2 Computermäuse und Herz im Hintergrund
(istockphoto)

Im Internet werden nicht nur Freundschaftsanfragen beantwortet, sondern auch Partnerschaften geknüpft und Affären organisiert. Und wie in den Kneipen ist auch hier die Aidshilfe vor Ort, um im richtigen Moment wichtige Informationen zu liefern

Freunde durch Freunde

„Die Kneipen sind leer, dort jemanden zu treffen fällt schwer. Die Auswahl hat man nur noch online.“

Christian (44) und Tobias (26) haben sich über Facebook kennengelernt. Als es funkt, lebt der eine in Frankfurt am Main, der andere in Hamburg. Inzwischen ist Tobias zu Christian gezogen. Die beiden dürften nicht das einzige Paar sein, das sich so gefunden hat. Das Online-Netzwerk hat allein in Deutschland über 16 Millionen Mitglieder, rund ein Drittel davon nutzt Facebook auch unterwegs auf dem Handy. Das heißt: Räumliche Distanzen spielen bei der Partnersuche kaum noch eine Rolle – entscheidend ist der Internetanschluss.

 

Wer macht mich glücklich?

„Die Kontaktaufnahme ist online viel einfacher. Für Schüchterne ist das Internet eine gute Alternative.“

Eric Hegmann (44) ist Deutschlands bekanntester Dating-Doktor. Seine Beziehungsratgeber sind Legion, sein jüngstes Werk „Liebe aus dem Netz“ (mvg Verlag) wendet sich an ältere Menschen. Denn diese „Silver Surfer“ sind inzwischen genauso häufig im Internet auf Partnersuche wie die unter 30-jährigen „Digital Natives“.

 

Aidshilfe-App

„Die Ratsuchenden lassen im Internet mehr zu als in der persönlichen oder telefonischen Beratung.“

Seit über fünf Jahren beraten die Aidshilfen in Deutschland auch im Internet. Mit dem Relaunch von aidshilfe.de und und aidshilfe-beratung.de im Sommer 2010 ist die Zahl der Online-Anfragen noch einmal in die Höhe geschossen. Besonders montags sammeln sich die Mails, denn am Wochenende sind die Menschen auf Partnersuche. Und mancher Flirt endet in einer Situation, in der HIV übertragen werden kann. Die brennenden Fragen, die dann durch den Kopf schießen, beantwortet auch Mara Wiebe (48) von der AIDS-Hilfe Hamburg. Eine App der Aidshilfe gibt es allerdings noch nicht. Aus gutem Grund, findet Mara: Nicht alles lässt sich im Internet abhandeln.

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