Seit 1988 wird jedes Jahr am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag begangen, der wichtigste Aktions- und Gedenktag rund um HIV und Aids.

Der Welt-Aids-Tag bekräftigt die Rechte von Menschen mit HIV/Aids weltweit und ruft zu Solidarität und zu einem Miteinander ohne Vorurteile, Diskriminierung und Ausgrenzung auf. Zudem erinnert der Tag an die Menschen, die an den Folgen der Immunschwächekrankheit verstorben sind.

Entstehung des Welt-Aids-Tags

Initiiert und ins Leben gerufen wurde der Welt-Aids-Tag im Jahr 1987 von den Journalisten James W. Bunn und Thomas Netter, beides seinerzeit Öffentlichkeitsbeauftragte des Globalen Aids-Programms der WHO (heute UNAIDS) in Genf. Unterstützt wurde ihre Idee von Dr. Jonathan Mann, dem Gründungsdirektor des Globalen Aids-Programms.

Das Datum für den Gedenk- und Aktionstag wurde medienstrategisch und aus US-Perspektive gewählt: Der Tag lag in der nachrichtenarmen Zeit zwischen den US-Präsidentschaftswahlen am 8. November 1988 und den Weihnachtsfeiertagen und sollte dadurch möglichst große Aufmerksamkeit bekommen.

Die Planung, Weiterentwicklung und internationale Vernetzung in Sachen Welt-Aids-Tag wurde ab 1996 vom neu gegründeten Gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) übernommen.

Motiv der Welt-Aids-Tags-Kampagne 2017: Meine Gesundheit, mein Recht

Seit Beginn stehen die Welt-Aids-Tage unter einem individuellen Motto, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf besondere Aspekte des Lebens mit HIV und Aids hinzuweisen.

1988 stand der Welt-Aids-Tag unter dem Motto „A world united against AIDS“ (in Deutschland: „Schließt euch den weltweiten Bemühungen an“), 1989 standen Jugendliche im Zentrum, das Motto lautete „Our lives, our world — let’s take care of each other“ (Deutsch: „Unser Leben, unsere Welt — lasst uns füreinander sorgen“:

Insta-Video mit Hiltrud Welbers

Twitter-Interview mit Nicole

Motive und Aktionen zu verschiedenen WAT-Kampagnen

Der Welt-Aids-Tag in Deutschland

Die Mottos des Welt-Aids-Tags werden auch von Organisationen und Einrichtungen wie örtlichen Aidshilfen und Beratungsstellen bei der Gestaltung eigener Aktionen und Veranstaltungen aufgegriffen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Deutsche Aidshilfe (DAH) und die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) entwickeln darüber hinaus gemeinsam bundesweite Kampagnen, die im Internet unter welt-aids-tag.de/ sowie in den Sozialen Medien präsent ist:

www.facebook.com/WeltAidsTag

www.instagram.com/weltaidstag

www.twitter.com/weltaidstag_de

www.youtube.com/@welt-aids-tag

Die Rote Schleife – Das weltweite Symbol der Solidarität

Eng mit dem Welt-Aids-Tag verknüpft ist die Rote Schleife. Das Symbol steht weltweit für Akzeptanz und Solidarität mit Menschen mit HIV/Aids und ist insbesondere rund um den 1. Dezember überall sichtbar.

Entwickelt wurde der „Red Ribbon“ 1991 von der New Yorker Künstlergruppe Visual Aids in Anlehnung an die Gelbe Schleife. Sie wurde zu dieser Zeit in den USA von vielen Menschen getragen, um der Verbundenheit mit den im Golfkrieg kämpfenden Truppen Ausdruck zu verleihen und der Gefallenen zu gedenken.

https://www.worldaidsday.org/the-red-ribbon/
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Axel Schock

Axel Schock, freier Autor und Journalist, schreibt seit 2010 Beiträge für aidshilfe.de und magazin.hiv.

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