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	<title>Gesellschaft &amp; Kultur | magazin.hiv</title>
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	<description>Hintergründe zum Leben mit HIV, Aids, STIs, Hepatitis</description>
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	<title>Gesellschaft &amp; Kultur | magazin.hiv</title>
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		<title>„Das Urteil schafft Rechtssicherheit und stärkt Betroffene beträchtlich“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 12:39:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[EuGH]]></category>
		<category><![CDATA[geschlechtliche Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[trans]]></category>
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					<description><![CDATA[EU-Mitgliedsstaaten müssen Reisedokumente und Zivilstandseinträge der gelebten Geschlechtsidentität anpassen, so der Europäische Gerichtshof. Wir sprachen mit Richard Köhler von TGEU.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p><strong><strong>EU-Mitgliedsstaaten müssen Reisedokumente und Zivilstandseinträge der gelebten Geschlechtsidentität anpassen, so der Europäische Gerichtshof. Wir sprachen mit Richard Köhler von <a href="https://www.tgeu.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TGEU</a>.</strong></strong></p>

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<p><strong>Richard, wie schätzt du die aktuelle politische und rechtliche Situation von trans und nicht-binären Menschen in Europa ein?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir beobachten derzeit in Europa – wie auch weltweit – einen besorgniserregenden Rollback gegen demokratische Institutionen und Minderheitenrechte. Trans Menschen sind dabei besonders stark betroffen. Viele Menschen kennen keine trans Personen persönlich und sind dadurch anfällig für gezielte Desinformation und Manipulation. Das ist oft der erste Schritt zur Entmenschlichung und zur Spaltung der Gesellschaft – so hat es auch in Putins Russland und in Ungarn begonnen. Autoritäre Akteur*innen in Regierungen und Parteien, von Ungarn über die Slowakei bis zur AfD, Vox oder CHEGA, greifen diese Strategien begeistert auf. In mehreren europäischen Ländern sind derzeit Gesetze in Arbeit, die die Rechte von trans Menschen massiv einschränken. Für die Mehrheitsgesellschaft ändert sich dadurch kaum etwas – für die Betroffenen sind die Auswirkungen hingegen tiefgreifend und schmerzhaft.</p>

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<p><strong>Wie wirken sich transfeindliche Haltungen, die durch US-Politik und hiesige rechte bis rechtsextreme Regierungen, Parteien und Strömungen vorangetrieben werden, auf trans Menschen, Projekte und Organisationen in Europa aus?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Folgen sind extrem spürbar. Wir erleben steigende Gewalt – physisch, sexuell und digital. Gleichzeitig geraten Projekte und Organisationen zunehmend unter Druck, vor allem in Zentralasien, wo durch die aktuelle Kahlschlagpolitik der Mittelzufluss abrupt gestoppt wurde und kaum jemand einspringen kann. Auch in sogenannten liberalen Staaten verschärft sich der Ton. In Deutschland etwa erleben wir Debatten über die Abschaffung des Selbstbestimmungsgesetzes, Angriffe auf trans Frauen und den erschwerten Zugang zu Gesundheitsversorgung für trans Kinder. Letzteren wird unter dem Deckmantel des „Kindeswohls“ der Zugang zu Pubertätsblockern verwehrt – ein zutiefst unethisches Vorgehen, das Kinder gezielt im Stich lässt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Welche Bedeutung hat in dieser Situation das <a href="https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/eugh-c4324-transsexualitaet-pflicht-mitgliedsstaaten-anpassung-ausweise" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 12. März 2026</a>?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Urteil ist ein echter Meilenstein. Der EuGH hat entschieden, dass Mitgliedsstaaten die Freizügigkeit innerhalb der EU nur dann garantieren können, wenn Reisedokumente und Zivilstandseinträge der tatsächlichen Geschlechtsidentität einer Person entsprechen. Sonst wird dieses Grundrecht eingeschränkt. Zudem hat das Gericht betont, dass Richter*innen EU-Recht auch dann anwenden müssen, wenn nationale Gesetze oder höhere Instanzen anderer Meinung sind. Das schafft Rechtssicherheit und stärkt Betroffene beträchtlich.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der EuGH hat entschieden, dass Mitgliedsstaaten die Freizügigkeit innerhalb der EU nur dann garantieren können, wenn Reisedokumente und Zivilstandseinträge der tatsächlichen Geschlechtsidentität einer Person entsprechen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Richard Köhler, TGEU</cite></blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Urteil greift unsere zentrale Beobachtung auf: Ohne Dokumente, die der gelebten Geschlechtsidentität entsprechen, bleibt vielen trans Menschen der Zugang zu elementaren Grundrechten verwehrt. Im aktuellen Fall <em>Shipova</em> wird das besonders deutlich – eine Klägerin aus Bulgarien musste sich über zehn Jahre lang durch alle Instanzen kämpfen, um als Frau anerkannt zu werden. Sie lebt in Italien und muss sich dort ständig erklären, warum sie mit Dokumenten unterwegs ist, die nicht zu ihr passen. Wir hoffen, dass sie und viele andere nun endlich rechtliche Klarheit und Würde erfahren werden. Ob die bulgarischen Behörden das Urteil zügig und konsequent umsetzen, werden wir genau beobachten.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Kannst du dazu kurz erläutern, inwiefern das Urteil bindend für EU-Länder ist? Auch in einigen anderen Ländern gibt es ja Gesetze, die diesem Urteil widersprechen, neben Bulgarien sind das zum Beispiel Ungarn und die Slowakei.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>EuGH-Urteile sind für alle Mitgliedsstaaten verbindlich – sie haben Vorrang vor nationalem Recht. Wenn also nationale Gesetze dem Urteil widersprechen, müssen sie angepasst oder von Gerichten unangewendet gelassen werden. Richter*innen in den Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, sich direkt auf EU-Recht und EuGH-Rechtsprechung zu berufen, auch wenn nationale Regelungen oder höhere Gerichte dem entgegenstehen. </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wenn ein Staat sich weigert, das Urteil umzusetzen, kann die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten. Betroffene Personen können außerdem nationale Gerichte anrufen, die dann wiederum den EuGH einschalten können. Kurz gesagt: Es gibt klare Mechanismen, um sicherzustellen, dass Grundrechte in der gesamten EU tatsächlich gelten – auch gegen politischen Widerstand.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Ermöglicht das Urteil bei der Anpassung der Geschlechtsidentität in Dokumenten eigentlich auch eine diverse Geschlechtsidentität oder bleibt es im binären System Frau/Mann?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Urteil bezieht sich konkret auf die Anerkennung der gelebten Geschlechtsidentität, legt dabei aber keine binäre Grenze fest. Der EuGH hat offengelassen, wie Mitgliedsstaaten das geschlechtliche Selbstverständnis einer Person genau umsetzen müssen. Das bedeutet: Wo nationale Systeme bereits eine dritte oder offene Kategorie kennen, sind diese ausdrücklich von der Entscheidung erfasst.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Gleichzeitig zeigt das Urteil, dass es in Europa noch strategische Gerichtsverfahren braucht, um die Rechte nicht-binärer Menschen explizit abzusichern. Denn solange nationale Register und Verwaltungssysteme am binären Modell festhalten, wird der Schutz nicht-binärer Personen faktisch unterlaufen. Solche gerichtlichen Klärungen sind notwendig, um das Prinzip der Geschlechtsidentität im europäischen Recht weiterzuentwickeln – hin zu echter rechtlicher Gleichstellung aller Geschlechter. TGEU unterstützt gerne solche strategischen Klagen.</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Urteil zeigt auch, dass es in Europa noch strategische Gerichtsverfahren braucht, um die Rechte nicht-binärer Menschen explizit abzusichern.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Richard Köhler, TGEU</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was fordern TGEU und befreundete Organisationen angesichts dieses Urteils?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir fordern erstens eine zügige und vollständige Umsetzung der EuGH-Urteile durch alle EU-Mitgliedsstaaten. Zweitens muss die EU-Kommission nicht nur unterstützen, sondern auch entschieden gegen Staaten vorgehen, die ihre rechtlichen Verpflichtungen ignorieren. Sie muss ihre phlegmatische Haltung dringend aufgeben und in die Aktion kommen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Darüber hinaus lehnen wir die sogenannten Reformen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) entschieden ab. Sie stehen für eine systematische Aushöhlung grundlegender Menschenrechte. Mit der Einführung „sicherer Herkunftsstaaten“, beschleunigten Verfahren an Außengrenzen und der faktischen Auslagerung von Verantwortung werden Schutzsuchende entrechtet und kriminalisiert. Das betrifft nicht nur LSBTI-Geflüchtete – es bedeutet für viele Menschen unermessliches Leid, Gewalt bis hin zum Tod. Wer Menschen in Folter, Verfolgung oder Krieg zurückschickt, verliert seine eigene Menschlichkeit.</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die EU-Kommission muss auch entschieden gegen Staaten vorgehen, die ihre rechtlichen Verpflichtungen ignorieren</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Richard Köhler, TGEU</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Schließlich wünschen wir uns, dass demokratische Kräfte – auch konservative – sichtbarer für Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt eintreten. Auch konservative Politiker*innen sollten sich nicht in die Falle rechter Anti-Trans-Rhetorik locken lassen – denn am Ende geht es um die Grundlage unserer gemeinsamen Menschlichkeit.</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Richard Köhler (er/ihm) ist seit zwei Jahrzehnten als Trans-Aktivist engagiert und setzt sich im Rahmen der Arbeit von <a href="https://www.tgeu.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TGEU – Trans Europe and Central Asia</a> – für die geschlechtliche Selbstbestimmung und den Schutz der Rechte von trans Personen ein.</em></p>

              </div>
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<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-zum-thema-transrechte">Mehr zum Thema Transrechte</h2>

              </div>
    </div>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="RtLsqZjgmM"><a href="https://magazin.hiv/magazin/trans-und-nicht-binaere-menschen-machen-viele-viele-schlechte-erfahrungen/">„Trans und nicht-binäre Menschen machen viele, viele schlechte Erfahrungen“</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;„Trans und nicht-binäre Menschen machen viele, viele schlechte Erfahrungen“&#8220; &#8211; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/trans-und-nicht-binaere-menschen-machen-viele-viele-schlechte-erfahrungen/embed/#?secret=0hx1uXZdkz#?secret=RtLsqZjgmM" data-secret="RtLsqZjgmM" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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			</item>
		<item>
		<title>„Jungen Menschen sage ich: Gebt nicht auf. Mit HIV kann man heute leben“</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/stefania-jung-und-hiv-positiv-ukraine-deutschland/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/stefania-jung-und-hiv-positiv-ukraine-deutschland/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Inga Pylypchuk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 18:46:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Jung und positiv]]></category>
		<category><![CDATA[Jungundpositiv]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Stigmatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1559505</guid>

					<description><![CDATA[Stefania, 24, stammt aus der Region Dnipro in der Ukraine und lebt seit vier Jahren in Berlin. Im Interview mit magazin.hiv spricht sie über ihr Leben mit HIV in der Ukraine und in Deutschland. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>Ihr erster Vorname war Jasja – so wurde sie im Kinderheim in der Ukraine genannt, in dem sie aufwuchs. Den zweiten Namen – Switlana – gab ihr die Adoptivmutter. Heute ist sie Stefania. Diesen Namen hat sie sich selbst gegeben, und genau dieser gefällt ihr am </em><em>besten.</em></p>

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<p><em>Stefania ist 24 Jahre alt. Sie stammt aus der Region Dnipro in der Ukraine, lebt seit vier Jahren in Berlin, arbeitet, engagiert sich ehrenamtlich und spricht zunehmend offener über </em><em>ihr Leben mit HIV. Wir treffen uns bei ihr zu Hause – sie </em><em>bewohnt ein Zimmer im Komplex eines buddhistischen Zentrums</em><em> in der Nähe des S-Bahnhofs Jannowitzbrücke. </em><em>Hier, umgeben von </em><em>Ostberliner </em><em>Plattenbauten, verbirgt sich eine kleine Oase mit einem Garten, in dem Vögel singen. </em><em>Stefania, die ihre Augen vor der ersten Frühlingssonne </em><em>mit einer Sonnenbrille </em><em>schützt, erzählt von ihrem Leben, ihrer Kindheit, von Stigmatisierung und Selbstakzeptanz.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p><strong>Stefania, kannst du erzählen, wie HIV Teil deines Lebens wurde?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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<p>Ich lebe seit meiner Geburt mit HIV. Genau habe ich das mit zehn Jahren erfahren, als ich zu einer routinemäßigen Untersuchung in einem Krankenhaus in Dnipro war. Bis dahin hieß es immer, dass ich „Vitamine“ nehme, aber irgendwann begann ich Fragen zu stellen: Wenn das nur Vitamine sind, warum muss ich sie dann ständig nehmen – und warum sind es so viele? Damals musste ich mehrmals täglich Medikamente einnehmen, dazu kamen Sirupe – das alles war sehr ermüdend.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>In der Familie hatte meine Adoptivmutter Angst vor HIV.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Stefania, 24, lebt seit ihrer Geburt mit HIV</cite></blockquote>

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      </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Ärztin erklärte mir, dass ich HIV habe. Damals habe ich noch nicht wirklich verstanden, was das bedeutet. Ich dachte einfach: „Ach, ein Virus ist ein Virus.“ Aber zumindest wusste ich, was mit mir los ist, und verstand, warum ich Medikamente nehme. Erst später begann ich die „Nebenwirkungen“ zu begreifen, nicht nur die medizinische Seite, sondern auch die soziale – wie die Gesellschaft auf Anderssein reagiert.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Das heißt, du hattest in so jungem Alter schon den Verdacht, dass das nicht einfach „Vitamine“ sind? Woher?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Im Kinderheim waren wir zu viert – ich und noch drei Jungs in meinem Alter. Man nannte uns sogar „die Vierergruppe“. Wir nahmen immer dieselben Tabletten, man brachte uns in dasselbe Krankenhaus, wir aßen von anderem Geschirr.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie war es in sozialer Hinsicht, ein Kind mit HIV zu sein?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Solange ich im Kinderheim war, wurde mein Status nicht bekannt gemacht – höchstens gegenüber den Krankenschwestern, damit sie Bescheid wussten, falls etwas passiert.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Als ich in eine Familie kam, wurde die Situation komplizierter.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Von Gleichaltrigen wurde ich nicht akzeptiert und in der Schule wurde ich gemobbt, weil ich aus dem Kinderheim kam – und manchmal auch, wenn sie erfuhren, dass ich HIV habe. In der Familie hatte meine Adoptivmutter Angst vor HIV. Eine Zeit lang bewahrte sie mein Geschirr getrennt von dem der anderen auf und solche Dinge.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich hatte ständig das Gefühl, anders zu sein als alle anderen. Es war schwer, mit der Welt um mich herum zurechtzukommen. Deshalb hörte ich irgendwann auf, die Medikamente zu nehmen, und das für mehrere Jahre.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Kannst du das bitte etwas genauer erklären: Warum wolltest du auf Medikamente verzichten, wie hing das zusammen?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das hing mit Selbstablehnung zusammen. Andere akzeptierten mich nicht – und ich selbst akzeptierte mich auch nicht. Ich machte mir große Sorgen wegen vieler Dinge: wegen meiner geringen Körpergröße, weil ich aus dem Kinderheim war, wegen eines Grundgefühls, dass mit mir etwas nicht stimmt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Vielleicht sind das für manche Kleinigkeiten, aber damals hatten sie einen sehr starken Einfluss auf mich. Wenn man mich nicht verstand und ich mich selbst nicht verstand, wozu brauchte ich das alles überhaupt? Also hörte ich auf, die Medikamente zu nehmen. Ich tat so, als würde ich sie nehmen, aber dann schmiss ich sie weg.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Hast du damals verstanden, dass das gefährlich ist?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nicht wirklich. Ich war etwa 15 Jahre alt. Zwar verstand ich schon, was ich tat, aber ich dachte nicht, dass der Körper so heftig reagieren würde. Als ich nach zwei Jahren ins Krankenhaus eingeliefert wurde, war aber klar, wie sehr mein Körper unter der Vernachlässigung gelitten hatte.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was ist passiert?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mein Immunsystem war sehr geschwächt. Ich war ständig krank. Und im Krankenhaus sagte man mir deutlich: Wenn du nicht anfängst, die Medikamente wieder zu nehmen, wird es noch schlimmer.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich habe sofort gemerkt, dass man hier [in Berlin] entspannter mit HIV umgeht.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Stefania, 24, lebt seit ihrer Geburt mit HIV</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In dieser Zeit begann ein Psychologe mit mir zu arbeiten. Man brachte mir regelrecht bei, dass mein Leben normal sein kann, dass sich alles verbessern lässt. Und letztendlich hat das geholfen – ich nahm die Behandlung wieder auf.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie erinnerst du dich heute an diese Zeit?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Heute schon mit einem gewissen Lachen, weil die Pubertät vorbei ist – Gott sei Dank. Manchmal denke ich: Ja, damals habe ich aus Dummheit meiner Gesundheit geschadet. Danach war es zwar schwierig, die Behandlung wieder richtig einzustellen, aber es hat zum Glück geklappt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie fühlst du dich jetzt?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Gut. Eine Tablette am Tag und alles ist wunderbar.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Und wie geht es dir in Berlin? Wie hat Deutschland dich insgesamt aufgenommen?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich bin vor vier Jahren gekommen, am 14. März 2022, als Geflüchtete. Wie andere Menschen damals floh ich vor dem Krieg Russlands gegen die Ukraine. Ich wurde mit dem Team der Organisation für HIV-positive Jugendliche <em>Teens Ukraine</em> evakuiert, dort arbeitete ich damals. Wir wussten nicht wirklich, wohin wir fahren.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Berlin wurden wir von Freiwilligen aufgenommen. Sie verhielten sich respektvoll, stellten keine unnötigen Fragen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich habe sofort gemerkt, dass man hier entspannter mit HIV umgeht. Natürlich sagt man mir auch hier: Erzähle nicht allen von deinem Status, weil es unterschiedliche Menschen gibt. Und ich weiß das – ich habe verschiedene Reaktionen erlebt. Aber wenn ich das mit der Ukraine vergleiche: Dort wurde ich oft richtig schlecht behandelt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sogar in medizinischen Einrichtungen gab es sehr unangenehme Situationen. Zum Beispiel reagierten einige Ärzt*innen aggressiv, als ich nach meinem 18. Geburtstag von einer medizinischen Kommission zur Feststellung einer Behinderung untersucht wurde. Mit sehr harten, stigmatisierenden Worten. Nach diesen Erfahrungen wollte ich gar keine medizinische Hilfe mehr in Anspruch nehmen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Hier ist alles anders. Hier habe ich meinen HIV-Status ungefähr ein Jahr nach dem Umzug offengelegt, weil man mich als normalen Menschen wahrnimmt, der einfach Medikamente nimmt, alle paar Monate Tests macht und wie alle anderen lebt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was bedeutet „Status offengelegt“, was genau hast du gemacht?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zum ersten Mal habe ich am 20. Mai 2023 offen über HIV in meinem Leben gesprochen, und zwar in einem Post über mich. Ich schreibe manchmal Notizen auf meinem Handy – über den Tag, was mir durch den Kopf geht. Auch damals schrieb ich etwas und dachte dann: Warum nicht posten? Das war nachts.</p>

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    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Hier nimmt man mich als normalen Menschen wahr, der einfach Medikamente nimmt, alle paar Monate Tests macht und wie alle anderen lebt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Stefania, 24, lebt seit ihrer Geburt mit HIV</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich habe das sowohl auf Instagram als auch auf Facebook veröffentlicht. Dann begann eine unruhige Nacht: War das richtig oder nicht, wie werden die Leute reagieren? Aber am Morgen stellte sich heraus, dass die meisten Reaktionen positiv waren.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was genau stand in dem Post?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich schrieb, wer ich bin, dass ich seit meiner Geburt mit HIV lebe, erklärte ein wenig, was das bedeutet. Es war kein großer Post, eher eine kurze persönliche Vorstellung.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Und für mich war das wirklich das erste Mal, dass ich so offen über mich in sozialen Netzwerken gesprochen habe. Davor hielten mich viele für eine verschlossene Person, weil ich fast nie über mein Leben sprach. Es war mir unangenehm, mich zu öffnen. Mir schien, dass ich früher oder später über HIV sprechen müsste, wenn ich anfing, über mich zu erzählen. Und dazu war ich nicht bereit.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Hast du nach diesem Post auch Hass im Netz erlebt?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Echten starken Hass gab es nicht. Es gab ein paar Kommentare im Stil von „du bist irgendwie anders“, aber das ist für mich schon lange nichts Neues mehr. Ich nehme das als Versuch wahr, Aufmerksamkeit zu bekommen. Manchem habe ich sogar geantwortet: „Danke, Sie haben meine Online-Sichtbarkeit erhöht.“</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Hattest du danach den Wunsch, insgesamt offener zu sein?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ja. Kürzlich habe ich auch ein TikTok-Video aufgenommen – nicht so sehr über HIV, sondern über meine Kindheit, mein Leben im Kinderheim. Im Stil einer Ansprache an meine biologische Mutter. Darüber, wie ich jahrelang auf sie gewartet habe und sie nie gekommen ist. Das war auch spontan: abends aufgenommen, gepostet, ich dachte, ein paar Leute schauen es. Am Morgen wachte ich auf – und da waren schon Hunderte Aufrufe. Dann ging das Video viral (zum Zeitpunkt des Interviews 803.000 Aufrufe).</p>

              </div>
    </div>
  </div>
      <div class="block block--type-core block--type-core-image block--spacing-small block--align-none">
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<p><strong>Das heißt, du bist heute ziemlich offen, was deine Geschichte betrifft?</strong></p>

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<p>Ja. Aber das hat gedauert. Bis zu meinem 20. Lebensjahr habe ich darüber überhaupt nicht gesprochen. Nach dem Umzug wurde ich entspannter. Hier ist die Mentalität anders. Und ich selbst habe mich natürlich auch verändert, bin erwachsener geworden.</p>

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<p>Mir scheint, in der Ukraine hätte ich nicht so offen darüber sprechen können. Aber gleichzeitig sind der Großteil meiner Follower*innen Ukrainer*innen, viele von ihnen leben jetzt wie ich im Ausland.</p>

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    </div>
  </div>
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<p><strong>Weißt du, ob deine biologische Mutter noch lebt? Könnte sie deine Videos und Posts theoretisch auch sehen?</strong></p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sie ist nur einmal in meinem Leben aufgetaucht – in der Neujahrsnacht von 2022 auf 2023. Sie schrieb ein paar Nachrichten: Zuerst entschuldigte sie sich, dann gab sie mir die Schuld an ihren Problemen, dann entschuldigte sie sich wieder. Bevor ich antworten konnte, hatte sie mich schon blockiert. Das war es dann.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich merke, dass es in der deutschen Gesellschaft Interesse gibt: Man will verstehen, wie man es jungen Menschen mit HIV leichter machen kann, besonders Kriegsgeflüchteten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Stefania, 24, lebt seit ihrer Geburt mit HIV</cite></blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Davor, im Jahr 2019, hatte ich versucht, sie und meinen jüngeren Bruder zu treffen. Ich fuhr nach Nikopol, wo sie lebten, blieb dort einige Tage, wir verabredeten uns, aber sie kamen dann nicht. So haben wir uns nie getroffen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Und wie ist es jetzt bei dir mit Menschen, mit Gemeinschaft, hier in Deutschland?</strong></p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich bin bei verschiedenen Organisationen als Freiwillige aktiv. Zum Beispiel bei PlusUkrDe – das ist eine Organisation von HIV-positiven Ukrainer*innen in Deutschland –, und bei Kwitne Queer, einer ukrainischen LGBTQ+-Organisation in Berlin.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Ist es dir wichtig, Kontakt zu anderen jungen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zu halten?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ja. Und ich denke, das ist nicht nur für mich wichtig, sondern generell für die Gesellschaft.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Kennst du viele Menschen, die von Geburt an mit HIV leben?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Durch die Organisation, in der ich gearbeitet habe, ungefähr hundert. Aber ich denke, in Wirklichkeit sind es viel mehr. Nur sind nicht alle bereit, darüber zu sprechen.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was machst du derzeit in Berlin?</strong></p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zurzeit arbeite ich in einem Hotel, ich putze, ich kümmere mich um die Zimmer. Ich bin dort noch nicht lange, aber es ist schon manchmal schwer – sowohl körperlich als auch psychisch. Gefunden habe diesen Job über Bekannte, die dort schon lange arbeiten. Außerdem babysitte ich gelegentlich, kümmere mich um Tiere, putze Wohnungen. Ich kann nicht stillsitzen.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie kommst du mit der Sprache zurecht?</strong></p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Deutsch fällt mir schwer. Ich versuche schon zum dritten Mal, einen Kurs zu Ende zu machen. Beim ersten Mal kam ich bis A2, habe dann aber nicht abgeschlossen – entweder hat die Arbeit abgelenkt oder mir fehlte die Geduld.</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Beim zweiten Mal klappte es auch nicht, weil ich etwa ein halbes Jahr in einem depressiven Zustand war. Ich habe das beim Jobcenter erklärt, und ich durfte den Kurs wiederholen. Also: Die Chance ist da – die Frage ist, ob ich sie nutzen kann. Ich versuche es, aber gleichzeitig zieht es mich mehr zur Arbeit.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Bist du in Berlin meistens in der ukrainischen Community unterwegs?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ja, im Moment schon. Aber ich wurde mehrmals zu deutschen Konferenzen eingeladen, wo ich über HIV und über Migrationserfahrungen sprechen durfte. Ich merke, dass es in der deutschen Gesellschaft Interesse gibt: Man will verstehen, wie man es jungen Menschen mit HIV leichter machen kann, besonders Kriegsgeflüchteten.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was fehlt deiner Meinung nach in diesem Bereich in Deutschland noch?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Meiner Meinung nach sind hier ausreichend Informationen vorhanden. Wer will, der findet sie. Es gibt Selbsthilfegruppen in verschiedenen Städten, Trainings, Treffen, Konferenzen. Das Problem ist eher, dass viele sich trotzdem nicht trauen, sich zu melden, zu schreiben, zu suchen, zu kommen.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was ist dein größter Traum?</strong></p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wie bei vielen: dass der Krieg endet. Und außerdem – zu reisen, das ist mein Traum seit meiner Kindheit. Und eine eigene Familie zu gründen.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Früher habe ich von einer Familie geträumt, in der ich selbst leben würde. Eine Zeit lang habe ich in einer Pflegefamilie gelebt, aber das hat nicht gut funktioniert. Und seit einigen Jahren ist mein Traum genau das – meine eigene Familie zu gründen.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie siehst du dein Leben in fünf bis zehn Jahren?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das ist eine schwierige Frage für mich. Seit vielen Jahren denke ich nicht sehr weit voraus. Ich kann für ein halbes Jahr planen, aber für fünf bis zehn Jahre? Nein. Ich weiß nicht, was morgen sein wird, geschweige denn in zehn Jahren.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Seit einigen Jahren ist mein Traum, meine eigene Familie zu gründen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Stefania, 24, lebt seit ihrer Geburt mit HIV</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Aber einige grundlegende Dinge schweben mir vor: Ich möchte eine stabile Arbeit und ein Gefühl von Zuhause haben.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In letzter Zeit denke ich immer öfter an Kinder. Ich würde gerne ein bis drei eigene Kinder haben. Und seit meiner Kindheit habe ich noch einen weiteren Traum – mindestens ein Kind zu adoptieren, vielleicht auch mehrere. Ich weiß sehr gut, wie es Kindern ohne Familie geht, und ich würde gerne irgendwann jemandem das Leben glücklicher machen.</p>

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    </div>
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<p><strong>Und wie stellst du dir eine „stabile Arbeit“ vor?</strong></p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>So eine, bei der es geregelte Arbeitszeiten gibt und bei der man arbeiten kann, ohne seine Gesundheit zu zerstören. Denn es ist sehr leicht, in den Modus „ich arbeite ohne Pause“ zu geraten – und dann plötzlich zusammenzubrechen.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das hatte ich schon: Letztes Jahr lag ich einen Monat mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Damals kam sehr viel auf einmal zusammen – körperlich und psychisch. Nach so etwas versteht man, dass man Zeit für sich selbst, für Gesundheit und für Erholung haben muss.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wenn der Krieg endet, würdest du in die Ukraine zurückkehren wollen?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ganz zurückkehren – das weiß ich noch nicht. Aber ich möchte sehr gern öfter dorthin fahren als nur einmal im Jahr.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Für mich ist auch die Frage, wie die Gesellschaft Menschen wie mich wahrnehmen wird. Wenn die Menschen besser informiert sind, toleranter gegenüber verschiedenen Gruppen, wenn das Stigma kleiner wird – dann könnte ich mir eine Rückkehr vorstellen. Wenn nicht, ist es schwierig.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>HIV ist für viele immer noch eine beängstigende Diagnose, aber das Leben ist nicht zu Ende.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Stefania, 24, lebt seit ihrer Geburt mit HIV</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich habe Freundinnen, die keinen Job finden, weil bei der medizinischen Untersuchung ihr HIV-Status bekannt wird – und dann werden sie einfach nicht eingestellt. Für mich ist das immer noch schockierend. Wenn sich die Situation ändert, würde ich gerne zurückkehren oder zumindest eine Zeit lang in der Ukraine leben – in Dnipro, Odesa oder Kyjiw. Vor dem Krieg dachte ich gerade über einen Umzug nach Kyjiw nach. Mir gefiel die Stadt sehr.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was würdest du jungen Menschen sagen, die gerade von ihrer HIV-Infektion erfahren haben?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich würde sagen: Gebt nicht auf. Mit HIV kann man heute leben. Ja, für viele ist es immer noch eine beängstigende Diagnose, aber das Leben ist nicht zu Ende.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Man muss die Medikamente regelmäßig nehmen. Ich kenne viele Fälle, in denen Menschen nach der Diagnose Angst hatten, zum Arzt zu gehen. Aber man sollte keine Angst haben. Lebt euer Leben weiter. Es ist nicht immer perfekt, aber es ist eures. Und ihr selbst gestaltet es. Folgt euren Träumen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was gibt dir selbst Kraft?</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Manchmal sehr einfache Dinge. Ich bin aufgewacht, die Sonne scheint mir ins Gesicht – das ist schon gut. Nichts tut weh – auch wunderbar. Es gibt Zukunftspläne, wenn auch nur kleine, auch das ist etwas, woran man sich festhalten kann.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Und noch etwas habe ich schon als Teenager verstanden: Man muss für sich selbst leben, nicht für jemand anderen. Man darf nicht ständig darauf schauen, wer was sagt. Jeder hat seine eigene Meinung. Aber sie darf mein Leben nicht bestimmen.</p>

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    </div>
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<p><em>Das Gespräch führte Inga Pylypchuk</em>.<a id="_msocom_1"></a></p>

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<p></p>

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<h1 class="wp-block-heading" id="h-einladung-zu-jung-positiv">Einladung zu &#8222;jung + positiv&#8220;</h1>

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<p>Du bist unter 27 und lebst mit HIV? Du hast Lust, Gleichaltrige mit HIV kennenzulernen und dich auszutauschen? Dann komm zu unserem Online-Meeting! Hier könnt ihr entspannt über alles reden, was euch interessiert: Seit März 2026 jeden 2. Donnerstag im Monat, immer von 18.30 bis 20 Uhr. Wir freuen uns auf dich! <a href="http://aidshilfe.de/jung-und-positiv">Weitere Infos und Anmeldung hier.  </a></p>

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<p></p>

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		<title>„Wir sind es den Menschen schuldig, dass wir ihre Geschichten erzählen“</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/wir-sind-am-leben/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/wir-sind-am-leben/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2026 12:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[90er]]></category>
		<category><![CDATA[Aids]]></category>
		<category><![CDATA[Aids-Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit HIV]]></category>
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					<description><![CDATA[Peter Plate und Ulf Leo Sommer haben mit Rosenstolz die deutsche Popmusik geprägt. Ihr neues Musical „Wir sind am Leben“ blickt zurück auf die Aufbruchzeit im Berlin des Jahres 1990 und die Aidskrise.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p><strong>Peter Plate und Ulf Leo Sommer haben mit Rosenstolz die deutsche Popmusik geprägt, aber sich inzwischen auch in der Musicalbranche einen Namen gemacht. Ihr neues Stück ist ein Herzensprojekt. „Wir sind am Leben“ blickt zurück auf die Aufbruchzeit im Berlin des Jahres 1990 und die Aidskrise.</strong></p>

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<p>Berlin im Jahr nach dem Mauerfall: Im Osten hat ein halbes Dutzend junger Menschen eine neue Heimat und eine Wahlfamilie gefunden. Dort leben unter anderem der HIV-positive Drag-Performer Bruno mit seinem Partner, einem kubanischstämmigen Tänzer, ein lesbisches Paar und Nina, die noch kurz vor der Maueröffnung aus Wittenberg in den Westen geflohen ist, um hier ihr Glück als Musikerin zu versuchen. Auch ihr jüngerer schwuler Bruder Mario sucht Unterschlupf in der Wohngemeinschaft.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Am 21. März 2026 wird „Wir sind am Leben“ am Berliner Theater des Westens uraufgeführt und ist dort bis mindestens zum Jahresende zu sehen. Wir haben mit Peter Plate und Ulf Leo Sommer gesprochen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Peter und Ulf, eure bisherigen Musicals basieren alle auf bereits vorhandenen Stoffen, „Romeo &amp; Julia“ etwa auf dem Shakespeare-Drama, „Kudamm 56“ auf der gleichnamigen ZDF-Serie. Welche Idee liegt eurer neuen Produktion zugrunde?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Peter Plate: Uns schwebte ein Stück vor, bei dem man als Zuschauer das Gefühl hat, einer Gruppe von 1990 zufällig zusammengewürfelten Menschen beim Leben zuzuschauen. Wir hatten also am Anfang keine riesige Story im Kopf, sondern haben erst sehr detailliert die einzelnen Figuren entworfen und daraus die verschiedenen Geschichten und Höhepunkte entwickelt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Das Publikum erlebt nun eine ziemlich bunte, vor allem sehr queere WG. Es geht um junge Menschen, die nach Berlin ziehen, um sich künstlerisch zu verwirklichen, aus der provinziellen Enge ihrer ostdeutschen Heimat auszubrechen und um ihren Platz im Leben zu finden. Das Stück verhandelt dabei eine ganze Reihe an Themen. Gab es eines, das für euch von Anfang an zentral war?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Peter Plate: Es gab tatsächlich eine Hauptmotivation, weshalb wir dieses Musical angegangen sind. Genaugenommen verfolgen wir diesen Wunsch schon viele, viele Jahre: ein Stück zu schreiben, das sich um HIV und Aids dreht und in dieser Zeit angesiedelt ist.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ulf Leo Sommer: In Großbritannien gibt es beispielsweise die großartige Fernsehserie <a href="https://magazin.hiv/magazin/wider-die-scham-und-die-suende/">„It’s a Sin“</a>, in den USA „Engel in Amerika“. Aber was gibt es Vergleichbares in Deutschland, das ein breites Mainstream-Publikum anspricht? Wir haben hier ein großes Theater zu füllen und wir müssen und wollen deshalb mit unserem Musical ein großes Publikum erreichen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Das Musical scheint nicht gerade die naheliegende Kunstsparte, um das Thema zu verarbeiten, oder?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Peter Plate: Uns war klar, dass es keine leichte Aufgabe sein wird, ein solch schweres Thema als Musical aufzubereiten, und dass dies nur durch <em>Comic Relief </em>geht, durch befreiende Komik. Die Aufgabe erfüllt im Stück insbesondere die Figur der krankhaft lügnerischen, übergriffigen und zuletzt doch auch liebenswerten Mutter von Nina und Mario.</p>

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<p>Wir verfolgen schon viele, viele Jahre den Wunsch, ein Stück zu schreiben, das sich um HIV und Aids dreht.</p>

              </div>
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  </div>
<cite>Peter Plate</cite></blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich habe als Komponist oder Produzent im Studio ja mit vielen Künstler*innen gearbeitet und sie immer mit meinem Spruch geärgert: „Kein Leben ist interessant genug für ein ganzes Album. Es braucht Überhöhung.“ Das gilt auch für das Musical. Aber alle, die uns ein wenig kennen, werden sofort merken, dass das Stück sehr starke autofiktionale Züge trägt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bruno etwa ist nach der großen Liebe meines schwulen Onkels benannt. Bruno war Maskenbildner und ist auf sehr dramatische Weise an Aids gestorben. Ich habe das aber erst viel später erfahren. In meiner Familie war das ein Geheimnis, ich durfte das als Jugendlicher nicht wissen. Es ist einfach Wahnsinn, dass es so viele Jahre brauchte, dass in unserer Familie darüber geredet wurde. In der ersten Schreibsession haben wir einfach unsere Erinnerungen an diese Zeit zusammengetragen, und das ging uns allen ziemlich nahe. Ich hab manchmal richtig geflennt. Gemeinsam mit unserem Regieteam Lukas Nimscheck und Franziska Kuropka haben wir dann das Buch entwickelt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Viele der Menschen, die in ein Musical gehen, wollen dort einen Wohlfühlabend erleben. Die Themenpalette, die euer Stück behandelt, lässt das erst einmal nicht vermuten. Ihr geht damit, kommerziell betrachtet, durchaus ein Risiko ein.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ulf Leo Sommer: Wer hätte gedacht, dass ein Musical mit singenden Katzen erfolgreich sein könnte? Oder denken wir an „Cabaret“, ein Stück über den Aufstieg der Faschisten mit einer Frau im Mittelpunkt, die sich prostituiert, eine Abtreibung vornimmt und eine Geschichte, die alles andere als gut ausgeht. Wir sollten das Publikum nicht unterschätzen.</p>

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<p>„Wir sind am Leben“ ist ein Herzensprojekt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Ulf Leo Sommer</cite></blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Peter Plate: Ja, wir gehen ein Risiko ein. Aber ich betrachte das ganz nüchtern. Wir haben keine Kinder, die wir versorgen müssen, und ich brauche keine Segeljacht oder anderen Luxus. Wenn es richtig schiefgeht, können wir danach wirklich pleite sein. Aber dieses Musical ist ein Herzensprojekt, das wir schon sehr, sehr lange angehen wollten. Es mag jetzt vielleicht etwas merkwürdig rüberkommen, aber ich glaube, wir sind es den Menschen, die damals gestorben sind, schuldig, dass wir ihre Geschichten erzählen. Und auch die Geschichten der Wahlfamilien, die sich um ihre erkrankten Freunde gekümmert haben.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>„Wir sind am Leben“ erzählt zwar von vielen tragischen Ereignissen, aber entlässt das Publikum keineswegs in einer niedergeschlagenen Stimmung.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Peter Plate: Als wir ein erstes grobes Konzept des Stücks erarbeitet hatten, habe ich mich mit einigen Leuten der Berliner Aidshilfe getroffen und davon erzählt. Die fanden die Idee toll, aber gaben mir den Rat mit auf den Weg: „Pass nur auf, dass es kein Jammerstück wird!“ Das haben wir uns auch zu Herzen genommen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Auf seine HIV-Diagnose reagiert Bruno im Stück mit dem Lied „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=mAtUxHlU_Tw&amp;t=68s" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ich werd&#8216; nicht weinen</a>“, in dem er sich zu Lebenslust statt Selbstmitleid entschließt. </strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Peter Plate: Wir haben auch lange überlegt, wie wir Brunos Sterben auf der Bühne darstellen wollen, und bei den Proben dann eine Lösung entwickelt, in der Bruno in diesen letzten Momenten zu einer starken Figur wird und die Zuschauer*innen dennoch weinen dürfen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ulf Leo Sommer: Ich muss zugeben, dass ich bei der ersten Voraufführung auf einmal richtig Angst vor unserer eigenen Courage hatte: Ich dachte, vielleicht überfordern wir die Leute ja doch damit, dass wir in dieser Geschichte die Aids-Thematik derart ins Zentrum rücken. Durch die Publikumsreaktionen bei der ersten Voraufführung war ich dann aber sehr erleichtert!</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Eine Herausforderung beim Schreiben dürfte gewesen sein, was bei einem solchen letztlich historischen Stoff als bekannt vorausgesetzt werden kann oder für ein jüngeres Publikum erklärt werden muss.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Peter Plate: Damit haben wir uns in der Tat permanent beschäftigt. Ich finde es aber nicht schlimm, wenn es Details gibt, deren Bedeutung sich nicht allen gleich erschließt. Nehmen wir die Szene, in der Mario den bereits erkrankten Bruno fotografieren will.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Mario fragt sehr zaghaft, ob Bruno dafür auch seinen Oberkörper entblößen würde.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Peter Plate: Leute, die damals jung waren, werden sofort verstehen, dass es darum geht, ob er zulässt, dass seine Kaposi-Sarkome zu sehen sind. <em>[Anm. d. Red.: Das Kaposi-Sarkom ist ein eigentlich sehr seltener Tumor, der bei Menschen mit Aids auftritt und als ein aidsdefinierendes Symptom gilt. Es zeigt sich meist durch rötliche bis violette Flecken auf der Haut.]</em> Wir hatten bei den Proben eine leidenschaftliche Diskussion darüber, wie wir diese Szene gestalten wollen und wie Bruno darauf reagieren sollte. Unserem sehr jungen Regieteam haben wir dann den Hintergrund erklärt: Sich offen mit den stigmatisierenden Flecken zu zeigen, war nicht selbstverständlich, das war fast schon ein aktivistischer Akt. Ich erinnere mich noch sehr lebendig daran, wie damals <em>[der Berliner Visagist, d.R.] </em>René Koch in der Berliner Aidshilfe Aidskranken zeigte, wie sie die Flecken überschminken können. Ich weiß, dass wir sehr viele sehr sensible Themen behandeln und dass wir es nicht allen recht machen können. Das wollen wir auch nicht. Aber wir sind uns unserer großen Verantwortung bewusst.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ich weiß, dass wir sehr viele sehr sensible Themen behandeln. Aber wir uns unserer großen Verantwortung bewusst.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Peter Plate</cite></blockquote>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bei unserem Musical „Kudamm 56“ hatten wir irgendwann die Idee, ein Gästebuch auszulegen, und wenn man darin liest, kommen einem die Tränen. Denn so viele über 80-Jährige haben dort ihre Geschichten hineingeschrieben. Ich fände es schön, wenn jene, die die Neunzigerjahre bewusst miterlebt haben, durch den Abend vielleicht angeregt werden, sich mit ihren eigenen Erinnerungen auseinanderzusetzen. Und vielleicht bricht dadurch bei manchen das Eis und sie beginnen einander ihre Geschichten zu erzählen. Ich glaube, dass es ganz vieles gibt, das aus unterschiedlichen Gründen totgeschwiegen wird oder über das mit anderen nicht gesprochen wurde.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Ein nicht unwesentlicher Teil des Publikums dürfte unter 40 sein und konnte die frühen Neunzigerjahre damit überhaupt nicht bewusst miterleben. Warum ist wichtig, ihnen zumindest im Ansatz zu vermitteln, was die Aidskrise für die Menschen damals bedeutet hat?</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Peter Plate: Gute Frage. Zunächst bin ich der festen Überzeugung, dass man jungen Menschen nicht aufzwingen kann, sich dafür zu interessieren. Es ist einfach schlimm, wenn Ältere versuchen, die Jüngeren zu belehren.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ulf Leo Sommer: Ein für mich wichtiger Aspekt ist, an das Stigma zu erinnern, das mit Aids verbunden war. Wie einsam erkrankte Menschen oft waren und wie man selbst innerhalb der Szene über sie getuschelt hat und sie gemieden wurden. Das Schlimme war ja, dass das Virus durch Sex übertragen wurde, und deshalb schob man den Infizierten die Schuld zu. Als ich mit Anfang 20 nach Berlin kam, habe ich natürlich nur an Sex gedacht, aber Sex war damals immer mit Tod und Sterben verbunden. Dabei ist Sex etwas so Wichtiges, Befreiendes und Schönes. Krieg und Gewalt sind schlimm, aber nicht Sex. Doch man hat diese Menschen dafür verurteilt und sie alleingelassen. Heute können sich viele Menschen vielleicht gar nicht vorstellen, dass dies so war.</p>

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    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Was können junge Zuschauer*innen aus dem Abend für sich mitnehmen?</strong></p>

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    </div>
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<p>Peter Plate: Das Schönste wäre, wenn sie wieder ein bisschen mehr Hoffnung hätten. Wer hätte 1987 gedacht, dass zwei Jahre später die Mauer fallen würde? Wer, dass es bald bessere HIV-Medikamente gibt, die einen zumindest etwas länger leben lassen? Und dass es bald eine Therapie geben würde, die HIV zu einer chronischen Krankheit werden lässt? Dass wir inzwischen die PrEP haben, die uns vor einer Infektion schützen kann?</p>

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    </div>
  </div>
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<p>Ulf Leo Sommer: Wir sollten dabei auch im Blick haben, dass wir uns gerade in einer Zeit befinden, in der das Eis wieder merklich dünner wird und die Freiheit, die wir in der queeren Community derzeit genießen, zunehmend in Gefahr ist. Und wer sagt, dass das Thema Aids von gestern ist, dem kann ich nur entgegnen: Du lebst auf einem anderen Planeten! Wir müssen nur in die USA schauen, was dort mit der Krankenversorgung geschieht oder wie sich in Afrika die HIV-Situation wieder verschlimmert.</p>

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		<title>Aidshilfen gegen Rassismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Aidshilfen gegen Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antidiskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der Kampagne „Aidshilfen gegen Rassismus“ sendet die Deutsche Aidshilfe eine klare Botschaft: Wir stehen an der Seite von Menschen, die rassistische Diskriminierung erleben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Mit der Kampagne „Aidshilfen gegen Rassismus“ sendet die Deutsche Aidshilfe eine klare Botschaft: Wir stehen an der Seite von Menschen, die rassistische Diskriminierung erleben.</strong></p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Jedes Jahr wird am 21. März der Internationale Tag gegen Rassismus begangen. Rund um dieses Datum finden jährlich auch die Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) statt – 2026 vom <strong><a href="https://stiftung-gegen-rassismus.de/aktionswochen/internationale-wochen-gegen-rassismus" type="link" id="https://stiftung-gegen-rassismus.de/aktionswochen/internationale-wochen-gegen-rassismus">16. bis 29. März unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“</a></strong>. Gerade in Zeiten negativer medialer Berichterstattung über Menschen mit Migrationsgeschichte und Fluchthintergrund ist es entscheidend, dass wir zu den IWgR gemeinsam Flagge zeigen. Viele Aidshilfen und andere Partnerorganisationen planen Events, Aktionen und Kampagnen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mit der Kampagne <strong>„Aidshilfen gegen Rassismus“ </strong>informieren wir zum Thema, erklären uns solidarisch mit Menschen, die Rassismus erleben, und unterstützen die Auseinandersetzung mit Rassismus im Aidshilfe-Verband. Im <strong>gleichnamigen Positionspapier</strong> <a href="https://www.aidshilfe.de/aidshilfen-gegen-rassismus-0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">verpflichtet sich die Deutsche Aidshilfe zur Antirassismusarbeit</a> und erklärt, warum das Engagement gegen Rassismus Teil von struktureller HIV-Prävention ist. Es wurde im Oktober 2023 einstimmig von der DAH-Mitgliederversammlung verabschiedet.</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<div class="wp-block-yoast-seo-table-of-contents yoast-table-of-contents"><h2>Inhaltsverzeichnis</h2><ul><li><a href="#h-neue-beitrage-auf-dah-webseiten" data-level="2">Neue Beiträge auf DAH-Webseiten</a></li><li><a href="#h-mehr-zum-thema-rassismus-auf-magazin-hiv-auswahl" data-level="2">Mehr zum Thema Rassismus auf magazin.hiv (Auswahl)</a></li><li><a href="#h-rassismus-im-gesundheitswesen" data-level="2">Rassismus im Gesundheitswesen</a></li><li><a href="#h-materialien-der-deutschen-aidshilfe-zum-thema-und-zur-kampagne" data-level="2">Materialien der Deutschen Aidshilfe zum Thema und zur Kampagne</a></li><li><a href="#h-dah-seminare-zu-den-themen-rassismus-und-migration" data-level="2">DAH-Seminare zu den Themen Rassismus und Migration</a></li><li><a href="#h-banner-und-social-media-grafiken-zur-kampagne-iwgr2026" data-level="2">Banner und Social-Media-Grafiken zur Kampagne #IWgR2026</a></li></ul></div>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-beitrage-auf-dah-webseiten">Neue Beiträge auf DAH-Webseiten</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Folgende Beiträge zu den Themen Rassismus, Diskriminierung und Migrationspolitik sind kürzlich erschienen:</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das <strong>Asylbewerberleistungsgesetz</strong> soll eine umfassende <strong>Versorgung rund um Schwangerschaft und Geburt </strong>garantieren – so die Theorie. Die Realität sieht für schwangere Geflüchtete und Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus oft anders aus, <a href="https://magazin.hiv/magazin/asylbewerberleistungsgesetz-schwangerschaft/" type="link" id="https://magazin.hiv/magazin/asylbewerberleistungsgesetz-schwangerschaft/">zeigt unsere Recherche auf magazin.hiv</a>.</p>

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<p></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Geflüchtete Menschen, die psychisch erkrankt sind, bekommen in Deutschland oft keine Behandlung.</strong> Die Psychosozialen Zentren können nur wenigen eine psychotherapeutische Versorgung ermöglichen – die Finanzierungslücke ist eklatant. Dabei zeigt das Beispiel von Wali Shafique (Name geändert) aus <a href="https://magazin.hiv/magazin/keine-behandlung-und-krankmachende-lebensumstaende/" type="link" id="https://magazin.hiv/magazin/keine-behandlung-und-krankmachende-lebensumstaende/">einer Recherche für magazin.hiv</a>, was professionelle Unterstützung bewirken kann. </p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Das Peer-to-Peer-Projekt „Resilient Voices“ setzt sich auf vielfältige Weise dafür ein, die Isolation queerer Geflüchteter zu durchbrechen</strong>. Unter anderem besucht es queere Geflüchtete in Erstaufnahmeeinrichtungen, damit sie mit ihren Erfahrungen und Anliegen nicht alleine bleiben. <a href="https://magazin.hiv/magazin/resilient-voices-die-scheinbar-kleinen-dinge-machen-einen-unterschied/" type="link" id="https://magazin.hiv/magazin/resilient-voices-die-scheinbar-kleinen-dinge-machen-einen-unterschied/">In einem Bericht für magazin.hiv</a> erzählt Ann, dass die jüngsten Verschärfungen im Asylrecht zu erheblichen psychischen Belastungen bei vielen Asylsuchenden und Geduldeten geführt haben. Besonders belastend sei die ständige Angst vor Abschiebung. „Im Moment leben alle im Krisenmodus – von Moment zu Moment, ohne zu wissen, was als Nächstes passiert.“ Obendrein kämpft das Projekt mit fehlender Finanzierung.</p>

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    </div>
  </div>
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<p></p>

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    </div>
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<p></p>

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    </div>
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<p></p>

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<p></p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Unser Fachbereich Migration <a href="https://www.hiv-migration.de/artikel-fuer-fachpersonal" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bringt seit diesem Jahr eine Reihe von Fachartikeln zum Themenfeld Gesundheit, Rassismus und Migration heraus</a>. Den Anfang macht Hannah Siegert mit <strong>„Zwischen Zugehörigkeit und Ausschluss: Rassismus in der psychischen Versorgung“.</strong></p>

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    </div>
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<p></p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-zum-thema-rassismus-auf-magazin-hiv-auswahl">Mehr zum Thema Rassismus auf magazin.hiv (Auswahl)</h2>

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    </div>
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            <img loading="lazy" decoding="async" class="lazyload js-lazyload"  alt="HIV und Schwangerschaft" src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==" data-src="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2018/05/Schwanger-Fotolia_91634198_S-800x0-c-center.jpg" data-sizes="auto" width="800" height="355" >
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Rassistische Zuschreibung im Gesundheitssystem</strong> können dramatische Folgen haben, berichtet N’joula Baryoh im <a href="https://magazin.hiv/magazin/weniger-schmerzmittel-mehr-kaiserschnitte-rassismus-in-der-geburtshilfe/">Interview zu Rassismus in der Geburtshilfe</a>. Weiße Menschen denken noch heute, dass Schwarze Frauen besser gebären könnten und schmerzunempfindlicher seien. Baryoh ist Gynäkologin und Dozentin/Referentin für Rassismuskritik in der Medizin sowie engagiert bei <a href="https://blackinmedicine.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Black in Medicine</a>.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Diskriminierung muss immer auch strukturell verstanden werden. <strong>Warum wir ein machtkritisches Verständnis von Intersektionalität brauchen</strong>, um nachhaltige Strategien für soziale Gerechtigkeit entwickeln zu können, <a href="https://magazin.hiv/magazin/intersektionalitaet-machtkritisch/">erklärt Fabienne Mahwane Gretschel in ihrer Keynote</a> vom DAH-Fachtag „Strukturelle Prävention in Zeiten gesellschaftlichen Wandels“. Und sie erinnert daran: Intersektionalität kommt aus dem Schwarzen Feminismus!</p>

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    </div>
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<p><strong>Was es bedeutet, kein Passing zu haben</strong>, diskutiert Ahmed Awadalla als queere nicht-binäre Person of Color. Der Artikel <a href="https://magazin.hiv/magazin/gegen-den-strom-was-es-bedeutet-kein-passing-zu-haben/">Gegen den Strom</a> stellt das Konzept „Passing” vor und reflektiert dessen Überschneidungen mit Identität, Akzeptanz und Zugehörigkeit. Die Erkenntnis: „Indem wir auffallen, können wir anderen zeigen, dass Unterschiede nicht gefürchtet oder ausgelöscht, sondern gefeiert werden sollten.“</p>

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<p></p>

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<p>Die Polizei steht in der Kritik. Antimuslimische und rassistische Äußerungen und Racial Profiling sind ein strukturelles Problem. Systematische Diskriminierungen erfahren auch queere Personen und Menschen mit HIV. „<a href="https://magazin.hiv/magazin/problemfall-polizei/">Problemfall Polizei</a>“ ist Teil einer Artikelserie zu <strong>Formen und Dimensionen von Diskriminierung bei der Polizei.</strong></p>

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<p><strong>„Wir helfen anderen Frauen, damit sie nicht das Gleiche durchmachen müssen“:</strong> Geflüchtete Frauen werden mehrfach diskriminiert, <a href="https://magazin.hiv/magazin/gefluechtete-frauen-women-in-exile/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sagt Madeleine Mawamba im Interview</a>. Seit neun Jahren engagiert sie sich für „Women in Exile“. In der Organisation unterstützen sich Frauen mit Fluchterfahrung gegenseitig.</p>

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<p></p>

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<p><strong>„Angst vor Abschiebung: ‚Ein Gefühl, mit dem ich leben muss‘“: </strong>Mary engagiert sich ebenfalls bei „Women in Exile“. <a href="https://magazin.hiv/magazin/angst-vor-abschiebung-women-in-exile/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sie kam vor vier Jahren aus Kenia nach Deutschland, um Asyl zu beantragen.</a> Zurück ließ sie ihre Zwillinge, die inzwischen zwölf sind. Sie ist geduldet und fürchtet, jederzeit abgeschoben werden zu können. Kraft gibt ihr in dieser unsicheren Situation ihr Engagement bei der Peer-to-Peer-Initiative von und für geflüchtete Frauen. In Unterkünften haben Frauen mit Problemen wie sexualisierter Gewalt, fehlender Privatsphäre und mangelnder Hygiene zu kämpfen.</p>

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<p><strong>„Aus der Psychiatrie in den Abschiebeflieger“:</strong> Abschiebungen aus stationärer Behandlung sind grundsätzlich ein schwerer Eingriff in eine medizinische Behandlung. <a href="https://magazin.hiv/magazin/abschiebungen-aus-der-psychiatrie-in-den-abschiebeflieger/">Imad (Name geändert) wurde trotz akuter Suizidalität abgeschoben – in ein Land, in dem er seit 15 Jahren nicht mehr war.</a> Eine neue Meldestelle dokumentiert Abschiebungen aus dem Krankenhaus.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>„Krank, verängstigt und ohne Behandlung“: </strong><a href="https://magazin.hiv/magazin/bundesregierung-verschleppt-reform-der-uebermittlungspflicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Bundesregierung verschleppt die angekündigte Reform der Übermittlungspflicht für die Gesundheitsversorgung von Menschen ohne sicheren Aufenthaltsstatus.</a> Ihnen werden aus migrationspolitischen Gründen damit grundlegende Menschenrechte verwehrt.</p>

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<p></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>„Rassismus wird genutzt, um Privilegien zu bewahren“: </strong>Zum Internationalen Tag gegen Rassismus 2017 sprachen wir mit dem <a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/rassismus-wird-genutzt-um-privilegien-zu-bewahren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Migrationsforscher Paul Mecheril über die Funktionsweise rassistischer Deutungsmuster </a>und die Frage, wie u. a. Aidshilfe kritisch mit solchen Mustern umgehen kann.</p>

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            <img loading="lazy" decoding="async" class="lazyload js-lazyload"  alt="Tupoka Ogette" src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==" data-src="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2019/03/Foto-Ogette-2-privat-800px-800x0-c-center.jpg" data-sizes="auto" width="800" height="355" >
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>„Das Interview, welches ich gern einmal zu Rassismus führen würde“</strong>: Als Autorin, Trainerin und Beraterin bekommt die Rassismus-Expertin Tupoka Ogette oft die gleichen „weißen“ Fragen gestellt. <a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/tupoka-ogette-interview-rassismus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Für magazin.hiv interviewte sie sich daher selbst</a><a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/tupoka-ogette-interview-rassismus/">.</a></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>„Antirassistische Arbeit muss 365 Tage im Jahr passieren“:</strong> Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus am 21. März 2019 <a href="https://magazin.hiv/magazin/interview-pum-kommattam-rassismus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sprachen wir mit Dr. Pum Kommattam</a> über Intersektionalität und Rassismus – und darüber, was Aidshilfen tun können, wenn sie es mit diesen Themen ernst meinen.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>„Warum ich über Rassismus rede“:</strong> <a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/reden-ueber-rassismus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ahmed Awadalla schreibt über antimuslimischen Rassismus</a>, die Arbeit mit Migrant*innen und darüber, dass über Rassismus zu sprechen ein Akt der Liebe sein kann.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>„Die Perspektiven von Schwarzen Menschen und People of Color sichtbar machen“:</strong> Melody Makeda Ledwon ist Sexualpädagogin, begleitet Gruppenangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und Veranstaltungen zu sexueller Selbstbestimmung. <a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/sexuelle-rechte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sie beschäftigt sich besonders mit dem intersektionalen Blick auf Feminismus, Sexualität, sexuelle Rechte und sprach mit uns u. a. über reproduktive Gerechtigkeit, ein Konzept aus der Schwarzen feministischen Bewegung.</a></p>

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    </div>
  </div>
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            <img loading="lazy" decoding="async" class="lazyload js-lazyload"  alt="Black Lives Matter!" src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==" data-src="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2024/03/BL_FB340BC8-06BF-4C93-AFC1-7F5EBD37B3D7-e1741872881769-1000x0-c-center.jpeg" data-sizes="auto" width="1000" height="562" >
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>#BlackLivesMatter</strong>: Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd in Minneapolis durch einen Polizisten solidarisierte sich die DAH mit den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt. Auf magazin.hiv gibt es Statements von <a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/blacklivesmatter-proteste-gegen-rassismus-und-polizeigewalt/">Alphonsine Bakambamba und Tanja Gangarova vom Fachbereich Migration der DAH</a>, von <a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/being-black-is-not-a-crime/">Lillian Kababiito vom Netzwerk AfroLebenPlus</a> und von <a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/wir-muessen-rassismus-in-sprache-strukturen-und-gesetzen-benennen-und-bekaempfen/">M. Clément Matweta vom Afrikanischen Gesundheits- &amp; HIV-Netzwerk in Deutschla</a>nd. </p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p></p>

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    </div>
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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>AfroLebenVoice:</strong> HIV-positive Migrant*innen haben in Deutschland nicht nur mit dem HIV-Stigma zu kämpfen. Viele erleben auch tagtäglich Rassismus. Hier haben <a href="https://magazin.hiv/magazin/szene-community/21-maerz-internationaler-tag-gegen-rassismus/">Robin, Remon und Lohlian* ihre Geschichten</a> erzählt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Wie wichtig Antirassismus für die Aidshilfe-Arbeit ist und auf welchen Ebenen sie eine Rolle spielt</strong>, erläuterte Björn Beck, bis Ende August 2023 DAH-Vorstandsmitglied, <a href="https://magazin.hiv/magazin/antirassismus-in-der-aidshilfe-arbeit-dah-vorstand-bjoern-beck-im-interview/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">im Interview anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2023</a>: „Wir setzen uns in der Aidshilfe-Arbeit aktiv auch mit dem Rassismus auseinander, den wir internalisiert haben. Das ist unangenehm, aber notwendig“, erklärt er auf magazin.hiv<em>.</em> „Das Thema Rassismus betrifft nicht nur unser Miteinander in der Aidshilfe. Im ganzen Bereich Sozialleistungen und Gesundheitsversorgung ist noch viel zu tun.“</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-rassismus-im-gesundheitswesen">Rassismus im Gesundheitswesen</h2>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In den folgenden Beiträgen geht es um rassistische Diskriminierung im Gesundheitswesen und ihre Auswirkungen:</p>

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    </div>
  </div>
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            <img loading="lazy" decoding="async" class="lazyload js-lazyload"  alt="Omer Idrissa Ouedraogo" src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==" data-src="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2023/03/Proflibild_Omer-713x0-c-center.jpg" data-sizes="auto" width="713" height="560" >
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>„Black or White – Rassismus im Gesundheitswesen“:</strong> Tag für Tag erleben BIPoC in Deutschland rassistische Diskriminierung – auch im Gesundheitswesen. Hier trifft es sie in besonders vulnerablen Situationen. Studien belegen dringenden Handlungsbedarf, s<a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/black-or-white-rassismus-im-gesundheitswesen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">o Omer Idrissa Ouedraogo auf magazin.hiv</a>.</p>

              </div>
    </div>
  </div>


  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>„Worüber niemand in der Medizin spricht“:</strong> Die Medizinstudentin und Aktivistin Shreyasi Bhattacharya setzt sich für Antirassismus in der medizinischen Lehre ein und klärt in ihrem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vYpOZJYRzrw" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TED-Talk über Rassismus in der Medizin</a> auf. </p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>#Afrozensus #UnsereStimmenZählen! </strong>Der<a href="http://www.afrozensus.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> „Afrozensus“</a> ist die erste umfassende Studie, die sich mit den Lebensrealitäten, Perspektiven und Diskriminierungserfahrungen von Schwarzen, afrikanischen und afrodiasporischen Menschen in Deutschland befasst. Ein Untersuchungsschwerpunkt sind Erfahrungen im Gesundheitswesen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>„Rassismus und seine Symptome“:</strong> In der gesundheitlichen Versorgung erleben Menschen besonders häufig Diskriminierung und Rassismus, <a href="https://www.rassismusmonitor.de/publikationen/rassismus-und-seine-symptome/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zeigt der Bericht des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors 2023 mit dem Schwerpunkt Gesundheit</a>:</p>

              </div>
    </div>
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            <img loading="lazy" decoding="async" class="lazyload js-lazyload"  alt="NaDiRa Ergebnis Terminvergabe" src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==" data-src="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2024/03/NaDiRa_3-1080x0-c-center.jpg" data-sizes="auto" width="1080" height="1080" >
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            <img loading="lazy" decoding="async" class="lazyload js-lazyload"  alt="NaDIRa Rassistische Zuschreibungen Schwarze Frauen" src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==" data-src="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2024/03/NaDiRa_4-1080x0-c-center.jpg" data-sizes="auto" width="1080" height="1080" >
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            <img loading="lazy" decoding="async" class="lazyload js-lazyload"  alt="NaDiRa Rassistische Zuschreibungen muslimisch gelesene Frauen" src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==" data-src="https://magazin.hiv/wp-content/uploads/2024/03/NaDiRa_5-1080x0-c-center.jpg" data-sizes="auto" width="1080" height="1080" >
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<h2 class="wp-block-heading" id="h-materialien-der-deutschen-aidshilfe-zum-thema-und-zur-kampagne">Materialien der Deutschen Aidshilfe zum Thema und zur Kampagne</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Im aidshilfe.de-Shop finden sich <a href="https://www.aidshilfe.de/shop/leben-hiv-ohne-rassismus">Plakate</a> und <a href="https://www.aidshilfe.de/shop/leben-hiv-ohne-rassismus-0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aufkleber</a> mit je verschiedenen Motiven zur Kampagne <strong>„Aidshilfen gegen Rassismus“</strong>, die von den DAH-Mitgliedsorganisationen bestellt werden können. Diese Medien wurden zusammen mit Community-Mitgliedern mit Migrationsgeschichte erarbeitet. Aidshilfen und weitere Community-Netzwerke können damit Stellung beziehen, andere Kolleg*innen für Rassismus sensibilisieren und die gesamtgesellschaftliche Aufgabe des Kampfes dagegen hervorheben (in Deutsch, Englisch und Französisch).</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Handreichung <strong>„Dein Kompass gegen Rassismus“ </strong>bietet Informationen und Empfehlungen zur Unterstützung von rassismuserfahrenen Ratsuchenden. Sie richtet sich an Aidshilfe-Mitarbeitende und <a href="https://www.aidshilfe.de/shop/kompass-gegen-rassismus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kann als PDF im aidshilfe.de-Shop heruntergeladen werden</a>.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>„Diskriminierungssensible Sprache in Aids- und Selbsthilfe“:</strong> Wer diskriminierende Strukturen in unserer Gesellschaft erkennt, stellt schnell fest, dass sich diese auch in unserer Sprache wiederfinden. Aber wie kann eine diskriminierungssensible Sprache aussehen – sei es in der Kommunikation mit Ratsuchenden, in Präventionsbotschaften oder in Informationsmaterial? Wie können unterschiedliche Personen und Gruppen benannt und damit sichtbar gemacht werden? Anregungen und Antworten bieten ein Leitfaden, <a href="https://www.aidshilfe.de/shop/leitfaden-film-diskriminierungssensible-sprache-aids-selbsthilfe" target="_blank" rel="noreferrer noopener">der als PDF</a> und in <a href="https://www.aidshilfe.de/medien/md/diskriminierungssensible-sprache-in-aids-und-selbsthilfe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">digitaler Form</a> vorliegt, sowie ein vierminütiger Film:</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mit <strong>„LUBE – Lernen, Unterstützen, Beraten, Empowern“</strong> hat die DAH ein E-Learning zum Thema Diskriminierung im Gesundheitswesen von Menschen mit HIV, trans und nicht-binären Menschen sowie Menschen, die Rassismus erfahren, entwickelt. Es richtet sich an Personen, die in der Antidiskriminierungsberatung arbeiten und sich in diesem Feld fit machen wollen. Für die Teilnahme ist eine <a href="https://elearning.aidshilfe.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kostenlose Registrierung auf der DAH-Lernplattform</a> notwendig.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-dah-seminare-zu-den-themen-rassismus-und-migration">DAH-Seminare zu den Themen Rassismus und Migration </h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Während der Internationalen Wochen gegen Rassismus und darüber hinaus bietet die DAH mehrere Online-Veranstaltungen an. Der Fokus liegt auf den Themen Flucht und Migration sowie Trauma und mentale Gesundheit – Bereiche, die aus den Communitys als zentral herausgearbeitet wurden. Unsere Seminare bieten Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch, zur Selbstfürsorge und zur Stärkung im Umgang mit sexueller Gesundheit und deren Herausforderungen. Zusätzlich organisieren wir spezielle Netzwerktreffen für Migrant*innen. Diese Safer Spaces erlauben es, spezifische Probleme zu diskutieren und Lösungsansätze zu entwickeln. Ziel ist es, gleichgesinnte Personen zusammenzubringen und nachhaltige Netzwerke aufzubauen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>18.03.2026, 9:30–16:00 Uhr, <a href="https://seminar.aidshilfe.de/de/cf3e110e449e42aebd3429ad05ec67c1/flucht-sucht-und-trauma" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Flucht, Sucht und Trauma</strong></a>: Ein Seminar <strong>für Mitarbeitende mit Migrationsgeschichte</strong>, die in Aidshilfen, Gesundheitsbehörden, Migrantenselbstorganisation und anderen Institutionen arbeiten. Resilienz und Self-Care im Arbeitsalltag stehen hier im Vordergrund.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>23.03.2026, 9:30–16:00 Uhr, <a href="https://seminar.aidshilfe.de/de/5bbd385370fe4e1b9f979caccaac4ae6/rassistische-diskriminierung-und-trauma" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Rassistische Diskriminierung und Trauma</strong></a>: Ein Seminar <strong>für Menschen ohne oder mit Migrationsgeschichte</strong>, die sich mit den Themen Rassismus und Diskriminierung weiter auseinandersetzen wollen, um Retraumatisierungen von Klient*innen zu vermeiden.</p>

              </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>20.03.2026 – 21.03.2026, <strong><a href="https://seminar.aidshilfe.de/de/d27f876bc02b4e83bef62f85de349778/konzepttreffen-netzwerk-afrolebenplus">Konzepttreffen Netzwerk AfroLebenPlus</a>: </strong>AfroLeben+ ist ein multi-ethnisches Netzwerk <strong>für HIV-positive Menschen mit Migrationsgeschichte und Fluchterfahrung</strong>. Es dient der gegenseitigen Stärkung und bundesweiten Vernetzung. Zudem unterstützen die Mitglieder dieses Netzwerk die DAH bei der Entwicklung von Angeboten zur HIV-Prävention, die speziell auf die Bedürfnisse von Migrant*innen und Geflüchtete zugeschnitten sind.</p>

              </div>
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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>27.03.2026 – 28.03.2026, <a href="https://seminar.aidshilfe.de/de/aa2fe09b52664c99967898a6d22a520e/bundesweit-vernetzung-muslimische-netzwerk-magef" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Bundesweite Vernetzung des muslimischen Netzwerks MAGEF:</strong> </a>Das neu gegründete Muslimische Aufklärungs- und Gesundheitsförderungs-Netzwerk (MAGEF) freut sich auf neue Mitglieder, die Lust an der Bearbeitung von Themen rund um antimuslimischen Rassismus, spezifische Gesundheitsförderung und Präventionsarbeit mit und bei Muslim*innen und muslimisch gelesenen Personen haben.<strong> Es</strong> <strong>richtet sich an Muslim*innen</strong> <strong>und muslimisch gelesene Personen</strong>.</p>

              </div>
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  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auch nach den IWgR bieten wir Seminare zu diesen Themenfeldern an. Auf <a href="https://www.hiv-migration.de/termine" type="link" id="https://www.hiv-migration.de/termine">hiv-migration.de/termine</a> halten wir euch auf dem Laufenden; die Seite wird regelmäßig aktualisiert und um weitere Veranstaltungen ergänzt.  </p>

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    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-banner-und-social-media-grafiken-zur-kampagne-iwgr2026">Banner und Social-Media-Grafiken zur Kampagne #IWgR2026</h2>

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  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wir freuen uns, wenn die folgenden Kampagnenbanner und -grafiken – auch zur Gestaltung mit eigenen Statements – heruntergeladen werden und auf möglichst vielen Kanälen zum Einsatz kommen. Zum Herunterladen das jeweilige Bild anklicken und dann mit der rechten Maustaste „Speichern unter“ auswählen. </p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><br>Danke an alle, die sich an der Aktion beteiligen!</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bild für Instagram, 1080 x 1350 Pixel, Regenbogenliebe gegen Rassismus (deutsch/englisch/französisch), Internationale Wochen gegen Rassismus</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Bild für Instagram, 1080 x 1350 Pixel, Leben mit HIV ohne Rassismus (deutsch/englisch/französisch), Internationale Wochen gegen Rassismus</p>

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<p>Bild für einen Post zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus, 1080 x 1350 Pixel, mit weißem Schild, das mit Text gefüllt werden kann</p>

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<p>Instagram-Story-Format, 1080 x 1920 Pixel, Leben mit HIV ohne Rassismus (deutsch/englisch/französisch), Internationale Wochen gegen Rassismus</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Instagram-Story-Format, 1080 x 1920 Pixel, Regenbogenliebe gegen Rassismus (deutsch/englisch/französisch), Internationale Wochen gegen Rassismus</p>

              </div>
    </div>
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<p>Grafik „Drogenhilfe gegen Rassismus – Internationale Wochen“, 858 x 612 Pixel</p>

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    </div>
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			</item>
		<item>
		<title>Die richtigen Fragen stellen: Wie verändert „KI“ das Gesundheitswesen?</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/wie-veraendert-ki-das-gesundheitswesen/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/wie-veraendert-ki-das-gesundheitswesen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Manuel Hofmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 21:50:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1559348</guid>

					<description><![CDATA[Das Bundesgesundheitsministerium hat Anfang Februar 2026 ein Update zur Digitalisierungsstrategie des Gesundheitswesens vorgelegt. Jetzt gilt es, die richtigen Fragen zu stellen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Das Bundesgesundheitsministerium hat Anfang Februar 2026 ein Update zur Digitalisierungsstrategie des Gesundheitswesens vorgelegt. Jetzt gilt es, die richtigen Fragen zu stellen.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Groß sind die <a href="https://magazin.hiv/magazin/ki-gesundheit-digitalisierung-longevity/">Versprechungen, die mit „Künstlicher Intelligenz“ („KI“) und Digitalisierung einhergehen</a>. Das ist auch im <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/weiterentwicklung-digitalisierungsstrategie-pm-11-02-26.html">„Update der Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege“</a> nicht anders, das am 11. Februar von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vorgestellt wurde: Ein „gesünderes und längeres Leben für alle“ soll Digitalisierung ermöglichen durch eine medizinische Versorgung und Pflege, die „besser und effizienter“ werden, heißt es darin zum Beispiel.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Strategie war ursprünglich 2023 vom damaligen Minister Karl Lauterbach vorgelegt worden. Der Aufbau des <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/internationale-gesundheitspolitik/europa/europaeische-gesundheitspolitik/ehds.html">Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS)</a>, neue Erwartungen im Bereich der „Künstlichen Intelligenz“ sowie der Plan eines neuen Systems für die Erstversorgung machten das nun vorgelegte Update notwendig.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die wichtigsten Elemente: Die ePA soll zur zentralen Anwendung für Gesundheitsthemen ausgebaut werden, Digitalisierung der Schlüssel zu einem erfolgreichen Primärärzt*innensystem sein und „KI“ soll „sicher, flächendeckend und wirksam“ eingesetzt werden.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Digitalisierung und „KI“ werden das Gesundheitswesen fraglos verändern. Doch es ist wichtig, jetzt die richtigen Fragen zu stellen:</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-wie-weit-hilft-ki-dem-gesundheitswesen"><strong>Wie weit hilft „KI“ dem Gesundheitswesen?</strong></h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Während Digitalisierung und „KI“ durchaus das Potenzial haben, Prozesse im Gesundheitswesen zu vereinfachen und die Versorgung zu verbessern, kommt es auf eine gewissenhafte Abwägung bei der Umsetzung an.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Den großen Hoffnungen, mit denen der Einsatz von „KI“ derzeit verbunden ist, müssen wir realistisch begegnen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dabei dürfen wir vor allem nicht vernachlässigen, wie weitreichend die Auswirkungen auf Menschen in Gesundheitsberufen, auf Patient*innen und auf das Verhältnis zwischen ihnen sein können. Dazu braucht es mehr strategische Auseinandersetzung und Debatten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Den großen Hoffnungen, mit denen der Einsatz von „KI“ derzeit verbunden ist, müssen wir realistisch begegnen: Weder wird „KI“ alle strukturellen Probleme im Gesundheitswesen wie Personalmangel oder Kostenexplosion lösen können, noch sind die großen Versprechungen medizinischer Spitzenleistungen und Effizienzgewinne bisher eingetreten – oder auch nur auf absehbare Zeit erwartbar.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die technische Architektur der „KI“-Systeme gründet auf massenhaften Daten plus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stochastik">Stochastik</a>, also der mathematischen „Kunst des Vermutens“. Das begrenzt diese Systeme dauerhaft: Es gibt keine Garantie dafür, dass Aussagen der „KI“ wahr und richtig sind. Anders als bei einem Algorithmus, der nach festen Regeln funktioniert und bei gleichen Bedingungen wiederholbare Ergebnisse liefert, ist diese Wiederholbarkeit bei „KI“ gerade nicht gewährleistet. Auch ist nicht nachvollziehbar, was genau den jeweiligen Antworten zugrunde liegt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-welche-zwecke-soll-und-kann-dokumentation-erfullen"><strong>Welche Zwecke soll und kann Dokumentation erfüllen?</strong></h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>„KI“-gestützte Dokumentation soll in wenigen Jahren bei mehr als 70 Prozent der Einrichtungen zum Standard geworden sein, heißt es in der Strategie.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sicherlich: Dokumentation ist oft lästig, aber sie kann auch dabei helfen, ein gemeinsames Verständnis zwischen Patient*in und Ärzt*in herzustellen oder zu überprüfen oder eine wichtige abschließende Reflexion über einen Fall darstellen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-was-bewirkt-automatisierung-mit-ki"><strong>Was bewirkt Automatisierung mit „KI“?</strong></h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Selbst wenn eine Entlastung durch Automatisierung in diesem Fall naheliegt:</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Schafft sie wirklich mehr qualitativ hochwertige Zeit für die Behandlung von Patient*innen oder wird sie am Ende Ausdruck einer noch stärker verdichteten Arbeitsrealität von Menschen in Gesundheitsberufen sein?</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das ist gerade angesichts des demografischen Wandels erwartbar, der in den nächsten Jahren viele ältere Patient*innen mit größeren Behandlungsbedarfen bringen wird, während zugleich viele Menschen in Gesundheitsberufen in Rente gehen. Weniger Ärzt*innen müssen also künftig mehr Patient*innen behandeln, wenn nicht gegengesteuert wird.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dabei entscheidet eine gute Beziehung zwischen Ärzt*innen und Patient*innen über den Heilungsverlauf mit – auch bei körperlichen Erkrankungen. Doch dafür braucht es Zeit.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-wie-wichtig-ist-uns-digitale-souveranitat"><strong>Wie wichtig ist uns digitale Souveränität?</strong></h2>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bei der Automatisierung der Dokumentation strebt die Ministerin ein hohes Tempo an. Mit Blick auf die bisher auf dem Markt dominierenden Anbieter könnte das dazu führen, dass bald regelhaft OpenAI, Google Gemini und Co. mit im Sprechzimmer sitzen. Die Abhängigkeit von den USA wächst bei verstärktem Einsatz der Dienste weiter.</p>

              </div>
    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Große Anbieter von Praxisverwaltungsystemen werben bereits mit „KI“-Tools zur Dokumentation und Automatisierung. Schaut man genauer in die Datenschutzbestimmungen, bestätigt sich die Vermutung:</p>

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    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://media.doctolib.com/image/upload/v1764862683/legal/B2B-Privacy_Policy-DEC-25-DE.pdf">Doctolib setzt Anthropic und Google setzt Gemini als „KI“ ein und hostet bei Amazon Web Services</a>. Konkurrent Jameda begrüßt die neue Strategie als „wichtiges Signal für die Branche“ und verweist auf das eigene Dokumentationstool Noa Notes, <a href="https://www.jameda.de/auftragsdatenverarbeitung?__hstc=75385229.805cc58347ff6e879eed200b40c00a98.1770908635602.1770908635602.1770908635602.1&amp;__hssc=75385229.1.1770908635602&amp;__hsfp=7bf87f28fea2db34364d8ad5aba8284c">das ebenfalls auf Amazon Web Services sowie Microsoft Azure setzt und auch OpenAI in der Datenschutzerklärung stehen hat</a>.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>VIA Health verspricht als „erster virtueller Assistent speziell für die Psychotherapie“ besten Datenschutz und weist gleichzeitig in der <a href="https://www.via-health.de/datenschutzerklarung-software">Datenschutzerklärung</a> darauf hin, zur „Transkribierung der Audiospur sowie (…) Erstellung der Sitzungsprotokolle“ verschiedene Drittanbieter von „Large Language Models (LLMs)“ einzusetzen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das alles spiegelt die gegenwärtige Realität weiter Teile unserer digitalen Infrastruktur wider. Und gleichzeitig passt es nicht zusammen mit politischen Forderungen nach mehr digitaler Souveränität, die auch von der Bundesregierung selbst regelmäßig vorgetragen werden (z.B. <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/digitale-souveraenitaet-2394250">in der Erklärung zum „Gipfel zur europäischen digitalen Souveränität“</a> vom 18. November 2025).</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-wie-verandern-sprachmodelle-die-beziehung-zwischen-arzt-innen-und-patient-innen"><strong>Wie verändern Sprachmodelle die Beziehung zwischen Ärzt*innen und Patient*innen?</strong></h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auch zu „KI“-gestützten Systemen der medizinischen Ersteinschätzung müssen wir uns Gedanken machen. Künftig soll es auch so laufen: Symptome werden in ein Computersystem eingegeben, darauf folgt eine technische Einschätzung. Dieses Verfahren soll Teil des Erstversorgungssystems werden und so den Zugang ins Gesundheitswesen (mit) regeln. Noch ist nicht klar, ob regelbasierte Algorithmen oder „KI“ die technische Grundlage dafür bilden werden.</p>

              </div>
    </div>
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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Öffnen wir mit digitalen Angeboten neue Wege für Patient*innen? Oder verlieren wir etwas, wenn wir uns mit standardisierten digitalen Ersteinschätzungen begrenzen?</p>

              </div>
    </div>
  </div>
</blockquote>

        </div>
      </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Kurz vorm Besuch in der Praxis die Symptome online eingeben und sich gegebenenfalls aufgrund besserer Steuerung Wartezeit sparen, kann eine gute Idee sein.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Eines genaueren Blicks bedürfen allerdings Themen, die sensibler und oft schambesetzt sind: Einfühlsam und ohne Vorurteile über Sexualität zu reden, ist oft schwierig. So sprechen viele Patient*innen das Symptom einer Geschlechtskrankheit erst ganz am Ende der Sprechstunde an oder eine psychische Belastungssituation wird erst im Gespräch selbst deutlich.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Öffnen wir mit digitalen Angeboten neue Wege für Patient*innen? Oder verlieren wir etwas, wenn wir uns mit standardisierten digitalen Ersteinschätzungen begrenzen?</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Und wie entstehen geschützte Räume für sensible Themen wie Sexualität, Geschlechtskrankheiten, Substanzkonsum oder psychische Störungen, wenn ein Tool im Raum steht, das alles Gesagte mitschneidet?</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-wie-gut-sind-sprachmodelle-als-gesundheitsassistenzen-wirklich"><strong>Wie gut sind Sprachmodelle als Gesundheitsassistenzen wirklich?</strong></h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>„KI“ soll zur ständigen Begleiterin für Patient*innen werden und perspektivisch „individualisierte Gesundheitsempfehlungen“ geben, heißt es in der Strategie weiter. Man möchte damit die Eigenverantwortung stärken.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dabei hat gerade erst wieder eine in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Nature“ veröffentlichte <a href="https://www.nature.com/articles/s41591-025-04074-y">Studie</a> gezeigt, dass „KI“-Systeme faktisch daran scheitern, richtige Ergebnisse hervorzubringen, sobald man sich von theoretischem Lehrbuchwissen verabschiedet und reale Patient*innen auf sie loslässt (ein Bericht zur Studie findet sich bei <a href="https://www.heise.de/news/ChatGPT-als-Arzt-Ersatz-Studie-zeigt-ernuechternde-Ergebnisse-11170499.html">heise.de</a>).</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Hinzu kommt: Bei Sprachmodellen (der Grundlage von &#8222;KI&#8220;), werden die Eingaben nicht über Standardfragen geleitet, sondern das Verfahren hängt stark von den Eingaben der User*innen ab. Davon hängen dann auch die Ergebnisse ab.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wie gut ChatGPT und Co. reagieren, lässt sich damit auch nicht verlässlich für alle Anwendungsfälle überprüfen, weil die Anzahl möglicher Nutzer*inneneingaben unbegrenzt ist. Die Erwartung an Verlässlichkeit von Software-Programmen, die sich aus Zeiten regelbasierter Programmierung speist, ist bei auf Stochastik gründenden Ansätzen nicht haltbar – denn da sind immer Wahrscheinlichkeiten und sogar Zufall mit im Spiel.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zwar gibt es mittlerweile Beispiele, in denen Menschen sagen: <a href="https://www.zeit.de/digital/internet/2026-02/gesundheit-kuenstliche-intelligenz-chatgpt-arzt-digitalpodcast">„KI“ hat mir geholfen</a>, dass es mir gesundheitlich wieder besser geht. Gerade bei seltenen Erkrankungen, denen Ärzt*innen in ihrem Berufsalltag fast nie begegnen, wird den Sprachmodellen ein Potenzial zugesprochen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Aber gleichzeitig gibt es besonders groteske Beispiele, in denen ChatGPT bei der Bewertung von Daten eines Gesundheitstrackers die Note „ungenügend“, also kurz vor Herzinfarkt, „geraten“ hat, während zwei Ärzte keine Anhaltspunkte für eine Erkrankung finden konnten (ein Bericht dazu findet sich <a href="https://www.derstandard.de/story/3000000305931/dr-chatgpt-faellt-im-ersten-test-durch-doch-claude-und-google-sind-kaum-besser">hier</a>).</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Menschen handeln als Menschen und sind damit auch in der Interaktion mit Maschinen und bei der Interpretation „maschineller“ Antworten oft unberechenbar.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das wiederum kann weitreichende Auswirkungen für Interaktionen zwischen Mensch und Mensch im Behandlungszimmer haben:</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Fragen Ärzt*innen in der Sprechstunde künftig mit ab, ob Patient*innen bereits vorab mit „KI“ recherchiert haben? Was ist, wenn sich Empfehlungen von „KI“-Systemen und realen Mediziner*innen unterscheiden, wenn von der „KI“ vorgeschlagene Behandlungen nicht von den Kassen gedeckt werden oder Kapazitäten fehlen?</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-wie-bleibt-das-gesundheitswesen-menschlich"><strong>Wie bleibt das Gesundheitswesen menschlich?</strong></h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wenn sie gut gemacht sind, bieten Technologien die Chance, Medizin besser zu machen. Dafür müssen wir aber anfangen, uns die richtigen Fragen zu stellen – jenseits von Heilsversprechen und Technikgläubigkeit und im Wissen um den hochkomplexen Faktor Mensch, der im Übrigen auch kein „nerviges Beiwerk“ ist: Am Ende sollen es ja doch wir Menschen sein, die von den neuen Technologien profitieren – und nicht nur die Tech-Milliardäre, die sie mit den größten Versprechungen bewerben.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-magazin-hiv wp-block-embed-magazin-hiv"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="vBIARiRwHh"><a href="https://magazin.hiv/magazin/ki-gesundheit-digitalisierung-longevity/">„KI“, Digitalisierung und „Longevity“</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;„KI“, Digitalisierung und „Longevity“&#8220; &#8211; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/ki-gesundheit-digitalisierung-longevity/embed/#?secret=JRZvs1ydQt#?secret=vBIARiRwHh" data-secret="vBIARiRwHh" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><br><em>Offenlegung: Der Autor hat im letzten Jahr auf Einladung der Gematik am Fachforum „Technologien und Anwendungen“ für die Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie „Gemeinsam Digital“ teilgenommen.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
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					<wfw:commentRss>https://magazin.hiv/magazin/wie-veraendert-ki-das-gesundheitswesen/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>„Er hat uns gezeigt, was Optimismus bewirken kann“</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/africa-orngu-erinnern/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/africa-orngu-erinnern/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 14:05:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Afro Leben+]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungstheater]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern und Gedenken]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit HIV]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1559136</guid>

					<description><![CDATA[Bei BeKAM, AfroLebenPlus und in seiner Gemeinde: Africa Orngu vermittelte viel Lebensfreude - vor allem, wenn er getanzt hat. Melike Yildiz erinnert an den 2024 verstorenen Weggefährten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Ob bei der Berliner Kontakt- und Anlaufstelle für HIV-positive Migrant*innen, in seiner Kirchengemeinde oder in der <a href="https://www.hiv-migration.de/mobile-theatergruppe-afrolebenplus-theater-des-lebens" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mobilen Theatergruppe des Netzwerks AfroLebenPlus</a>: Africa Orngu hat sich um die Menschen gekümmert und Lebensfreude vermittelt &#8211; vor allem, wenn er getanzt hat. Am 19. Oktober 2024 ist er nach langer Krankheit gestorben. Melike Yildiz erinnert an ihn.</strong></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>„Man lebt zweimal“, schrieb Honoré de Balzac, „das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung“. Wie also erinnern wir uns an Menschen, die in der Aids- und Selbsthilfe oder in deren Umfeld etwas bewegt haben? Was bleibt von ihnen, wie bleiben sie in unserem Gedächtnis? Mit diesen und anderen Fragen zum Gedenken beschäftigt sich unsere Reihe <a href="https://magazin.hiv/schlagwort/erinnern-und-gedenken/">„Erinnern und Gedenken“ </a>in loser Folge.</em></p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wenn ich an Africa denke, dann zu allererst an sein Lächeln. Vor 20 Jahren bin ich zum ersten Mal zu einem Treffen von <a href="https://www.berlin-aidshilfe.de/selbsthilfe/bekam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">BeKAM</a>, der Berliner Kontakt- und Anlaufstelle für HIV-positive Migrant*innen und deren Familien, gegangen und da kam Africa auf mich zu und begrüßte mich mit seinem breiten, einladenden Lächeln. Er hat mir damit vom ersten Moment an das Gefühl gegeben: Hier bin ich richtig. Africa war ein überaus offener Mensch, der auf andere zuging und ihnen allein durch seine Ausstrahlung und durch sein Wesen vermitteln konnte, dass sie willkommen sind – ganz gleich, ob bei Treffen von BeKAM oder bei Gottesdiensten seiner Kirchengemeinde.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Africa war bereits in seiner Heimat Nigeria ein überaus sozial und als Vertreter einer ethnischen Minderheit auch politisch engagierter Mensch. Im Zuge dessen hatte er als Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation die Möglichkeit erhalten, an einem Programm in Deutschland teilzunehmen. Während dieses kurzzeitigen Aufenthalts wurde dann seine HIV-Infektion festgestellt. Zudem musste er überraschend am Kehlkopf operiert werden. Die Behandlungen zogen sich hin – und Deutschland wurde so schließlich zu seiner zweiten Heimat. Seine Frau und seine Kinder konnte er leider nur selten sehen, aber es gelang ihm, den Kontakt aufrechtzuerhalten.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-dialog-zwischen-den-religionen-war-fur-ihn-etwas-selbstverstandliches"><strong>„Der Dialog zwischen den Religionen war für ihn etwas Selbstverständliches“</strong></h2>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In Berlin blieb Africa nicht lange allein. Er fand sehr schnell Anschluss, baute sich ein Netzwerk auf und begann, wie schon in Nigeria, sich in Organisationen zu engagieren. Er traf hier auf Menschen, die &#8211; wie er immer wieder betonte &#8211; seine Ersatzfamilie wurden. Da war zum einen seine Kirchengemeinde, die für ihn ein fester Anker war. Auch dort hat er alle Besucher*innen der Gottesdienste persönlich willkommen geheißen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zum anderen gab es BeKAM. Fast 100 Leute der verschiedensten Nationalitäten und Kulturen sind in unserer Chat-Gruppe. Africa, der streng gläubige Christ, war der erste, der zu muslimischen Festen gute Wünsche in die Runde geschickt hat. Für ihn war Religion nichts, was die Menschen trennt, sondern im Gegenteil etwas, das sie verbindet. Das hat ihn von vielen anderen unterschieden. Der Dialog zwischen den Religionen war für ihn etwas Selbstverständliches, die Liebe zu den Menschen und der Glaube an das Gute im Menschen waren Grundpfeiler seines Wesens. Er hat das nicht nur gelebt, er hat es vor allem auch ausgestrahlt.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Schon bevor es Projekte wie <a href="https://www.hiv-migration.de/meine-gesundheit-mein-glaube-hiv-praevention-der-kirche" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Deine Gesundheit, dein Glaube“</a> gab, war ihm wichtig, diese beiden Felder – HIV und Kirche – miteinander zu verbinden, also HIV-Prävention für gläubige Menschen zu betreiben. Er wusste, dass ein Teil der Gemeindemitglieder sich nicht testen ließ, falsche Vorstellungen von Übertragungswegen und Behandlungsmöglichkeiten hatte oder keine HIV-Medikamente nehmen wollte. Deshalb war er auch mit Feuer und Flamme bei der Mobilen Theatergruppe des Netzwerks AfroLebenPlus dabei.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-heading block--align-left ">
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<h2 class="wp-block-heading" id="h-er-hat-immer-an-alle-gedacht-an-uns-als-gemeinschaft"><strong>„Er hat immer an alle gedacht, an uns als Gemeinschaft“</strong></h2>

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<p>Auch innerhalb unserer Gruppe HIV-positiver Migrant*innen hatte Africa die Rolle eines Aufklärers und Wissensvermittlers eingenommen. Über unsere Chat-Gruppe hat er nicht nur Grüße zum Fastenbrechen oder zu Weihnachten geschickt, sondern auch Infos über neue Medikamente und Studien zu HIV oder während der Pandemie zu COVID-19. Africa war immer neugierig. Er hat alles gesammelt und mit uns geteilt, was er für wichtig oder hilfreich hielt. Es waren manchmal nur kleine Informationen, aber sie haben anderen in der Gruppe ganz sicherlich geholfen, sie aufgemuntert, angeregt und teilhaben lassen. Er hat immer an alle gedacht, an uns als Gemeinschaft, und hat sich um uns gesorgt. Wenn Menschen in Not waren, war er einer der ersten, der überlegte, wie man ihnen helfen und beistehen kann. So war es für ihn selbstverständlich, sich auch für Geflüchtete aus der Ukraine einzusetzen.</p>

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<p>Africa war auf seine Art ein sehr ernsthafter und besonnener Mensch. Der erste oberflächliche Eindruck konnte täuschen. Da wirkte der kleine Mann mit den stets etwas zu großen Anzügen für viele wie ein Witzbold. Ja, er war witzig und gesegnet mit einem überaus ansteckenden Humor &#8211; nicht zuletzt auch auf der Bühne des mobilen Aufklärungstheaters. Aber er war so vieles mehr, ein überaus kultivierter Mensch, eine sehr intelligente, optimistische, politisch engagierte, menschenliebende Person. In Berlin hatten wir die Ehre, ihn in all seinen Facetten kennenzulernen.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-er-fing-einfach-an-zu-tanzen-und-lachelte-die-menschen-an">&#8222;<strong>Er fing einfach an zu tanzen und lächelte die Menschen an</strong>&#8222;</h2>

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<p>Zum jährlichen Karneval der Kulturen in Berlin-Kreuzberg hat Africa die traditionelle Kleidung seines Stammes angezogen und dort mit Stolz präsentiert. Wenn ihm bei dem Umzug die Musik gut gefallen hat, fing er einfach an zu tanzen und lächelte die Menschen an. Es dauerte nie lange, und es tanzten erst ein, dann zwei andere mit ihm mit, bis eine ganze Gruppe sich mit ihm im Takt bewegte.</p>

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<p>Africa hat immer Glück ausgestrahlt und Lebensfreude verströmt. Das war keineswegs selbstverständlich, denn er war über viele lange Jahre schwer krank. Ich weiß nicht, wie er es geschafft hat, den Optimismus nicht zu verlieren und die vielen Aktivitäten zu bewältigen, in die er eingebunden war. So ist es ihm beispielsweise trotz der großen Distanz zwischen Deutschland und Nigeria gelungen, sich um die Erziehung und Ausbildung seiner Kinder zu kümmern. Wie stolz er war, als sein Sohn im vergangenen Jahr das Medizinstudium abgeschlossen hatte! Er hat das mit seiner Familie in Nigeria gefeiert, aber auch mit seiner Wahlfamilie in Deutschland geteilt.</p>

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<p>Mit der Zeit aber waren die gesundheitlichen Probleme so schwerwiegend geworden, dass Africa mit seinen Kräften haushalten und sich von vielen Aktivitäten zurückziehen musste. Durch den Kehlkopfkrebs hatte auch seine Stimme gelitten, Theaterspielen war ihm kaum mehr möglich. Auch das Essen bereitete ihm große Probleme. Weil ihm das unangenehm war, zog er sich dafür immer zurück. Bei unseren gemeinsamen BeKAM-Essen, für die wir immer leckere Gerichte aus den unterschiedlichsten Kulturen zubereiten, stand er nie am Herd, denn kochen konnte er wirklich nicht. Aber er hat ein bisschen beim Gemüseschnippeln geholfen und – viel wichtiger – dazu getanzt. Er hat uns immer eine tolle Show geboten und für gute Stimmung gesorgt. Wenn es dann aber ums Essen ging, hatte er immer eine Ausrede parat, warum er nicht mit uns am Tisch sitzen kann. Wir wussten alle Bescheid. Wir haben das selbstverständlich respektiert und ihm von allen Spezialitäten etwas in eine Box gepackt, damit er es zuhause ungestört essen konnte.  </p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-wenn-uns-africa-etwas-gelehrt-hat-dann-niemals-aufzugeben-und-optimistisch-zu-bleiben"><strong>„Wenn uns Africa etwas gelehrt hat, dann, niemals aufzugeben und optimistisch zu bleiben.“</strong></h2>

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<p>Zu Halloween hatten wir eine Party geplant, einen Abend mit Essen, Musik und Tanz. Africa hatte sich darauf gefreut. Doch wenige Tage zuvor ist er gestorben. Nach Feiern war uns nicht mehr zumute. Wir fühlen uns traurig, verlassen und auch hilflos. Wir haben diese Party schließlich zu einem Abschiedsfest umgewidmet und zu guter Letzt doch ein wenig getanzt – Africa zu Ehren. Und ich bin sicher, er hat sich mit uns zur Musik bewegt.</p>

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<p>Wenn uns Africa etwas gelehrt hat, dann, niemals aufzugeben und optimistisch zu bleiben – ungeachtet auch des eigenen Gesundheitszustandes. Er hat uns gezeigt, was Optimismus bewirken kann – im eigenen Leben wie in dem von anderen Menschen.</p>

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<p>Mittlerweile sind fünf ehemalige Mitglieder des mobilen Aufklärungstheaters gestorben. Das ist ein großer Verlust für das Ensemble, aber auch für mich ganz persönlich. Denn diese Menschen haben mich über Jahre begleitet, und jeder einzelne war Teil meines Lebens geworden. Der Gedanke, dass sie vielleicht irgendwo da oben im Himmel nun gemeinsam Theater spielen, das hat etwas sehr Tröstliches.</p>

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<p><em>(aufgezeichnet von Axel Schock)</em></p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-zum-thema">Mehr zum Thema</h2>

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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="ktm79CfkMN"><a href="https://magazin.hiv/magazin/amadou-diop/">Eine Institution, an die man sich wenden kann</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Eine Institution, an die man sich wenden kann&#8220; &#8211; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/amadou-diop/embed/#?secret=oNzsSEGSPp#?secret=ktm79CfkMN" data-secret="ktm79CfkMN" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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		<title>Ein Höllenritt zum pragmatischen Aktivismus</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/grundung-der-deutschen-aidshilfe/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 15:47:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=1559086</guid>

					<description><![CDATA[Am 7. Dezember 1985 wurde aus dem bislang lokal agierenden Verein Deutsche A.I.D.S.-Hilfe e.V. ein Dachverband für eine im gesamten Bundesgebiet rasant wachsende und bis dahin beispiellose Hilfestruktur.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Am 7. Dezember 1985 wurde aus dem bislang lokal agierenden Verein Deutsche A.I.D.S.-Hilfe e.V. ein Dachverband für eine im gesamten Bundesgebiet rasant wachsende und bis dahin beispiellose (Selbst-)Hilfestruktur: die Gründung der <a href="http://aidshilfe.de">Deutschen Aidshilfe</a> in ihrer heutigen Form. </strong></p>

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<p>Es ist immer hilfreich, bei einer Vereinsgründung einen Juristen in den eigenen Reihen zu haben, der sich auch gleich um die Satzung kümmern kann. Praktischerweise trafen die Initiatorinnen sich am 23. September 1983 im noch neuen Anwaltsbüro von Stefan Reiß in Berlin-Charlottenburg. Zehn Menschen drängten sich um den Tisch. Zusammengetrommelt hatte sie die einzige Frau in der Gruppe, die sonst aus schwulen Männern bestand: <a href="https://magazin.hiv/magazin/sabine-lange-helfen-war-ihr-lebensgefuehl/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sabine Lange</a>, die durch ihre Tätigkeit in der auch für sexuell übertragbare Krankheiten zuständigen Berliner „Landesimpfanstalt mit tropenmedizinischer Beratungsstelle“ einen direkten und engen Draht zur schwulen Szene hatte. Sie erlebte tagtäglich, wie die alarmierenden Meldungen über die neue Krankheit Ängste und Verunsicherung schürten – aber auch, wie schlecht teilweise die ersten Erkrankten in den Praxen, Kliniken oder zuhause versorgt wurden. Und so kam es an diesem Abend zur Gründung der Deutschen A.I.D.S.-Hilfe e.V. Dass es sich bei der Krankheitsbezeichnung um die Abkürzung von „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ (Erworbenes Immunschwächesyndrom) handelt, musste man damals in der Schreibweise noch deutlich machen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-wir-ahnten-nicht-welche-welle-an-arbeit-bald-uber-uns-hereinbrechen-wurde">„Wir ahnten nicht, welche Welle an Arbeit bald über uns hereinbrechen würde“</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ziel des neuen Vereins laut Satzung: die „Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und des Wohlfahrtswesens“. Er hatte sich viel vorgenommen: Man wollte die noch spärlichen medizinischen Informationen sammeln und weitergeben, Telefonberatung anbieten, Kranke unterstützen, Menschen würdig bis zu ihrem Ende begleiten und der diffamierenden, homosexuellenfeindlichen Berichterstattung etwas entgegensetzen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p> „Wir ahnten noch nicht, welche Welle an Arbeit schon bald über uns hereinbrechen würde“, sagt Stefan Reiß, der zum ersten Vorstand des neugegründeten Vereins gehörte. „Aber glücklicherweise fanden sich auch schnell viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.“ Auch in anderen Städten gründeten sich innerhalb kurzer Zeit ähnliche Organisationen. „Das ging in einem rasanten Tempo“, erinnert sich Reiß. „Die Aidshilfe-Landschaft hat sich quasi jeden Monat verändert.“ </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Getragen wurden diese neuen Initiativen durchweg von Akteuren aus der Schwulenbewegung, die sich bislang gerne mit internen politischen Richtungsstreitereien beschäftigt hatte. Behörden und staatlichen Stellen stand man aus guten Gründen eher misstrauisch gegenüber; hatte es doch gerade in vielen Bundesländern wieder zunehmend Razzien in der Schwulenszene und andere einschüchternde Maßnahmen gegeben. „Daher war die Befürchtung eines Rollbacks infolge von Aids durchaus begründet“, sagt Stefan Reiß. Umso erstaunlicher, wie schnell die jungen Aidshilfen zu einer pragmatischen Form des Aktivismus gefunden hatten. Andererseits war auch allen bewusst, dass angesichts dieser immer noch schwer einzuschätzenden Bedrohung die enge Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden und Gelder der öffentlichen Hand notwendig waren. </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-offentliche-mittel-und-die-tucken-des-verwaltungsrechts">Öffentliche Mittel und die Tücken des Verwaltungsrechts </h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In West-Berlin hatte der damalige CDU-Gesundheitssenator Ulf Fink die Problematik früh erkannt und war bereit, die Arbeit der kaum ein Jahr alten Deutschen A.I.D.S.-Hilfe aus einem „Selbsthilfe-Topf“ mit immerhin 43.114 DM zu unterstützen. Doch die Sache hatte einen Haken: Das im April 1985 bewilligte Geld war „zweckgebunden für das Projekt ‚Selbsthilfebereich der Deutschen A.I.D.S.-Hilfe e.V. in Berlin‘“. Die zuständige Beamtin hatte im Bewilligungsbescheid „Berlin“ zur Sicherheit unterstrichen. </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nicht bewilligt wurden beispielsweise die Kosten für die damals noch technisch aufwendige und entsprechend teure Anrufweiterschaltung, mit der die enorm wichtig gewordene Telefonberatung bundesweit möglich gewesen wäre. Zugleich wuchs mit der Zahl der regionalen Aidshilfen auch die Notwendigkeit, nicht nur Aufgaben wie Pressearbeit und die Herstellung von Aufklärungsmaterial zu bündeln, sondern auch mit geeinter Stimme Forderungen an das damals noch existierende Bundesgesundheitsamt heranzutragen. </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Es war, wie sich Stefan Reiß erinnert, die Berliner Landesverwaltung, die einen Weg aufzeigte. Sie schlug vor, das Kernprojekt der Deutschen A.I.D.S.-Hilfe in Berlin, nämlich die Betreuung der Erkrankten, auszugliedern und so die Senatsförderung dafür zu sichern. Der ursprüngliche Verein könne sich dann für die bundesweiten Aufgaben mit weiteren Förderanträgen an das von Heiner Geißler geleitete Gesundheitsministerium in Bonn wenden. </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dort wurde im Herbst 1984 noch darüber diskutiert, ob das Bundesseuchengesetz in seiner bestehenden Form auch auf diese schwer einzuschätzende neue Erkrankung angewendet werden könnte oder ob vielleicht sogar ein „Lex AIDS“ notwendig würde. Sexualwissenschaftler wie Martin Dannecker und Erwin J. Haeberle intervenierten öffentlich gegen diese Überlegungen. Und sie machten deutlich, dass man schwule Männer mit Aufklärungs- und Präventionskampagnen nur dann würde erreichen können, wenn man sie mit ins Boot holte. </p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-schulterschluss-am-airport-koln">Der Schulterschluss am Airport Köln</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ute Canaris, die damalige Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), und der zuständige Ministerialdirektor des Bundesgesundheitsministeriums Manfred Steinbach zeigten sich für solche Überlegungen aufgeschlossen. Die BZgA hatte im Februar 1985 zu einem Treffen in einem Kölner Flughafenhotel u.a. Gesundheitsexpert:innen, Vertreter*innen des Ministeriums, darunter deb Ministerialdirektor des Bundesgesundheitsministeriums Manfred Steinbach, Sozial- und Sexualwissenschaftler*innen und Vertreter von Homosexuellenverbänden eingeladen. Für die Deutsche AIDS-Hilfe nahm das Vorstandsmitglied Gerd Paul und das Gründungsmitglied Bruno Gmünder teil. Für die DAH sei es einerseits um die „Strukturierung schwuler Interessen“ gegangen; andererseits wollte man eine Alternative gegenüber den recht hilflosen Ansätzen der Bundesregierung in der Aids-Hysterie finden, schildert Gmünder dieses von ihm als „geradezu konspirativ“ wahrgenommene Meeting. Man habe alle zur Verfügung stehenden Community-Fürsprecher mobilisiert, um dem Ministerium zu zeigen, dass die DAH der mitten in der Community stehende Partner ist, der damit die Basis und Autorität hat, in die Community zurückzuwirken.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dass eine Schar schwuler Männer aus einem noch jungen Verein mal eben erklärte, dass sie die Prävention für ihre Gruppe besser konzipieren und organisieren könnte als die dafür eigentlich zuständigen Behörden, hätte durchaus als Dreistigkeit und Selbstüberschätzung wahrgenommen werden können. Für <a href="https://magazin.hiv/magazin/von-der-schoenheit-schwuler-sexualitaet-rainer-schilling-wird-80/">Rainer Schilling</a>, der ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern gehört und mit der Etablierung des Schwulenreferats im November 1987 bis 2008&nbsp; die Präventionsarbeit für MSM wesentlich geprägt hat, war es „nicht unbedingt selbstverständlich, dass eine staatliche Institution so eng mit einer Nichtregierungsorganisation zusammenarbeitet und in dieser Weise Aufgaben abgibt“.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Canaris und Steinbach aber ließen sich überzeugen, und so kam es zum „Schulterschluss zwischen der BZgA und Aidshilfe“, wie Schilling es formuliert. Ute Canaris machte allerdings deutlich, dass für eine Zusammenarbeit ein bundesweiter Dachverband als Ansprechpartner notwendig sei. </p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Doch eben dieser Dachverband musste erst noch gegründet bzw. der bestehende Verein in einen solchen umgewandelt werden. Im Herbst 1983 war es um<em> </em>eine Organisation gegangen, die die notwendigen Formalitäten übernimmt – z. B. die Beantragung von Telefonanschlüssen oder eines Bankkontos für Spenden an diejenigen, die sich unter ihrem Dach um Bedürftige, Kranke und von Vorurteilen Bedrängte kümmern würden. „An Primärprävention – also Informationskampagnen, um Neuinfektionen zu verhüten – hat damals noch niemand gedacht“, sagt Rainer Schilling. Das Virus, damals noch HTLV-III genannt, wurde erst 1984 entdeckt; zudem verdichteten sich erst nach und nach die Hinweise auf die Übertragungswege. Wie die Deutsche Krebshilfe sollte auch die Deutsche Aidshilfe bei ihrer Gründung vor allem die Funktion einer Patientenvereinigung erfüllen, erläutert Schilling.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-aidshilfelandschaft-im-aufbruch">Aidshilfelandschaft im Aufbruch </h2>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Bei einem bundesweiten Treffen der Aidshilfen im Januar 1985 in Köln bot die DAH an, künftig als Dachverband zu fungieren. Um diese Umwandlung zügig vorzubereiten, wurden die regionalen Aidshilfen Mitglieder der DAH und konnten so bereits einen Monat später bei einer Mitgliederversammlung am 9. Februar in Berlin einen Überblick über die Aktivitäten in ihren Städten vermitteln: München berichtete von der konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und verteilte ein eigenes Safer-Sex-Infoblatt. Die Frankfurter Aids-Initiative bot telefonischen Beratungsdienst an, in Göttingen hatten sich alle Schwulengruppen zu einem Aids-Informationskreis zusammengeschlossen. In Düsseldorf wollte sich eine „Deutsche AIDS-Hilfe Düsseldorf“ gründen; gemeinsam mit der Bonner AIDS-Hilfe überlegte man, einen „Verband Rheinland-Westfalen“ ins Leben zu rufen. In Hamburg arbeiteten zwei konkurrierende Aids-Gruppen eher gegen- als miteinander, was das Gespräch mit der Stadtregierung nicht gerade einfacher machte. </p>

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<p>Eine wichtige Entscheidung an diesem Tag: Um die bundesweite Arbeit besser koordinieren zu können, sollte im Dachverband neben dem Vorstand ein „Bundeshauptausschuss“ mit Vertreter*innen aller regionalen Aids-Gruppen installiert werden.<br>Auf einem Koordinationstreffen im April 1985 im Tagungshaus Waldschlösschen wurde ein Interimsbeirat beauftragt, die bisherige Satzung so zu ändern, dass sie einem Bundesverband gerecht wird. Und es wurden auch schon erste Forderungen gestellt: mehr Geld für Forschung, für Betreuung von Infizierten und Erkrankten sowie für Aufklärung der Hauptbetroffenengruppen – „Homosexuelle, Bluter, Fixer und Prostituierte“. Zugleich wurde angesichts der sich dramatisch entwickelnden Ereignisse deutlich, wie wichtig es ist, dass der Dachverband als politisches Sprachrohr aller Aidshilfen der sensationsheischenden, angstschürenden und diffamierenden Berichterstattung von Boulevardmedien wie auch von Magazinen wie „Spiegel“ und „Quick“ etwas entgegensetzt.<br></p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-zehn-stunden-zahes-ringen-um-details">Zehn Stunden zähes Ringen um Details</h2>

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<p>Der letzte und entscheidende Akt fand schließlich am 7. Dezember 1985 im Rathaus Schöneberg statt: Auf der Außerordentlichen Mitgliederversammlung sollte die Deutsche A.I.D.S.-Hilfe nun als Dachverband von damals 27 örtlichen Aidshilfen konstituiert werden. Was nach einem formalen und vielleicht sogar festlichen Akt klingt, war in Wahrheit ein Höllenritt. Zehn Stunden dauerte die Sitzung im Fraktionssaal der Alternativen Liste. Um 2.15 Uhr morgens wurde sie vom Schriftführer offiziell beendet. Immer wieder hatten die Anwesenden über Formulierungen und Details diskutiert, wie etwa die Stimmberechtigung von „juristischen Personen“ wie Vereinen und die Zusammensetzung des Beirats. Dann war es endlich vollbracht, und die neue Satzung war mit 53 Ja- und 5 Nein-Stimmen eine beschlossene Sache. Die ehemalige Betreuergruppe der DAH als Kern der Neugründung Berliner A.I.D.S.-Hilfe hatte sich bereits im Juli als eigenständiger Verein konstituiert.<br></p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-dachverband-kam-gerade-noch-zur-rechten-zeit">„Der Dachverband kam gerade noch zur rechten Zeit“</h2>

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<p>Die Erwartungen an die Geschäftsstelle des Dachverbands waren groß und die To-do-Liste enorm, wie sich der damalige Vorstand Gerd Paul erinnert: „Vernetzung und Koordination der regionalen Aidshilfen, Entwicklung erster Präventionsaussagen und -medien, offensive Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyarbeit in Bonn, Schutzfunktion gegenüber Diskriminierten und Betroffenen – und das alles mit minimalen finanziellen Eigenmitteln.“ Nicht zuletzt galt es, „die Forderungen der DAH durch die Beteiligung der verschiedenen Aidshilfen erstmals bundesweit politisch zu legitimieren und einheitlich zu vertreten.“</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>„Der Dachverband kam gerade noch zur rechten Zeit“, findet Rainer Schilling. Dass die deutsche Aidshilfegeschichte auch eine Erfolgsgeschichte geworden ist, hat seiner Ansicht nach auch damit zu tun, dass der Dachverband inklusive der funktionierenden Geschäftsstelle sich „kurz nachdem es konkrete Präventionsmöglichkeiten gab, diesen notwendigen Aufgaben mit ganzer Kraft widmen konnte.“</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p> Aus den einst zwei Dutzend Mitgliedsorganisationen sind mittlerweile über hundert geworden; die Aufgaben haben sich über die Jahrzehnte zwar verändert, aber sie sind im Kern immer noch jene, wie sie in der Vereinssatzung formuliert wurden: seien es die Aufklärung und Beratung über HIV, Aids und sexuell übertragbare Krankheiten, die Stärkung der sexuellen Gesundheit und der sexuellen Rechte wie auch die Unterstützung der Menschen mit HIV und Aids.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-zur-grundung-der-deutschen-aidshilfe">Mehr zur Gründung der Deutschen Aidshilfe</h2>

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<p></p>

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			</item>
		<item>
		<title>Claudia Jaworski: Aktivistin für Gefangenenrechte steht wieder vor Gericht</title>
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					<comments>https://magazin.hiv/magazin/claudia-jaworski-aktivistin-gefangenenrechte/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 11:19:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Äquivalenzprinzip]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrecht auf Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Substitution in Haft]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 16. Oktober beginnt am Landgericht Traunstein ein neues Hauptverfahren gegen Claudia Jaworski. Im Kern geht es um die Frage, wie in Haftanstalten mit opioidabhängigen Menschen um
gegangen wird.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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<p><strong><strong><strong><strong>Am 16. Oktober beginnt am Landgericht Traunstein ein neues Hauptverfahren gegen Claudia Jaworski. Im Kern geht es um die Frage, wie in Haftanstalten mit opioidabhängigen Menschen umgegangen wird.</strong></strong></strong></strong></p>

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<p>Seit sechs Jahren bereits kämpft Claudia Jaworski für Gerechtigkeit. Andere hätten längst aufgegeben, das Urteil aus erster Instanz hingenommen und die rund 4000 Euro Strafe bezahlt. Denn dass sie tat, wofür sie ursprünglich angeklagt wurde, hat Claudia Jaworski nie bestritten. Die Frage aber ist, warum sie es tat und warum sie das Urteil eben nicht hingenommen hat, sondern die Aufmerksamkeit auf die Missstände in vielen Haftanstalten und insbesondere auf die JVA Bernau am Chiemsee gelenkt hat.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Dort saß ihr Bruder ein, wegen einer Lappalie. Seit seiner Jugend ist er heroinabhängig, seit vielen Jahren macht er eine Subtitutionstherapie. Um die Fahrtkosten in die weit entfernt liegende Substitutionspraxis zu sparen, fährt der Bruder oft ohne Ticket. Er wird erwischt und 2018 zu einer Haftstrafe verurteilt, die er in der Justizvollzugsanstalt Bernau absitzen muss. Dort jedoch wird ihm nicht nur die Freiheit entzogen, sondern auch die medizinische Behandlung verweigert: Mit Haftbeginn endet auch seine Substitutionstherapie, stattdessen zwingt ihn die JVA zu einem „kalten Entzug“.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Bruder bittet die Anstaltsärzte zwar mehrfach um eine Fortführung seiner Substitutionstherapie, doch die wird rüde abgelehnt. „Wir substituieren hier nicht. Besorg dir das Zeug doch auf dem Schwarzmarkt auf dem Hofgang“, soll ihm einer entgegnet haben. Damit wird er nicht nur seiner gesundheitlichen Rechte beraubt, sondern auch einem kriminellen Milieu ausgesetzt, das von Gewalt, Schuldenfallen und gefährlichen Ersatzpräparaten geprägt ist.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>„Wir substituieren hier nicht. Besorg dir das Zeug doch auf dem Schwarzmarkt auf dem Hofgang.“</p>

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    </div>
  </div>
<cite>Angebliche Äußerung des Anstaltsarztes der JVA Bernau</cite></blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Als Claudia Jaworski ihren Bruder in der JVA besucht, ist sie über seinem körperlichen und psychischen Zustand erschrocken. Er ist abgemagert, depressiv und äußert sogar Suizidgedanken. Von den Ärzten könne er keine Hilfe erwarten, sagt er seiner Schwester. „Die interessieren sich einen Dreck für uns, wir werden von denen auf den Schwarzmarkt geschickt“, zitiert sie ihn später bei ihrer Gerichtsverhandlung. Ein tödlicher Vorfall in der JVA wenige Monate zuvor – ein Häftling war nach Drogenschulden von Mitgefangenen erschlagen worden – verstärkt ihre Sorge zusätzlich.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-tat-hilfe-als-notstandshandlung"><strong>Die Tat: Hilfe als „Notstandshandlung“</strong></h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Im Oktober 2019 entschließt sich Claudia Jaworski deshalb, ihrem Bruder während eines Besuchs in der JVA Bernau zwei Tabletten des Substitutionsmittels Subutex zuzustecken.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Übergabe wird jedoch entdeckt, Kameras dokumentieren den Vorgang. Für die Staatsanwaltschaft ist der Fall eindeutig, und Claudia Jaworski erhält wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz einen Strafbefehl über 90 Tagessätze.</p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Doch Claudia Jaworski legt Einspruch ein. Am 15. Juni 2021 steht sie deshalb vor dem Amtsgericht Rosenheim. Schon in diesem Verfahren wird deutlich, dass es nicht allein um eine einzelne Tat geht, sondern um das System dahinter. Jaworski und ihr Anwalt legen detailliert dar, wie in der Justizanstalt Bernau mit Suchtkranken umgegangen wird. Nicht sie, sondern der zuständige Anstaltsarzt müsse eigentlich auf der Anklagebank sitzen, sagt Claudia Jaworski. Ihr Verteidiger spricht gar von „Folter“, weil Gefangenen medizinisch erforderliche Behandlungen systematisch verweigert würden.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Staatsanwalt zeigt zwar Verständnis und Mitgefühl für Jaworskis Einsatz für die Menschenrechte von drogenabhängigen Häftlingen, bleibt aber beim geforderten Strafmaß.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Auch die Richterin erkennt an, die Zustände in der Haftanstalt Bernau unhaltbar sind, und bezeichnet die Verweigerung der Substitution als „Frechheit“. Eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigender_Notstand_(Deutschland)">Notstandshandlung</a>, wie von den Anwälten vorgebracht, sei rechtlich jedoch nicht gegeben, ihr Bruder habe noch nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft gehabt, um substituiert zu werden. Jaworski wird zu 60 Tagessätzen verurteilt – und kündigt an, alle Rechtsmittel auszuschöpfen, bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-kampf-durch-die-instanzen"><strong>Der Kampf durch die Instanzen</strong></h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die folgenden Jahre sind geprägt von Berufungen, Revisionen und weiteren Verfahren. 2024 verurteilt das Landgericht Traunstein Jaworski in zweiter Instanz zu einer milderen Strafe von 45 Tagessätzen, diesmal wegen fahrlässiger Abgabe von Betäubungsmitteln.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Umso deutlicher fällt die Einschätzung der Richterin aus, was die Zustände in der JVA Bernau angeht. Der mediale Druck, den Claudia Jaworski aufgebaut hat, zeigt Wirkung. Endlich wird genauer auf die Sache geschaut. Dass die Anstaltsärzte dem Gericht unvollständige Akten vorgelegt haben, macht sie nicht unbedingt glaubwürdiger. Dass sie zwischen Betäubungsmitteln und Substitutionsmitteln keinen Unterschied sehen und beides als Drogen bezeichnen, lässt an ihrer fachlichen Kompetenz zweifeln.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Doch auch hier bleibt für die Angeklagte die entscheidende Frage unbeantwortet: War ihre Tat durch eine Notsituation gerechtfertigt? Weil das Landgericht diesen Aspekt bislang unberücksichtigt ließ, verweist das Oberlandesgericht München den Fall wieder ans Landgericht zurück.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>„Die Wahrheit bricht sich Bahn, und ich merke, wie durch die Instanzen hinweg die Beteiligten immer nervöser werden.“ </p>

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    </div>
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<cite>Claudia Jaworski</cite></blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Parallel dazu müssen sich Jaworski und ihr Bruder weiteren Verfahren stellen: Die JVA-Ärzte haben beide wegen Verleumdung angezeigt, vermutlich, so Claudia Jaworski, um die Geschwister unglaubwürdig zu machen. Verhandelt wird in getrennten Verfahren. Bei ihrem Bruder wird kurzer Prozess gemacht und Entlastungszeugen werden nicht zugelassen. Dass er am Ende zu einer Geldstrafe verurteilt wird, weil er offen und ehrlich über die medizinischen Missstände in der Haftanstalt gesprochen hat, hat er nicht erwartet. Er erleidet noch im Gerichtsaal einen Nervenzusammenbruch.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Claudia Jaworski geht gut vorbereitet in ihre Verhandlung. Sie hat im Vorfeld die Medien über den Hintergrund dieses Prozesses in Kenntnis gesetzt und auch den bayrischen Justizminister auf den Fall aufmerksam gemacht – und wird im November 2024, obgleich für die gleiche Tat angeklagt, vom Amtsgericht Rosenheim rechtskräftig freigesprochen. Der Richter würdigt, dass sie ihre Aussagen sorgfältig recherchiert und auf zahlreiche ähnliche Fälle gestützt hat. Der Versuch, Claudia Jaworskis Glaubwürdigkeit zu erschüttern, ist gescheitert. Im Gegenteil: Sie geht gestärkt aus dem Verfahren hervor.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-systemische-fragen-substitution-in-haft"><strong>Systemische Fragen: Substitution in Haft</strong></h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Vor allem aber hat der Fall nun bundesweite Aufmerksamkeit erlangt und ein strukturelles Problem in den Blick gerückt. Während die Bundesärztekammer seit Jahren empfiehlt, opioidabhängige Menschen kontinuierlich zu substituieren – unabhängig davon, ob sie sich in Freiheit oder in Haft befinden –, setzt man in den Gefängnissen in Bayern (sowie in weiteren Bundesländern) traditionell eher auf Abstinenzprogramme und kalten Entzug – entgegen der klaren Empfehlung der Ärztekammer.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Für Claudia Jaworski geht es längst nicht mehr allein um ihren persönlichen Fall. Die Auseinandersetzung um ihren Bruder hat ihr Leben verändert und sie zu einer Aktivistin für Gefangenenrechte gemacht. Ihr Anliegen ist, die systemischen Missstände sichtbar zu machen: die Verletzung der Fürsorgepflicht, die Verweigerung medizinisch notwendiger Therapien, die doppelte Bestrafung durch Entzug, menschenunwürdige Disziplinarmaßnahmen und die Gefährdung von Menschenleben hinter Gefängnismauern.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sie gibt Interviews und verschafft sich fachliche Expertise, hört zum ersten Mal vom Äquivalenzprinzip: Die medizinische Versorgung in Haft darf nicht schlechter sein als die von Kassenpatient*innen draußen. „Da ist mir klargeworden: Die Strafe ist der Freiheitsentzug. Der darf aber nicht zusätzlich zum Entzug von Menschenrechten beziehungsweise medizinischer Versorgung führen“, erläutert Claudia Jaworski im Gespräch mit der Deutschen Aidshilfe.</p>

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    </div>
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<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-neues-hauptverfahren"><strong>Ein neues Hauptverfahren</strong></h2>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Das Oberlandesgericht München hebt das Traunsteiner Urteil schließlich auf und verweist den Fall ans Landgericht zurück, weil die Frage der Notstandshandlung bislang nicht ausreichend geprüft worden ist. Am 16. Oktober 2025 kommt es deshalb in Traunstein erneut zu einem Hauptverfahren, das als Präzedenzfall für die medizinische Versorgung in Haftanstalten dienen könnte.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<p>Jaworskis Verteidiger – darunter renommierte Jurist*innen wie Prof. Dr. Christine Graebsch und Prof. Dr. Helmut Pollähne – wollen darlegen, dass ihre Tat nicht als kriminelles Delikt, sondern als rechtlich zulässige Notstandshandlung zu werten ist. Die Staatsanwaltschaft hingegen hält weiter an der Anklage fest.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Claudia Jaworskis Bruder ist als Zeuge geladen und wird, wie schon bei den vorangegangenen Verhandlungen, erneut seine Erlebnisse schildern müssen. Er lebt seit mittlerweile fünf Jahren wieder in Freiheit, erhält die notwendige und ihm zustehende Substitutionstherapie, ist berufstätig und könnte mit seiner Partnerin ein ruhiges Leben leben – wenn ihn die Vergangenheit nicht immer wieder einholte. Auch deshalb hofft Claudia Jaworski, dass bei der neuerlichen Verhandlung dieses Kapitel endlich geschlossen werden kann. „Er hat sicher nicht damit gerechnet, immer wieder zurückschauen zu müssen“, erklärt Jaworski im Gespräch. Das habe durchaus etwas Retraumatisierendes. Zugleich habe die Aufmerksamkeit, die sein Fall bekommen hat, auch positive Seiten. „Sie hat sein Selbstbewusstsein gestärkt und ihm ein Gefühl von Selbstwirksamkeit gegeben.“</p>

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<p>Jaworski ist sicher, dass der Prozess mit einem Freispruch enden wird. „Die Wahrheit bricht sich Bahn, und ich merke, wie durch die Instanzen hinweg die Beteiligten immer nervöser werden“, sagt Claudia Jaworski. „Die Anstaltsärzte stolpern über ihre eigenen Füße.“</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Zwar hat sich die Situation in Bernau inzwischen verbessert: Rund 80 bis 90 von etwa 800 Gefangenen erhalten heute Substitutionsmittel. Doch gemessen am Bedarf ist dies immer noch wenig. Fachleute wie der Suchtforscher Heino Stöver betonen, dass fehlende Substitution nicht nur Leiden verlängert, sondern auch kriminelle Strukturen im Gefängnis stärkt.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die beiden Anstaltsärzte, die seinerzeit ihrem Bruder die Substitution verweigert hatten, sind inzwischen zwar pensioniert, doch Claudia Jaworski bezweifelt, dass sich die Grundhaltung in der JVA seither wirklich verändert hat. Umso wichtiger ist ihr Engagement – und umso größer die Hoffnung auf ein bahnbrechendes Urteil.</p>

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<p><strong>Weitere Beiträge zum Thema (Auswahl):</strong></p>

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<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-magazin-hiv wp-block-embed-magazin-hiv"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="wTDFtvsEEv"><a href="https://magazin.hiv/magazin/drogen-haft-substitution-claudia-jaworski/">„Letztlich empfahl der Anstaltsarzt meinem Bruder, sich im Hof Drogen zu besorgen“</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;„Letztlich empfahl der Anstaltsarzt meinem Bruder, sich im Hof Drogen zu besorgen“&#8220; &#8212; magazin.hiv" src="https://magazin.hiv/magazin/drogen-haft-substitution-claudia-jaworski/embed/#?secret=y5Rx6i4XBa#?secret=wTDFtvsEEv" data-secret="wTDFtvsEEv" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p><a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/drogenabhaengig-im-gefaengnis-der-lange-kampf-gegen-den-100.html">Der lange Kampf gegen den kalten Entzug</a> (Beitrag von Timo Stukenberg auf deutschlandfunkkultur.de vom 21.06.2021)</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/opioidabhaengige-menschen-in-haft-am-unteren-ende-der-hierarchie-b7bec70f-6a57-40b7-ab1d-7908b8853b46">Opioidabhängige Menschen in Haft: Am unteren Ende der Hierarchie</a> (Beitrag von Petra Bührung im Deutschen Ärzteblatt, Ausgabe 47/2019) </p>

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<p></p>

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		<title>Aufstand der Huren</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/internationaler-hurentag/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/internationaler-hurentag/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 May 2025 13:39:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Sexarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sexarbeiterinnen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://magazin.hiv/?p=26623</guid>

					<description><![CDATA[Der internationale Hurentag erinnert an eine legendäre Protestaktion in Frankreich: 1975 sorgten über 150 Sexarbeiter*innen durch die Besetzung der Kirche Saint-Nizier in Lyon weltweit für Schlagzeilen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Der Internationale Hurentag erinnert an eine legendäre Protestaktion vor 50 Jahren: Ab dem 2. Juni 1975 sorgten Sexarbeiter*innen durch die Besetzung der Kirche Saint-Nizier in Lyon und einen Streik weltweit für Schlagzeilen. Weltweit demonstrieren seither an diesem Tag Sexarbeitende gegen Gewalt und Diskriminierung. </strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Wut der Sexabeiter*innen auf den Staat, die Polizei und die Behörden hatte sich über viele Jahre angestaut. Bordelle hatte man in Frankreich schon vor langer Zeit abgeschafft, auch die Prostitution war offiziell verboten, aber keineswegs verschwunden – trotz drohender Geld- und Gefängnisstrafen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Folge: Sexarbeit fand gänzlich im Untergrund statt, und die Sexarbeitenden waren schutzlos Gewalttaten ausgeliefert. Zwei Morde an Sexarbeiter*innen zum Jahreswechsel 1974/75 versetzten die Kolleg*innen ein weiteres Mal in Angst und Schrecken – und wurden zu einer Initialzündung.</p>

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    </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Sexarbeiter*innen begannen sich zu organisieren, einen Forderungskatalog zu erstellen und auf die unerträglich gewordenen Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. Während über viele Jahre das Prostitutionsverbot in den meisten Städten recht lax gehandhabt worden war, hatte sich die Lage seit Anfang der 1970er-Jahre verändert, besonders drastisch in Lyon.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-polizeiliche-verfolgungsjagden">Polizeiliche Verfolgungsjagden</h2>

              </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Polizei unternahm regelrechte Verfolgungsjagden auf Sexarbeiter*innen, die man mit Bußgeldern wegen „zur Unzucht aufforderndem Verhalten“ belegte. Bei mehrfacher Verurteilung drohte eine Haftstrafe. Zum anderen wurden rückwirkend Steuerbescheide auf ein exorbitant hoch geschätztes Einkommen erteilt. Das alles wollten sich die Sexarbeiter*innen nicht länger gefallen lassen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Als im Februar 1975 vor dem Polizeipräsidium in Marseille Sexarbeiter*innen für ihre Rechte, den Zugang zur Sozialversicherung und gegen Polizeischikane demonstrierten, war das zwar neu und außergewöhnlich, doch der Protest blieb folgenlos. Die Protestierenden aber gaben nicht auf.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Es bedurfte offensichtlich einer spektakuläreren Aktion, um öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Am Morgen des 2. Juni 1975 schmückten zwei Transparente die Fassade der Kirche Saint-Nizier in Lyon: „Hierher haben sich die Prostituierten von Lyon geflüchtet“ und „Unsere Kinder wollen nicht, dass ihre Mütter ins Gefängnis kommen“.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Sechzig Frauen hatten in einer Nacht- und Nebelaktion das gotische Bauwerk in der Altstadt kurzerhand für besetzt erklärt. Genau genommen suchten viele von ihnen Asyl, denn sie hatten wegen Verstoßes gegen das Prostitutionsverbot bereits Haftbefehle erhalten. Unter dem Slogan „Der Staat ist der größte Zuhälter“ forderten die Frauen deshalb die sofortige Aufhebung der Bußgeldbescheide wie auch der Haftstrafen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Staat ist der größte Zuhälter</p>

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    </div>
  </div>
</blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Frauen in Saint-Nizier gingen aber noch weiter: Sie riefen zum Streik aller Sexarbeiter*innen auf. „Die Prostituierten sind die am stärksten unterdrückten, am meisten gehassten und verfolgten aller Frauen. Heutzutage sind sie auch die Bewusstesten und die am stärksten Kämpfenden“, erklärte Kate, eine der Besetzerinnen.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Streik sei eine klare und direkte Antwort auf die Lebensbedingungen von Sexarbeitenden: auf die Quälereien seitens der Polizei, auf die Heuchelei der Gesellschaft, die sexuelle Unterdrückung, die Ausbeutung der Frau und die Erpressung. „Der Kampf aller Frauen hat seinen Anfang genommen, und er beginnt hier. Das Beste wird noch kommen!“, verkündete Kate. Und sie sollte recht behalten.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Denn nicht nur, dass die Frauen unerwartet Unterstützung durch die Kirche erfuhren. Ihre Aktion schlug hohe mediale Wellen, sogar international, und sie erlebten Solidaritätsbekundungen aus weiten Teilen der Bevölkerung. Vor allem aber schlossen sich immer mehr Kolleg*innen an. Aus den zunächst 60 Protestierenden wurden 100 und schließlich über 170; und der Streik dehnte sich von Lyon auch auf andere Städte wie Paris, Grenoble und Marseille aus.</p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Kampf aller Frauen hat seinen Anfang genommen, und er beginnt hier</p>

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    </div>
  </div>
</blockquote>

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      </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Acht Tage lang beherrschten die Besetzer*innen von Lyon die Schlagzeilen und wurden durch die Aktion von vielen zum ersten Mal jenseits der üblichen Klischees und Vorurteile als Berufstätige, als Mütter und schlicht als Menschen wahrgenommen. Als Sexarbeiter*innen, die nicht <em>mehr </em>forderten als ihre Menschenwürde und die ihnen zustehenden staatsbürgerlichen Rechte.</p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>„Wenn die Gesellschaft weiterhin sagt ‚Prostituierte müssen sein’, dann ist es ungerecht, dass sie die Frauen, die sie dafür braucht, wie Verbrecherinnen behandelt, zusammenschlagen und einsperren lässt“, schreiben die Besetzer*innen in einem offenen Brief an den französischen Staatspräsidenten Giscard d’Estaing. „Sie sind, wie Sie selbst erklärt haben, ‚Präsident aller Franzosen’. Also sind Sie auch Präsident der Prostituierten!“</p>

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  </div>
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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>In der Politik und den Polizeibehörden allerdings fanden die Protestierenden weder Gehör noch Verständnis. Am frühen Morgen des 10. Juni 1975 wurde die Kirche Saint-Nizier von der Polizei gewaltsam geräumt.</p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Die Ordnung war wiederhergestellt, der Aufstand beendet, die Sexarbeiter*innen in ihre Schranken gewiesen. Auf den ersten Blick hatten die Demonstrant*innen verloren, weil sie keine ihrer Forderungen durchsetzen können. Und dennoch war die Aktion ein Erfolg. Erstmals hatten sich Sexarbeiter*innen organisiert, sich Gehör verschafft und sich gemeinsam für ihre Rechte stark gemacht.</p>

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      <div class="block block--type-core block--type-core-image block--spacing-small block--align-left">
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          <div class="l-content-column">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Prostituiertenstreik von Lyon ist daher für die Sexarbeiter*innen, was für die LGBTIQ*-Community weltweit die Stonewall-Unruhen in New York sind: der Gründungsmoment einer politischen Bewegung. In der queeren Bar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stonewall">Stonewall Inn</a> hatten sich im Juni 1969 Schwule, Lesben und trans Personen erstmals gegen eine der willkürlichen Razzien gewehrt und sich eine Straßenschlacht mit der Polizei geliefert. Der Aufstand in der Christopher Street wird seither rund um den Globus mit CSD-Paraden gefeiert. Zur Erinnerung an die Ereignisse in Lyon wiederum haben 1976 Sexarbeiter*innen und ihre Organisationen den 2. Juni zum International Sexworkers’ Day erklärt.</p>

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    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Weltweit demonstrieren seither an diesem Tag Sexarbeitende aller Geschlechter gegen Unterdrückung und die Diskriminierung ihres Gewerbes. Seit 2001 ist der rote Regenschirm das Symbol dieser Bewegung. In Deutschland wurde der Internationale Hurentag erstmals 1989 ausgerufen.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
    <div class="l-container">
      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Er trägt, wie die <a href="https://www.speakerinnen.org/de/profiles/10284" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktivistin Mia Rose</a> erklärt, den Kampf der Sexarbeitenden um ihre Rechte jährlich in die breitere Öffentlichkeit: „Sexarbeiter*innen sind Teil unserer Gesellschaft und fordern Respekt, Sicherheit und gleiche Rechte für sich und ihre Kolleg*innen ein.“</p>

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    </div>
  </div>
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<p>Obwohl Sexarbeit in Deutschland erlaubt ist, gibt es viele Regeln, die ein legales und sicheres Arbeiten einschränken</p>

              </div>
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  </div>
<cite>Mia Rose</cite></blockquote>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Denn auch 50 Jahre nach der Kirchenbesetzung in Lyon erleben Sexarbeiter*innen ebenso in Deutschland Diskriminierung, Respektlosigkeit und Ungleichbehandlung. „Ein großes Thema ist weiterhin die Stigmatisierung. Viele Menschen haben Vorurteile gegenüber Sexarbeit. Das führt dazu, dass Sexarbeiter*innen oft ausgegrenzt werden – zum Beispiel von der<em> </em>Familie, von Ärzt*innen oder Vermieter*innen“, erklärt Mia Rose, die einige Jahre selbst als Sexarbeiter*in tätig war und sich weiterhin im Bereich der Selbsthilfe und Professionalisierung von Sexarbeitenden engagiert.</p>

              </div>
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<p>Sie macht noch ein weiteres Problem für ihre Kolleg*innen aus: die weiterhin bestehende rechtliche Unsicherheit. „Obwohl Sexarbeit in Deutschland erlaubt ist, gibt es viele Regeln, die ein legales und sicheres Arbeiten einschränken und teils nicht bundesweit einheitlich gelten. Oft bedeuten diese Regeln mehr Kontrolle und Druck – aber keine echte Hilfe“, sagt Mia Rose. „Zudem haben viele Sexarbeiter*innen keinen barrierefreien Zugang zu Gesundheitsversorgung oder Beratung. Manche trauen sich nicht, Hilfe zu suchen, weil sie Angst vor Diskriminierung oder Behörden haben.“</p>

              </div>
    </div>
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<h2 class="wp-block-heading" id="h-dialograum-sexarbeit-zum-jubilaum">Dialograum Sexarbeit zum Jubiläum</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Kirchenbesetzung von Saint-Nizier hat Mia Rose in Leipzig zusammen mit der dortigen Peterskirche, der Selbsthilfegruppe „family affair“ und der Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung (GSPF) das Bündnis „HURENAUFSTAND 1975“ gegründet. Gemeinsam werden sie vom 1. bis zum 4. Juni 2025 die Leipziger Peterskirche unter dem Motto „Huren im Hause des Herrn“ zu einem <a href="https://www.kirche-leipzig-sued.de/nachrichten/dialograum-sexarbeit-kultur.html?file=files/kirche-leipzig-sued-de/peterskirche-2022/nachrichten/2025-06/huren-im-hause-des-herrn_programmheft_final.pdf&amp;cid=12666">„Dialograum Sexarbeit“ </a>umgestalten.</p>

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  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Vier Tage lang finden dann dort von 10 bis 21 Uhr Ausstellungen, Lesungen, Musik und Andachten sowie Gespräche mit Sexarbeitenden, Vorträge und Diskussionen statt. Unter anderem wird bei Einzelveranstaltungen die Situation von Eltern, von migrantischen bzw. trans* Personen in der Sexarbeit beleuchtet oder auch das Thema Menschenhandel und Sexarbeit behandelt. Die DAH-Referentin Eléonore Willems stellt die Ergebnisse der bundesweiten Studie „Was brauchen Sexarbeiter*innen?“ vor und die Sexarbeiter*in Roach berichtet davon, wie es, ist unter dem Nordischen Modell zu arbeiten.</p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-zum-internationalen-hurentag">Mehr zum Internationalen Hurentag</h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<ul class="wp-block-list">    
<li>Mehr über den „Dialograum Sexarbeit“ sowie ein Flyer mit dem ausführlichen Programm sind auf <a href="https://www.kirche-leipzig-sued.de/nachrichten/dialograum-sexarbeit-kultur.html?file=files/kirche-leipzig-sued-de/peterskirche-2022/nachrichten/2025-06/huren-im-hause-des-herrn_programmheft_final.pdf&amp;cid=12666">www.kirche-leipzig-sued.de</a>.</li>



    
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=z7Vy6vf3THM">Interviews von 1975 mit Besetzerinnen der Kirche<span class="Apple-style-span"> Saint-Nizier </span></a><span class="Apple-style-span">(Französisch mit englischen Untertiteln)</span></li>



    
<li><a href="https://www.franceculture.fr/emissions/sur-les-docks-14-15/la-revolte-des-prostituees-de-saint-nizier" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Audio-Dokumentation zur Revolte in Lyon</a> (France Culture, in französischer Sprache)</li>



    
<li><a href="https://magazin.hiv/magazin/sexarbeit-in-europa/">Sexarbeit in Europa: Mehr Gesundheit durch Selbstorganisation und Partizipation</a></li>



    
<li><a href="https://magazin.hiv/magazin/gesellschaft-kultur/sexarbeit-wider-die-ausweitung-der-verbotszone/">Sexarbeit: Wider die Ausweitung der Verbotszone</a></li>

</ul>

              </div>
    </div>
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]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://magazin.hiv/magazin/internationaler-hurentag/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Radikal vertraut: Nan Goldin</title>
		<link>https://magazin.hiv/magazin/nan-goldin-this-will-not-end-well/</link>
					<comments>https://magazin.hiv/magazin/nan-goldin-this-will-not-end-well/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Schock]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 12:22:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<category><![CDATA[Nan Goldin]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Neue Nationalgalerie Berlin widmet der queeren Fotografin Nan Goldin die umfassende Retrospektive „This Will Not End Well”.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[  <div class="block block--type-core block--type-core-paragraph block--align-left ">
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><strong>Die Neue Nationalgalerie Berlin widmet der queeren Fotografin </strong><strong>Nan Goldin </strong><strong>die umfassende Retrospektive </strong><strong>„This Will Not End Well”</strong><strong>. In den Hamburger </strong><strong>Deichtorhallen sind ihre Bilder derweil Teil einer</strong><strong> Gruppenausstellung.</strong></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Ihr Status in der Kunstwelt und ihr Einfluss auf die fotografische&nbsp;Kunst der letzten Jahrzehnte ist unbestritten. Die Arbeiten der vielfach ausgezeichneten Nan Goldin hängen in den wichtigen Sammlungen der Welt und werden regelmäßig in&nbsp;großen Museen und Galerien gezeigt. Insofern könnte die Retrospektive „This Will Not End Well“ lediglich eine von vielen Werkschauen der mittlerweile 71-jährigen US-Fotografin sein. Doch diese vom Stockholmer&nbsp;Moderna Muset&nbsp;kuratierte Show ist besonders, nicht nur, weil sie mit annähernd 3.000&nbsp;Aufnahmen aus fast einem halben&nbsp;Jahrhundert&nbsp;außergewöhnlich umfang- und facettenreich ist.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-begehbare-biopics"><strong>Begehbare Biopics</strong></h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Wer den&nbsp;lichtdurchströmten&nbsp;Glasbau&nbsp;der Neuen Nationalgalerie Berlin betritt, den erwarten keine mit gerahmten Fotografien&nbsp;bestückten Stellwände, sondern&nbsp;zeltartige,&nbsp;von schwarzem, schallschluckendem Filz ummantelte Gebäude. In diesen eigens gestalteten kinoartigen Pavillons&nbsp;präsentiert Goldin ihre Fotos als&nbsp;multimediale Diashows und montiert sie zu Filmen aus Standbildern&nbsp;– kombiniert teilweise mit kurzen Videos, Audioaufnahmen und einem exakt miteinander verknüpften Soundtrack.&nbsp;Klaus Nomis „Cold Song“&nbsp;folgt&nbsp;da&nbsp;auf Maria Callas mit&nbsp;„Casta&nbsp;Diva“ und die Blues-Legende&nbsp;Screamin‘ Jay Hawkins mit „I Put a Spell on You“.&nbsp;Diese Playlist ist jedoch nicht einfach nur die Trackliste von Goldins&nbsp;Alltime-Favorites. Die Songs&nbsp;kommentieren die Bilder, schaffen eine verbindende Atmosphäre und unterstreichen die Erzählung. Denn Goldin hat ihre Bildserien zu begehbaren, bewegten und bewegenden Biopics montiert.</p>

              </div>
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<p>Ihr wohl&nbsp;bekanntestes Werk, mit dem sie diese Form der Präsentation zu ihrem Markenzeichen machte, ist „The Ballad&nbsp;of Sexual Dependency“. Seit 1981 überarbeitet sie diese Diashow immer wieder neu. Es sind Aufnahmen aus Goldins engstem Lebensumfeld, die sie mit ihren Liebhaber*innen und Freund*innen, insbesondere aus der queeren Szene, zeigen. Wir sehen sie beim Feiern und Tanzen, verliebt, beim Sex, im Streit und im Drogenrausch. In Momenten der tiefsten&nbsp;Verbundenheit, aber auch der Verzweiflung, des Scheiterns&nbsp;und in psychischen&nbsp;Ausnahmesituationen. Und auch beim körperlichen Verfall&nbsp;und Sterben: als Folge des Drogenkonsums oder Aids.</p>

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<p>42 Minuten dauert diese aktuelle Version der nach einem&nbsp;Brecht-Chanson benannten „Ballad&nbsp;of Sexual Dependency“, und es bleibt Nan Goldins bahnbrechendes&nbsp;Hauptwerk. Auch, weil die Fotografin sich nie über die Porträtierten erhebt, sie ausstellt oder mit voyeuristischem&nbsp;Blick objektiviert, sondern – im Gegenteil – die Betrachtenden&nbsp;in die Welt&nbsp;dieser Menschen mit hineinnimmt.</p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-dokumentaristin-ihrer-wahlfamilie"><strong>Dokumentaristin ihrer Wahlfamilie</strong></h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>„Ich habe meine Liebsten fotografiert, Menschen, mit denen ich zusammenlebte &#8230; wir haben uns nie als Menschen am Rande der Gesellschaft gesehen.“</p>

              </div>
    </div>
  </div>
<cite>Nan Goldin</cite></blockquote>

        </div>
      </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nan Goldin geht es nie darum, den Marginalisierten dieser Gesellschaft&nbsp;Aufmerksamkeit zu verschaffen, mit ihren Bildern Verständnis oder gar Mitleid zu erwirken. Dieses Missverständnis räumte sie bei einem improvisierten&nbsp;Pressegespräch in der Neuen Nationalgalerie mit deutlichen Worten aus. „Ich habe meine Liebsten fotografiert, Menschen, mit denen ich zusammenlebte, die meine Wahlfamilie sind. Ich bin ein Teil von ihnen, und wir haben uns nie als Menschen am Rande der Gesellschaft gesehen.“</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Der Zyklus „The Other Side“ – benannt nach einer legendären Schwulen- und Drag-Queen-Bar im Boston der 1970er Jahre – ist der Trans-Community gewidmet, der sie seit ihrer Jugend eng verbunden ist. Mit 18 Jahren fand Goldin in just jener Bar als Neuankömmling in Boston eine Wahlfamilie, wurde Teil ihrer Welt und von Beginn an auch ihre Dokumentaristin. Auch in ihren temporären Wohnorten Bangkok, Berlin, New York und auf den Philippinen findet sie Freund*innen in den&nbsp;jeweiligen Communitys.&nbsp;Sie&nbsp;porträtiert dort den Alltag von trans Frauen und Drag Queens zwischen&nbsp;Showbiz und Nachtleben, Sexarbeit und Überlebenskampf und zeigt deren Solidarität, Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<h2 class="wp-block-heading" id="h-personliche-kampfe">Persönliche Kämpfe</h2>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Mit drei erst in den letzten&nbsp;Jahren&nbsp;erarbeiteten Bildzyklen gibt Goldin sehr intime Einblicke in ihre Familiengeschichte bzw. ihre persönlichen Kämpfe der letzten Jahre: Da ist zum einen „Sisters, Saints and Sibyls“, die Hommage an ihre ältere Schwester Barbara, die sich 1965 im Alter von 18 Jahren das Leben nahm. Ein Trauma, das Nan Goldin bis heute verfolgt. Barbara wollte sich den gesellschaftlichen Erwartungen und Normen nicht beugen. Sie pflegt Umgang mit vermeintlich&nbsp;falschen&nbsp;Personen (z. B.&nbsp;mit Schwarzen), will sich die Beine nicht rasieren, hat lesbische&nbsp;Sehnsüchte, gilt als störrisch und Querkopf – und deshalb als krank. Mehrfach wird sie gegen ihren Willen in eine psychiatrische Klinik gesperrt. Zwei Jahre nach dem Tod ihrer Schwester&nbsp;verlässt Nan Goldin ihr Elternhaus. Sie ahnt, dass sie ein ähnliches Schicksal&nbsp;ereilen könnte.</p>

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    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>„Ich war 14, als ich von zuhause wegging und meine eigene Familie fand“, erzählt Goldin aus dem Off. „Drogen haben mich befreit, später wurden sie zu meinem Gefängnis.“</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p>Nan Goldin war es jedoch gelungen, ihre Heroinsucht zu überwinden – bis ihr nach einer Operation das Schmerzmittel Oxycontin verschrieben und sie dadurch&nbsp;rückfällig wurde. Der Hersteller hatte die Suchtgefahr bewusst&nbsp;verschleiert, das Medikament massenhaft in den Markt gedrückt. Der Kinofilm &#8222;All the Beauty and the&nbsp;Bloodshed&#8220; dokumentiert beeindruckend Nan Goldins aufklärerischen&nbsp;Aktivismus zur Opioidkrise, die durch Oxycontin in den USA ausgelöst wurde. In der Bildreihe „Memory Lost“ reflektiert Goldin ihre Zeit des Rückfalls, des neuerlichen Drogenkonsums, die durch die Sucht veränderte&nbsp;Weltwahrnehmung und ihren Aufenthalt in einer Entzugsklinik.</p>

              </div>
    </div>
  </div>
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<h2 class="wp-block-heading" id="h-intimitat-intensitat-und-nbsp-grosste-empathie">Intimität, Intensität und&nbsp;größte Empathie</h2>

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<p>Gute drei Stunden müssen sich Besucher*innen mindestens Zeit nehmen, wenn sie die Zeitreise durch Goldins Biografie in Gänze erleben wollen. Es ist ein zutiefst immersives Erlebnis. Wer sich darauf einlässt, wird nicht unberührt bleiben und es gilt manches auszuhalten. „Diese Ausstellung behandelt Themen wie Nacktheit, Sexualität, Suizid, häusliche Gewalt und Drogenkonsum“, warnt die Neue Nationalgalerie auf ihrer Webseite und trifft damit doch nur bedingt, was diese Fotografien, zumal in dieser Form der Präsentation, auszeichnet. Sie zeigen Schmerz, Trauer und Trost, Rausch und Sucht, Familie und Freundschaft, und das alles mit großer Intimität und Intensität. Und zwar in einer Offenheit, bei der den Betrachtenden schwerfällt, sich über die porträtierten Menschen zu erheben oder sich innerlich zu distanzieren. Das macht Goldins Arbeiten zu einem Werk größter Empathie.</p>

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<p>Eine wunderbare Ergänzung zur Berliner Ausstellung, die ab Oktober in Mailand und 2026 dann in Paris zu sehen sein wird, präsentieren&nbsp;die Deichtorhallen Hamburg. Unter dem Titel „High Noon“ sind dort noch bis 4. Mai rund 150 Arbeiten aus der Sammlung F. C. Gundlach zu sehen. Bilder von Nan Goldin stehen hier im direkten Kontext mit Arbeiten der mit ihr befreundeten Fotografen David Armstrong, Mark Morrisroe und Philip-Lorca diCorcia. Was sie verbindet, sind ihr autobiografischer&nbsp;Ansatz, ihre unverstellten&nbsp;Einblicke in die New Yorker Subkulturen und intime Momentaufnahmen des eigenen Lebens bzw. ihrer zumeist queeren Freund*innen und der Auseinandersetzung mit Sucht, Gewalt, Einsamkeit und Krankheit.</p>

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<p><em>Nan Goldin „This Will Not End Well”, <a href="https://www.smb.museum/en/exhibitions/detail/nan-goldin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Neue Nationalgalerie Berlin, bis 6. April.</a></em></p>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<p><em>„High Noon“, <a href="https://www.deichtorhallen.de/ausstellung/high-noon" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deichtorhallen Hamburg, bis 4. Mai.</a><br>&nbsp;</em></p>

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<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-zu-nan-goldin"><strong>Mehr zu Nan Goldin</strong></h2>

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      <div class="l-content-column block-content">
                  
<ul class="wp-block-list">    
<li><a href="https://magazin.hiv/magazin/intimitaet-und-rebellion-all-the-beauty-and-the-bloodshed">Intimität und Rebellion: &#8222;All the Beauty and the Bloodshed”</a></li>



    
<li><a href="https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/bilder-vom-verlust-des-lebens/">Bilder vom Verlust des Lebens</a> <a href="https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/bilder-vom-verlust-des-lebens/">zum Reminders Day Award 2011</a></li>



    
<li><a href="https://magazin.hiv/magazin/neuigkeiten/wilde-jahre/">Wilde Jahre zu „Nan Goldin – Berlin Work. Fotografien 1984–2009</a></li>

</ul>

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<p></p>

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<p></p>

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<p></p>

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