In unserer vierteiligen Chronik anlässlich des 30-jährigen Bestehens von HIV beleuchten wir die zentralen Aspekte der Pandemie.

Weltkugel mit Roter Schleife
(Foto: Gerd Altmann, pixelio)

1996
Die Vereinten Nationen schaffen mit UNAIDS ein spezielles Programm, um die internationalen Maßnahmen gegen die HIV-Epidemie abzustimmen. Es entstand 1996 aus dem Global Program on HIV/AIDS der Weltgesundheitsorganisation.

Optimismus bei der 11. Welt-AIDS-Konferenz in Vancouver: Die neuen Proteasehemmer versprechen einen Durchbruch bei der Behandlung von HIV. Die Ära der Kombinationstherapien (Highly Active Antiretroviral Therapy, kurz HAART) beginnt. Nachteile wie Nebenwirkungen und Resistenzbildungen werden erst in den Folgejahren bekannt.

UNAIDS Direktor Michel Sidibé
UNAIDS Direktor Michel Sidibé (Foto: UNAIDS)

1997
Die US-amerikanischen CDC berichten, dass erstmals die Zahl der jährlichen AIDS-Toten gesunken ist. Ende 1997 leben etwa 30 Millionen Menschen mit HIV/Aids, 2,3 Millionen sterben an den Folgen von Aids.

1998
Am 21. Juli veranstaltet der „Landesverband der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit NRW e.V.“ den ersten „Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher“, der seitdem jährlich mit vielen Veranstaltungen in zahlreichen deutschen Städten abgehalten wird.

Auf der 12. Internationalen AIDS-Konferenz (28.07.-03.08.) in Genf wird die Beteiligung der Community der Menschen mit HIV/Aids auf allen Ebenen der Vorebreitung und Durchführung im so genannten Genfer Prinzip festgeschrieben. Dieses Prinzip wurde später (1999) auch in Deutschland übernommen.

Demonstration von HIV-Aktivisten
Demonstration von HIV-Aktivisten (Foto: UNAIDS)

1999
Aids ist weltweit zur vierthäufigsten Todesursache aller Zeiten geworden.

Vom 2. bis 5. Juni findet der 7. Deutsche AIDS-Kongress in Essen statt. Erstmals sind Community-Vertreter an Planung und Druchführung eines deutschen Aidskongresses direkt beteiligt.

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