich es dir erzählte. Und umso mehr habe ich mich gefreut, als die Post damals das Paket mit Affe und Buch brachte.&nbsp;</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich kann dir jetzt nur noch eine gute Reise und deinen Lieben alle Kraft der Welt wünschen.&nbsp;</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dein dich jetzt ganz fest drückender</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sven</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Winfried Holz, Mitglied im Vorstand der Deutschen Aidshilfe</strong></p>

              </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ute Krackow &#8211; als Name, als engagierte Mitstreiterin über die ganze Zeit&nbsp;präsent, in der&nbsp;ich im&nbsp;Vorstand der DAH mitarbeiten darf. Über lange Jahre &#8222;nur&#8220;&nbsp;ein liebenswerte&nbsp;Frau mit Ecken und Kanten&nbsp;aus dem hohen Norden der Republik, die ich gelegentlich traf. Über ein Projekt, das Teil ihres Vermächtnisses ist, durfte ich schließlich doch noch Utes Engagement und ihren Einsatz intensiver und aus der Nähe&nbsp;erleben. Daher&nbsp;möchte ich hier an das Checkmobil&nbsp;erinnern, das Projekt für die mobile Beratung und Testung&nbsp;der Aidshilfe Schleswig-Holstein. Eine Schnapsidee aus einer Kaffeelaune heraus &#8211; so hat Ute es einmal selbst beschrieben &#8211; ist zu einem Leuchtturm für die flächendeckende Versorgung geworden. Wer das Checkmobil kennenlernen und Ute noch einmal sehen möchte:&nbsp;<a href="https://aidshilfe-sh.de/de/checkmobil">https://aidshilfe-sh.de/de/checkmobil</a></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Danke Ute, du bleibst in unseren Herzen und dein Einsatz bleibt unvergessen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Anna Struve, Aidshilfe Neumünster</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Als ich 1991 anfing, ehrenamtlich in der Aidshilfe Kiel zu arbeiten, war Ute bereits seit einem Jahr dabei, ebenfalls ehrenamtlich. Es dauerte dann nicht mehr lange, bis sie ihre hauptamtliche Tätigkeit dort aufnahm. 1994 wurden wir Kolleginnen, als ich anfing, in der Aidshilfe Neumünster hauptamtlich zu arbeiten. Wir haben also mehr als 30 Jahre zusammen gearbeitet, teilweise sehr eng. All die Jahre hat Ute mich beeindruckt mit ihrer unfassbaren Ausdauer und Kompetenz, ihrer nicht nachlassenden Energie und ihrem unbedingten Willen zur Veränderung und Verbesserung der Situation der Menschen, die mit HIV leben. Ihr Gedächtnis war phänomenal. Fragte man sie: „Ute, wie war das noch vor zwanzig Jahren mit dieser oder jener Förderrichtlinie?“ oder „In welchem Jahr wollte uns die Verwaltung des Landes die Arbeit mit den Klient*innen verbieten?“, kam die Antwort meist wie aus der Pistole geschossen. Und dann war da noch dieser ausgeprägte Sinn für Gerechtigkeit und ihre ganz klare Haltung in politischen und ethischen Fragen. Mit all diesen Eigenschaften hat sie die Arbeit im Bereich HIV/Aids nicht nur in Kiel geprägt und maßgeblich mitgestaltet, sondern in ganz Schleswig-Holstein und bereits weit vor ihrem Wechsel zum Landesverband SH auch bundesweit. Ohne Ute gäbe es unser Testmobil nicht: Sie hat das Konzept geschrieben, sie hat maßgeblich die politische Überzeugungsarbeit im Ministerium geleistet, Sponsoren gesucht und gefunden, für die Umsetzung der grauen Theorie in die lebendige Praxis gesorgt.</p>

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<p>Für mich war Ute die Kapitänin auf dem Schiff „Aidshilfe Schleswig-Holstein“. Sie stand auf der Brücke, achtete darauf, dass das Schiff nicht vom Kurs abkam, achtete auf die Mannschaft wie auch auf die „Ladung“, also unsere inhaltliche Arbeit. Jetzt ist unsere Kapitänin von Bord gegangen, unfreiwillig und zur absoluten Unzeit &#8211; segelt unser Schiff doch auf ziemlich stürmische See zu. Ich hab keinen blassen Schimmer, wer in Utes riesengroße Fußstapfen treten soll. Mit ihren Erinnerungen an die letzten Jahrzehnte geht uns ein unermesslicher Fundus verloren. Abgesehen davon, dass ich nicht annähernd begreifen kann, dass meine dienstälteste Kollegin und kritische Verbündete nicht mehr da ist, fühle ich mich regelrecht orientierungslos. Ich schaue die vielen Fotos an, die es von Ute zum Beispiel auf instagram gibt, und kapiere es schlicht nicht; da hat sich jemand geirrt, das ist ein ganz dämlicher Fehler im System. Aber einer, den niemand rückgängig machen kann…</p>

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<p>Fassungslos, Anna </p>

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<p><strong>Ulf Kristal, Mitglied im Vorstand der Deutschen Aidshilfe</strong></p>

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<p>Ein Stern im Norden, nicht laut, aber beständig leuchtend war Ute Krackow für mich. Kennengelernt habe ich Ute auf den Mitgliederversammlungen der DAH als Teil der Gruppe aus Schleswig-Holstein als eine Person, die sich selbst nie in den Vordergrund stellte und nie versuchte, mit den „Lauten“ mitzuhalten. Was mir als erstes auffiel, war ihr herzliches Lachen. Um so überraschter war ich, dass diese Person, die ich eher im Hintergrund wahrgenommen hatte, erste hauptamtliche Mitarbeiterin und damit Hauptansprechpartnerin des neugegründeten Landesverbands Aidshilfe Schleswig-Holstein wurde. Von da an wurden die Kontakte, auch über die Kommission Projekte und Finanzen der DAH, häufiger, und ich konnte Ute näher kennenlernen. Ich erlebte sie als Person, die sich nie in den Mittelpunkt drängte, aber immer die richtigen Fragen stellte und bereit war, kritisch und hartnäckig zu diskutieren. Das immer mit der Motivation, Dinge zu bewegen und im Sinne einer Lösung voranzubringen. Zu den wohl wichtigsten Projekten, die sie im wahrsten Sinn des Wortes auf die Straße gebracht hat, zählt das Checkmobil, der mobile Checkpoint für Schleswig-Holstein. Unvergessen ist das Leuchten in ihren Augen und die Begeisterung, als Ute das Checkmobil in diesem Jahr auf dem DÖAK in Bonn vorstellte. Ihre Arbeit war ihr eine Herzensangelegenheit, das konnte jede Person in ihrem Umfeld spüren. Und Spaß durfte es auch machen. Da war es dann da, ihr herzliches Lachen, das mir als erstes aufgefallen war.</p>

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<p>Liebe Ute, Dein kluger Rat, Dein Lachen und das Leuchten in Deinen Augen sind das, was unvergessen bleibt. Ein Stern im Norden.</p>

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<p><strong>Hildegard Welbers </strong></p>

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<p>Liebe Ute !<br>Am Montag entstand eine große, dauerhafte Lücke durch deinen plötzlichen Tod.<br>Am Samstag erlebten wir noch mit dir zusammen einen tollen, beeindruckenden Workshop in der Aidshilfe Neumünster.<br>Unsere langjährige Freundschaft war geprägt durch deine Unterstützung, Empathie und dein Interesse.<br>Wir hatten denselben „schrägen“ Humor, ohne ging es nicht!<br>Du hast mir oft Mut gemacht, und ich fühlte mich in deiner Nähe wohl und vertraut.<br>Ich kann überhaupt nicht erkennen, wie es ohne dich weitergehen soll und kann !<br>Es wird dauern.<br>Deine Hildegard</p>

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<p><strong>Björn Beck</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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<p>ich schrieb dir am Montag noch eine Mail und wollte am liebsten persönlich mit dir sprechen. In Berlin vor ein paar Wochen kamen mir bei unserer Umarmung wegen meines Abschieds aus der Aidshilfe die Tränen, und wir wollten später reden. Und schon sind die Tränen zurück und wieder tut der Abschied so weh.</p>

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<p>Ich weiß gar nicht mehr genau, wann wir uns kennengelernt haben. Du bist ein Mensch, der einen irgendwie sofort berühren, Vertrauen und Geborgenheit schaffen konnte. So fühlt es sich an, als würden wir uns ewig kennen. Einige Jahre war ich häufig auch privat in Kiel, dann holte ich bei Fiedler etwas Torte und kam zu dir ins Büro. Mit deinem strahlenden Lachen und dieser unendlichen Herzlichkeit habe ich dich sehr ins Herz geschlossen und ich verspreche dir, bei jeder Gelegenheit Fiedler-Torte für dich für mitzuessen und mir deine strahlende Herzlichkeit zum Vorbild zu nehmen.</p>

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<p><strong>Dirk Schäffer, Referent für Drogen und Haft der Deutschen Aidshilfe</strong></p>

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<p>Ich erinnerte mich sofort an unsere Kooperation für Utes Busprojekt, als ich von ihrem Tod vor wenigen Tagen hörte. Utes Tod wird eine große Lücke für unseren Verband hinterlassen. Wir haben eine engagierte und stets freundliche Kollegin verloren. Aber es wird viel bleiben, in Schleswig-Holstein und und im gesamten Bundesgebiet. Ich werde meine Arbeit auch in deinem Sinne fortführen.</p>

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<p>Liebe Grüße</p>

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<p>Dirk</p>

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<p><strong><a href="http://reiner-behrens.de/">Reiner Behrens</a></strong></p>

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<p>Ute leuchtete von innen. Dieses Leuchten trat heraus und machte einen Spaziergang, wenn sie lachte.<br>Herzlichen Gruß von Reiner</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Jessica Daschkeit, Geschäftsführung der AIDS-Hilfe Weimar und Ostthüringen</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>sich mit dir zu unterhalten, war immer ein inneres Kuchenessen. Du warst ein unglaublich strahlender und warmherziger Mensch und ich werde dich sehr, sehr vermissen! Dein herzliches Lachen wird mir noch lange im Ohr bleiben.</p>

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<p>Ich umarme dich in Gedanken</p>

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<p>Jessica</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Manuel Izdebski, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Unna</strong></p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Was für eine schreckliche Nachricht! Ute war eine lebensfrohe und herzliche Frau, die für jede*n ein gutes Wort übrig hatte. Ich habe immer ihre fachliche Expertise geschätzt und ihren Pragmatismus, den sie im Einsatz für unsere Anliegen an den Tag legte. Was sie machte, das hatte Hand und Fuß. In Erinnerung wird mir auch ihr „norddeutscher Charme“ bleiben und ihre Gastlichkeit, wenn man beruflich im hohen Norden zu tun hatte.<br>Mit ihr verlieren wir eine Persönlichkeit, die die Arbeit unseres Verbandes geprägt hat. Wir werden sie alle sehr vermissen!<br>Aus dem Ruhrpott ein letztes Glückauf!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Uschi Hansen</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

              </div>
    </div>
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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In mir ist alles leer. Ich bin so traurig über deinen viel zu frühen Tod. Es ist, als wenn die Welt kurz aufgehört hat, sich zu drehen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Aber ich bin auch froh über die Stunden, die wir miteinander geteilt haben. Wir haben geschnackt, einen Kaff getrunken, gelacht und Pläne geschmiedet. Ich habe dich kennengelernt, wie du vor über 30 Jahren in der AIDS-Hilfe angefangen hast &#8211; mit zusammengesuchten Möbeln, kaum Netzwerkstrukturen, immer auf der Suche nach finanziellen Zuwendungen, aber mit viel Enthusiasmus und Ideen, die Situation zu verändern. Dass die AIDS-Hilfe Kiel heute stabil im sozialen Netz der Stadt und auch im Land steht, ist zu einem ganz großen Teil dir zu verdanken.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Durch meine berufliche Veränderung haben sich unsere beruflichen Wege getrennt, aber privat gab es immer mal wieder einen gemeinsamen Schwatz. In den letzten 3 Jahren hat sich dann unsere Zusammenarbeit wieder intensiviert.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich danke dir für die vielen gemeinsamen Gespräche, für deinen Ideenreichtum und für deinen Optimismus. Probleme bist du pragmatisch angegangen und dann wurde auch eine Lösung gefunden.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich bin traurig und mein tiefes Mitgefühl gilt deiner Familie</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Uschi Hansen</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Carlo Kantwerk, Deutsche Aidshilfe</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,<br>ich bin sehr traurig über deinen Tod und freue mich gleichzeitig, dich kennengelernt zu haben. Deine wertschätzende und liebenswürdige Art habe ich immer sehr geschätzt und gern mit dir zusammengearbeitet. Ich werde dich vermissen.<br><br>Liebste Grüße</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Carlo</p>

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<p><strong>Birthe Kruska, Drogenhilfe Kiel</strong></p>

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<p>Ute hinterlässt eine große Lücke in Kiel. Abgesehen von ihrem Engagement hatte sie so viel Witz und Freude für ihre und an ihrer Arbeit und so viel Herz für die Menschen. Sie brachte echte Parteilichkeit und Empathie mit – etwas, das heute oft fehlt. Danke für alle Gedenktage #21juli, die wir zusammen gestaltet und erlebt haben. Danke für jeden fachlichen und menschlichen Austausch.</p>

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<p>Mein tiefes Mitgefühl für deine Angehörigen.Ich selbst bin immer noch erschüttert. Gute Reise Ute Krackow und Danke für Alles.</p>

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<p><strong>Sabine Bock</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>ich kann es immer noch nicht glauben und mir fehlen die Worte, obwohl ich ein Buch über dich und unsere gemeinsamen Erlebnisse schreiben könnte. Eigentlich wollten wir das zusammen machen. Du warst über 30 Jahre als Kollegin und Freundin an meiner Seite. Wir haben&nbsp; traurige, aber sehr viele schöne Stunden miteinander geteilt. Das Leben wird anders werden, denn es ändert sich mit dem, der neben einem steht, aber auch mit dem, der neben einem fehlt.</p>

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<p>Du fehlst!!! Mehr kann ich jetzt leider nicht schreiben, du wirst wissen wie es in mir aussieht.&nbsp;</p>

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<p>Gute Reise und tanze auf dem Regenbogen</p>

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<p>Bine&nbsp;</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Frank Kreutzer, Geschäftsführer der Aidshilfe Saar</strong> </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>obwohl wir beide schon sehr lange in Aidshilfen engagiert waren, haben wir uns erst Ende 2018 näher kennengelernt, als du zum ersten Mal für Schleswig-Holstein am Ländertreffen teilgenommen hast. Trotzdem habe ich das Gefühl, wir würden uns schon viel, viel länger kennen. Wir haben uns dann regelmäßig auch bei anderen DAH-Veranstaltungen getroffen und waren zusammen in der Kommission Projekte und Finanzen. Das letzte Mal sahen wir uns im Oktober beim Jubiläum, dem Fachtag und der Mitgliederversammlung in Berlin und haben dort viel Zeit miteinander verbracht. Beim Abschied haben wir uns, da ich am Ländertreffen im November nicht teilnehmen konnte, schon alles Gute für das kommende Jahr gewünscht und uns darauf gefreut, uns wiederzusehen. Nun ist leider alles anders gekommen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unabhängig davon, dass du in Aidshilfen so vieles bewegt und erreicht hast, warst du vor allem eines: ein wunderbarer Mensch. Immer empathisch, authentisch, humorvoll, optimistisch, absolut liebenswert und bescheiden. Von den vielen tollen Menschen, die ich im Laufe der Jahre in Aidshilfen kennenlernen durfte, hast du eindeutig zu meinen Lieblingsmenschen gehört. Ich habe mich immer sehr gefreut, dich wieder persönlich zu treffen und bin dankbar, dass ich mit dir zusammenarbeiten durfte. Dankbar vor allen auch für die schönen Stunden und Abende am Rande der Treffen, für die persönlichen Gespräche, das gemeinsame Ärgern über all das, was uns im Job und im Alltag immer wieder mal nervte und für das viele Lachen.</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Nachricht von deinem plötzlichen Tod hat mich zutiefst erschüttert und macht mich fassungslos. Du hast tiefe Spuren hinterlassen und du wirst fehlen. Du wirst mir unvergessen bleiben.</p>

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<p>Frank</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Willehad Rensmann, Geschäftsführer der aidshilfe dortmund</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich kannte Ute „nur“ aus einer Reihe von Veranstaltungen, Terminen und gemeinsamen Gesprächen – und dennoch hat sie mich nachdrücklich beeindruckt: Selten bin ich Menschen begegnet, die wie sie ein so hohes Maß an Fachlichkeit und Engagement aufwiesen, und die gleichzeitig so extrem angenehm und empathisch im Miteinander waren, so zurückgenommen und gleichzeitig brennend für die Sache,&nbsp; so vorangehend und gleichzeitig so uneitel. Liebe Ute, vielen Dank!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Kerstin Mörsch, Deutsche Aidshilfe</strong></p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wenn Ute dabei war, konnte es nicht mehr schiefgehen. Sie hat unsere Diskussionen im Facharbeitskreis Antidiskriminierungsarbeit und in vielen andern Arbeitszusammenhängen mit Klugheit, praktischen Sachverstand, Humor und dem nötigen Schalck im Nacken bereichert. Sie war immer ganz und gar da, mit offenem Ohr und vollem Herzen. Ich werde sie sehr vermissen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Silke Eggers, Deutsche Aidshilfe</strong></p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute, </p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>bevor ich länger versuche, in Worte zu fassen, wofür es keine guten gibt, tue ich das, was mir als erstes in den Sinn gekommen ist: Ich sage DANKE! Danke, dass ich dich über so viele Jahre kennen durfte und dass wir uns über so lange Zeit immer wieder mit ganz unterschiedlichen Themen, bei ganz unterschiedlichen Projekten und Treffen begegnen durften.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mit dir konnte ich immer so wunderbar kreative Lösungen entwickeln und pragmatisch angehen. Immer wieder haben wir gemeinsam überlegt, wie wir „da was tun können“.</p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Für mich warst du immer ein Allroundtalent.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Rechtskolleg, #positivarbeiten, Let’s talk about Sex… Bei so vielen Projekten warst du mir immer ein wichtiger Anlaufpunkt, eine kritische und kreative Begleiterin mit so vielen guten Ideen. Und einen Grund zum gemeinsamen Lachen haben wir auch immer gefunden. DANKE!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du wirst mir fehlen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Silke</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Melanie Luczak, Aidshilfe Hagen</strong></p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>zum Glück gab es bis jetzt nicht sehr viele erschütternde Nachrichten in meinem Leben, aber die über deinen plötzlichen Tod ging ganz tief. Es war zwei Stunden vor unserer alljährlichen Weihnachtsfeier in unserer Aidshilfe, und ich wäre am liebsten nach Hause gefahren, um einfach nur zu weinen und um an dich zu denken.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Du warst so ein strahlender Mensch. So lebenslustig und warmherzig, wie man ihn selten trifft im Leben. Ich hatte das große Glück, dich 2006 kennenzulernen und dich (fast) jedes Jahr bei den Treffen der Online-Berater*innen zu sehen. Mit dir spazieren zu gehen, ein Bierchen zu trinken und über Gott und die Welt zu schnacken, dass war einfach wunderbar. Es gibt einen Abend mit dir bei besagtem jährlichen Treffen im Jahr 2010, den ich niemals vergessen werde. Du wüsstest genau welchen ich meine. Es war, als würden wir uns schon immer so gut kennen und als wären wir beste Freundinnen. Seit diesem Abend warst du in meinem Herzen verankert, und es war eine Freude, zwischen den Berater*innen-Treffen mit dir zu schreiben. Als du dich in diesem Jahr aus der Online-Beratung verabschiedet hast, haben wir uns fest gedrückt und waren überzeugt uns irgendwann, irgendwie wiederzusehen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das „Irgendwann“ wird es jetzt nicht mehr geben. Du wirst mir unendlich fehlen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Deine Melli</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Sylvia Brillat</strong><br><br>Meine Gedanken enden in einer Leere die unbeschreiblich ist.<br>Liebe Ute,<br>ich bin dir unendlich dankbar für die vielen gemeinsamen, unvergesslichen Momente die ich mit dir erleben durfte.<br>Unser Freundschaft war etwas ganz besonderes.<br>Es war unkompliziert, ehrlich, authentisch, bereichernd, kreativ und auch oft lustig mit dir.<br>Unwiederbringlich deine Art, Dinge/Probleme zu analysieren, einen Weg zu finden und damit umzugehen.<br>Unsere ganzen Projekte, die wir verwirklicht haben, all das werde ich vermissen.<br>Danke, dass ich dich ein Stück auf deinem Weges begleiten durfte!<br>Du fehlst mir so sehr!<br> </p>

              </div>
    </div>
  </div>
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          </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Sonja Steinbach, Der Paritätische Schleswig-Holstein</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Was ist wichtiger?“ fragte der große Panda, „der Weg oder das Ziel?“<br>„Die Weggefährten“, sagte der kleine Drache.<br>(James Norbury)</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute, <br>genau das warst Du für mich – und Du bleibst es – eine wichtige Weggefährtin.<br>In über 30 Jahren haben wir sehr viele traurige, ärgerliche, aber vor allem auch ganz tolle, schöne und nachhaltige Erfahrungen und Erlebnisse geteilt.<br>All das war und ist ein Teil meines Lebens, aus dem Du nicht wegzudenken bist. <br>Du warst meine wichtigste Mentorin und über die Zeit eine vertraute Freundin.<br>Ich bin immer noch fassungslos, und es wird dauern, bis ich den Verlust wirklich begreifen kann.<br>Tröstlich ist, dass viele Menschen von Dir lernen durften und so Deine Ideen, Deine Haltung und Dein Engagement weiterleben werden.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-separator block--align-left ">
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          </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Kerstin von der Decken, Gesundheitsministerin des Landes Schleswig-Holstein</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der plötzliche Tod von Ute Krackow hat mich sehr betroffen gemacht. Meine Gedanken und mein Mitgefühl gelten ihren Angehörigen und Weggefährtinnen und Weggefährten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Frau Krackow hat nicht nur über viele Jahre haupt- und ehrenamtlich eine herausragende Arbeit für die Aidshilfe Kiel und den Landesverband der Aidshilfen geleistet. Sie war für mein Haus in sämtlichen Fragen eine sehr wichtige Impulsgeberin und Kooperationspartnerin. Sie hat die Arbeit der Aidshilfen in den mehr als 30 Jahren ihres engagierten und kompetenten Wirkens maßgeblich geprägt und sich unermüdlich gegen Stigmatisierung und Diskriminierung eingesetzt. Dafür danke ich ihr!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Frau Krackow hat ihre Idee und das Konzept für das „Check-Mobil“, den bundesweit einmaligen Test- und Beratungsbus für drogengebrauchende und wohnungslose Menschen, an mein Haus herangetragen – gemeinsam haben wir ihr Herzensprojekt realisieren können.</p>

              </div>
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<p>Erst Ende November 2023 haben wir gemeinsam mit anderen Projektbeteiligten anlässlich des Weltaidstages eine Zwischenbilanz zum „Check-Mobil“ gezogen – diese war sehr positiv! Der Test- und Beratungsbus fährt nun weiter durch Schleswig-Holstein. Die Arbeit von Frau Krackow bleibt sichtbar und von großer Bedeutung.</p>

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<p><strong>Johannes Grill, Deutsche Aidshilfe</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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<p>kennengelernt haben wir uns vor über zwei Jahren über den Facharbeitskreis Antidiskriminierung und durch die Kommission für Projekte und Finanzen. Als ich vertretend in der Kontaktstelle für hiv-bedingte Diskriminierung gearbeitet habe, wusste ich, dass ich Dich stets um Deinen fachkundigen und ausführlichen Rat bitten konnte. Du hast mir einiges von deinem Wissen weitergegeben! In den Gesprächen, die wir im Rahmen diverser DAH-Veranstaltungen führten, ist mir besonders Deine uneitle und humorvoll-trockene Art in Erinnerung geblieben. Ich habe mich in Deiner Anwesenheit wohl gefühlt und hätte mich gefreut, noch viele weitere Fachtage und Co mit Dir zu erleben! <br>Du wirst mir fehlen.</p>

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<p>Dein Johannes</p>

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<p><strong>Sabine Frank, AIDS-Hilfe Potsdam</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>ich bin immer noch so fassungslos und traurig über deinen viel zu frühen Tod. Ich sehe deine Gesicht ganz deutlich, ich denke an dich und mir fallen so viele schöne Gespräche und Momente mit dir ein.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Kennengelernt habe ich dich vor vielen Jahren in München. Gemeinsam haben wir das Einführungsseminar in die HIV-Testung besucht. Eine aufregende Aufgabe damals, aber das war unser Start des Kennenlernens und vieler toller Gespräche. Zwei Frauen, Sozialarbeiterinnen, gleicher Jahrgang, mit ihrer Geschichte, du aus dem Westen und ich aus dem Osten. Da gab es viel zu erzählen…<br>Dann traf ich dich beim Ländertreffen wieder, und meine Freude war riesig. Ich habe dich für deinen Ideenreichtum immer sehr bewundert, du hast so viel angeschoben, dich für Menschen, die es nicht so leicht in dieser Welt haben, warmherzig, an das Gute glaubend, niemals die Hoffnung aufgebend, engagiert und eingesetzt.</p>

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<p>Du bist und wirst für mich immer ein ganz besonderer Mensch sein und ich danke dem Leben, dass wir uns kennenlernen durften. <br>Ich wünsche dir eine gute Reise und für deine Familie in dieser schweren Zeit, ganz viel Kraft und Zusammenhalt. <br>Du bist in meinem Herzen, fühle dich fest umarmt.</p>

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<p>Deine Sabine</p>

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<p><strong>Barbara Keunecke, Ministerium für Justiz und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ute<br>wahrhaftige Frau<br>Freundin und Kollegin<br>Aidshilfe in vernetzenden Gedanken<br>Gerechtigkeit und Antidiskriminierung – durch sie<br>Wissend, klug und fürsorglich<br>Und was nun?<br>Verlust spüren<br>Trauer</p>

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<p><strong>Elke Kreis, Braunschweiger AIDS-Hilfe</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>die Nachricht von deinem plötzlichen Tod hat mich zutiefst erschüttert und geschockt. Du warst über die vielen Jahre so eine wunderbare Kollegin. Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn wir uns auf dem Rechtskolleg getroffen haben oder wenn wir telefonierten. Du hattest noch so viele Pläne. Ich werde dich und dein wunderbares Lachen vermissen.</p>

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<p>Deine Elke</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Jutta Ulbrich</strong></p>

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<p>Liebe Ute Krackow,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>ich werde Ihre wunderbare Energie und Ihre Begeisterung für sinnvolle Projekte und konstruktives Vorwärts nie vergessen – einige dieser Projekte haben wir unterstützen dürfen und dies war uns immer eine große Freude und Antrieb in unserer Arbeit. Mit großer Betroffenheit und Anteilnahme habe ich von Ihrem plötzlichen Tod gehört – so sehr hätte ich es uns allen, aber vor allem Ihnen selbst so ganz, ganz anders gewünscht für die nächsten Jahrzehnte.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Machen Sie es gut, Ihre Kolleg*innen und Projektpartner werden Sie so sehr vermissen – aber Ihr Andenken und das Verändernde und Gute, das Sie für Menschen und mit Menschen geschaffen haben, das bleibt.</p>

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    </div>
  </div>
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<p>In Dankbarkeit</p>

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<p>Jutta Ulbrich</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Stefanie Thielebein</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>immer noch fassungslos versuche ich Worte zu finden.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir kennen uns seit über 30 Jahren. Kollegin, Freundin und Patentante von meinem Moritz. Ich weiß, dass Du jetzt bei ihm bist und das ist für mich ein kleiner Trost. Hätte ich es geahnt, dass unser kurzer Kontakt am 9.12. frühmorgens der letzte sein sollte, dann hätte ich dir gesagt, was für eine wunderbare Frau und Freundin du für mich bist.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich wünsche dir eine gute Reise mit dem Wissen, dass wir uns irgendwann wieder sehen. Deiner Familie wünsche ich viel Kraft in dieser schweren Zeit.</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Alles Liebe</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Steffi</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><br><br><strong>Hartmut Evermann, Aidshilfe Lübeck</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auch nach über drei Wochen fehlen mir immer noch die Worte. Ich kann es nicht fassen, vielleicht will ich es auch nicht. Die Leere. Die Versuche, das Unfassbare fassbar zu machen, vergebens. Trauer verbunden mit Sprachlosigkeit.</p>

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    </div>
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<p>Hartmut</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Team der Aidshilfe Lübeck für sexuelle Gesundheit e.V.</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,<br>eben warst du noch da und wir haben neue Pläne geschmiedet, nun bist du plötzlich fort.<br>Wir können es immer noch nicht ganz glauben und tun uns schwer, Abschied zu nehmen. Abschied von dir, die du immer da warst, immer zugehört hast, immer für die Aidshilfen in Schleswig-Holstein gekämpft hast, immer für die Anliegen positiver Menschen da warst, immer offen für neue Ideen warst, immer eine Verbündete warst.<br>Wir hatten noch so viel gemeinsam vor und wissen nicht, wie diese Lücke gefüllt werden kann.Wir <br>werden dich als Freundin, Kämpferin, Kollegin und liebevollen Menschen nicht vergessen und dir ein Andenken bewahren.<br>Unsere Gedanken sind auch bei deiner Familie und bei deinen engsten Freund*innen und Kolleg*innen.</p>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sarah Salvator, Till Werner, Harald Krüchten-Werner<br>Vorstand der Aidshilfe Lübeck für sexuelle Gesundheit e.V.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Hartmut Evermann, Gabi Jonkisch, Katjana Zunft, Massimo Girolmetti<br>Mitarbeiter*innen der Aidshilfe Lübeck für sexuelle Gesundheit e. V.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Luca Siemens, Göttinger Aidshilfe</strong></p>

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  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>wir haben uns vor einigen Jahren beim Berater:innentreffen der Online-Beratung kennengelernt. Von Nordkind zu Nordkind hast du mir direkt das Gefühl gegeben, nicht fremd, sondern Teil der Gruppe zu sein.<br>Deine bestimmte, einfühlsame Art hat mich immer beeindruckt, in der Beratung wie auch ganz persönlich. DANKE für alles, was du geleistet hast, auch wenn ich nur einen Bruchteil davon persönlich kennengelernt und erlebt habe.</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich hoffe, dass du, wo auch immer du jetzt bist, die Füße im Sand, das Salzwasser um die Knöchel, den Wind in den Haaren und das Möwengeschrei im Ohr hast. Und ganz sicher ein paar Hundehaare irgendwo!</p>

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    </div>
  </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Günther Frank</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>niemals hätte ich gedacht, nachdem wir uns Ende Juni 2022 zuletzt im Rahmen einer Sitzung im Ministerium in Kiel beim Mittagessen zu zweit länger unterhalten haben, dass das das letzte Zusammensein mit dir sein würde. Ich bin froh, dieses Gespräch mit dir gehabt zu haben und sehr traurig, dass es das jetzt endgültig gewesen sein wird mit dem gemeinsamen Sprechen. Sehr dankbar bin ich als Mitarbeitender des Stormarner Gesundheitsamtes seit 1987 (derzeit in der Freistellungsphase der Altersteilzeit) dass wir mit dir und den AIDS-Hilfen über Jahrzehnte gemeinsam einen emanzipativen, rationalen Umgang mit HIV und später dann auch den STI erkämpfen konnten. Deine Verdienste dabei kann ich gar nicht genug würdigen und danke dir für die lange Kooperation in vielen Projekten und Arbeitszusammenhängen. Wie schade dass du die Pläne, welche du sicher noch hattest, jetzt nicht mehr wirst umsetzen können. Es ist sehr bedrückend und schrecklich.<br>Bye,<br>Günther</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p><strong>Tschajk Freiberg</strong></p>

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<p>Liebe Ute!</p>

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<p>Ich kann gar nicht genau sagen, weshalb ich heute den Suchbegriff AIDS-Hilfe Kiel eingegeben habe – das hatte ich seit Ewigkeiten nicht getan. Nur so ein seltsames „Da stimmt irgendetwas nicht …“-Gefühl. Dann zu lesen, daß Du gestorben bist, bringt eine Flut von Erinnerungen und Gefühlen aus der Zeit der Sterbebegleitung zurück. 1994 haben wir uns kennengelernt, und es waren harte, aber lehrreiche und lebenswerte Jahre, die damals folgten. Mit Deinem Tod geht so unersetzlich viel Wissen und Erfahrung in der AIDS-Arbeit verloren …</p>

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<p>Danke für alles von<br>Tschajk</p>

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<p>(Tschajk Freiberg / Nocturne &#8211; Kultur gegen AIDS; ehemals auch HAKi e.V.)</p>

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<p>PS: Liebe Sabine Bock, liebe Anna Struve, seid herzlich gegrüßt!</p>

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<p><strong>Jutta Scheibner</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,<br>ich bin seit 1988 in der AIDS-Arbeit (u. a. auch in einer AIDS-Hilfe) tätig. Von 1992 bis 2020 war ich im Gesundheitsamt Lübeck als AIDS-Fachkraft angestellt. In diesen Jahren habe ich Dich bei Arbeitskreisen und Fortbildungen kennengelernt. Ich habe großen Respekt vor Dir und Deiner Arbeit. Deine Empathie ermöglichte Dir einen guten Zugang zu Deinen Klienten. Diese Erfahrungen hast Du in unserem Arbeitskreis sachlich und zugleich einfühlsam vorgestellt. Es ist Deinem unglaublichen Engagement zu verdanken, dass Du nicht nur Lösungen aufgezeigt hast, sondern sie auch umgesetzt hast.<br>Dein früher Tod hat mich sprachlos gemacht.</p>

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<p><em>Ich setzte den Fuß in die Luft,<br>und sie trug. </em>– Hilde Domin</p>

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<p>Jutta</p>

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<p><strong>Team der Berliner Aids-Hilfe</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Liebe Ute,<br>wir, das Team der Berliner Aids-Hilfe, durften dich in ganz unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen kennenlernen und mit dir zusammenarbeiten.<br>Wir alle sind geschockt und zutiefst erschüttert. Warst du doch ein unglaublich liebenswerter und stets kollegialer Mensch, immer zugewandt und klug.<br>Wir denken an deine unerschütterliche Energie, die Sache für Menschen mit HIV im hohen Norden zu vertreten, politisch und sozial, und wir danken dir dafür!<br>Viel zu früh hast du uns verlassen! Wir vermissen dich und werden dein Andenken in unseren Herzen bewahren.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Fassungslos<br>Vorstand, Geschäftsführung und Mitarbeiter*innen der Berliner Aids-Hilfe</p>

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<p><strong>Karl Lemmen</strong></p>

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<p>Liebe Ute,</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich war fassungslos, als ich von Deinem plötzlichen Tod hörte, wollte es erst nicht glauben. So unvermittelt aus dem prallen Leben gerissen, das durfte doch nicht sein.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Jetzt ist es Gewissheit und ich denke sehr berührt an unsere vielen Begegnungen zurück. Die Inhouse Seminare in Kiel, die Du für den in Aufbau befindlichen Landesverband organisiert hast. Ihr wart schon eine kleine, feine Truppe, die da im hohen Norden trotz widriger Umstände viel bewegt hat. Ich habe Euch immer gerne dabei unterstützt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Besonders bewegt denke ich an die Seminare in Schönbrunn, wo ich erleben durfte, wie bei Dir harte Arbeit, stetige Reflexion und wunderbarer Humor eine gute Mischung zugunsten der Aidshilfe Schleswig Holstein eingegangen waren.</p>

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<p>Bis spät in die Nacht haben wir im Klosterkeller gezecht und gelacht! Das waren auch für mich Sternstunden der Aidshilfearbeit. Da haben wir uns die Kraft für Weitermachen geholt.</p>

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<p>Danke dafür, liebe Ute!</p>

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