Kongress-Getümmel Mein zweiter Tag beim Kongress beginnt um 8:30 mit Stand-Dienst am DAH-Stand. In der Halle herrscht ein permanenter Geräuschpegel, der an das Tröten der Vuvuzelas erinnert. Wie ein Hornissenschwarm strömen auch die Besucher durch Hallen und Gänge – Menschen, wohin man schaut.

Auch ich schwärme aus um die anderen Hallen zu erkunden und mache mich auf die Suche nach dem Deutschen Stand. Der Kongress findet in vier riesigen Hallen statt, das Angebot ist überwältigend. Das Veranstaltungsprogramm umfasst über 400 Seiten. Es ist faszinierend, sich einfach mal treiben zu lassen, ständig gibt es interessante Dinge und Menschen zu sehen. Da passiert es auch schon mal, dass plötzlich die Norwegische Prinzessin Mette-Marit den Weg kreuzt.
Mette Marit BZgA-Kampagne Liebesorte
Schließlich finde ich den Deutschen Stand – und der macht ganz schön was her. Die BzgA präsentierte dort Ihre Kampagne „Liebesorte“ und so ein Liebesort kam mir gerade recht:

Nach dieser Pause entschied ich mich für eine Veranstaltung, bei der es um die Nutzung neuer Technologien für die Prävention ging. Dahinter verbirgt sich ein spannendes Projekt aus Chang Mai, im Norden Thailands. Die Organisation MPlus entwickelte zusammen mit Vertretern der Zielgruppe Präventions-Clips für MSM, Transsexuelle und männliche Sexarbeiter, die dann auf Handys und MP3-Playern abgespielt werden können.
Diashow Prävention
Die Animations-Clips im Manga-Style sind für meinen Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig. Bei der Zielgruppe kommen die Clips aber sehr gut an, da die Ansprache der Kultur und Lebensweise der Adressaten entspricht. Das wiederum ist ein Ansatz, der uns durchaus vertraut ist und den wir auch mit unserer Kampagne „Ich weiß was ich tu“ verfolgen.

Am Ende meines heutigen Rundgangs ist mir noch etwas Kurioses begegnet: Man kann sich bei der Konferenz eine Person mit HIV/Aids mieten. Was es damit auf sich hat, erzähle ich Euch in den nächsten Tagen.
Rent a PWHA

Zurück

Bock bloggt | Teil 1: Mein erstes Mal

Weiter

Ein Gesicht hinter den Zahlen: Stephanie Schmidt (1965–2010)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

5 + 2 =

Das könnte dich auch interessieren