Jahresvorschau

Was erwartet uns 2026?

Von Axel Schock
Schwarz-weiß-Foto: zwei junge Männer sitzen auf einem Sofa vor einem Fenster
Szenenfoto Queerpanorama © Edition Salzgeber

Das neue Jahr startete bereits mit einigen Änderungen in der Sozialgesetzgebung. Diese Jahresvorschau liefert einen Überblick dazu, welche Konferenzen, Projekte, Kulturveranstaltungen und andere Ereignisse für uns 2026 relevant sind.

Januar

Queerpanorama“: Ein schwuler Mann lässt sich durch die Apartmentkomplexe Hongkongs treiben, von einem Sex-Date zum nächsten – und immer nimmt er dabei eine neue Identität an. Manchmal entsteht für einen Moment eine Verbindung, echte Intimität. Jedes Mal studiert er sein Gegenüber genau und imitiert dessen Persönlichkeit beim nächsten Date. So ist er Schauspieler, Wissenschaftler, Architekt, Lehrer, immer auf der Suche – und er ist nur wirklich er selbst, wenn er vorgibt, jemand anderes zu sein. In seinem Schwarz-Weiß-Film „Queerpanorama“ nähert sich der Filmemacher Jun Li auf dokumentarisch wirkende Weise der schwulen Dating-Kultur und ambivalenten Formen der Einsamkeit und des Zusammenseins. Im Januar bundesweit im Rahmen der Queerfilmnacht in den Kinos. (Szenenfoto ganz oben)

Änderungen für Menschen mit Behinderungen: Für schwerbehinderte Menschen gibt es ab 2026 gleich eine ganze Reihe rechtlicher Änderungen, die mehrere Lebensbereiche betreffen. Im Steuerrecht kann der Behinderten-Pauschbetrag nur noch digital beantragt und nachgewiesen werden. Für alle schwerbehinderten Menschen, die ab dem 1.1.1964 geboren sind, ist eine abschlagsfreie Altersrente erst mit 65 Jahren möglich. Der EU-Behindertenausweis sowie der EU-Parkausweis für Menschen mit Behinderung können in Deutschland bereits ab diesem Jahr beantragt werden.

Änderungen in der Pflege: Das am 1. Januar in Kraft getretene „Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP)“ sieht zahlreiche Änderungen vor. So sollen Leistungen der Verhinderungspflege nur noch für das laufende und das unmittelbar vorherige Kalenderjahr abgerechnet werden können. Dies soll eine zeitnahe Abwicklung der Anträge gewährleisten und Missbrauch entgegenwirken. Pflegebedürftige mit Pflegegrad 4 und 5, die ausschließlich Pflegegeld beziehen, sollen den verpflichtenden Beratungsbesuch künftig nur noch zweimal im Jahr nachweisen müssen. Damit gelten für sie die gleichen Regeln wie bisher schon für Pflegegrad 2 und 3. Bei jedem Aufenthalt in einem Krankenhaus oder einer Reha-/Vorsorgeeinrichtung soll das Pflegegeld statt bisher vier nun bis zu acht Wochen weitergezahlt werden.

Fachtag Sexualität und Psyche: Die 15. Ausgabe der jährlichen Fachtag Sexualität und Psyche an der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim an der Ruhr am 16. und 17. Januar widmet sich dem Thema „Dimensionen des Begehrens. Können – dürfen – müssen“. Dazu werden unter anderem Workshops und Vorträge zu den Themen Chemsex, Mental Health in der Sexarbeit, KI und Sexualität und Zugangsbarrieren zur HIV-Präexpositionsprophylaxe* bei MSM mit Migrationshintergrund angeboten. Geplant ist zudem ein Update zu den medizinischen Entwicklungen bei HIV und HCV.

Safe Sex: Comeback der Geschlechtskrankheiten“: Ob Chlamydien, HIV, Syphilis oder Ulcus Molle – sie alle werden vom Naturhistorischen Museum in Wien ausführlich gewürdigt. Die Ausstellung „Safe Sex: Comeback der Geschlechtskrankheiten“ wirft anhand historischer Präparate und Krankheitsbilder sowie manchem Kuriosem einen Blick zurück in die Geschichte und widmet sich auch ganz aktuellen Themen wie der HIV-Therapie und HPV-Impfung. Bis 18. April in der Pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm.

Plakat der Ausstellung „Safe Sex“ © Sirene, M. Kanzler

Februar

Grundlagenseminar psychische Gesundheit in der LGBTIQ+-Community: Am 7. und 8. Februar findet in Berlin die erste Ausgabe eines von der DAH entwickelten, praxisorientierten Grundlagenseminars statt. Es richtet sich an LGBTIQ+-Multiplikator*innen, die in ihren Communitys eigene Mental-Health-Unterstützungsangebote entwickeln und umsetzen wollen.

Berlinale: Beim größten deutschen Filmfestival (12. bis 22. Februar) erleben traditionell auch einige Dutzend neuer internationaler Produktionen zu LGBTIQ-Themen ihre Ur- oder Erstaufführung. Zum Abschluss des Festivals wird am 20. Februar in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz zum 40. Mal der Teddy Award an die besten queeren Filme verliehen. Die Veranstaltung wird live gestreamt.

Berlinale-Plakat © Berliner Filmfestspiele

Positiven-Universität: Das Gemeinschaftsprojekt von Positiv e.V., der Akademie Waldschlösschen und der DAH findet im Rahmen der bundesweiten Positiventreffen (12. bis 15. Februar) in der Akademie Waldschlösschen statt. Die Themen werden noch bekanntgegeben.

CROI 2026: Über 4.000 Expert*innen werden zu der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI) vom 22. bis 25. Februar erwartet, um aktuelle Forschungsergebnisse zur Behandlung von HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten vorzustellen und zu erörtern. Die Veranstaltung findet im Summit Convention Center in Denver/Colorado statt, eine Teilnahme ist voraussichtlich auch virtuell möglich. Die Eröffnungsrede wird der Aidsaktivist und Gründer der Treatment Action Group, Peter Stanley halten.

„It’s a boy“: In ihrem Buch „It’s a boy! Wie ich Mutter eines transgender Sohnes wurde“ liefert Dilan Sev eine radikal ehrliche Innenansicht eines Weges, der Familie, Körper und Psyche gleichermaßen fordert. Sie begleitet ihren Sohn Nathan durch Testosteron-Behandlungen, soziale Herausforderungen und einen Suizidversuch – während sie gleichzeitig gegen jahrelange Wartezeiten auf Therapieplätze, die Hürden des alten Transsexuellen-Gesetzes und eine zunehmend ablehnende gesellschaftliche Stimmung kämpft. Das Buch erscheint Ende Februar im Rowohlt Verlag.

Muslimische Aufklärungs- und Gesundheitsförderung (MAGEF): Das neu initiierte Muslimische Aufklärungs- und Gesundheitsförderungs-Netzwerk lädt engagierte Akteur*innenaus muslimischen Projekten und Migrant*innen-Selbstorganisationen zu einem von Melike Yildiz initiierten Online-Konzeptseminars ein (27.-29. Februar). Im Mittelpunkt stehen gemeinsames Lernen, der Austausch von Erfahrungen und die Entwicklung neuer Präventionsmedien und -methoden.

Peter Hujar: Der Fotograf Peter Hujar war eine zentrale Figur in der queeren Downtown-Szene New Yorks der 1970er und frühen 1980er Jahre. Er porträtierte Menschen auf der Straße, seine Freund*innen und Liebhaber. Als er 1987 an einer aidsbedingten Lungenentzündung starb, waren seine Arbeiten in der breiteren Kunstwelt noch weitgehend unbekannt.
„Eyes Open in the Dark“ in der Bundeskunsthalle Bonn (27. Februar bis 23. August) ist die erste große Ausstellung seines Oeuvres in Deutschland. Sie wurde von Hujars Biograf John Douglas Millar und Gary Schneider in enger Zusammenarbeit mit der Nachlassverwaltung des Künstlers kuratiert.
Parallel dazu zeigt der Martin-Gropius-Bau in Berlin vom 19. März bis 28. Juni eine eigene Auswahl von Hujars Porträts der Avantgardeszene und der queeren Community, darunter von Persönlichkeiten wie Candy Darling, Susan Sontag und David Wojnarowicz. In der Ausstellung „Persistence of Vision“ werden sie zeitgenössischen Arbeiten der in New York lebenden Künstlerin Liz Deschenes gegenübergestellt.

© Peter Hujar “Larry Ree Backstage (II)”, 1974 © 2025 Tue Peter Hujar Archive/Artists Rights Society (ARS), NY, DACS London and Pace Gallery

März

Internationaler Tag der Rechte von Sexarbeiter*innen: Der International Sex Workers’ Rights Day am 3. März wird auch in diesem Jahr von Sexarbeit-Selbsthilfeorganisationen für Aktionen genutzt.

Chemsex-Konferenz: Das Institute of Tropical Medicine in Antwerpen ist Gastgeber der transdisziplinären „International Chemsex Conference „Optimising Support and Care for People Engaging in Chemsex“ vom 3. bis 5. März.

„The First Homosexuals“: Die Ausstellung im Kunstmuseum Basel (7. März bis 2. August) widmet sich der frühen Sichtbarkeit von gleichgeschlechtlichem Begehren und Geschlechtervielfalt in der Kunst. Anhand von rund 100 Gemälden, Fotografien, Arbeiten auf Papier und Skulpturen wird beleuchtet, wie sich ab 1869 – dem Jahr der ersten Nennung des Begriffs „homosexuell” – neue Bilder von Sexualität, Geschlecht und Identität bildeten. Die vielschichtige Ausstellung öffnet den Blick auf queere Netzwerke, intime Porträts, kodiertes Verlangen und mutige Lebensentwürfe.

„L’après-midi“ (1935) von David Paynter. © Brighton & Hove Museums

„All the Sex I’ve Ever had”: Sechs Menschen erzählen im Theaterstück von Mammalian Diving Reflex aus ihrem Liebesleben. Sie sind alle über 65 Jahre alt und haben viel erlebt. Sie erzählen von der ersten Verliebtheit und vom ersten Liebeskummer, von (un)geplanten Schwangerschaften, von verbotener Liebe und aufregenden Affären. Dabei entsteht auch das Porträt einer Generation, die große Veränderungen mitgemacht hat, wie beispielsweise die sexuelle Revolution der sechziger und siebziger Jahre und die Aidskrise. Sie sind aufgewachsen, als Homosexualität noch als Verbrechen galt. Und nun leben und lieben sie in einer Zeit des Online-Datings. Es ist eine Generation, die viel von Tabus erzählen kann, aber auch von Freiheit. Die Premiere in der Regie von Darren O’Donnell findet am 6. März am Schauspiel Hannover statt.

HIV-KONTROVERS: „Interdisziplinär – interaktiv – kontrovers“ – unter diesem Motto laden die Aidshilfe NRW und die Deutsche AIDS-Gesellschaft am 14. März zur Fachtagung ins Kölner Maritim Hotel ein. Zu sieben aktuellen Themen werden jeweils zwei Referent*innen in eine moderierte Kontroverse eintreten. Sie vertreten pointiert gegensätzliche Positionen und bieten so den Einstieg für eine Diskussion.

Internationale Wochen gegen Rassismus: Der internationale Tag gegen Rassismus, der am 21. März 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde, ist auch für viele DAH-Mitgliedsorganisationen und Projekte Anlass, um auf gruppenspezifische Diskriminierung aufmerksam zu machen und ein klares Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Um den zahlreichen Veranstaltungen Raum geben zu können, wurde aus dem Tag gegen Rassismus ein zweiwöchiger Aktionszeitraum (16.-29. März). 2026 lautet das Motto „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“.

Logo der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026

Wir sind am Leben: Ihr neues Musical sei ihr bislang persönlichstes Projekt, sagen Peter Plate und Ulf Sommer. „Mit ‚Wir sind am Leben‘ möchten wir erinnern. An die, die gegangen sind. An die, die zurückblieben. Und an das, was man nicht vergessen darf – auch wenn es leiser geworden ist.“ Es handelt von der Aufbruchszeit und der Aidskrise Anfang der 1990er Jahre in Berlin und dreht sich um die Geschwister Nina und Mario, die nach dem Mauerfall aus Wittenberg in die Hauptstadt ziehen und sich selbst verwirklichen wollen. Mario verliebt sich in einen kubanischen Tänzer, Nina träumt von einer Karriere als Popsängerin. Die Uraufführung findet am 21. März 2026 im Berliner Theater des Westens statt. 

20. Münchner AIDS- & Infektiologie-Tage: Seit vier Jahrzehnten sind die Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage ein zentraler Treffpunkt für Fachleute aus Medizin und Wissenschaft. Anlässlich des 20. Jubiläums zieht die Veranstaltung nach Berlin. Themenschwerpunkte der Veranstaltung vom 27. bis 29. März werden u. a. KI in der Medizin, Migration und Vertreibung – Gesundheitsversorgung in globalen Krisen sowie aktuelle Aspekte der Drogenpolitik, der Hämatologie und der Onkologie sein.

CheMP: Mit einem Auftaktworkshop startet CheMP („lebensweltorientiertes ChemSex-Multiplikatoren-Programm”) als innovatives, niedrigschwelliges DAH-Projekt. Es richtet sich an MSM, die mit HIV bzw. anderen gesundheitlichen oder psychosozialen Belastungen leben und Erfahrungen mit ChemSex haben. Die Teilnehmenden sollen die Gelegenheit erhalten, ihren Umgang mit ChemSex zu reflektieren und alltagstaugliche Strategien bzw. Selbsthilfeinterventionen zu entwickeln. Bis zum Abschluss des zweiphasigen Entwicklungsprojektes im November 2027 wird ein praxisnaher, getesteter Werkzeugkasten entstehen, der Menschen mit ChemSex-Erfahrungen hilft, sich emotional zu stabilisieren sowie ihre gesundheitliche Kompetenz und Stärkung zu fördern.

Queere Einsamkeit, Queere Gemeinschaft“: LGBTIQ*-Menschen laufen im besonderen Maße Gefahr, in bestimmten Lebensabschnitten zu vereinsamen. Wohnprojekte, Wahlfamilien und Bindungen jenseits der heterosexuellen Rollenmodelle können jedoch Orte sein, die vor Einsamkeit schützen. In seinem Buch „Queere Einsamkeit, Queere Gemeinschaft. Wie wollen wir leben?“ (Querverlag) fragt Lennart Herberhold, was uns einsam werden lässt – ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen als Single, der nach drei Jahren Grindr ahnt, dass er den Mann fürs Leben vielleicht nicht mehr finden wird. Doch wie geht es zum Beispiel einer nicht-binären Person, die in der Provinz auf der Suche nach sich selbst ist? Wie erlebt eine 80-jährige Lesbe Alleinsein? Und: Welche Wege gibt es aus der Einsamkeit heraus? Auf der Suche nach Antworten besucht der Autor Wohnprojekte und Menschen, die sich seit Jahrzehnten in un-klassischen Beziehungen umeinander kümmern.

© Querverlag

April

„Sex work. Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit: Die Geschichte der Sexarbeit lässt sich von der Antike bis in die Gegenwart verfolgen. Welches Menschenbild die Zeit prägte, welche Werte galten und wer Macht ausübte, lässt sich auch daran ablesen, wie gesellschaftlich mit Sexarbeit umgegangen wurde. Sie bedeutete in manchen Zeiten für Frauen eine von wenigen Möglichkeiten, selbstständig Einkommen zu generieren. Ihre Geschichte wurde bislang meist aus einer Außenperspektive geschildert. „Sex work“ (2. April bis 25. Oktober) erzählt diese Historie anders: Gemeinsam mit einem Kollektiv forschender Sexarbeiter*innen wird in der Bundeskunsthalle in Bonn Kunst, Kulturgeschichte und Archivmaterial präsentiert, orientiert an einem zentralen Prinzip: Nichts über uns ohne uns!

Bundesweites Positiventreffen: Die besondere Situation von Menschen mit HIV im Kontext ihrer Berufstätigkeit steht im Zentrum dieses bundesweiten Treffens vom 16. bis 19. April in der Akademie Waldschlösschen. Geplant sind anregende und kommunikationsfördernde Methoden und Formate zum Austausch u. a. über den Umgang mit HIV am Arbeitsplatz, zur Resilienz im Arbeitsalltag und gesundes Arbeiten.

ECCMID 2026: Ein für die HIV- und STI-Medizin wichtiger jährlicher Termin ist der Europäische Kongress für Klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID). Er findet 2026 vom 17. bis 21. April in München statt. Erstmals ist der „Education Friday“ Teil des fünftägigen Programms mit Keynote-Vorträgen, mündlichen Präsentationen, Workshops, Symposien, Expert*innenrunden und Posterpräsentationen

Pro+ Nord – Vernetzungstreffen von Menschen mit HIV in Norddeutschland: Die2021 von engagierten Selbsthilfeaktivist*innen gegründete Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, sich zu einem bedeutenden Akteur in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention, sozialer Sicherung und der gesellschaftlichen Interessenvertretung von Menschen mit HIV/AIDS zu entwickeln. Beim Vernetzungstreffen in der Akademie Waldschlösschen (17. bis 19. April) sollen Ziele, Strategien und Projekte ausgearbeitet werden. Kooperationspartner sind der Landesverband Sexuelle Gesundheit und swe Aidshilfe Niedersachsen Landesverband e.V.

Hepatologie trifft Infektiologie: Bereits zum 9. Mal veranstalten der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e. V. (dagnä) einen gemeinsamen Workshop, bei dem fachübergreifende medizinische Entwicklungen in der Infektiologie und der Hepatologie vorgestellt werden. Wissenschaftliche Leiter*innen dieser Fortbildungsveranstaltung im Spreespeicher Berlin am 24. und 25. April sind Prof. Dr. Wolf Peter Hofmann und Dr. Axel Baumgarten (Berlin) sowie Dr. Kerstin Stein (Magdeburg).

Welt-Hepatitis-Gipfel 2026: Bangkok ist vom 28. bis 30. April Gastgeber des internationalen Symposiums zu viraler Hepatitis und Lebererkrankungen. Ausgerichtet wird die Veranstaltung, zu der rund 1000 Expert*innen aus aller Welt erwartet werden, gemeinsam mit dem thailändischen Gesundheitsministerium. Der World Hepatitis Summit (WHS) ist die einzige globale Hepatitis-Konferenz, die sich zum Ziel gesetzt hat, Organisationen aus der Zivilgesellschaft, Wissenschaftler*innen, medizinische Fachkräfte wie auch politische Entscheidungsträger*innen und Beschäftigte des öffentlichen Gesundheitswesens zusammenzubringen.

Christopher Street Day: Die CSD-Saison erstreckt sich inzwischen über ein halbes Jahr. Der Auftakt im brandenburgischen Angermünde findet bereits am 11. April statt, den Abschluss bilden Stendal und Kaiserslautern am 26. September sowie Cottbus am 26. Oktober. Insgesamt finden in rund 60 Städten quer durch die Republik Pride-Paraden, queere Straßenfeste und Veranstaltungen in Erinnerung an den Aufstand im Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street statt.
Die zahlenmäßig größten Demonstrationen sind in München (27.6.), Köln (5.7.), Stuttgart und Berlin (25.7.), Hamburg (1.8.) und Leipzig (18.8.) zu erwarten. Das IWWIT-Team wird bei vielen der Veranstaltungen dabei sein.

Haft und Migration: Gerade unter den immer restriktiveren Migrationspolitiken werden Themen rund um Abschiebehaft und Gesundheit immer wichtiger und deshalb 2026 von der DAH referatsübergreifend zu einem besonderen Arbeitsschwerpunkt. Am 15. und 16. April findet dazu in der Münchner Aidshilfe ein Konzepttreffen zu „Migrationsgesundheit in Justizvollzugsanstalten und Abschiebehaft“ statt. Dazu sind Fachkräfte aus Haft, Aidshilfen, Migrant*innen-Organisationen und alle Interessierten eingeladen, um gemeinsam an innovativen Lösungen für HIV-, HEP- und STI-Prävention zu arbeiten. Geplant ist unter anderem eine Handreichung für Menschen mit Migrationsgeschichte und Fluchterfahrungen zu erstellen, um damit Barrieren dieser Zielgruppe abzubauen. Vertieft wird das Thema außerdem im Juni auf der 14. Europäischen Konferenz zur Gesundheitsförderung in Haft. Beim „Haft Forum“ in Berlin mit dem Schwerpunkt Migration sollen zudem bundesweite Perspektiven und Handlungsansätze für die Gesundheitsprävention in Haft entwickelt werden.

„Lipstick Quings Revolution“: „Ein partizipatives Projekt über eine Nichtdefinition“ ist der Untertitel dieser Theaterproduktion von Regisseur Michael Müller, den er gemeinsam mit Menschen der Trans-Community gestaltet, womit er einen Raum schaffen möchte für den offenen Dialog über Lebensentwürfe und Erfahrungen. „Für uns alle stellt sich gerade in Zeiten des politischen Rollbacks in vielerlei Hinsicht die Frage nach der Freiheit des Seins. Den eigenen Weg zu gehen, ob schrill oder still, ob Queen, King oder Quing: Stolz und stark zu sein, ist befreiend und schön“, formuliert Müller die Kernidee. Die Uraufführung am Schauspielhaus Hamburg ist für den 19. April geplant.

Mai

Positiven-Frühlingstreffen: Zweimal im Jahr veranstaltet aktHivplus e.V. ein Treffen für Menschen mit HIV aus Baden-Württemberg. Das Frühlingstreffen findet vom 6. bis 10. Mai in Langenargen am Bodensee statt.

30. Suchttherapietage Hamburg: Das interdisziplinäre Forum für Fort- und Weiterbildung im Suchtbereich will im Jubiläumsjahr 2026 vom 11. bis 13. Mai Bilanz der 30-jährigen Tagungsgeschichte ziehen und den Blick nach vorn richten: Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit sind richtungsweisend für die Zukunft? Welche Konzepte haben sich bewährt, welche müssen neu gedacht werden? Wie sieht eine Suchthilfe aus, die kommenden gesellschaftlichen und fachlichen Anforderungen – auch angesichts von Digitalisierung, veränderten Konsummustern und zunehmenden Komorbiditäten – gerecht wird?

Bundesweites Treffen positiver heterosexueller Frauen und Männer: Das Treffen in der Bildungsstätte Gartenbau im hessischen Grünberg (14. bis 17. Mai) dient dem Erfahrungs- und Wissensaustausch rund um den Alltag mit der HIV-Infektion. Zugleich erhalten vor allem Menschen, die erstmals mit dabei sind, Einblick in die Ziele und Aufgaben des Selbsthilfenetzwerks HIV-positiver heterosexueller Frauen und Männer. Die Themen dieses Treffens werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Treffen für junge Erwachsene mit HIV: Den richtigen Job zu finden, die eigene sexuelle und geschlechtliche Identität auszuleben, eine Zukunftsperspektive zu entwickeln, in einem fremden Land zu leben, das alles sind für viele junge Menschen spannende, aber manchmal auch herausfordernde Aspekte des Lebens. Vom 22. bis 25. Mai sind alle in Deutschland lebenden Menschen mit HIV zwischen 18 und 27 Jahren – unabhängig von geschlechtlicher und sexueller Identität oder Herkunft – eingeladen, sich im St. Ansgar-Bildungshaus in Hamburg über ihre Perspektive auf die eigene HIV-Infektion, über die gemachten Erfahrungen und Strategien auszutauschen und voneinander zu lernen.

International Liver Congress: Der weltgrößte Kongress für Leber und Hepatologie mit rund 7.000 Teilnehmer*innen findet vom 27. bis 30. Mai in Barcelona als hybride Veranstaltung statt. Ausrichter ist die Europäische Arbeitsgemeinschaft zum Studium der Leber (EASL).

DRUCK-Haft-Studie: Weltweit sind unter Menschen in Haft Infektionen wie Hepatitis B, C und HIV häufiger verbreitet als in der Allgemeinbevölkerung. Injizierender Drogengebrauch, in Haft einhergehend mit fehlendem Zugang zu sterilen Konsumutensilien, ist dabei eine der Hauptursachen für die Verbreitung dieser Infektionen. Mit der an der Justizvollzugsanstalt Bremen-Oeslebshausen durchgeführten Pilotstudie „Drogen, chronische Infektionskrankheiten und soziale Determinanten der Gesundheit von Menschen in Haft“ untersucht das Robert Koch-Institut nicht nur die Prävalenz von HBV, HCV und HIV, sondern auch das Präventions- und Risikoverhalten, den Zugang zu Prävention und Versorgung sowie das Wissen und die Einstellungen in einer Haftanstalt zu diesen Infektionskrankheiten. Mit einer Veröffentlichung wird im Frühsommer gerechnet; ausführlich vorgestellt werden die Daten im Juni in Luxemburg auf der 14. Europäischen Konferenz zur Gesundheitsförderung in Haft.

Juni

Internationaler Hurentag: Am 2. Juni wird mit dem International Sex Workers’ Day die Geburtsstunde der europäischen Hurenbewegung geferiert. Am 2. Juni 1975 besetzten etwa 100 Sexarbeiter*innen in Lyon eine Kirche, um erstmalig auf die Kriminalisierung ihrer Arbeit öffentlich aufmerksam zu machen. Auch in Deutschland wird der Internationale Hurentag von Organisationen und Initiativen genutzt, um Öffentlichkeit für die politischen Forderungen von Sexarbeiter*innen zu schaffen.

14. Europäische Konferenz zur Gesundheitsförderung in Haft: Die internationale Fachtagung verbindet wissenschaftliche Theorie mit der täglich gelebten Vollzugspraxis und wendet sich an Beschäftige im Medizinischer Dienst von Haftanstalten, Mitarbeiter*innen des Vollzugs und externer Dienste wie Aidshilfen und Drogenhilfe wie auch politisch Verantwortliche, Jurist*innen und andere Interessierte. Die von akzept e.V. organisierte Veranstaltung unter dem Motto „Prävention und Behandlung – mit Sicherheit!“ findet am 11. und 12. Juni im Chambre de Commerce in Luxembourg-Kirchberg statt. Themen sind unter anderem das Projekt Safer Tattooing, Modelle der Entkriminalisierung von Konsumierenden und Legalisierung von Drogen sowie Migration und Abschiebehaft. Eingeleitet wird der Kongress am 10. Juni mit Besuchen von Haftanstalten.

KIT 2026: Künstliche Intelligenz und Big Data, Antibiotikaresistenz und die Krankenhausreform sind einige der zentralen Themen des 17. Kongresses für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin vom 17. bis 20. Juni in Köln. Ausgerichtet wird er von der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit.

10. World Congress on Infectious Diseases: Der Kongress unter dem übergreifenden Thema „New Frontiers in Infectious Diseases: Diagnosis, Treatment, and Control“ vom 25. bis 27. Juni in Barcelona bietet Vorträge über die aktuelle Forschung und die neuesten Taktiken auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten inklusive HIV und STIs. Das Programm kann auch online mitverfolgt werden.

International Society for the Study of Drug Policy (ISSDP) Conference: Das weltweit wichtigste Treffen von Akteur*innen im Bereich der Drogenpolitik steht 2026 unter dem Motto „Connecting affected communities, drug policy and public health“. Bei der Konferenz vom 30. Juni bis 2. Juli im australischen Perth/Boorloo will man Strategien zur Beendigung des Drogenkriegs entwickeln und Reformen initiieren, mit denen die Kriminalisierung von Drogengebrauch überwunden und Gesundheit, Gerechtigkeit und Menschenrechte in den Vordergrund gerückt werden können.

Gesundheitstage für HIV-Positive: Für viele Menschen mit HIV ist die Infektion dank der medizinischen Möglichkeiten heute eine gut behandelbare chronische Erkrankung. Trotzdem ist es wichtig, sich gerade vor diesem Hintergrund mit Möglichkeiten zur nachhaltigen Unterstützung der eigenen Gesunderhaltung zu beschäftigen. Bei diesem Seminar in der Akademie Waldschlösschen vom 28. Juni bis 3. Juli gibt es Gelegenheit, sich in Theorie und Praxis mit verschiedenen Themen des Lebens mit HIV auseinandersetzen, dazu gehören unter anderem medizinische Aspekte sowie Bewegungs- und Entspannungstechniken.

Akademie Waldschlösschen © James Steakley

Juli

26. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin: Das fachintegrierende Forum für Suchttherapie, Suchtfolgekrankheiten und Akutversorgung Suchtkranker findet vom 2. bis 4. Juli in München statt. Der Kongress bietet Therapeut*innen Ärzt*innen der verschiedensten Fachrichtungen, Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen und Beschäftigten in der Krankenpflege die Möglichkeit, sich zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen auszutauschen und suchtmedizinisches Grundlagenwissen zu erwerben.

26. Internationale Aids-Konferenz: Rio de Janeiro ist vom 26. bis 31. Juli 2026 Gastgeber der größten Konferenz zu wissenschaftlichen, sozialpolitischen und zivilgesellschaftlichen Aspekten von HIV und Aids. Zu der von der International AIDS Society (IAS) ausgerichteten Veranstaltung werden unter dem Motto „Rethink. Rebuild. Rise.“ mehr als 15.000 Teilnehmnde aus über 175 Ländern erwartet. Angesichts einer beispiellosen Finanzierungskrise und massiver Kürzungen bei HIV-Programmen wird die Konferenz Menschen mit HIV, Forschende, politische Entscheidungsträger*innen, Angehörige der Gesundheitsberufe, Geldgeber*innen, Medienvertreter*innen, Aktivist*innen und die Zivilgesellschaft zusammenbringen.

Gedenktag für verstorbenen Drogengebraucher*innen: Der 21. Juli ist nicht nur ein Tag des Gedenkens an jene Menschen, die an den Folgen ihrer Drogensucht gestorben sind. Es ist auch ein Tag der Aktionen, des Protestes und der Information. In über 70 Städten wird mit öffentlichen Aktionen, Gedenkmessen und Demonstrationen für Aufklärung, Angebote zur Risikosenkung und Überlebenshilfen geworben und über die Situation drogengebrauchender Menschen informiert.

Migrationsarbeit in Aidshilfen: Das DAH-Fachreferat Migration hat im vergangenen Jahr eine großangelegte Umfrage zur Migrationsarbeit in den Mitgliedsorganisationen und lokalen Aidshilfen durchgeführt. Die Ergebnisse werden im 2. Quartal des Jahres als Handreichung, weitere Ergebnisse 2027 im „Handbuch Migration“ publiziert werden.

August

Bundesweites Positiventreffen für Langzeit- und ältere HIV-positive Menschen: Neben Diskussionen, Fortbildungs- und Informationsangeboten gibt es bei diesem Treffen vom 16. bis 19. August in der Akademie Waldschlösschen genügend Raum für Begegnung und den stets wichtigen „informellen Austausch“ sowie der Vernetzung.

IWWIT-Geburtstag: ICH WEISS WAS ICH TU wird volljährig! Am 13. Oktober feiert die DAH-Präventionskampagne für schwule, bi+ und trans Männer* ihren 18. Geburtstag. Was sich das IWWIT-Team zu diesem Anlass Besonderes einfallen lässt, wird erst im Laufe des Jahres verraten.

Tage der positiven Selbsthilfe – Ein Barcamp für Menschen mit HIV: Das Barcamp in der Akademie Waldschlösschen (21. bis 23. August) bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen mit HIV zu vernetzen, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Konkret soll es unter anderem um die Fragen gehen, inwieweit ein Leben in einem Altersheim infrage kommen kann und wie die Positiven-Selbsthilfe gestärkt werden könnte.

International Overdose Awareness Day: Seit 2001 ist der 31. August all jenen Menschen gewidmet, die durch eine Überdosis ihr Leben verloren oder schwere Schäden erlitten. Freund*innen, Angehörige und Selbsthilfeorganisationen erinnern an sie mit Veranstaltungen und Aktionen. Auch die DAH wird anlässlich des Gedenktages gemeinsam mit Partner*innen eine Kampagne starten, um die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit einer besseren Prävention zu sensibilisieren.

Menschen ohne Krankenversicherung: Um auf die Schwierigkeiten von Menschen ohne Krankenversicherung hinzuweisen und Awareness für deren Lebenssituation zu schaffen, plant die DAH für das zweite Quartal eine Kampagne in den sozialen Medien und lässt dazu auch Medien produzieren.

September

36. dagnä-Workshop: HIV-Schwerpunktärzt*innen und ambulant tätige Infektiolog*innen erhalten bei der Fortbildungsveranstaltung vom 4. bis 5. September im Kap Europa in Frankfurt/Main einen kompakten Überblick über Neuigkeiten aus den Bereichen HIV und Infektiologie.

Deutscher Suchtkongress: Der gemeinsam vom Fachverband Sucht + e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Suchtpsychologie e.V. veranstaltete Kongress ist 2026 vom21. bis 23. September in Hamburg zu Gast.

Oktober

„Schwarze Haut, weiße Kittel“: Wie prägt Rassismus die gegenwärtige Gesundheitsversorgung in Deutschland? W. M. Friedrich hat als Person of Color Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe nicht nur im Gesundheitswesen, sondern auch während seines Medizinstudiums erlebt. In seinem Essay „Schwarze Haut, weiße Kittel. Rassismus im Gesundheitssystem“ (Unrast Verlag) schreibt er über die Verletzung von Autonomie und Würde der Patient*innen, über den menschlichen Preis, den rassifizierte Personen für medizinische Erkenntnis gezahlt haben und welche Auswirkungen rassistische Algorithmen in der künstlichen Intelligenz haben.

© Unrast Verlag

November

Positiven-Wintertreffen: Die Selbsthilfeorganisation aktHivplus e.V. lädt alle Menschen mit HIV aus Baden-Württemberg zum Wintertreffen ins Butenschönhaus in Landau/Pfalz (4.bis 8. November) ein.

Mitgliederversammlung der Deutschen Aidshilfe: Vertreter*innen der im DAH-Dachverband zusammengeschlossenen Organisationen und Einrichtungen zieht es vom 13. bis 15. November nach Berlin. Vorausgehen wird der Mitgliederversammlung ein Verbandsfachtag, dessen Thema im Frühjahr bekanntgegeben wird.

HIV Drug Therapy Glasgow: Wie in den vergangenen Jahren beschäftigt sich der schottische HIV-Kongress neben dem aktuellen Forschungsstand der HIV-Behandlungsstrategien auch mit den Fortschritten bei der Prävention und Heilung. Die Beteiligung der HIV-Community und ihrer Perspektiven ist integraler Bestandteil aller Veranstaltungssektionen. Der Kongress findet vom 8. bis 11. November statt.

Bundesweites Positiventreffen: Das traditionelle November-Treffen in der Akademie Waldschlösschen (12.-15. November) in Kooperation mit der DAH und positiv e.V. ist offen für Menschen aus allen Communities der Menschen mit HIV. Eine Übersetzung ist bei Bedarf möglich. Das genaue Programm wird im September bekanntgegeben.

Tanz unterm Regenbogen: Die 26. Ausgabe der traditionsreichen Aids-Benefiz-Veranstaltung mit prominenten Gästen geht am 28. November in der Europahalle Castrop-Rauxel über die Bühne.

Dezember

Welt-Aids-Tag: Seit mehr als 30 Jahren wird am 1. Dezember der Menschen gedacht, die an den Folgen von HIV und Aids verstorben sind. Die Aidshilfen werden diesen Tag auch 2026 dazu nutzen, die Rechte der Menschen mit HIV weltweit zu bekräftigen und zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung aufzurufen.

Day With(out) Art: Auch Kunstorganisationen organisieren Veranstaltungen, um Aufmerksamkeit für das Thema HIV/Aids zu wecken und Verstorbenen zu gedenken, insbesondere all jener Künstler*innen, deren Karriere durch Aids unvollendet geblieben ist. Die Initiative VisualAIDS, die den „Day Without Art“ 1988 erstmals in New York City ausgerufen hat, veranstaltet seit einigen Jahren zudem einen Videowettbewerb: Es können bis zum 7. Juli Filme zum Thema Drogenkonsum und Praktiken zur Schadensbegrenzung eingereicht werden.Die ausgewählten Arbeiten werden dann am 1. Dezember bei rund 100 Veranstaltungen weltweit gezeigt. Auch in Deutschland sind Screenings geplant. Die Filme werden auch online abrufbar sein.

Ausstellung Migration, Flucht und partizipative Prävention: Über die Jahre haben Menschen mit Migrationsgeschichte und Fluchterfahrung, in partizipativen Projekten, in Selbsthilfegruppen sowie in Migrationsnetzwerken vielfältige künstlerische Ausdrucksformen wie Performances, Theater, Fotografie und bildende Kunst als Möglichkeiten der Selbstdarstellung und Mittel zur Prävention entwickelt. Ab Anfang Dezember würdigt eine Ausstellung in den Räumen der DAH-Geschäftsstelle in Berlin den Wunsch der Teilnehmenden nach Sichtbarkeit und einer öffentlichen Bühne und präsentiert eine Auswahl dieser Arbeiten. Dadurch soll für ein breites Publikum – unabhängig von Vorwissen –Raum geschaffen werden für Begegnung, Austausch und Reflexion über HIV, Gesundheit und Rassismus.

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