Alle Kinder weltweit sollen Zugang zu HIV-Tests und zu kostengünstigen, kindgerechten HIV-Medikamenten bekommen. Das fordern die Kindernothilfe, weitere große Kinderhilfswerke und das Aktionsbündnis gegen Aids.

Eine am 13.10. gestartete Kampagne der Aktionspartner fordert die Bundesregierung auf, zusammen mit Partnerländern spezielle Testmöglichkeiten für Kinder auszubauen und den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria mit 400 Millionen Euro jährlich zu unterstützen.

Die Pharmaindustrie wird dazu aufgerufen, kindgerechte HIV-Medikamente weiterzuentwickeln und sie den ärmsten Ländern kostengünstig zur Verfügung zu stellen.

Online unterzeichnen kann man den Appell unter http://www.kindernothilfe.de/kinderundaids.html.

„Kinder brauchen bezahlbare Medikamente mit kindgerechten Wirkstoffkombinationen und Dosierungen und eben auch spezielle Darreichungsformen, die für Kinder geeignet sind“, sagt Frank Mischo vom Referat für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Kindernothilfe in einer Pressemitteilung.

Weitweit sind nach Angaben der Initiatoren schätzungsweise 3,2 Millionen Kinder unter 14 Jahren von HIV und Aids betroffen. Obwohl die Zahl der Mutter-Kind-Übertragungen deutlich gesenkt werden konnte, gab es 2013 immer noch rund 240.000 Neuinfektionen bei Kinder. Mehr als die Hälfte der Kinder sterben in den ersten beiden Lebensjahren. Nur jedes vierte Kind, das HIV-Medikamente benötigt, erhält sie auch.

Engagierte Jugendliche und der Graffiti-Künstler Aleks van Sputto haben einen Stop-Motion-Film mit den Forderungen der Kampagne erstellt. Er ist ebenfalls unter www.kindernothilfe.de/kinderundaids abzurufen und darf über die Sozialen Medien verbreitet werden.

(ascho)

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Axel Schock

Axel Schock, freier Autor und Journalist, schreibt seit 2010 Beiträge für aidshilfe.de und magazin.hiv.

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