Neuerungen, Jubiläen, Konferenzen und andere Ereignisse im Jahr 2014 werfen bereits ihre Schatten voraus. Ein Überblick von Axel Schock

Elektronische Gesundheitskarte

Seit 1. Januar ist die elektronische Gesundheitskarte für alle Versicherten ab 15 Jahren Pflicht. Viele lehnen die neue Karte wegen datenschutzrechtlicher Bedenken ab. Es bleibt der einzelnen Arztpraxis überlassen, ob sie die alte Karte noch akzeptiert. Falls nicht, muss der Patient binnen zehn Tagen einen Nachweis seiner Versicherung vorlegen. Unterbleibt das, kann die Praxis eine Privatrechnung ausstellen, deren Erstattung dann wieder bei der Krankenkasse beantragt werden muss.

LOVE AIDS RIOT SEX 2

Der zweite Teil des groß angelegten Ausstellungsprojekts der Berliner „neuen Gesellschaft für bildende Kunst“ (nGbK ) widmet sich der Verbindung von Kunst, Aids und Aktivismus von 1995 bis heute. Gezeigt werden ab dem 18. Januar Arbeiten europäischer, süd- und nordamerikanischer wie auch asiatischer Künstler, darunter Elmgreen & Dragset, Piotr Nathan, Hunter Reynolds, Wolfgang Tillmans und Sergei Tcherepnin. Nähere Informationen finden sich unter www.ngb.de.

Gold for equal rights

Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Sochi werden am 1. Februar Vertreter von russischen LGBT-Organisationen sowie Juristen, Wissenschaftler und Journalisten gemeinsam mit der deutschen Community über die rechtliche Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*-Menschen sowie HIV-Positiven in Russland diskutieren.

Logo der Aktion
Logo des Aktionstags

Im Zentrum dieser eintägigen Veranstaltung im Roten Rathaus Berlin stehen Fragen nach den politisch-gesellschaftlichen Grundlagen, die eine menschenrechtsfeindliche Politik ermöglicht haben, sowie Formen der Unterstützung, mit der Akteure aus anderen Ländern der russischen LGBT-Bewegung ihre Solidarität zeigen können.

Die Deutsche AIDS-Hilfe ist Unterstützerin der Veranstaltung. Internetseite zum Aktionstag: www.gold-for-equal-rights.de

Neustart der Kampagnen-Website von ICH WEISS WAS ICH TU 

Ab dem 26. Februar können sich schwule Männer auf der vollkommen neu konzipierten Website ausführlich über Sex unter Männern, schwule Partnerschaften sowie über HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen informieren.

Die neue Version von iwwit.de wird nutzerfreundlicher sein als ihre Vorläuferin. Grundlegende Fakten werden sich schneller finden lassen, und die Seite wird dann auch für Handys, Tablets und andere mobile Endgeräte nutzbar sein.

Zero Discrimination Day

UNAIDS, das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zur Bekämpfung von HIV und Aids, und Friedensnobelpreisträgerin und UNAIDS-Botschafterin Daw Aung San Suu Kyi haben für den 1. März den ersten Zero Discrimination Day ausgerufen.

Logo
UNAIDS-Logo des Zerso Discrimination Day

An diesem Tag soll weltweit darauf aufmerksam gemacht werden, dass alle Menschen ein Recht auf ein Leben in Würde und frei von Stigmatisierung und Diskriminierung haben – und die Weltgemeinschaft Maßnahmen ergreifen muss, um Menschen mit HIV und Aids ein solches Leben zu ermöglichen. Symbol des neu geschaffenen Aktionstags ist der Schmetterling.

15. Münchner AIDS- und Hepatitis-Tage

Neben Grundlagen, Klinik, Diagnostik und Therapie sowie psychosozialen Faktoren stehen neue und zeitgemäße Formen der HIV-Behandlung und -Prävention im Zentrum der 15. Münchner AIDS- und Hepatitis-Tage vom 21. bis 23. März.

 

 

Logo
Logo der Veranstaltung (Abb.: KIS)

Die Veranstaltung wendet sich vor allem an Ärzte und Pflegepersonal, aber auch an Psychologen, Sozialarbeiter, Juristen und andere mit HIV und Hepatitis befasste Berufe. Link zum Veranstaltungsprogramm

25 Jahre Selbsthilfenetzwerk JES

Am 21. Juni feiert das bundesweite Drogenselbsthilfenetzwerk JES – Junkies, Ehemalige und Substituierte seinen 25. Geburtstag. Begangen wird das Jubiläum im Rahmen eines Fachtags Anfang Oktober in Berlin. Dabei soll auf das bisher Geleistete zurückgeschaut, vor allem aber die Zukunft der Drogenarbeit diskutiert werden.

20. Internationale Aids-Konferenz Melbourne

Mehr als 14.000 Delegierte aus annähernd 200 Ländern – darunter rund 1.200 Journalisten – erwarten die Veranstalter zur 20. Internationalen Aids-Konferenz. Vom 20. bis 25. Juli werden in Melbourne Wissenschaftler aus aller Welt neue Forschungsergebnisse präsentieren und Strategien zur Prävention und Behandlung der HIV-Infektion entwickeln. Weitere Informationen zum Kongress unter www.aids2014.org

„Positive Begegnungen“ 2014

„Positive Begegnungen“ ist Europas größte Selbsthilfekonferenz für Menschen mit HIV/Aids und ihre An- und Zugehörigen. 2014 ist Kassel die Gastgeberstadt. Rund 350 Teilnehmer werden zu dem Treffen vom 21. bis 24. August erwartet.

Logo der Positiven Begegnungen (Abb.: DAH)
Logo der Positiven Begegnungen (Abb.: DAH)

In rund 30 Workshops, Plenarveranstaltungen und öffentlichen Podiumsdiskussionen wird es um medizinische, gesundheits- und gesellschaftspolitische, soziale und rechtliche Fragen gehen – kurz: um alles, was Menschen mit HIV heute bewegt.

Das Programm wird derzeit vom Vorbereitungsteam erarbeitet. Ab Mai wird es dazu erste Informationen auf der Internetseite www.positivebegegnungen.de geben.

 

 

 

 

 

Rote Schleife: weltweites Symbol für Solidarität mit HIV-Positiven (Foto: DAH)
Rote Schleife: weltweites Symbol für Solidarität mit HIV-Positiven (Foto: DAH)

Welt-Aids-Tag

Mit vielfältigen Aktionen, Benefiz- und Gedenkveranstaltungen wird auch in diesem Jahr wieder am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag begangen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung werden das Ereignis mit einer gemeinsamen Kampagne begleiten.

 

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„Die Ermöglichung von Gesundheit hat viel mit Menschenrechten und Würde zu tun“

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Axel Schock

Axel Schock, freier Autor und Journalist, schreibt seit 2010 Beiträge für aidshilfe.de und magazin.hiv.

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